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Autor Thema: ...Tileam  (Gelesen 9551 mal)
Morbus
Waldläufer
**
Beiträge: 188


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« am: 25. August 2003, 22:10:22 »

*ein Soldat in rot-scharzem Wappenrock und goldener Brücke darauf betritt eilig das mittelgroße Kommandanturgebäude in der Nähe der Hafenanlagen*

"Kommandant Dreuling, diese Botschaft ist eben mit der "Mathilda" eingetroffen, der Kapitaen sagte es sey eiligst...."

* Der etwas beleibte und grimmig dreinschauende Kommandant hebt langsam seinen Blick von den Seekarten auf dem Tisch... Dann nimmt er das Schriftstück in die rauhen Haende und bricht das Siegel, welches das fuerstliche Wappen traegt.... Schnell ueberfliegt er das Schreiben...*

"Kira... verurteilt... Tileam... Heimat... delickate Angelegenheyt.. raten zur Vorsicht und zu erhoehter Wachsamkeyt... Werden, wenn noetig Unterstuetzung entsenden... eiligste Antwort erbeten..."

*Er wendet sich einem in grauem Mantel gekleideten hageren Mann in der Ecke des Zimmers zu*

"Lucius, lasst alle Mann auf dem Kai vor der "Acrulon" antreten ...auch die, die noch draußen sind! Es koennte alsbald  Aerger geben. Ich will das keiner fehlt. Außerdem laßt die Wachen vor den Kai's verstaerken... Saemtlicher Freigang wird hiermyt gestrichen, alles hat sich in den Quartieren bereitzuhalten..."

*Der Mann nickt, ein seltsames Grinsen auf dem Gesicht*

"Und Ihr Soldat wartet hier, ich schreibe eine Antwort... Bringt Sie sofort zur Mathilda, er soll dann umgehend auslaufen, wenn er ent- und geladen hat."

*Der Soldat nickt und wartet still in einer Ecke* Draußen hoert man das laute Bruellen eines Korporals*
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"Der Tag ist Euer Herr, der Tag ist Euer! Dann kommt die ewige Nacht..."

"Wir sind's gewiss in vielen Dingen..."
Kommandant
Gast
« Antworten #1 am: 03. September 2003, 14:41:15 »

*kurze Zeit später sieht man mehrere Trupps schwarz-rot gewandeter Soldaten durch die Straßen des kleinen Dorfs ziehen... Wann immer sie einen der anderen Kameraden antreffen, vermag man zu vernehmen...*

"Auf, auf Kamerad, alle Mann sollen sich in Hafen einfinden. Der Landgang wurde fuers erste gestrichen. Befehl der Kommandantur!"

*Währendessen eilt ein hagerer Soldat in schnellem Schritt zur Mathilda, in der Hand eine versiegelte Schriftrolle...*
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Matrose der
Gast
« Antworten #2 am: 03. September 2003, 14:43:50 »

* sich in den Straßen von Tileam umsehend...*

"Hey Ihr dort, ich suche jemanden der eine Nachricht nach Tharemis bringen koennte... Zu einer Ili..Ila..Ilayda Wolfslauf...?"
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Seemann
Gast
« Antworten #3 am: 04. September 2003, 00:21:06 »

*Ein mürrisch dreinblickender Seemann schaut von dem Tau auf, dass er grade flickt und spuckt auf den Boden.*
Die Ratsherrin von Tharemis? Kenn jemandn, der grad da hin will. Gebt schon her den Wisch!
*hält dem Soldaten auffordernd seine rauhe Hand entgegen*
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Anonymous
Gast
« Antworten #4 am: 04. September 2003, 00:33:08 »

Während der Nacht sieht man in den Gassen von Tilleam einige Schatten umher huschen. Wortfetzen von getuschelten Gesprächen dringen durch die laue Luft : "schon gehört?... Kira... Zunge... verdammte Grenzbruecker... fast so schlimm wie die Nekaner..."
Auch einige besonnene Stimmen gibt es: "selber verschuldet... Grenzbruecker ... geholfen... nicht undankbar sein..."
Die wispernden Stimmen verschwinden in der Dunkelheit. Stille legt sich wieder über das kleine Hafenstädtchen. Die Wellen schlagen rhythmisch und beruhigend an die Kaimauern. Ein angenehmer Wind weht die salzige Meerluft zu den Soldaten und Matrosen, die auf ihren Schiffen Wache halten.
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Anonymous
Gast
« Antworten #5 am: 04. September 2003, 21:29:37 »

*später in der Nacht, um die erste Morgenstunde herum.*

In einer der eher schlechten Hafenspelunken ist es inzwischen etwas ruhiger geworden. an einem Tisch weiter hinten kreist immer noch die Flasche.

Der alte Schmuggler Sören, der schon einiges mehr getrunken hat als gut für ihn wäre, spricht oder lallt vielmehr zu den anderen:
"...Ins Meer sollte man sie werfen... alle miteinander...Haben wir mit den Nekanern schliesslich auch gemacht..."

Galdrion, ein noch sehr junger Seemann noch zu nüchtern, um die Weisheit des Alten zu erkennen :
"Aber ihr habt doch gesehen, dass sie Bescheid wissen, alle Soldaten sind auf die Schiffe zurückgezogen worden, und die wichtigsten Beamten haben auch die Hafen-Kommandantur verlassen. Und mit den Schiffen der Grenzbrücker können sich unsere nicht messen..."

"Da sieht man, dass du keine Ahnung hast, wovon du spricht, Kleiner" wirft ein narbiger Pirat vom anderen Ende des Tisches ein. "Wenn du glaubst, dass die Grenzbrücker Hackfleisch aus dir machen, wenn du mit nem Messer zwischen den Zähnen ins Hafenbecken springst, rüberschwimmst und versuchst an der Bordwand hochzuklettern, hast du Recht. darum versuch's einfach gar nicht. Aber wenn du denkst, dass ich einfach zuschaue, wie die Bastarde Kira verstümmeln und dann ungeschoren sich feige auf ihren Schiffen verstecken, dann sag nur, dann mach ICH Hackfleisch aus dir..."

Die Runde hält gespannt den Atem an, Galdrion würde wohl am liebsten im Boden versinken.
Da ergreift der Pirat die Flasche Rum und nimmt einen langen Zug. Mit einem heftigen Klirren zerschlägt er die fast leere Flasche am Tischrand und deutet mit dem scharfkantigen Stumpf in die Runde.
"Ich sag euch, es gibt immer 'nen Weg, den selbstgefälligen Pfeffersäcken ans Leder zu kommen. man muss nur entschlossen genug sein. also hört mir zu, oder kuscht genauso wie all die `braven` Bürger und schaut tatenlos zu, wenn der Graf von Mendt *er spuckt aus* glaubt Kira die Zunge herausreißen zu können..."

Die Runde rückt schweigend näher zusammen und berät noch bis tief in die Nacht...
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Matrose
Gast
« Antworten #6 am: 06. September 2003, 11:13:14 »

"Na gut Mann, es soll nicht Euer Schaden sein. Der Herr, der dies an Wolfslauf ausgehändigt wissen möchte, hat genug Geld..."

*Drückt ihm eine alte, verschmierte Lederkatusche in die Hand und ein Silber und einige Grenzbruecker Kreuzer. Er will gerade gehen, als er es sich nochmals überlegt...*

"Hier weil Ihr es seid!" * noch ein Silber wechselt den Bsitzer* "Und ich will für Euch hoffen, daß es auch ankommt....!"
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Seemann
Gast
« Antworten #7 am: 06. September 2003, 11:28:21 »

*der Gesichtsausdruck erhellt sich, als er die Geldstücke sieht. Er grinst den Matrosen an, dabei sind einige Zahnlücken und schwarze Stummel zu erkennen*

Oh, muss ja wichtig sein. Ihr könnt Euch auf mich verlass´n, der Wisch wird den schnellsten Weg nach Tharemis finden.
*leicht ironisch* Ich wünsche Euch noch einen schönen Tag, Matrose. *wieder ernst und etwas leiser, nur für den Matrosen hörbar* Passt auf Euren Arsch auf! Keine guten Zeiten für Grenzbruecker im Moment!

*Die Münzen verschwinden irgendwo in der Kleidung des Seemannes, er lässt das Tau achtlos liegen und verschwindet in einer kleinen Gasse zwischen zwei Häusern.*
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in der nächsten Nacht
Gast
« Antworten #8 am: 06. September 2003, 20:47:11 »

Das kleine Fischerörtchen liegt ruhig da. Die Wellen schlagen sacht an die Kaimauern und der Vollmond beleuchtet die See.

Zu ruhig heute, finden die Grenzbruecker Soldaten. Auf der Acrulon und der Mathilda herrscht erhöhte Alarmbereitschaft. Angestrengt schauen die Wachen in die Dunkelheit zwischen den Häusern.

Ab und an sehen sie etwas umherhuschen, aber nichts passiert. Mit Fortschreiten der Zeit schieben sie die Bewegungen auf ihre Nerven...

Ein Klirren zerreißt jäh die nächtliche Stille. Die Soldaten versuchen, die Richtung zu erkennen. Es scheint von der Hafenkommandatur zu kommen. Jedoch haben sie keine Zeit, sich länger darum zu kümmern. Das Sirren vieler Bogensehnen ist zu hören.

Und schon geht die erste Pfeilsalve auf die überraschten Grenzbrücker nieder. Auch einige Brandpfeile sind dabei, die in die Segel und ins Deck einschlagen...
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Kommandant Dreuling
Gast
« Antworten #9 am: 07. September 2003, 14:43:19 »

*schnell ertönen die Alarmglocken auf der Acrulon und der Mathilda, während der Großteil der Matrosen - sich vor dem ersten Pfeilhagel schützend - auf den Boden wirft. Dann - auf ein Zeichen Kommandant Dreuling's...."

"Maenner, an die Waffen! Legt ab, hart Steuerbord, Steuermann! Anker hoch!"

*Umgehend stechen die Mathilda und die Acrulon in die seichte See, während einige Matrosen damit beschäftigt sind, die  sich entzündenden Segel zu löschen, werden andere von ihren Kameraden verarztet... Dann in einiger Entfernung zum Kai...*

"Gut so Steuermann, leicht beidrehen auf West-Sued-West. Bootsmann Brollik, lassen sie die Geschuetze ausrichten... Armbrustschuetzen bereit halten; Hakenbuechsen aufs Oberdeck... Diesem dreckigen Rebellenpack werden wir schon zeygen, was sie davon haben... Sie werden sich noch wuenschen, die Nekaner waeren zurueck...!"

*Unterdessen stuermen einige angetrunkene Tunichgute das Kommandantugebaeude. Die meisten Schraenke sind leer. Vorratsraeume und Laeger sind ausgeraeumt, nur einige Kisten mit Kerzen, Seil und anderem zumeist wertlosem Tand stehenherum. Im Schatten der Dunkelheyt schleicht auch ein hagerer Mann in grauem Mantel durch die Gassen. In seiner Tasche, ein Zettel mit Namen...*
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Mob
Gast
« Antworten #10 am: 07. September 2003, 23:05:02 »

Ein Stück abseits des Kais in der Hafenkommandatur stehen einige Männer, ihre Rumflaschen noch in der Hand, und mustern ihre Beute. "Alles nur wertloser Pröll! Haben wohl alles mitgenommen, was man noch brauchen könnte, heh?".
"Und was jetzt", ratlos steht ein junger Bursche, höchstens 15 Jahre alt, zwischen den Männern. Er weiß gar nicht recht, warum er mitgekommen ist, aber in der Taverne schien ihm der Plan durchaus logisch.
"Na, die Grenzbrücker kriegen´s auf jeden Fall nich... Kommt, packt mit an".
Unter Gejohle und Gerufe werden die Kisten aus dem Gebäude geschleppt. Im Haus bleiben einige Saufbolde zurück, die die verbliebenen Möbel und Fensterscheiben zerschlagen.
Die Kisten werden zum Wasser getragen und dort ins Meer geworfen. "So, das hätten wir. Kommt, wir schauen, was sie an den Schiffen vorhaben..."


Noch ehe die Schiffe abdrehen können, wird eine weitere Pfeilsalve abgeschossen. Die Ruhe ist vorbei, Johlen und Gröhlen ist zu hören, unterbrochen von "Kira"-Rufen sowie einiger eher unflätiger Ausdrücke in denen Beleidigungen und Grenzbrueck mehr als einmal im direkten Zusammenhang genannt werden.

Aus den Schatten schälen sich einzelne Gestalten, unter anderem wird ein Mann nach vorne gezerrt, er ist den Besatzungen des Schiffes wohlbekannt, einer der ihren...

An den Händen mit einem groben Seil gefesselt, offensichtlich grün und blau geprügelt, von einem älteren, vernarbten Seemann an den Haaren gepackt, stolpert er an die Hafenmauer. Hinter ihm wird eine nur spärlich bekleidete Frau ebenfalls recht unsanft ins Licht der Fackeln gerissen, "Hure-Hure"-Rufe erschallen.

Der narbige Seemann ergreift das Wort "Heda, dreckige, feige Ratten!" Der Soldat wird unsanft an den Haaren hin- und her gerissen. "Na, was meint Ihr wohl, was wir mit ihm machen? Und mit jedem von Euch, der sich traut, an Land zu kommen?" Hämisches Gelächter ertönt von den einzelnen sichtbaren Gestalten, und weiteres Lachen aus der Dunkelheit.

Inzwischen haben die Schiffe etwas an Abstand zum Land gewonnen. "Ah, Verräter an den eigenen Leuten, was?". Der Narbige schaut breit grinsend den Soldaten an, der halb trotzig, halb verängstigt versucht, sein Gleichgewicht zu halten. "Hättest wohl besser auf deinen Chef gehört, als der Landgang abgesagt hat, häh?".

Er wendet sich wieder der Acrulon und der Mathilda zu.

"Schaut ruhig hin, was Ihr Grenzbruecker könnt, können wir schon lange!" Mit diesen Worten zückt er sein Messer und reißt dem Soldaten den Kopf in den Nacken. Der Blick des Grenzbrueckers wird panisch, als er erkennt, was diese Barbaren mit ihm vorhaben... Ein weiterer Seemann tritt von hinten heran und zwingt dem Soldaten, dessen Entsetzensschreie weit zu den Schiffen hinüberhallen, den Mund auf.

Auf den Schiffen herrscht ungläubiges Schweigen. Einen Moment vergessen die Matrosen sogar, die Befehle von Kommandant Dreuling zu befolgen. Beklommenheit macht sich breit.

An Land jedoch hat von den Aufständischen offensichtlich der Blutdurst Besitz ergriffen. Mit einer Zange zerren sie dem Soldaten die Zunge hervor, seine Schreie sind inzwischen in ein Wimmern übergegangen. Er zappelt noch schwach im eisernen Griff seiner Peiniger. Mit einem grausamen Lachen lässt der Narbige sein Messer vorschnellen und schneidet dem Soldaten die Zunge heraus.

Dieser bricht - vom Schmerz übermannt - zusammen.
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Kommandant Dreuling
Gast
« Antworten #11 am: 08. September 2003, 10:20:40 »

*Der Kommandant schaut ausdruckslos auf die Docks herrüber, dann schweift sein Blick über seine entsetzten Matrosen... Dann zum Bootsmann*

"Brollik, alles feuerbereit?"

*Der alte und erfahrene Seemann dreht sich mit knirschenden Zähnen zum Kommandanten um*

"Alles feuerbereit, Sire!"

*Dreuling mit steinernem Gesichter*

"Worauf warten Sie noch? Legen Sie dieses Dorf in Schutt und Asche!"

*zu sich selbst: "Dafür werdet Ihr bezahlen... jeder einzelne von Euch und Eure Familien..."

*Der alte Brollik dreht sich zu den Matrosen und bruellt Kommandos, manches droht im beginnenden Buechsenfeuer unterzugehen... Ein Ruck geht durch die Mannschaft...*
 
*Währenddessen geht auf dem Kai die erste Salve Armbrustbolzen nieder... Schrabnell und Kartetschen fliegen dem Mob um die Ohren; der Geruch von Schwarzpulver und verbranntem Fleisch zieht langsam landeinwärts... Gutes Lauensonner Schwarzpulver...*
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Mann im grauem Umhang
Gast
« Antworten #12 am: 08. September 2003, 10:52:48 »

*langsam und mit Bedacht schließt der hagere Mann in dem grauen Umhang die Türe. Sein Blick fällt auf die ängstliche Frau, die an der kleinen Wiege steht und sich schützend vor ihre Kinder stellt... Dahinter, ein kleiner Junge von vier Jahren, schmutzig und von Angst erfüllt.*

"Seid Ihr Eline Middenheimer?". Die Stimme des Mannes ist leise, während er die heruntergekommene Stube mustert.

"Ja, ja, aber was wollt Ihr, Herr, was ist los?"...

"Euer Mann ist unten an den Kai's, an der Grenzbruecker Kommandantur. Sie glauben sich für Kira rächen zu müssen... Leider hat ihn wohl ein Armbrustbolzen erwischt....Er schreit nach Euch..."

*Die Frau entsetzt... starrt den Mann an...*

"Nein, Nein, das kann nicht sein, er wollte doch nur ein... Eric...Eric..."

*Sie läuft an dem Mann vorbei in Richtung Türe... Ein Dolch saust erst senkrecht aus dem Ärmel des Mannes herauf, dann durch die Luft, bis er sein Ziel gefunden hat... Leblos sinkt die Frau, noch bevor sie die Türe erreicht, zusammen...

Der hagere Mann geht zu einer Kerze und enzündet eine Fackel, er schaut sich um... Dann nimmt er den Jungen an die Hand, der leise beginnt zu wimmern, da er gewahr wird, was hier geschehen...

"Komm, Junge..."

*Dann geht er in Richtung Türe, zieht den blutigen Dolch aus dem Rücken der Frau... Er stubst den Jungen aus der Türe und schließt diese...

Wenige Augenblicke später öffnet sich die Türe. Der Hagere tritt heraus... Der Junge erhascht nur noch einen kurzen Blick auf seine Mutter... Ein anderer Dolch steckt jetzt in ihrem Rücken... Einer, der einem alten condrianischen Seemann sehr bekannt vorkommen dürfte.... Im hinteren Teil des Raumes steigt Qual auf, Flammen lodern auf...

Der Mann in dem grauen Umhang nimmt den Jungen wieder an die Hand... niemand ist in der kleinen Gasse zu sehen, aber von den Docks her, hört man das Dröhnen von Büchsen...

Er blickt zu dem Jungen, der vor Entsetzten starr dasteht und auf die Türe seines Elternhauses schaut...

"Hier Junge... Das sind jetzt Vater und Mutter...", der Mann drückt ihm etwas Kaltes in die kleinen schmutzigen Hände.

*Der Hagere verschwindet um die Ecke, während das Haus immer mehr ein Fraß der Flammen wird...

Der Junge blickt auf das Kleinod in seiner Hand ohne zu begreifen, was es ist... Ein nekanisches Silber und ein Grenzbruecker Kupfer "lächeln" ihn an...

Hätten er oder seine Eltern lesen können, hätten sie verstanden, was mit jenen Worten gemeint ist... Tapfer, Wahrhaft und ... Gerecht...

Der Hagere aber geht weiter, langsam und bedaechtig... ein Blick auf den Zettel in seiner Hand... weiter, weiter... zum nächsten Haus...*
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Mob
Gast
« Antworten #13 am: 08. September 2003, 19:45:03 »

An den Kaimauern geht das triumphierende Gejohle jäh in Schreckensschreie über, als die Geschosse der Grenzbruecker niedergehen. Viele der Seeleute, die sich im Licht befunden haben, wälzen sich am Boden, mit zerfetzten Gliedmaßen, schmerzverzerrten Gesichtern.

Der Narbige flucht lauthals. Ein Bolzen steckt in seinem Bein. Nur mühsam hält er sich auf den Beinen. Aber wie von selber findet sein Dolch seinen Weg zur Kehle des Grenzbrueckers, der röchelnd sein Leben aushaucht. Mit einem dumpfen Schlag trifft ein weiterer Bolzen den Narbigen im Rücken, der daraufhin mit einem unterdrückten Schmerzenslaut zusammenbricht. Diese Schmach will er seinen Feinden nicht geben, dass er im Moment des Todes weint wie ein Kind oder jammert wie ein Milchbubi.

Chaos bricht am Kai aus, Zwischen den Geschossen suchen die Männer ihr Heil in der Flucht, während jedoch aus der Dunkelheit weitere Salven von Pfeilen, teils auch Brandpfeilen von Condrianischen Langbögen aus auf die Schiffe gesandt werden. Kommandant Dreuling ist erstaunt über die Reichweite der Bögen, die er leider unterschätzt hat.

Nach dem ersten Schreck jedoch hat sich seine Mannschaft gefasst und löscht verbissen jeden einzelnen Brandherd. Verletzte werden unter Deck gebracht, um dort versorgt zu werden.

Dreulings scharfer Blick wandert wieder an Land, da hat sich die Situation jedoch auf einmal verändert.

Der Pfeilhagel hat aufgehört. Offensichtlich ist an Land ein Kampf unter den Männern losgegangen. Verwirrt schaut der Kommandant diesem Treiben zu.
Grade noch im Licht der Fackeln steht eine einzelne Person, eine weiße Fahne schwenkend, während andere die Verletzten in die Dunkelheit zerren.
Einzelne Wortfetzen sind - zwischen dem Donnern der Kanonen - zu hören. "Feuer...     ergeben...    Verbündete"...
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in den Gassen
Gast
« Antworten #14 am: 08. September 2003, 19:58:12 »

Im Nachbarhaus des brennenden Gebäudes der Familie Middenheimer wird Licht gemacht. Ein verschlafener, junger Mann tritt aus der Türe, nur gekleidet in seine Unterhose. Als er erkennt, was hier los ist, verschwindet jede Müdigkeit aus seinen Augen. Laut gellt der Alarmruf durch die Gassen:
"FEUER! FEUER! ALARM"
Sofort füllt sich die Gasse mit teils verschlafenen, teils hellwachen Gestalten. Offensichtlich haben die Männer Übung in solch einer Situation, den schnell werden Eimer organisiert und eine Menschenkette zum Brunnen wird gebildet. Hektisch arbeiten die Menschen am Erhalt ihrer Heimat.

Elrik Duken, Sprecher des Dorfes, kommt grimmig schauend auf den kleinen Jungen zu, der noch immer wie versteinert und mit vollkommen entsetzdem Gesichtsausdruck auf sein Haus starrt - oder auf das, was davon übrig ist. Elrik packt den Jungen unsanft an den Schultern und schüttelt ihn. "Los, sag schon! Was ist passiert? Was machst du hier draußen?". "Mama, Mama" wimmert der Kleine. "Reiß Dich zusammen, Junge! WER WAR DAS?" Sein Blick fällt auf das Geld in den kleinen Händen. Seine Augen verengen sich zu schmalen Schlitzen. "Red schon!" drängt er weiter, ungeduldig, wichtige Zeit vergeht ungenutzt...
"Ein Mann" stammelt der Kleine. "groß, er hat böse geschaut".
Fluchend lässt Elrik den Jungen los. Von ihm wird er nichts erfahren.
Er brüllt Befehle. "Los, los. Haltet die verrückte Meute auf. Norak, läute die Alarmglocke. Alle sollen auf die Beine kommen und auf Brände im Ort achten. Jordan, schnapp Dir Deine besten Männer und komm mit mir an die Kais." Leiser murmelt er "Verdammt, ich hab so was vermutet! Wie konnte ich so dumm sein und die Situation so unterschätzen. Ich bete zu Hydracor, dass noch was zu retten ist."
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