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Autor Thema: 27. Tag im 4. Monat des Jahres 1 nach dem Sturm auf Tharemis  (Gelesen 2223 mal)
Anonymous
Gast
« am: 05. Mai 2003, 00:30:51 »

an einem sonnigen(!!!) Tag auf dem Marktplatz in Tharemis.
Überall werden Waren angeboten, es wird gefeilscht, gelacht und geflucht.

Vom Fluss her ertönt Flötenspiel. Untermalt von den Gesängen der Priester und Priesterinnen und umweht vom feinen Weihrauch ihrer Rauchfässer bewegt sich, wie jeden Tag, die Mittagsprozession zum Tempel hinauf.

Einen kurzen Moment kommt das geschäftige Treiben zur Ruhe, Die Menschen verneigen sich vor den geweihten Männern und Frauen und wie von selbst bildet sich eine Gasse vor der Prozession. Einzelne Menschen treten hervor und geben Gebetsrollen, kleine Windspiele, Münzen und andere Opfergaben an die Priester damit sie diese am abend zu Ehren Hydracors opfern werden.

Hoch am Himmel kreisst ein einsamer dunkler Punkt über dem Platz. Langsam aber zielstrebig schraubt sich eine grosse, weiße Schleier-eule herunter auf den Tempeleingang zu.
Grade als der Hohepriester, der die Prozession anführt, die Stufen zum Tempel erreicht landet das Tier direkt vor ihm im Eingang zur grossen Halle.

halb erschreckt, halb faszinert bleibt der Hohepriester stehen. die heiligen Gesänge enden, so erstaunt sind die Novizen über das was sie da sehen.
Einen langen Augenblick scheinen beide im Blick des anderen gefangen zu sein.

Plötzlich und ohne Vorwarnung erhebt sich der göttliche Vogel mit majestätischem Flügelschlagen. Nach zwei langen Kreisen über dem Marktplatz verschwindet das Tier aus dem Blickfeld der erstaunten Menge.

Da wo das Tier grade eben noch so überaschend gelandet war schweben nun zwei grosse silbergraue Federn des edelen Tieres zu Boden, die dieses wohl verloren hat.
mit langsamen und gemässigtem Schritt erklimmt der Hohepriester die Stufen zum Tempel kniet nieder und hebt andächtig die beiden Federn auf.
Er erhebt sich zum Volk und spricht:
"Höret; Bürger von Tharemis, Volk von Condra, Kinder Hydracors. Schreckliches ist geschehen. Sehet. Zwei Federn verlor Hyranes, der Bote des Göttlichen. Noch liegt vor uns verborgen was dies Zeichen uns bedeuten will.
Doch wappnet eure Herzen, denn grosses Unheil ist geschehen und schon bald wird der Strom des Dunkelbachs anschwellen von den Tränen der Gläubigen."

Noch bevor die letzten Worte über den Platz verklungen sind legt sich feiner Regen über die Menschen.
Ein plötzlicher und starker Frühjahrsregen bricht aus dem eben noch heiteren Himmel und nur langsam finden die Menschen an diesem Tag wieder zu ihren Geschäften zurück...
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Lix
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« Antworten #1 am: 06. Mai 2003, 17:14:10 »

*zieht Kapuze auf*
Bei Mielikki, die Götter hier geben sich aber mal Mühe mit den Vorzeichen...
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Anonymous
Gast
« Antworten #2 am: 07. Mai 2003, 10:46:53 »

Oh, da habt ihr Recht.
Hier sind die Götter den Menschen nahe. Wißt ihr nicht, dass eine von Hydracors Töchtern in ihrer wahren Gestalt in all ihrer zerstörerischen Schönheit und Wut über die Nekaner kam und sie noch vor dem Sturm auf die Stadt tötete?
Alle, die es gesehen haben, sollen von dem Anblick wahnsinnig geworden sein.
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Lix
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« Antworten #3 am: 08. Mai 2003, 11:36:21 »

Nein, davon wusste ich nichts. Dort, wo ich herkomme, sind die Götter entweder ziemlich geizig mit den Erscheinungen, oder sie behandeln einen wie kleine, unvernünftige Geschwister. Und ich habe Länder kennengelernt, in denen die Götter nur noch im Glauben der Leute existent sind und sich seit Jahrhunderten nicht mehr gezeigt haben. Ob Götter sterben können?
Ich habe gehört, dass die Nekaner einen Gott anbeten, der mit dem der Condrianer verfeindet ist. Stimmt das?
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Maria
Queen of Deadlines
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« Antworten #4 am: 08. Mai 2003, 16:26:31 »

Ja, sie sind absolut gegensätzlich. Eben wie Feuer und Wasser. Wo kommt ihr denn her, wenn ihr erlaubt zu fragen?
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Squirrels on my lawn
are never there
when I hold the hose.
(Lorna Dee Cervantes "American Haiku")
Lix
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« Antworten #5 am: 10. Mai 2003, 14:35:28 »

Aus Faerûn... Wenn man Glück hat, schafft man es über den Seeweg von den Mittellanden aus dorthin. Die Meisten bevorzugen es, per Reisezauber zu reisen, aber selbst das tut kaum jemand.
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Ilayda
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« Antworten #6 am: 12. Mai 2003, 20:19:41 »

Schon von weitem sieht man vor den Toren Tharemis´ die Staubwolke eines herannahenden Reiters. Er muss es verdammt eilig haben, denken die Wachen auf den Mauern.
Die Person, die sich dann aus dem Staub schält, ist den Wachen hinlänglich bekannt: Ilayda Wolfslauf, auf einem fremden Pferd, von Dreck und Staub bedeckt, mit verhärtetem Gesichtsausdruck. Kurz vor der Stadt zügelt sie ihr Pferd und reitet in leichtem Trab nach Tharemis ein, die Wachen geistesabwesend grüßend.
Eine der Wachen dreht sich zu seinem Kameraden: "Was ist denn mit der los? So hab ich sie noch nie erlebt... und wo sind die Anderen? Felian, Kira und Aaron wollten doch auch von Grenzbrueck aus wieder nach Tharemis kommen??"
Ilayda lenkt ihr Pferd in Richtung Markt, sitzt vor dem Tempelgebäude ab, reicht die Zügel einem vor dem Tempeleingang wartenden Novizen:" Ich bringe traurige und wichtige Nachricht für Therion. Ich denke, er ist da?"
Ohne auf eine weitere Reaktion des Novizen zu warten, erklimmt sie die Stufen,kniet kurz vor dem Tor nieder und geht in sich für ein kurzes Gebet.Sie steht auf, strafft sich und betritt entschlossen das hohe Gebäude.
Zwei Stunden vergehen, in der Zeit verlassen mehrere Boten eilends den Tempel.
Dann tritt Ilayda wieder heraus, richtet den Blick gen Himmel. Gedankenverloren mit zwei Federn in der Hand spielend macht sie sich auf den Weg zur Akademie.
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Auf meinem Grabstein soll stehen: "Schau nicht so doof, ich läg jetzt auch lieber am Strand."
Anonymous
Gast
« Antworten #7 am: 13. Mai 2003, 04:32:56 »

Einige Zeit später tritt ein Mann in dunklem Kapuzenumhang vor das Tor und Spricht die Wache an:
"Hat die Frau namens El-ai-da' die Stadt betreten?"

Die Wache antwortet, etwas verwirrt von der seltsame Aussprache des Mannes, "Ja, vor etwa zwei Stunden", dann vorsichtig: "Was wollt ihr von der Ratsherrin?".

"Nichts, aber ihn würde es... erfreuen... glaubt ihr nicht?"

Der Mann dreht sich um und geht von der Stadt fort.
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Lix
Condra-Mitglied
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« Antworten #8 am: 14. Mai 2003, 11:10:24 »

*In einer relativ ruhigen Nebenstraße erscheint eine junge Frau mit seltsam filzigen grünen Haaren.Lix dreht sich um, zischt*

Entschuldige meinen mangelden Respekt, blühende Schwester, aber bist du WAHNSINNIG? Man kann dich SEHEN, weißt du?!

*Die Frau grinst und schiebt Lix in eine Gasse*

*Lix's Stimme verhallt*
... aber was soll ich da? Ich finde Arian Dar schrecklich, er ist so arrogant! Kann ich nicht woanders...
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