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Autor Thema: Rika im Tempel  (Gelesen 12566 mal)
Rika
Mettigel
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« am: 18. Mai 2014, 12:16:46 »

Es ist noch früh am morgen als sich die ersten Pilger auf den Stufen des Tempels auf den Weg ins Innere bewegen. Auf den Stufen verharrend steht Rika, die obwohl sie keine sonderliche Aufmerksamkeit erregt, für ihre Verhältnisse ein seltsames Bild abgibt: Gänzlich ohne Gambeson, Tasche, Schwert oder Pfeife lediglich in saubere braune Hosen und Hemd gewandet, wirkt die Feldscherin schmal, irgendwie weniger, fast so als würde ein Teil ihres Wesens fehlen...man würde sie wohl nicht einmal für einen Falken halten, wäre da nicht das Kopftuch das sie als solche auszeichnet. Die Augen die zum Tempel emporblicken, strafen der äußeren Zerbrechlichkeit jedoch Lügen, denn in diesen war etwas Hartes zu sehen, eine unnachgiebige Entschlossenheit. Kurz schließen sich ihre Augen als ein Gedanke in ihrem Kopf widerhallt:Ich würde nicht alles wissen wollen.., dann setzt sie sich urplötzlich in Bewegung ohne sich weiter umzublicken, geht sie zielstrebig in das innere des Tempels.

Für gewöhnlich kostete sie jeden einzelnen Augenblick aus, den sie im Tempel verbringen konnte, oft bot sich diese Gelegenheit schließlich nicht...aber das musste heute warten. Auf den ersten Novizen zuhaltend den sie ausmachen kann, schließt sie kurz die Hand um ihre Triskele bevor sie nicht freundlich, aber bestimmt zum Sprechen anhebt: "Die Schwestern zum Gruße! Ich benötige die Hilfe und Weisung eines Priesters, mein Name ist Rika, ich bin Falke in Silbertor und..." für einen Moment scheint sie zu überlegen wie genau sie ihr Anliegen schildern sollte...aber letztendlich, waren dies schließlich die Hallen des Ewigen. Mit einer Geste die sowohl Ratlosigkeit als auch Aufgabe suggerieren könnte fügt sie schlicht an "...mir fehlen Teile meiner Erinnerungen...und ich bin hier um sie wiederzufinden!"
« Letzte Änderung: 18. Mai 2014, 12:20:28 von Rika » Gespeichert

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« Antworten #1 am: 18. Mai 2014, 15:55:08 »

Die Novizin lächelt Rika freundlich an.
"Die Schwestern mit euch Rika. Wir werden sicherlich jemanden finden, der euch behilflich sein kann. Steht ihr einer der Schwestern besonders nahe?
Ich heiße übrigens Alinea."
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« Antworten #2 am: 18. Mai 2014, 16:15:26 »

"Aye" entgegnet die Feldscherin und lächelt nun ebenfalls, allerdings ein solches, welches nicht ganz bis zu den Augen zu reichen scheint "Mediathas Weg folge ich schon lange...wenn einer ihrer Priester Zeit für mich hätte, wäre ich Euch sehr dankbar, wenn Ihr mich zu diesem führen könntet...Alinea."
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« Antworten #3 am: 18. Mai 2014, 16:43:09 »

"Das mache ich gern. Mh... am Besten bringe ich euch zu Vater Nalrad. Er ist ein sehr nett Mann und wird euch bestimmt helfen können. Folgt mir einfach."
So verlassen Rika und die Novizin die große Halle, um in den Wohn- und Arbeitsbereich der Priesterschaft zu gehen. Auf dem Weg dorthin erzählt die Novizin, dass Nalrad früher ebenfalls ein Feldscher war und auch lange mit den Falken ins Feld gezogen sei, bevor ihm ein steifes Bein den Dienst unmöglich machte.
In einem kleinen Lesesaal angekommen schaut sich Alinea kurz um. Als sie den Priester ausmacht sitzt dieser gerade halb schlafend über ein Buch gebeugt. Mit einem kurzen beherzten Ruck führt die Novizin den Vater aus Furathas Reich.
Der brauch einen Moment bevor sich orientiert hat.
"Vater, dies ist Rika, Feldscherin aus Silbertor. Sie hat alle ihre Erinnerungen verloren und braucht sofort eure Hilfe."
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« Antworten #4 am: 18. Mai 2014, 17:05:07 »

Als Rika den dösenden ehrwürdigen Vater erblickt, huscht ein kleines belustigtes Lächeln über ihr Gesicht...anscheinend konnte man vom Falke zum Priester werden...das Gammeln verlernte man aber wohl nicht. Der Rest dieses nunmehr entspannten Lächelns bleibt zurück als sie anfügt:

"Nun nein, nicht alle...aber einen Teil davon. Die Schwestern zum Gruße ehrwürdiger Vater, ich wäre dankbar wenn ihr etwas Zeit für mich übrig hättet!"

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« Antworten #5 am: 18. Mai 2014, 18:00:32 »

"Wie, was?"
Verwirrt blickt Nalrad die Novizin an und dann Rika. Dann lichtet sich sein Blick.
"Achso, jaja. Ist gut Alinea. Vielen Dank! Du kannst dich jetzt wieder in die Halle zurückziehen".

"Aber sicher doch. Setz dich, setz dich. Rika, ja? Silbertor? .....Vogt Kupferschläger nicht wahr...gute Frau, gute Frau.
Aber setz dich doch!"
Einladend weißt Nalrad auf einen Platz in seiner Nähe.
"Leider kann ich dir hier nichts zu Trinken anbieten. Es sei denn wir beiden wollen einen ordentlichen Streit mit den Archivaren anfangen...
Was also kann ich für dich tun? ... und lass bitte das ehrwürdige Vater weg. Sonst fühl ich mich noch älter und verstaubter als dieses Buch hier. Nalrad reicht!"
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« Antworten #6 am: 18. Mai 2014, 18:27:42 »

Nachdem sie der Novizin zum Abschied ein freundliches Nicken zugeschustert hat, nimmt Rika zügig den ihr angebotenen Platz an. Vermutlich angeregt durch die falkische Art des ehrwürdigen Vaters, nimmt sie eine sie eine entspannte Haltung auf dem Platz ein, die Ellbogen auf die Knie gestützt den Kopf dem Priester zugewandt. Du solltest jetzt unter Falken sein...  schießt ihr da urplötzlich durch den Kopf, als der Mann Ärger mit Archivaren und Trinken erwähnt...was ihr nun endlich ein ehrliches Lächeln entlockt und sie entspannter werden lässt.

"Nalrad also ...ich kann n-nichts versprechen...aber ich werde mein bestes versuchen." beginnt sie das Gespräch, immer noch lächelnd. Dann jedoch wird sie wieder ernst und beginnt mit dem Grund ihres Besuchs:

"Ich weiß nicht, Nalrad, ob ihr hier neben ehrwürdigen und eingestaubten Büchern auch die Tröte lest...wenn dem so ist, werdet ihr aber sicherlich von den Berichten aus dem Süden gehört haben und den Vorfall mit dem Schrecken Schieferbruchs...dem Mann Acharon. Ich war Teil einer Expedition, die sich mit der Klärung der Umstände befasste...und war zweimal dort unten." Rika stockt einen Moment und sieht nachdenklich auf ihre Hände bevor sie weiterspricht. "Der erste Einsatz war vor einigen Monden...im Zuge dessen ich und der Rest unseres Trupps bei einem Zusammenstoß mit den Südländern mit einer Art Rauch angegriffen wurden...dann verschwanden wir für mehrere Wochen. Es bleiben uns keine Erinnerungen von dieser Zeit." Die Feldscherin verstummt für einen Moment und hebt dann den Kopf erneut mit einem Blick der wieder diese Entschlossenheit zeigt "Wir kehrten zurück, im Rahmen eines z-zweiten Einsatzes...vor ein paar Tagen in ein Dorf das sich "Dünner Schleier" nennt. Die Menschen dort konnten sich an mich und meine Kameraden erinnern...und auch ich erinnerte mich, diese Wochen dort verbracht zu haben...aber nur Bruchstückhaft...und jetzt...ich muss alles wissen...ich will meine Erinnerung an diese Zeit zurück!!!"
Dann verstummt Rika erneut, den Blick fest auf den Priester gerichtet.
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« Antworten #7 am: 18. Mai 2014, 19:30:40 »

Nicht lange überlegend nickt Nalrad verständnisvoll.
"Natürlich lese ich die Tröte, sonst würde ich hier ja völlig... ach, egal. Versuchen wir mal uns deiner Angelegenheit vorsichtig zu nähren. Dazu muss ich noch ein paar Dinge von dir wissen. Warum oder weswegen wart ihr beim ersten Einsatz dort. Also was wolltet ihr erreichen?
Und dieser Rauch, kannst du ihn noch beschreiben?
Das mit den mehreren Wochen, weißt du das von anderen oder ist das nur ein Gefühl? Wart ihr dann wieder in Silbertor oder ab wo oder an was kannst du dich wieder erinnern?
Und der zweite Einsatz? Wolltet ihr einfach nur wissen, was mit euch passiert ist?
Und wie geht es deinen Kameraden, ähnlich?"
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« Antworten #8 am: 18. Mai 2014, 20:33:51 »

„Nun, für den ersten Einsatz gab es den Befehl, einen verschwundenen Trupp ausfindig zu machen der zuvor in den Süden gezogen war. Wir fanden ihn auch…es gab keine Überlebenden. Nun nein, dass ist so nicht ganz korrekt, einen gab es wohl…einen Falke mit dem Namen Balduin. Er schaffte es sich zu dem Ort „Dünner Schleier“ zu flüchten, das Ziel unseres zweiten Einsatzes. Leider war er geistig verwirrt…aber egal. Wir wurden kurz nach der Sichtung des Trupps von den Südländern angegriffen, mit Kugeln die aufplatzten und aus denen dicker, blauer Rauch aufstieg. Er erschwerte uns das Atmen und die Sicht…wir flohen und dann, wachten wir drei Wochen später auf einer Lichtung auf! Offensichtlich hatten wir jedoch sowas wie „wache“ Momente. Einer Meiner Kameraden sendete eine Nachricht nach Silbertor aus dieser Zeit, sie klang aber kryptisch und enthielt nichts woran wir uns erinnerten. Daher können wir auch die drei Wochen rekonstruieren…aus unseren Berichten die wir mit den Vögeln abgesendet hatten und unseren eigenen Aufzeichnungen.“

Wehmütig an den gut verpackten Flachmann in ihrem Gepäck denkend, spricht Rika weiter: „Der zweite Einsatz hatte einen ähnlichen Zweck. Die Meldungen aus dem Süden häuften sich, weshalb die gesendeten Truppen nicht überlebt hatten, war immer noch unklar. Deswegen war unser Auftrag für Klärung der Umstände zu Sorgen, auch wenn wir natürlich ein persönliches Interesse daran hatten herauszufinden, was wir in der Zeit getan hatten. Aber der Befehl war, Aufklärung und Bericht…kurz nach unserer Ankunft stellten wir wie gesagt fest, dass wir diesen Ort wohl schon einmal besucht hatten: genau in diesen drei Wochen. Tja und diese Zeit hatten wir wohl mit den Menschen dort und dem Monster von Schieferbruch verbracht…“

„Meine Kameraden…“ und hier wird ihre Stimme leiser, härter „…und ich, wir alle hatten nach unserer Ankunft eine Art Aufblitzen von Wiedererkennen, eine Erinnerung. Nicht alle sehen das so…einer meiner Kameraden glaubt lieber es handelte sich um Träume oder Visionen…ich halte ihn für verblendet…ich glaube er will der Wahrheit nicht ins Gesicht blicken.“

Sie schluckt kurz, trocken und hebt erneut an „Jeder von ihnen kann sich an eine Begebenheit erinnern…mich hat es jedoch nicht losgelassen, also habe nach einer Möglichkeit gesucht, meine verlorene Zeit wiederzufinden…und fand Hilfe…im Gebet. Ich erinnere  mich an weitere Bruchstücke, an mehr als meine Kameraden…aber eben nicht an alles!“
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« Antworten #9 am: 19. Mai 2014, 07:28:09 »

Aufmerksam lauscht Nalrad Rikas Worten. Kurz scheint es so als wolle er ihre Hand greifen oder sie gar in den Arm nehmen, doch abweichend rückt er sich beiläufig seine Kleidung zurecht.
"Ich verstehe. Bevor ich dir weitere Fragen stellen und Antworten geben kann, sollen wir erst einmal herausfinden warum du dich nicht mehr erinnern kannst. Dafür kann es verschiedene Ursachen geben... Alchemi, Magie oder vielleicht eine Art von Schutz die aus dir selbst kommt. Ich habe da zwar schon so eine Vermutung, aber Gewissheit ist in unserem Fall das Beste. Dafür müssen wir ins Mediatharum gehen, wenn du einverstanden bist? "
Vorsichtig erhebt sich Nalrad.
"Doch,  eine Frage habe ich noch. Nach deinem Gebet, woran hast du dich dann wieder erinnert? "
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« Antworten #10 am: 19. Mai 2014, 07:51:18 »

Zu dem stehenden Priester aufschauend, ohne sich einen Deut bewegt zu haben fügt die Feldscherin an: "Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich nach dem ersten Einsatz mein Blut, sowie Speichel auf gängige Gifte untersucht habe....erfolglos. Allerdings sehe ich keinen Grund deswegen alchemische Ursachen auszuschließen!" hier lächelt sie etwas schief "Die Identifikation von Gift gehört nicht unbedingt zu meinen Stärken...was den Inhalt meiner Erinnerungen angeht..." mit einem leichten Kopfschütteln spricht sie weiter, das Gesicht unbeweglich, ihre Stimme heiser "Ich kann Euch nur so viel sagen...ich begab mich nach dem Gebet zurück an einen Ort, an dem ich wohl viel Zeit verbracht habe...dann begannen immer mehr und mehr Fetzen auf mich einzustürzen...woran genau...ich denke das fällt unter das Siegel der Beichte, Nalrad" wobei sie den Blick auf einen der vorbeigehenden, wenn auch nicht sonderlich interessiert wirkenden, Archivare wirft.

Dann steht sie jedoch auf und sagt schlicht: "Gehen wir also..."
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« Antworten #11 am: 19. Mai 2014, 08:44:01 »

"Ja, gut, ich verstehe. Folge mir einfach"
So verlassen die zwei den Lesesaal und (wohl zu Rikas Überraschung) auch den Termpel. Entlang des Dunkelbachs gehen sie am Haller vorbei und über den Marplatz, auf dem reges Treiben herrscht. Auf dem Weg erzählt Nalrad:
"Vor einigen Jahren hat eine meiner Schwestern den alten Schuster Kairon von einer seltsamen Krankheit geheilt, die seinen Geist befallen hatte. Viele, auch Kairon, hielten es damals für ein wahres Wunder... Er war ihr und dem Tempel sehr dankbar und hat sich nach der Heilung auch gegenüber den Bewohnern der Stadt immer hilfsbereit gezeigt. Leider hat er nie Kinder bekommen und so hat er sein Haus und Grund dem Tempel überlassen; mit der Bitte es doch zum Wohle aller zu nutzen.
Eigentlich wollte man eine Schreibtstube darin einrichten, die alte ist auch wirklich viel zu klein. Aber naja, die Wege des Ewigen ändern so manches Mal die Richtung. Wir alle haben nicht schlecht gestaunt, als wir im Keller des Hauses ein kleines Mediatha Standbild vorgefunden haben. Eines, dass man aus dem alten Tempel vor der Stadt genommen hatte, wahrscheinlich um es vor den Besatzern zu verstecken. So oder so, wir konnten einfach nicht anders als die Heiligkeit des Ortes im Sinne Kairons zu nutzen."
Mit diesen Worten bleibt Nalrad vor einem schlichten Stadthaus stehen. "Und hier sind wir auch schon!"
Beim betreten des Haus fällt Rika auf, dass man wohl nicht allzu große Veränderungen vorgenommen hat. Dort wo einmal der Werkraum gewesen sein musste, war nun eine Art Gemeinschaftsraum, in dem ein Novize und mehrere Personen, vielleicht Patienten, saßen.
Zielstrebig führt Nalrad Rika zur Kellertüre, schließt diese auf und hängt ein Schild *in Meditation" von außen daran.
"Du musst ein wenig aufpassen, die Stufen sind meist recht rutschig."
Die Kellertreppe führt in einen einzigen kleinen Kellerraum, der von einem spärlichen Licht blauer Laternen erhellt wird. Der Boden ist einfache, festgestampfte Erde. In der Mitte des Raumes steht eine schlichte Statue aus grauem Stein, die etwa Kniehoch ist. Die Statue zeigt eine Frau, die mit geschlossenen Augen und gefallteten Hände eine ungewisse Ruhe ausstrahlt.
Auf einer einfachen Holzbank nimmt Nalrad platz und deutet Rika neben sich.
Grinsend beobachtet er sie, wie sie sich im Raum umschaut.
"Willkommen im Mediatharum. Ich wette ein Kupfer darauf, dass du dir es anders vorgestellt hast..."
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« Antworten #12 am: 19. Mai 2014, 09:44:16 »

Interessiert lauscht Rika, Nalrads Ausführungen über das Mediatharum während die beiden sich zum Keller begeben. Dort angekommen, kann die Feldscherin nicht anders, als sich von der Ruhe, die von der Statuette ausgestrahlt wird, anstecken zu lassen. Als sie den Blick durch den kargen Raum, mit dem unscheinbaren Antlitz wandern lässt ist sie daher beinahe etwas erschrocken auf einmal Nalrads Frage zu hören.

Sie überlegt einen Moment und denkt und vergangene Begegnungen mit heiligen Orten zurück...mit dem Blick fest auf dem Bildnis liegend und einem sanften Lächeln auf den Lippen sagt sie ohne jede Spur von Zynismus: "Nichts für Ungut, aber ich glaube, die Wette würdet Ihr verlieren...."

Dann nimmt sie auf der Bank neben dem Priester platz, wieder wandert ihr Blick, angezogen von der Ruhe zur Statuette, während sie leise fragt: "Und n-nun?"

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« Antworten #13 am: 19. Mai 2014, 14:31:15 »

Nalrad rückt ein Stück von Rika weg um ein wenig Platz zum Gestikulieren zu haben.
"Nun? Nun ein bisschen kann ich das dir überlassen. Wir können uns erst versuchen auf diesen Ort und auf uns selbst einzustimmen oder direkt mit der, ich nenne es mal, Untersuchung, beginnen.
Bevor du dich entscheidest will ich dir erklären was passieren wird. Zunächst muss ich deinen Kopf halten... Ich weiß, das klingt komisch. Durch den Kontakt, die Berührung zu einem Menschen, zu jedem Lebewesen, kann man dessen Gefühle, wenn man so will, das Seelenheil selbst erkennen und lesen. So wie zum Beispiel unsere Körperhaltung etwas über uns sagt, so sagt auch unser Herzschlag, unser Blutfluß und unsere Temperatur was oder wie wir fühlen. Eigentlich eine sehr gute Art sich zu verständigen, nur die Sprache muss man ein wenig umständlich erlernen...Denen, die von Mediatha mit einem hohen Maß an Empathie beschenkt wurden, mag es ein bisschen einfacher fallen.
Danach werden wir ins Gebet gehen und versuchen zu ergründen und die Schwestern um ihre Hilfe bitten. Dazu ist völlig ausreichend, wenn du einfach für dich bettest, bessere wäre es noch.... also du könntest mich unterstützen indem du meine Worte wiederholst. Es ist ein feste und schon recht alte Liturgie in der viel Kraft steckt, vor allem dann, wenn wir unseren Willen aus tiefstem Herzen hineinlegen. "
Aufforderdend schaut Nalrad Rika an.
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« Antworten #14 am: 19. Mai 2014, 16:49:46 »

"Wenn Eure Zeit das erlaubt Nalrad, würde ich gerne einen Moment Zeit nutzen...um mich wie Ihr sagt....einzustimmen" sagt Rika nachdenklich, immer wieder zu der Statue blickend. Die Feldscherin scheint etwas abwesend, fast so als würde sie ihren eigenen Gedanken nachhängen, als sie weiterspricht "Dann könnt ihr gerne tun was nötig ist...nehmt meinen Kopf, meine Hände...was auch immer. Wenn ich Euch mit dem Sprechen der Liturgie unterstützen kann...tue ich das natürlich gerne...was auch immer nötig ist." Dann verstummt sie wieder.
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