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Autor Thema: ...Tileam  (Gelesen 10093 mal)
Kommandant Dreuling
Gast
« Antworten #15 am: 09. September 2003, 14:09:52 »

Dreuling: "Bootsmann, Stellt das Feuer ein!"

Der schweiß- und drecküberströmte Mann brüllt einige Befehle, woraufhin die Soldaten mit dem Laden und Feuer aufhören. Einige Büchsen feuern noch, da ihre Lunten nicht rechtzeitig gelöscht werden konnten. Die Kugeln aber verfehlen ihr Ziel und versinken jäh in der seichten Bucht...

Dreuling: "Gebt Signal an die Mathilda!"

Drei flammende Bolzen schwirren hoch in den Nachthimmel, die Acrulon hisst eine große Signalflagge, woraufhin die Mathilda beidreht und auf's offene Meer segelt, Richtung Heimat...

Dreuling: "Steuermann, bringen Sie uns ans Kai; Bootsmann, Waffen bereit machen, gefeuert wird auf mein Kommando!" zu sich selbst: "hoffentlich war ich nicht zu voreilig..."
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In den Gassen von Tilleam
Gast
« Antworten #16 am: 10. September 2003, 09:48:32 »

Laut und hell klingt der Ton der Alarmglocke durch die klare Nachtluft. Innerhalb kürzester Zeit versammelt sich alles an dem kleinen Dorfplatz. Männer schnallen sich noch ihre Gürtel um und spannen ihre Bögen. Die Frauen haben die kleineren Kinder auf den Armen und beobachten mit geweiteten Augen die Szene.

Elrik Duken wartet, bis die letzten Töne der Glocke verklungen sind.
"Leute, wir haben ein Problem. Einige unserer Trunkenbolde meinten wohl, Randale machen zu müssen. Die Hafenkommandatur der Grenzbruecker wurde überfallen. Diese Besoffenen hab ich schon ´eingesammelt´.*seine Stimme klingt ironisch*

Durch das Dorf ist allerdings ein Brandstifter und feiger Mörder unterwegs.
Ihr Weiber! Verteilt Euch im Ort und achtet auf alles, was Euch verdächtig vorkommt. Schreit sofort nach Hilfe, wenn etwas ist.

Ihr Männer, kommt mit mir an die Kais. Ich weiß nicht, was dort los ist, aber ich befürchte das Schlimmste!"

Er dreht sich um und hastet mit seinen Leuten Richtung Meer. Schon vorher sieht er einige Bogenschützen, die sich allerdings in eine zünftige Schlägerei mit anderen - weitaus nüchternen - Dorfbewohnern begeben haben. Überall liegen Verwundete, stöhnen und schreien vor Schmerzen, viele werden ihre Verletzungen nicht überleben. "Sie haben es nicht anders verdient" murmelt Elrik, nur ihre Familien tun ihm Leid... Hier wird die Dorfgemeinschaft wieder einiges zu leisten haben...

An den Kais sieht er Johann stehen, einen seiner besten Freunde. Er schwenkt die weiße Fahne. Ein schneller Blick auf Meer zeigt ihm, dass die Mathilda abgedreht hat und auf Meer hinaussegelt. Die Acrulon jedoch kommt wieder auf das Land zu.

"Gut gemacht, Johann! Jetzt kommt die weitaus schwerere Aufgabe!"

Sein Blick schweift über den Hafen und bleibt an einem Mann hängen - gefesselte Hände, Blut überall. Seine Kleidung weist ihn als Grenzbruecker aus. "Oh, Aguatha und all Deine göttlichen Schwestern, steh uns bei!" Er läuft zu dem Soldaten um zu schauen, ob noch etwas zu retten ist. Aber schon aus einiger Entfernung kann man erkennen, dass dieser Mann tot ist...

Tief atmet Elrik durch. Das wird eine seiner schwersten Aufgaben. Er weist Jordan an, alle Männer, auch die Bogenschützen und die Randalierer aus der Hafenkommandatur hierhin zu bringen.

Dann stellt er sich an die Anlegestelle, mit verschränkten Armen, aufrecht stehend, und schaut der Acrulon entgegen. In seinem Gesicht ist keine Regung zu erkennen.
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Kommandant Dreuling
Gast
« Antworten #17 am: 10. September 2003, 11:27:41 »

"Bootsmann, Waffen bereit halten!"* er schaut mit steinerner Miene auf die entfernt liegenden Kais, wo sich eine kleine Ansammlung immer noch aufhält...*

"Lasst ein Boot herunter, Feldwaibel Stak, ich sehe dort drueben Duken. Sagen sie ihm er mag herueberkommen und wir gewaehren ihm das Recht vorzusprechen, andernfalls sehe ich mich gezwungen, das Feuer wieder aufzunehmen und jeglichen Aufstand blutigst niederzuschlagen. Verstanden?"

*der Feldwaibel blickt ihn erfurchtsvoll an.*

"Ay, Sir. Turmstaedt, Madrek, Pollers, Ruebendahl ins Boot, wir rudern rueber!"

*schnell ist ein kleines Beiboot abgelassen und es wird gerudert. In Sicht- und Hoerweite zu den Kai's bruellt der Feldwaibel zum Ufer, eine gespannte Armbrust in der Hand*

"Duken, kommt herueber auf die Acrulon, Kommandant Dreuling wartet. Nur Ihr allein..."

*die anderen Soldaten schauen auf die Leiche ihres gemeuchelte Kameraden...* "Diese Schweine, dafuer werden sie noch teuerer bezahlen, als sie es jetzt schon getan haben. Wenn's nach mir ginge.."

Feldwaibel Stak: "Ruhe, dahinten, Euch hat keiner gefragt!"

*mit bitterer Miene: "Ay, Sir!"

*Waehrenddessen gesellt sich ein hagerer Mann in grauem Umhang an die Kaimauern...*
zu Johann: "Ahhh guter Mann, sagt, was ist hier los, ich hoerte von einem Aufruhr? Sind das die "Meuterer"? *zu den 'eingesammelten' herrueberschauend* "Und was ist dort hinten los?" * in Richtung brennendes Haus schauend..*
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Elrik
Gast
« Antworten #18 am: 10. September 2003, 15:43:01 »

Regungslos beobachtet Elrik das näherkommende Beiboot.

Auf den Ruf des Feldwaibels hin nimmt er die Arme runter und ruft zum Boot rüber.
"Einverstanden. Ich werde rüberkommen. Einen Moment noch".
*er geht zu Johann rüber*
"Johann, ich übergebe Dir hier das Kommando. Sieh zu, dass die Bogenschützen unter Kontrolle bleiben und die da hinten *er weist mit dem Kopf in Richtung der Randalierer von der Kommandatur* sollen auch so bleiben wie sie sind. Ruf Martha und ihren Lehrling, sie sollen sich um die Verletzten kümmern. Und sorg dafür, dass der tote Grenzbruecker lediglich in eine einem Toten angemessene Position gebracht wird. Danach darf er nicht mehr angefasst werden.

Es ist genug Blut vergossen worden heute, hörst Du?"

*Johann nickt verbissen*.

Elrik wendet sich zu dem Hagernen.
"Und wer seid Ihr, wenn ich fragen darf? Was macht Ihr hier? *argwöhnischer Blick* Ich kenne Euer Gesicht nicht. Also, eilt Euch mit Eurer Antwort, sonst lasse... nein besser, ich gehe auf Nummer sicher. Johann, setz ihn fest, bis die Situation hier geklärt ist." *schaut zu dem Hageren* "Tut mir leid, wenn ich Euch Unrecht tue, aber Ihr seid fremd hier. Nur eine Vorsichtsmaßnahme, bis - falls - ich zurückkomme."
Er nickt Johann noch einmal zu und begibt sich zu einem kleinen Fischerboot.

Langsam setzt sich das Boot in Bewegung und zielt zum Beiboot der Acrulon, um mit diesem zu dem Grenzbruecker Schiff weiterzufahren.

Johann winkt zwei weitere Seeleute zu sich, die auf den Hageren aufpassen.

Zudem ruft er einem jungen Burschen zu: "heda, Josch! Ruf Martha nach hier"
Johann geht noch sicher, dass der Hagere keine Dummheiten macht. Dann begibt er sich zu dem Grenzbruecker Soldaten, und kniet neben ihm nieder. Er schneidet seine Fesseln durch, legt ihm die Hände über der Brust zusammen und schließt seine Augen.
Kurz schlägt er das Zeichen Hydracors über dem Toten und murmelt eine Segnungsformel.
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Kommandant Dreuling
Gast
« Antworten #19 am: 14. September 2003, 23:58:08 »

*wartet mit versteinerter Miene bis das Beiboot angelegt hat und Elrik an Deck angelangt ist. Dann mit ruhiger und klarer Stimme*

"Nun, könnt Ihr mir erklären, was das alles zu bedeuten hat, Duken? Und viel wichtiger, überlegt Euch schnellstens etwas, warum ich Euer Dorf nicht weiter in Schutt und Asche legen lassen sollte. Ich sehe dort drüben einen toten Grenzbruecker Soldaten, Randalierer und eine zertrümmerte Kommandantur. Also...?"

*währenddessen geht der Bootsmann an Duken an der Rehling vorbei.*

"Bereithalten Männer, auf Signal wird das Feuer wieder eröffnet...!"

*Einige Soldaten stopfen die Büchsen, andere spannen Armbrüste, neue Kisten mit Munition werden an Deck gehieft...*


*währenddessen an Land. Der Hagere zu Johann und den ihn festhaltenden Männern*

"Ein ausserordentlich bedauerlicher Fehler, den ihr hier begeht. Wie ich sehe versucht ihr mit den Grenzbrueckern zu verhandeln. Hmmm... Ich gebe Euch einen guten Rat, junger Bursche. Ihr lasst mich jetzt gehen und ich vergesse das ganze...."

*ein fieses Grinsen auf dem Gesicht und einen musternden Blick auf Johann werfend*

"Also...?"
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Elrik
Gast
« Antworten #20 am: 15. September 2003, 14:48:33 »

"Seid mir gegrüßt, Kommandant Dreuling". Die Stimme des Dorfsprechers klingt angespannt, aber beherrscht. Seine Miene ist unbeweglich. Aufrecht steht er an Bord des Grenzbruecker Schiffes. "Es tut mir leid, dass wir uns unter diesen Umständen treffen müssen.

Nun, ich denke, wir wissen beide, was dort an Land passiert ist. Das Vorgehen einiger meiner Leute ist nicht zu entschuldigen, darüber bin ich mir bewusst. Die einzige Erklärung, die ich für dieses Verhalten habe, ist, dass sie unter dem Einfluss des Alkohols das Denken eingestellt haben.

Der Tod Eures Soldaten trifft mich persönlich tief und ich hoffe, Ihr nehmt meine Entschuldigung an" *Elrik senkt kurz den Blick, schaut aber sofort dem Kommandanten wieder in die Augen.*

"Allerdings bin ich überaus erleichtert darüber, dass Euer Instinkt Euch offensichtlich zur rechten Zeit zur richtigen Tat riet, als Ihr Eure Leute auf die Schiffe zurückbeordert habt." *Elrik schaut den Kommandanten scharf an, wobei er das Wort "Instinkt" unauffällig betont*. "Ich bin froh, dass Ihr mit diesem Verhalten Schlimmeres verhindert habt. Wie Ihr sicherlich bemerkt habt, missbilligt der Großteil von uns Tilleamern das Verhalten der Trunkenbolde, dieser *seine Stimme wird verächtlich* Aufstand *er redet normal weiter* wurde auch durch die Hilfe der Leute, die sich der Hife Grenzbruecks im Kampf gegen die nekanische Besatzung erinnern, schnell unter Kontrolle gebracht.

Ein weiterer Beschuss unseres Ortes wäre unnötig, da von uns keine Gefahr mehr ausgeht. Daher möchte ich Euch inständig bitten, das Leben und die Existenzgrundlage der unschuldigen Menschen in diesem Ort nicht aus dem Gedanken der Rache zu zerstören. Ich weiß, dass Ihr ein ehrenhafter Mann seid, tapfer, wahrhaft und gerecht!*auch diese Worte werden betont* Daher bin ich mir sicher, dass Ihr keine unschuldigen Seelen für die Taten einiger einzelner Verwirrter strafen werdet!"
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Johann
Gast
« Antworten #21 am: 15. September 2003, 14:57:54 »

*kurz wird der Blick von Johann unsicher. Allerdings fängt er sich schnell wieder und lächelt den Hageren an*
"Nun, werter Herr, Ihr seid Grenzbruecker? Das ändert die Situation selbstverständlich vollständig. Euer `Arrest` ist hiermit aufgehoben.

Allerdings halte ich es für angebracht, dass Ihr weiterhin bis zur Rückkehr des Dorfsprechers in unserer Obhut verbleibt, zu Eurem eigenen Schutz! Ihr versteht sicherlich, dass wir in unserer Situation nicht ein weiteres Leben unserer Verbündeten in Gefahr bringen."

*Johann schaut den Hageren betont freundlich an*
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Kommandant Dreuling
Gast
« Antworten #22 am: 29. Oktober 2003, 10:51:06 »

Bestimmt und mißlaunig zum Dorfältesten: "Ihr seid ein mutiger und ehrlicher Mann, Elrik. Ihr werdet sicherlich verstehen, daß ich über diesen Vorfall nicht hinwegsehen kann. Die Mathilda wurde mit Nachricht in die Heimat gesandt. Ich erwarte weitere Befehle von dort. Vorerst, denke ich, wird der Großteil unserer Männer auf der Acrulon bleiben. Einen Trupp werde
ich in die Hafenkommandantur schicken. Alle um diese gelegenen Docks bleiben vorerst gesperrt! Unsere Kanonen beiben insoweit ausgerichtet. Den Soldaten wird es verboten die Stadt voererst zu betreten, um schlimmeres zu verhindern. Außerdem muß ich eine Untersuchung über den Tod des Soldaten einleiten. Ihr habt die Übeltäter sicherlich festsetzen können? Im übrigen habe ich einen sehr vertrauenswürdigen Mann an Land, der sich mit der ganzen Angelegenheit beschäftigen und die Schuldigen sicherlich finden wird. Ich glaube, ich kann ihn sogar drüben am Ufer erkennen..." *in Richtung des Hageren blickend*

*mit sehr bestimmter Stimme* "Im übrigen, wären wir Euch sehr verbunden, wenn Ihr - nachdem Ihr unsere "Übereinkunft" in der Stadt mitgeteilt habt - Euch als "Bürge" bereiterklären würdet", um unsere "Gastfreundschaft auf der Acrulon weiterhin zu genießen."
*Er weißt ihm den Weg zu Beiboot...*
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Der Hagere
Gast
« Antworten #23 am: 29. Oktober 2003, 10:54:54 »

*mit einem zynischen Lächeln*

"Ahhh, endlich. Ich wurde des Wartens schon überdrüssig. Da kommt Euer "Herr" zurück..." *er schickt sich an einige Schritte auf das Kai zuzugehen, an dem das Beiboot anlegen wird...*
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Elrik
Gast
« Antworten #24 am: 18. November 2003, 14:36:15 »

*nickt Kommandant Dreuling zu* Selbstverständlich werden wir alles tun, um Euch bei der Untersuchung der Vorfälle zu unterstützen.
Wir Ihr sicherlich bemerkt habt, hat der Mörder Eure Salven nicht überlebt.
Die Rädelsführer des Aufstandes befinden sich in unserem Gewahrsam und werden Euch, so Ihr dies wünscht, sofort überstellt.
Ich werde am Hafen meinem Freund Johann meine Vertretung an Land übergeben und dann selbstverständlich Eure freundliche Einladung hier annehmen.
*mit diesen Worten dreht Elrik sich abrupt um und steigt in das Beiboot. Der Ruderer kann den gesamten Weg zurück zum Hafen am besorgten Blick des Dorfsprechers erkennen, dass ihm viele Gedanken durch den Kopf gehen.

Wieder an Land schreitet er energisch auf Johann zu, ein grimmiges Nicken zu dem Hageren*

Johann, die Bedingungen unserer Verbündeten sind klar und deutlich. Die Hafenkommandatur wird von den Soldaten wieder besetzt, die Stadt werden sie aus Sicherheitsgründen nicht betreten. Sobald die Mathilda aus Grenzbrueck zurückkehrt, werden wir über das weitere Vorgehen informiert.
*Atmet tief durch*
Ich werde mich gleich wieder auf die Acrulon begeben, um die Gastfreundschaft von Kommandant Dreuling zu genießen.
Du wirst hier meine Vertretung übernehmen, dafür noch einige Dinge:
Dieser Herr hier *weist auf den Hageren* genießt das Vertrauen des Kommandanten und wird an Land die Ermittlungen leiten. Unterstützt ihn dabei nach bestem Wissen.
Die festgesetzten Aufrührer werden den Grenzbruecker Soldaten übergeben.
Zudem sendet sofort zwei Boten nach Tharemis, damit der Hohe Rat und der Tempel über die hiesige Situation informiert ist.
*Elrik beugt sich kurz zu Johann, der den Dorfsprecher ernst anschaut. Er redet kurz eindringlich und leise auf Johann ein, der danach bekräftigend nickt.*
*Johann legt Elrik die Hand auf die Schulter und nickt ihm ermutigend zu* Ich werd das Kind schon schaukeln. Mach Dir keine Gedanken. Maratha und ihre Ewigen Schwestern seien mit Dir!
*Elrik erwidert den traditionellen Gruß und geht energisch zurück zum Beiboot, um sich zur Acrulon übersetzen zu lassen. Dort verschwindet er mit dem Kommandanten unter Deck*
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Johann
Gast
« Antworten #25 am: 18. November 2003, 14:36:56 »

*wendet sich, nachdem Elrik das Beiboot bestiegen hat, dem Hageren zu*

Nun denn, wie Ihr sicherlich mitbekommen habt, hab ich nun die Aufgabe des Dorfsprechers übertragen bekommen.
Da Ihr die Ermittlungen für Grenzbrueck leiten sollt, werden wir eng zusammenarbeiten. Zuerst sollten wir uns darum kümmern, dass die Aufrührer zusammen gebracht werden. Werdet Ihr sie befragen?
Ach, eines gebietet dann doch die Höflichkeit: Johann Medas mein Name. Und Eurer?
*streckt dem Hageren die Rechte entgegen*
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Lucius Stich
Gast
« Antworten #26 am: 02. Dezember 2003, 15:41:26 »

grimmig dreinschauend, mit einer gewissen Überheblichkeit:

"Lucius Stich. Verzeiht, aber ich glaube, ich werde von Eurer Hilfe nur wenig Gebrauch machen. Ihr werdet mir die Aufruehrer in der Kommandantur vorfuehren und ich werde ueber alles weitere entscheiden. Wir haben unsere "eigenen" Methoden. Sehr präzise und sie führen in den aller meisten Fällen zur Gewinnung der Wahrheit..."

Er wendet sich ab und geht in Richtung Kommandantur...
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Anonymous
Gast
« Antworten #27 am: 02. Dezember 2003, 15:46:45 »

Einige Wochen sind ins Land gegangen, als am Horizont die Masten und Segel von vier Schiffen zu sehen sind. Ein rot-schwarzes Banner darüber. Die "Mathilda" läuft erneut in den tileemischen Hafen ein. Die Acrulon setzt Grußbeflaggung. Währenddessen bleiben die "Mecutio" und die zwei weiteren Kriegsschiffe vor dem Hafen. Erst als sie die Grußbeflaggung sehen, nehmen sie wieder Fahrt auf und ankern schließlich an den Docks und Kais von Tileam. An Bord eine gefährliche und brisante Fracht...
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...Kapitaen Feldsteyn
Gast
« Antworten #28 am: 06. Dezember 2003, 16:51:24 »

...werden Beiboote heruntergelassen. Der Kapitaen selbst und einig weitere Hauptmaenner und Soldaten rudern zur Acrulon, wo sie von Kommandant Dreuling empfangen werden und sogliech unter Deck verschwinden.

Waehrenddessen betreten gut sieben Dutzend Soldaten die Docks und beginnen die Schiffe zu entladen. Auch die Mathilda hat angelegt und allerley Waren, Kisten und Truhen werden an Land geschafft.

Von der Mercutio werden einige Geschuetze aufs Land geschaft, auch Pferde werden ueber die Landungsbruecke gefuehrt.

Inzwischen haben vier Dutzend Soldaten Stellung bezogen und bewachen das Auslademanoever. Trommelschlag erklingt. Vom Kommandanturgebaeude naehert sich ein Trupp Soldaten. In ihren Gesichtern ist die Erleichterung foermlich zu sehen. Auch Lucius Stich begleitet den Trupp. Schließlich gruesst er einen der Feldweybel und fragt diesen, was denn los sey. Dieser gibt dem hageren Mann eine Pergamentrolle; er liest. Je weiter er ueber die Zeylen fliegt, desto heller wird sein Gesichtsausdruck. Ein haemisches Grinsen macht sich breit. Dann faellt sein Blick auf die Mathilda, von der gerade zahlreiche Personen von Bord gehen. Zimmermaenner, Handwerker und Steinmetze mit ihren Werkzeugen betreten das condrianische Festland...

Stich zu seinem Feldweybel: "Wirdbichel, lassen Sie alle Maenner antreten, sie sollen unseren angekommenen Kameraden beim Ausladen helfen."

Am Horizont erblickt man die Segel zweier weiterer Schiffe, auch diese haben das schwarz-rote Banner geflaggt und scheinen nun Kurs auf Tileam zu nehmen...
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Ein fuerstlicher Herold
Gast
« Antworten #29 am: 15. Dezember 2003, 22:05:41 »

Trommelwirbel droehnt durch die Gassen und Winkel des kleinen Fischerstaedtchens. Gut drei dutzend Soldaten in schwerer Ruestung und mit Hellebarden und Piken bewaffnet, marschieren in Richtung Marktplatz.  Auf dem kleinen Platz angelangt, stellen sie sich in Carreformation auf.

Vom Hafen her gelangt ein weiterer Trupp auf den Marktplatz, unter ihnen Hakenbuechsen- und Armbrustschuetzen. Auch mehrere Reiter sind am Ende des Trosses zu sehen. Die Schuetzen nehmen schließlich in der zweiten Reihe des Carres Stellung. Die Reiter begeben sich in das innere des Carres. Unter ihnen findet sich Kommandant Dreuling und Capitaen Feldsteyn, sowie ein Herold und mehrere andere Offiziere.

Der Trommelwirbel stockt. Ein Horn stoesst ein lautes Signal, dann durchschmettert ein Hakenbuechsenschuss den Abend.

Kurze Zeit wartet der Herold ab, bis sich einige wenige tileamische Einwohner versammelt haben oder aus den Laeden der umliegenden Haeuser schauen. Dann beginnt er mit lauter Stimme...

"Proclamatio Seyner Fuerstlicher Hoheit Tassilo Ardeban Phellan Phileas zu Grenzbrueck betreffend der Stadt Tileam und der umliegenden Gestade im freien Lande Condra im gesegneten Jahre Myrn’s 456 p.r.


Viele Monde sind vergangen, seit dem Condrianische Volk das wohl groesste Geschenk, die Freiheyt, gemacht ward. Seit an Seit fochten Wir mit dem Condrianischen Volke gegen Unterdrueckung und Knechtung durch die nekanische Priesterschaft. Am Ende ward Uns Myrna wohlgesonnen, als sie Uns und das Condrianische Volk siegreich seyn liess. Moege Myrn’s guetger Blick daher allezeyt auf uns weylen.

So hofften Wir aber, dass Wir alles getan haetten jenem Volke Freiheyt, Frieden, Sicherheyt und Ordnung zu bringen. Doch sehen Wir diese Hoffnung mitunter getruebt.

Nicht ohne Ruehrung haben Wir den Unmut, den die Einwohner der Stadt Tileam in diesen schweren Zeyten zum Ausdruck gebracht haben, sich nicht im Bunde mit dem großen und siegreichen Grenzbruecker Reiche zu wissen, zur Kenntnis genommen. Nur allzu gut verstehen Wir die Ungemach der Einwohner hierob. Diesem Wunsche der Tileamischen Freien und Unfreien vermoegen Wir uns mithin nicht laenger zu verschliessen.

Daher nehmen Wir, Seyne Fuerstliche Hoheit Tassilo Ardeban Phellan Phileas, Fuerst zu Grenzbrueck, Diener Hydracors, die Stadt Tileam in Condra, sowie das umliegende Land in einer Entfernung von drei Grenzbruecker Meylen, sowie die umliegende See in einer Entfernung von zehn Meylen in unseren Besitz und zu Eigen, auf dass es fortan als ureigenste Erde des Grenzbruecker Reiches gelte.

Solcherart moege das condrianische Volk stets Unserer und meines Volkes erbrachten Dienste eingedenk sein und einen getreuen Buendnispartner unmittelbar seinen eigenen Gestaden wissen.
Fortan sollen die tileamischen Gestade, die Baronie Tileam geheissen werden und Wir geben sie nach bestem Wissen und Gewissen zu treuen Haenden Unserer geliebten Gemahlin, Ihrer Fuerstlichen Hoheit Bardinca von Angbaren – fortan Baronin von Tileam – , zu Lehen.
Als Verwalter soll einstweylen der ehrbare Kommandant Dreuling in den Stand eines Truchseß erhoben werden und ihm sollen die entsprechenden Rechte und Pflichten auferlegt werden.

Ueberdies verfuegen Wir in unserer unendlichen Weisheyt und Barmherzigkeyt,

dass fortan Grenzbruecker Gesetz und Recht in der Baronie Tileam gelten und gesprochen werden soll,
dass die Einwohner Tileam‘s und der umliegenden Gestade fortan keine condrianischen Buerger mehr sind, sondern dem grossen und maechtigen Volke Grenzbruecks angehoeren sollen,
dass einzig gueltige Waehrung in der Baronie Grenzbruecker Kupfer, Silber und Gold sey und eben andere Waehrungen, gleich ob condrianischer, nekanischer oder betheurer‘ Art, im Verhaeltnisse eins zu zehn gewechselt werden sollen.
Die Gestade sollen ausgebaut, mitunter a priori ein Tempel Myrn’s, eine Stadtmauer, eine Garnision und ein großer Hafen sowie ein angemessenes Refugium fuer Ihre Fuerstliche Hoheit angelegt werden. Ob dieser Buerden soll jeder Einwohner der Baronie fortan zu  zwei Zehnten im Mondenlauf zinspflichtig seyn.
Im uebrigen soll jeder Mann vom siebzehnten bis einundzwanzigsten Jahre Dienst in der ruhmreichen Grenzbruecker Armee leisten und zu diesem Zwecke seyne ureigenste Heimaterde kennenlernen.

Jedem aber, der unwillens ist, sey es gestattet, vom Tage der Verkuendung dieser Proclamatio an, innerhalb von fuenf Tagen die Baronie als freier Mann zu verlassen. Allen jedoch, die Schutz und Zuflucht suchen, sollen die Tore Tileams fortan offen stehen, es sey denn, dass sie durch Richterspruch in irgendeinem Teile des grossen Grenzbruecker Reiches verurteilt wurden.

Moegen die Einwohner der Baronie Tileam ob dieser wohlgemeinten und ruhmreichen Neuerungen jubeln und jauchzen und Ihrer neuen Heimat die bruederliche Hand entgegenstrecken und ihr entgegenrufen, wenn sie sich in den Schoss des Grenzbruecker Reiches begeben:


Heil Tassilo! Heil Bardinca! Heil Grenzbrueck! Heil Tileam!
Tapfer Wahrhaft und Gerecht

Tassilo zu Grenzbrueck

Fuerst von Myrnas gnadenreicher Hand
Im Jahre der Guetgen und Gerechten Mutter 456 p.r.

Victoriam et Veritatem et Honorem in Grenzbrueck video!"
 
Der Herold laesst die Pergamentrolle sinken. Kommandant Dreuling nickt kurz, drei Hakenbuechsenschuesse erschallen in der untergehenden Abendsonne...

Dann macht sich ein Großteil des Trosses daran wieder zum Hafen zurueckzukehren. Andere Soldaten jeweils als Dutzend beginnen damit Schriftstücke, auf denen das soeben Verlesene steht, in der Stadt anzuschlagen. Dann machen auch sie sich wieder in Richtung Hafen auf, wo inzwischen die Frachtfregatte Elderrich und die Limest angelegt haben und entladen werden...
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