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Lhayas Zimmer
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Thema: Lhayas Zimmer (Gelesen 29382 mal)
Lhaya
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Re: Lhayas Zimmer
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Antworten #60 am:
02. März 2010, 12:24:59 »
Während Lhaya sich die Brosche wieder ins Gewand pikst antwortet sie: ."Ja, das denke ich. Es kann natürlich nur ein dummer Zufall gewesen sein, aber Du hättest seinen Blick sehen sollen, als ich sagte man müsse den Feind erst gut studieren, bevor man auch nur daran denkt zu handeln. Und als ich ihn auf die Illusion bei der Prüfung angesprochen habe, da ist er dem ganzen doch recht schnell ausgewichen. Wie gesagt, es
kann
alles Zufall sein, aber es werden mir langsam zu viele Zufälle. Du hättest sehen sollen, was für einen Terz Klara gemacht hat, zwischendurch."
Nachdem der Prytanus das Zimmer verlassen hat, hat der Rabe sich wieder zum Sims begeben. Liebevoll streicht Lhaya ihm über den Kopf. "Es tut mir Leid, dass ich Dich verscheucht habe, meine Kleine, aber ich wollte nicht, dass Dir etwas passiert."
Dann Mondkind zugewandt: "Oh, und er hat mir abgekauft, dass ich mir das 'schwarze Loch', das diese Brosche ist mal anschauen wollte. Naja, stimmte ja auch. Nur wonach ich suchte habe ich ihm nicht gesagt."
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Mondkind
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Re: Lhayas Zimmer
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Antworten #61 am:
02. März 2010, 17:57:00 »
"Also so wirklich habe ich das immer noch nicht verstanden, was Du meinst mit dieser Illusion... das irgendjemand, etwa der Prytanus, eine Illusion gewirkt hat, die darauf abzielte, Dich im speziellen etwas sehen zu lassen, was vielleicht etwas anderes war, als andere Leute gesehen haben?"
Mondkind scheint verwirrt. "Und warum hast Du ihm nicht gesagt, worum es ging? Ich meine, glaubst Du, es könnte sich irgendwie negativ auswirken, wenn er wüßte, dass Du auf eine Nachricht von Mandrion wartest? Klingt fast so, als würdest Du ihn verdächtigen, auch zu diesen Leuten zu gehören..." Der letzte Satz klingt eher scherzhaft, so als ob Mondkind nicht glauben würde, das Lhaya das ernsthaft in Betracht ziehen würde.
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Lhaya
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Re: Lhayas Zimmer
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Antworten #62 am:
03. März 2010, 01:01:18 »
Lhaya lässt sich auf den Stuhl am Fenster fallen und stützt ihren Kopf auf ihre Hände. Sie scheint einen Punkt auf dem Tisch ganz besonders zu begutachten, als sie beginnt: "Nein, das meine ich nicht... Jedenfalls nicht so. Es gab da nur immer wieder Momente, die mich... die mich an die letzten Stunden im Hause meiner... Familie... erinnerten... Es gab einfach ein paar Ähnlichkeiten, die mich ganz kirre machten. Ich musste mich ziemlich darauf konzentrieren, dass es lediglich eine Prüfung war und... Ach, ich weiß auch nicht. Ich hab ja auch versucht, es mir auszureden, aber... Naja, deshalb fragte ich auch nach den Illusionen."
"Wie hätte ich denn erklären sollen, dass die Brosche nicht da war, wo sonst immer? Seine erste Frage war ja, was ich denn in meiner Hand hielte. Dann meinte er, ich hätte gegen den Erlass des Konzils verstoßen, da ich sie mir angeschaut hätte und damit auf sie gewirkt hätte. Aber sie schluckt ja jegliche Kraft, die man in sie hinein steckt. Da sie aber nicht an mir gezuzelt hat - zumindest nicht mehr als jetzt gerade zum Beispiel - verstehe ich nicht, wieso es verboten gewesen sein soll. Jedenfalls ist mir jetzt alles in diese Richtung verboten. Und er sagte ein auraler Blick auf die Brosche sei absoluter Unsinn."
"Was Mandrion angeht, so wollte ich einfach weitere Fragen vermeiden. Prytanus Sturmfels ist einfach nicht der Mensch, dem ich Dinge anvertrauen würde. Vielleicht gehört er dazu, vielleicht auch nicht. Ich habe es in Betracht gezogen, ja." Lhaya kramt in ihrer Tasche und zieht einen Brief hervor. Sie klappt ihn auf. Er ist mit einem schwarzen Vogel unterzeichnet. Kurz sucht sie eine Passage und hält Mondkind dann den Brief zum Lesen hin. "Da. Ich soll mich auf der Sturmbraut einfinden. Und wo bin ich gelandet? In den Öllanden. Und wer war noch dort? Die halbe Akademie. Dann sitzt er daneben, während Florian das merkwürdige Artefakt untersucht. Als Lix es ihm zur Begutachtung gibt, mit der Anmerkung, dass es Magie frisst, bewegt er kurz seine Finger darüber, sagt 'oh' und gibt es mit einem gleichgültigen Schulterzucken zurück und ging seitdem nie wieder darauf ein. Das Nächste ist das Verbot es mir auch nur anzuschauen, nachdem er den Raum betreten hat kurz nachdem ich es mir anschaute? Also ich finde das seltsam. Ach ja, und Eran soll ihm erzählt haben, dass ich während der Prüfung einen 'Zauber' auf Tessa sprechen wollte und Eran deshalb die Prüfung abgebrochen habe. Das kann aber auch nicht sein. Ja, ich habe mit Anja darüber geredet, dass ich von Leuten weiß, die zu viel Eis in sich trugen und auch darüber, dass dieses - theoretisch - herausgezogen werden kann. Zwischen dem Punkt und dem Prüfungsende lag allerdings noch eine Weile. Außerdem hat Eran mir als Begründung für das Ende die Zeitüberschreitung genannt und ich weiß nicht, weshalb er mich anlügen sollte. Danach haben wir uns noch unterhalten. Auch über die 'zu viel Eis'-Diskussion und er fragte, ob ich soetwas wirklich hätte tun wollen. Woraufhin ich ihn nur sehr irritiert anschaute und fragte, wie um alles in der Welt ich das denn angehen sollen. Ich hätte ihr ein Manifesto Vita auf die Stirn drücken können, mit dem Effekt, dass wir wahrscheinlich alle am Boden gelegen hätten." Leicht genervt schüttelt Lhaya den Kopf. "So ein Blödsinn. Jedenfalls kam der werte Prytanus schnurstraks hier hereinspaziert, was darauf schließen lässt, dass er nicht gewillt war mich überhaupt anzuhören. Naja, das Gefühl hatte ich auch im weiteren Verlauf des Gesprächs. Wenn man gebetsmühlenartig innerhalb von kurzer Zeit immer wieder das gleiche erklärt und das Gegenüber in keinster Weise darauf eingeht, sondern immer nur Anschuldigungen bringt, dann redet man gewissermaßen gegen eine Wand. Genau so fühlte ich mich dabei."
Nach längerer Zeit macht Lhaya auch mal eine kurze Pause.
Als ihr Gemüt sich wieder etwas abgekühlt hat, spricht sie weiter: "Ich weiß nicht, ob das alles irgendwie zusammenhängt, aber ich werde es herausfinden. Ich werde versuchen mit an so viel wie möglich zu erinnern, von dem was ich auf der Reise mit und dann ohne Ta-hi gesehen habe. Einiges habe ich schon aufgeschrieben. Vielleicht ergibt sich ja irgendwann ein klareres Bild."
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Mondkind
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Re: Lhayas Zimmer
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Antworten #63 am:
03. März 2010, 10:33:10 »
Mondkind lauscht und runzelt hin und wieder die Stirn. Schließlich sagt sie: "Also gut, eins nach dem anderen und die Karten auf den Tisch: Hast Du während der Prüfung zu irgendeinem Zeitpunkt tatsächlich geglaubt, dass das vor Dir dein Vater sein könnte? Bzw. dass Du Deinen Vater siehst? Ich meine, dass ist ja ein erheblicher Unterschied, ob sich jemand einfach nur so verhält wie jemand anderes, oder ob man ihn wirklich dafür hält, bevor einem einfällt, dass es die Person eigentlich nicht sein kann."
"Was meinst Du mit, er hat Dir alles in diese Richtung verboten? Er hat Dir jegliche Erforschung des Artefakts verboten?" An dieser Stelle klingt Mondkind ein wenig ungläubig und verärgert. "Das gibt mir allerdings auch zu denken..."
Nach der Erzählung zu den Erlebnissen meint Mondkind: "Hmm, das ist allerdings merkwürdig... ich meine, es hätte ja auch ein Gefahr davon ausgehen können - was heisst hätte, es ist ja letztlich so - ich meine, da hätte ich auch erwartet, dass er sich mehr dafür interessiert... wobei Du damals noch nicht in die ACHT eingetreten warst, oder?" Mondkind überlegt. "Nicht alle Leute sind so... übermäßig neugierig, was Artefakte anbetrifft, und dazu immer darauf aus, dem nächsten das Leben zu erleichtern, wie ich. Naja. Vielleicht dachte er, dass Phönixflug sich darum kümmern wollte?"
"Ich würde nochmal mit Eran sprechen. Nicht gerade sagen: "Du, der Prytanus hat das und das gesagt und das stimmt nicht", sondern ich würde das Gespräch offen angehen und ihn nochmal fragen, warum er abgebrochen hat und ob er den Eindruck hatte, dass Du so aufgeregt warst, dass Dir vielleicht etwas Magie hätte "entflutschen" können oder so... Vielleicht sind da einfach Dinge nicht richtig kommuniziert worden."
Mondkind lehnt sich kurz zurück und nippt an ihrer Tasse. Plötzlich verfinstert sich ihre Miene. "Wenn Du gerade begonnen hattest, etwas Magie auf die Brosche zu wirken, und er dann - und DESWEGEN - hereingestürmt kam, lässt das eigentlich nur zwei Schlußfolgerungen zu: Entweder er überwacht diesen Raum bzw. Dich als Person, oder er steht selbst in Verbindung zu der Brosche. Ich kann nicht sagen, dass ich irgendeiner dieser Alternativen etwas abgewinnen könnte."
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Lhaya
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Re: Lhayas Zimmer
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Antworten #64 am:
03. März 2010, 11:38:22 »
"Nein, nicht dass er es sei. Nur das Verhalten zum Teil... und die Situation. Das Ganze darum, dass sie es sich selbst ausgesucht habe und dass sie so undankbar sei, nachdem was er alles für sie getan habe." Lhaya atmet nochmals tief durch. "Diese abfällige, verachtende Art. Naja, und da schon Prytanus Dagonett Dinge zu wissen scheint, da war die Vermutung, dass es sich mit Prytanus Sturmfels ähnlich verhalten könnte auch nicht weit." Plötzlich stockt sie kurz. "In dem Moment war ich richtig froh, die Brosche zu haben."
"Er hat mir unter anderem verboten, es mir anzuschauen, als würde ich einschlafen, um Zosimus' Worte noch einmal zu zitieren, denn damit hätte ich gegen den Erlass von Prytanus Dagonett gehandelt. Du erinnerst dich? Was er im Speisesaal sagte, dass niemand etwas strukturänderndes auf mich wirken dürfe? Naja, jedenfalls ist mir alles was auch nur im Ansatz etwas mit praktischer Magie zu tun hat verboten, so lange bis ein Prytanus es sich anders überlegt."
"Nein, damals war ich noch nicht in der A.C.H.T. Sicher ist jeder Mensch da anders, aber trotzdem fand ich es seltsam. Oh, noch etwas fällt mir da ein. Als wir zur Einweihung der Ayd'Owl in Engonien waren, da hat sich Prytanus Sturmfels mit ein paar Scolarii zum Üben der Manifesti getroffen. Fenya hat mich mit dazu geholt, woraufhin Prytanus Sturmfels etwas überrascht schaute und sagte, das würde für mich dann ja nur theoretisch werden. Ich bin mir grade unsicher, was zu dem Zeitpunkt schon allgemein bekannt war, über die Brosche." Sie grübelt angestrengt. "Ich weiß es nicht. Ist jetzt ja auch egal."
"Ich denke auch, dass es ein Kommunikationsproblem war, aber egal was ich dem Prytanus sagte, ich bekam nur zu hören, wie arrogant und unfähig ich sei. Dann wurde ich natürlich auch bockig." Lhaya kaut nachdenklich auf ihrer Unterlippe herum. "Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Eran das so weitergegeben hat. Wie gesagt, wir haben ja noch darüber gesprochen, direkt im Anschluss."
"Entflutschen?" Lhaya zieht eine Augenbraue hoch und grinst. "Weißt Du, ich kenn da jemanden, der da immer sehr hungrig ist und das direkt wegzuzelt." und blickt auf ihre Brosche hinab.
"Naja, wenn ich de facto etwas gewirkt hätte, dann hätte sie das ja verschluckt, also hätte mir dann irgendetwas fehlen müssen. Sie hat aber nicht gezuzelt, also kann das nicht sein, dass ich explizit etwas darauf gewirkt habe. Ich habe mich einfach darauf konzentriert und geschaut, was es da so gibt. Nicht, wie damals, an der Brücke, oder so. Da war ich noch lange nicht. Eher von außen da Ganze betrachtet."
"Was wieder zu dem Punkt führt, an dem ich sagte, dass ich der Meinung sei, man müsse seinen Feind gut studieren, bevor man anfängt zu handeln. Da war etwas in seinem Blick. Mir persönlich gefällt keine der beiden Optionen, weder das Überwachtweden, noch die direkte Verbindung. Es irritiert mich einfach, dass er einfach hereingerannt kam, ohne ein 'herein' abzuwarten. Deshalb gehe ich nicht davon aus, dass es 'nur' wegen der Prüfung war."
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Mondkind
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Re: Lhayas Zimmer
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Antworten #65 am:
03. März 2010, 19:48:31 »
Mondkind schüttelt irritiert den Kopf. "Ich hatte die Mitteilung von Prytanus Dagonett so verstanden, dass niemand Heilzauber auf Dich wirken soll... oder von mir aus Verwandeln oder so - das würde ich unter Strukturveränderung verstehen. Ich bin nicht davon ausgegangen, dass man überhaupt nichts auf Dich wirken darf - ein Hellsichtzauber zum Beispiel, also wie die "aurale Sicht", der ändert ja nicht die Struktur." -
"Wobei, natürlich wird diese Auffassung vertreten. Aber ich teile sie nicht. Aber wie auch immer" - Mondkind versucht den Faden wieder zu finden, "ähmmm wenn er Dir alle praktische Magie verboten hat, also selbst zu wirken, wie sollst Du denn dann lernen? Wie sollst Du weiter üben, Deine Kräfte zu kontrollieren?" Mondkind klingt jetzt offensichtlich verärgert und steigert sich noch ein bisschen hinein.
"Ich meine, diese Leute haben Dir aufgetragen, Deine Kräfte zu kontrollieren, damit Du keine Gefahr mehr für andere bist. Das kannst Du aber nicht lernen, wenn Du nicht zaubern darfst. Wer weiß, was sie anstellen, wenn sie mitkriegen, dass Du nicht mehr zauberst - und das können sie ja, über die Brosche. Und Überwachung, das ist ja wohl das allerletzte!" Mondkind hat sich richtig heiß geredet und einen Moment lang sieht es aus, als wolle sie dem Prytanus hinterherstürmen, um ihm die Meinung zu sagen.
Doch dann lehnt sie sich zurück, beobachtet Lhaya genau und fragt: "Das scheint Dich aber nicht besonders aufzuregen... Warum nicht? Ich meine, Du regst Dich darüber auf, dass er Unrecht hat und Dir nicht zuhört, aber dass er Dir verbietet, weiter praktisch zu lernen, das regt Dich nicht auf?" Sie klingt verwundert.
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Lhaya
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Re: Lhayas Zimmer
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Antworten #66 am:
03. März 2010, 21:08:10 »
"Richtig. So habe ich Prytanus Dagonett auch verstanden. Im Grunde genommen nix auf mich, oder die Brosche wirken, was denjenigen anzapfen könnte. Naja, Prytanus Sturmfels sieht das wohl anders."
"Da gebe ich Dir Recht, das kann ich dann nicht lernen, aber solange ich die Brosche trage muss ich das auch nicht mehr so sehr kontrollieren, wie früher. Fragt sich nur, was passiert, wenn ich sie nicht mehr habe. Wobei wir wieder bei der Frage wären, weshalb sie tut, was sie tut."
Als Mondkind sich derartig in Rage redet schaut Lhaya ziemlich besort. So hatte sie Mondkind noch nie erlebt. Sie steht auf und legt Mondkind die Hand auf die Schulter.
"Wieso glaubst Du, dass sie das merken werden? Meinst Du, sie würden dann glauben, ich hätte alles unter Kontrolle und würde sich das Ding dann wieder unter den Nagel reißen?" Ein Anflug von Panik huscht durch Lhayas Gesicht. "Nun, überwacht wurde ich ja eh schon." Sie zeigt auf die entsprechende Passage in dem Brief.
"Es regt mich auf, dass ich jetzt in Haus Eis stecken bleibe. Es gibt Häuser, die wären mir wesentlich lieber gewesen. Das Einzige, was mich wirklich stört ist, dass ich - nach Sturmfels'scher Definition - nicht an der Brosche weiterarbeiten kann, außer Bücher über seltsame Artefakte zu wälzen... Und das darf ich noch nicht einmal allein, als Scolaria. Was den Rest angeht... bisher bin ich auch ohne ausgekommen... Es gibt Schlimmeres."
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Re: Lhayas Zimmer
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Antworten #67 am:
04. März 2010, 12:54:20 »
Mondkind schüttelt den Kopf. "Nun, wie Du ja weißt" sagt sie mit einem feinen Lächeln", komme ich phasenweise auch ganz gut ohne das Wirken von Magie klar. Aber ich glaube, etwas viel Schlimmeres, als dass mir jemand verbieten würde zu lernen, kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Ich mag da ein wenig speziell sein, aber... lernen ist leben. Und grau ist alle Theorie - gut sie zu kennen, aber Du willst doch schließlich Elementaristin werden und nicht Hermetikerin - Du musst es fühlen lernen - und wie sollst Du das, ohne zu wirken? Das ist, als würde man vom einer Taube im Käfig erwarten, dass sie fliegen lernt." Mondkind klingt immer noch ein wenig entrüstet.
"Ich denke, ich werde, wenn Du einverstanden bist, mit dem Prytanus sprechen und ihn bitten, das Verbot wieder aufzuheben bzw. zumindest soweit zu lockern, dass Du zumindest unter der Ausicht anderer Prytani oder Magister üben kannst. Dann kannst Du zumindest in den regulären Stunden üben und vielleicht mit mir ab und an.... ich glaube, dass ist wirklich sehr wichtig. Wobei es vermutlich sinnvoll ist, ein paar Tage zu warten, bis sich die Gemüter wieder etwas abgekühlt haben."
Plötzlich fällt ihr wieder Lhayas Frage ein. "Nein, eher das Gegenteil. Ich denke, wenn sie merken, dass Du die Brosche nicht mehr "auflädst" bzw. sie nichts mehr absorbiert, weil Du nichts mehr wirkst, dann denken sie vielleicht, dass Du Deine Pläne, Elementaristin zu werden, aufgegeben hast, und versuchen erneut, Dich unter Druck zu setzen.... "
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Lhaya
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Re: Lhayas Zimmer
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Antworten #68 am:
04. März 2010, 14:15:08 »
"Ja", lächelt Lhaya, "ich weiß. Im Grunde genommen gebe ich Dir auch Recht. Aber es ist jetzt auch nicht so, als hätte ich Blut geleckt und wäre total begierig darauf." Sie zuckt mit den Schultern. "Ich werde einfach das tun, was ich immer gemacht habe, nur dass es mich jetzt praktisch keine Mühe mehr kostet. Das ist das Problem daran. Durch die Brosche bin ich ziemlich nachlässig geworden, was meine Selbstkontrolle angeht. Daran kann ich ja in der Zeit wieder arbeiten, für die Zeit nach der Borsche... sozusagen..."
"Es hieß explizit, dass nur ein Prytanus das Verbot temporär, oder allgemein, aufheben kann. Auch die Notfall-Klausel gilt für mich nicht, wobei es keine Notfälle gibt, die ich mit meinen drei krüppeligen Manifesti lösen könnte. Ich glaube, das Ganze sollte dazu dienen, dass ich zu verstehen lerne, dass man alle Probleme auch normal lösen kann, was für mich eine
ganz neue Herangehensweise
ist." Lhaya räuspert sich und zieht dabei ihre Augenbrauen hoch.
Sie schüttelt entschieden den Kopf. "Nein, ich werde ihm nicht hinterherkriechen. Er mag Recht haben in der Behauptung, ich sei arrogant und selbstgefällig, aber es hat zu lange gedauert wieder ein Grundmaß an Stolz aufzubauen, als dass ich jetzt anfangen würde zu buckeln." Wieder etwas ruhiger. "Er hat beide Seiten angehört und entschieden."
"Hmm, das kann natürlich auch gut sein. Naja, meine Pläne sind nicht Elemenatristin zu werden, sondern das was in mir steckt einfacher kontrollieren zu können. In dem Brief stand ja auch nicht explizit 'Geh zur Akademie'. Im Grunde genommen stand da das Gegenteil, nämlich, dass ich aus Condra verschwinden soll, zumindest zeitweise." Sie lässt sich resignierend auf den Stuhl fallen. "Die Vögel sollen bloß um ihren eigenen Kram kümmern. Aber sie hätten mir wenigstens zurück schreiben können. Allein schon aus Höflichkeit. Und Mandrion könnte auch mal was von sich hören lassen."
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Letzte Änderung: 04. März 2010, 19:57:31 von Lhaya
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Re: Lhayas Zimmer
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Antworten #69 am:
05. März 2010, 10:24:28 »
"Nun ja, das solltest Du auf jeden Fall. Ich meine, sich selbst zu kontrollieren hat ja nicht unbedingt etwas mit Magie zu tun... auch MIT der Brosche könntest Du jemandem unberechtigterweise an die Gurgel gehen, wenn Du Dich nicht unter Kontrolle hast. In dem Bereich solltest Du sicher nicht nachlässig werden."
"Also, diese Argumentation kann ich jetzt nicht so wirklich nachvollziehen. Und ja, natürlich sind diese Vorgaben zu respektieren - deshalb habe ich ja vorgeschlagen, Prytanus Sturmfels aufzusuchen und mit ihm über die Sache zu reden. Es geht auch mitnichten darum, zu buckeln oder jemandem hinterherzukriechen. Es geht darum, ihn mit sachlichen Argumenten davon zu überzeugen, dass es Dir mehr schadet als nutzt, wenn Du nicht mehr praktizieren kannst. Und natürlich möchte ich ihn fragen, was denn das Konzil in Sachen Brosche unternimmt - da ja weder Du noch jemand anders ohne Erlaubnis etwas damit versuchen darf."
Nach kurzer Pause sagt Mondkind ernst: "Lhaya, Du hast so viel Mut bewiesen, so viel mit Dir gekämpft, um Dich überhaupt zu überwinden, hier her zu kommen und zu lernen, und ich möchte einfach nicht, dass jetzt alles wieder einen Schritt rückwärts geht. Wenn Du soweit bist, dass Du Deine Kräfte richtig kontrollierst, kannst Du immer noch entscheiden, welchen Weg Du gehen willst - und wenn Du für den Rest Deines Lebens Kekse backen willst, ist das völlig in Ordnung für mich. Wenn Du dabei glücklich bist..." Mondkind klingt ein wenig zweifelnd an dieser Stelle. "Aber Du musst erstmal dahin kommen, und Du musst dafür auch die Chance haben, praktisch zu üben, sonst kommst Du nicht mehr voran..."
Mondkind seufzt. "Das Wetter wird langsam wärmer... ich schätze, dass ich in spätestens zwei Wochen aufbrechen werde." Sie schaut Lhaya direkt an. "Wenn sich bis dahin noch nichts getan hat, möchte ich Deine Erlaubnis, mit Prytanus Sturmfels über die Aufhebung des Verbots zu sprechen, bevor ich abreise. Von mir aus unter Auflagen... bitte. Einverstanden?"
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Lhaya
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Re: Lhayas Zimmer
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Antworten #70 am:
05. März 2010, 12:22:01 »
Lhaya schmunzelt: "Ja, das stimmt schon. Aber ich meinte es eigentlich auf die Magie bezogen. Darin bin ich nachlässig geworden."
Zuerst zuckt Lhaya mit den Schultern. "Wenn Du meinst, er lässt mit sich reden." Dann weiter: "Ja, Du hast ja Recht. Aber auf der anderen Seite hat er ja beide Seiten angehört und sich entschieden. Er wollte das dann dem Konzil verkünden. Ich nehme an, dass da dann auch noch darüber geredet wird. Was das Konzil bezüglich der Brosche unternimmt - oder eben nicht - wäre natürlich sehr interessant." Plötzlich verschwindet die Gleichgültigkeit aus ihren Augen. "Aber es ist ja nur akademieintern verboten, oder? Schlimm genug, weil mir damit sowohl Du, als auch Mandrion fehlen, aber was ist mit Leuten, die nicht zur Akademie gehören? Oh, da fällt mir noch ein... Er sagte, wenn ich mich an das Verbot nicht halten würde, dann käme mir ein Strafmaß zuteil, wie es diese Akademie noch nie gesehen habe. Wie auch immer... Aber die Frage, was das Konzil denn bezüglich der Brosche tut, das würde ich auch gerne wissen."
Lhaya nimmt Mondkinds Hand in ihre. "Ich gehe ja nicht rückwärts - das habe ich bisher, wenn möglich, immer vermieden - ich bleibe ja nur im Sumpf stecken, aber auch da kann man voran kommen, auch wenn es mühseliger und umständlicher ist. Mein Blick bleibt nach vorn gerichtet."
Sie atmet noch einmal tief durch, bevor sie fortfährt: "Gut, aber erst dann und nicht als ein 'Warum? Was soll das?', sondern eher als ein 'Es bringt keinem etwas.' Das Genauere überlasse ich Dir."
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Re: Lhayas Zimmer
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Antworten #71 am:
05. März 2010, 17:54:56 »
"Was für eine Drohung... " Mondkind schüttelt den Kopf. "Das klingt danach, als würde er an Schlimmeres denken als an einen Rausschmiß - ich weiß gar nicht, ob die Akademie dazu befugt ist. Ich meine, es ist immerhin nicht verboten, in Condra Magie zu wirken, auch wenn man nicht Mitglied der ACHT ist. Obwohl es, glaube ich, einigen Leuten gut gefiele, wenn es anders wäre." Der letzte Satz klingt ein wenig bitter.
"Naja, Du willst Dich ja schließlich daran halten. Trotzdem... gerade von Sturmfels hätte ich mehr Verständnis erwartet... Wobei ich, ganz ehrlich gesagt, ... Naja, sagen wir einfach, wäre es Prytanus Dagonett gewesen, wäre es sicherlich auch nicht besser gelaufen."
"Gut, belassen wir es dabei. Du kannst demonstrieren, dass Du Dich an Deine Auflagen hälst, und ich werde bei Gelegenheit mal nachhören, was das Konzil unternimmt... Und spätestens bevor ich abreise, spreche ich mit Gaerion. Oder vielleicht mit dem zuständigen Prytanus Deines Hauses, wo auch immer Du dann landest..."
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Re: Lhayas Zimmer
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Antworten #72 am:
05. März 2010, 18:36:35 »
"Schlimmer als ein Rausschmiss? Da kann ich mir einiges vorstellen. Aber dem kann man ja ganz einfach entgegenwirken."
"Verständnis hin oder her, aber dass Kommunikation schon mal nicht funktionieren kann, das sollte er als Leiter des Hauses Luft ja wissen... Ich weiß nicht, ob ein solches Gespräch mit Prytanus Dagonett besser verlaufen wäre, aber auf jeden Fall... anders..." Lhaya schmunzelt ein wenig bei dem Gedanken daran.
"Einverstanden. Damit kann ich leben." Aus ihrem Schmunzeln ist ein Grinsen geworden.
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Mondkind
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Re: Lhayas Zimmer
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Antworten #73 am:
05. März 2010, 22:47:46 »
Mondkind steht auf, nimmt Lhaya in den Arm und drückt sie. "Ich bin wirklich super gespannt auf die Ergebnisse. Und drücke Dir alle Daumen, dass Du dahin kommst, wo Du es möchtest - oder wo Du Dich auf jeden Fall wohl fühlst." Dann wendet sie sich zur Tür. "Wenn wir in ein paar Tagen immer noch nichts gehört haben, rufe ich Horki noch einmal und frage ihn, ob und wann und wo er Mandrion die Nachricht überbracht hat. Bis päter dann."
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Re: Lhayas Zimmer
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Antworten #74 am:
05. März 2010, 23:16:45 »
"Bis dann." sagt Lhaya, während Mondkind sich umdreht und geht. Kurz bevor Mondkind die Tür erreicht hört sie noch ein leises "Danke."
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