noch ein netter Artikel dazu:
http://www.ksta.de/html/artikel/1285337941747.shtmlDruidentum als Religion anerkannt
Bislang galt das Druidentum in Großbritannien als Hobby für Freaks. Jetzt wurde es als Religion anerkannt. Englands Konservative sind erzürnt und fragen sich, wann auch Jedi-Ritter mit der römisch-katholischen Kirche auf Augenhöhe gestellt werden.
Nach fünf Jahren offiziell als Religion anerkannt: Die Druiden wollten nicht länger als eine Horde kuttentragender Verrückter wahrgenommen werden, die zur Sommersonnenwende um Stonehenge herum tanzen. (Bild: dpa)
Druiden, wie jeder Asterix-Leser weiß, schneiden mit goldenen Sicheln Misteln von Eichen und brauen daraus Zaubertränke, die übermenschliche Kräfte verleihen. Seit neuestem genießen sie auch steuerliche Vorteile. Zumindest in Großbritannien. Denn dort hat die für gemeinnützige Organisationen zuständige Charity Comission nun das keltische Druidentum offiziell als Religion anerkannt. Obwohl das Druiden-Netzwerk Wert darauf legt, keine gewöhnliche Religion zu sein, weder Dogma noch höheres Wesen zu kennen. Auch dürften die Steuerersparnisse für die gerade mal 350 Menschen umfassende Gemeinschaft gering ausfallen.
Trotzdem hatte sich die neuheidnische Gruppe um die offizielle Anerkennung bemüht. Schließlich wollten die Druiden nicht länger als eine Horde kuttentragender Verrückter wahrgenommen zu werden, die zur Sommersonnenwende um Stonehenge herum tanzen. Fünf Jahre hatten sie gekämpft, bis die halbstaatliche Kommission die Verehrung von versinnbildlichten Naturkräften mit derjenigen eines Schöpfergottes gleichsetzten. Jetzt stehen sie rechtlich mit der anglikanischen und der römisch-katholischen Kirche auf Augenhöhe. Eine Tatsache, die vor allem Englands Konservative erzürnt.
Wie lange, fragt eine Kommentatorin der „Daily Mail“, könne es nun noch dauern, bis auch die Jedi-Ritter als Religion anerkannt werden? Bei der Volkszählung im Jahr 2001 hatten fast 400 000 Briten unter Religionszugehörigkeit „Jedi“ eingetragen. Auf seiner Webseite beschreibt der 1986 geborene Gründer der „Jedi-Kirche“ sein religiöses Erweckungserlebnis, nachdem ihn der große Bruder seine Star-Wars-Actionfiguren vererbt hatte.
Die Druiden dagegen rühmen sich früheren Ursprungs als die monotheistischen Religionen zu sein. Tatsächlich berufen sie sich jedoch eher auf den Keltenkult der Romantik. Egal. Definiert man eine Religion rein funktional als moralische Gemeinschaft, ist es einerlei, ob sich die Gläubigen auf das Lukas- oder das George-Lucas-Evangelium berufen. Oder auf verkitschte Vorstellungen von britischen Mistelschneidern aus grauer Vorz