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Autor Thema: Haupthalle  (Gelesen 2498 mal)
Meriwald
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Halbgott
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Beiträge: 2459



« am: 27. Oktober 2006, 01:04:48 »

Ferrumfex nimmt als guter Condrianer an der Messe teil, wobei er versucht in den hinteren Reihen der Bänke zu knien, damit er von dort, wo er vorher stand noch gesehen werden kann, falls der Novize schon bald zurückkehren sollte.

Er hofft inniglich das einer der Padre bald Zeit für ihn hat und betet leise murmelnd zum Einen:
"Hydracor, der du bist über uns; Furatar, die du stehst über uns allen, das Glück eines jeden in der Hand; bitte seid mir hold, erfüllt mein Flehen nach Erretung meiner armen Seele, die euch stets treu ergeben und nie gezweifelt hat an eurer Allmacht und Güte."

So geht es noch eine Weile weiter...
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Meriwald
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Halbgott
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Beiträge: 2459



« Antworten #1 am: 02. November 2006, 18:09:42 »

Nach der Messe stellt er sich geduldig wartend in die Halle, wo der Novize ihn verlassen hat.

Er scheint sehr besorgt zu sein, seine Mimik ist sehr abgedunkelt und traurig, wenn nicht sogar leicht panisch... Offensichtlich hat ihn die Messe nicht sehr beruhigt, wie sie es hätte tun sollen.





*mag denn wirklich niemand sein Seelenheil retten?? Bitte!*[/i]
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Tempeldiener
Gast
« Antworten #2 am: 03. November 2006, 16:36:05 »

Es dauert noch eine ganze weile bis sich wieder jemand um ihn kümmert.
Schließlich kommt eine junge Novizin zu ihm. Mit ruhiger Stimme spricht sie.

„Der erwürdige Vater Bran ist nun bereit Bittsteller zu empfangen. Wenn ihr mir bitte folgen würdet.

Die Novizin führt ihn in einen Seitenflügel des Tempels. Dort stehen neben einer großen schweren Tür schon einige Bürger Condras. Auf einer steinernen Bank sitzt eine weinende Frau mit einem kleinen Kind auf dem Schoß. Neben ihr steht ein Bauer in einem schweren Mantel gehüllt. Ein Händler geht nervös vor der Tür auf und ab. Ein junger Bursche steht mit einem unsicheren Blick leicht an die Wand gelehnt.

Die Novizin bedeutet Ferrumfex dort zu warten. Die Zeit vergeht und einer nach dem anderen betreten die Bitsteller den Raum mit der schweren Tür. Es kommen auch ab und an neue die ebenfalls vor der Tür warten.

Als die Tür sich öffnet und Ferrumfex an der Reihe ist wundert er sich ein wenig. Er hat gar nicht bemerkt wie der junge Bursche der vor ihm dran war wieder hinaus gekommen ist.

Ein sehr junger Novize bittet ihn hinein. Der Raum hinter der Tür ist nicht all zu groß, durch das bunte Glas der Scheiben fällt ein warmes Licht in den Raum. Die schweren Möbel und die Teppiche an den Wänden verleihen dem Büro eine gewisse Gemütlichkeit. Eine Räucherschale in der Ecke verbreitet einen angenehmen Geruch. Es gibt eine kleine Sitzecke und in einem mit Fellen gepolsterten Stuhl sitzt ein älterer Man. Seine Haare werden bereits grau an den Schläfen und sein Gesicht ist von Falten durchzogen. Doch ist es genau dieses Gesicht das den Man so sympathisch macht, das und seine ruhige angenehme Stimme.

Mit einem lächeln erhebt er sich. Seine strahlend weiße Robe ist mit silbernen Stickerreinen verzieht und sein blaues Runenband zeigt die Zeichen Hydracors und Marathas.

„Was können die Sieben für dich tun mein Junge“

Er deutet auf einen Stuhl und setzt sich ebenfalls.
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Meriwald
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Halbgott
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Beiträge: 2459



« Antworten #3 am: 03. November 2006, 19:47:21 »

Ferrumfex folgt der freundlichen Einladung des alten Priesters und setzt sich auf den Stuhl.

Nach einigen Ansätzen scheint er die richtigen Worte gefunden zu haben, um zu beginnen:

"Hochwürdiger Vater Bran, ich kam in diese heiligen Hallen um für mein Seelenheil zu bitten. Denn es sind Dinge geschehen, die mich ängstigen und die ich sehr beunruhigend finde.
Ich bete fleißig und gehe auch, wenn ich in einer Stadt bin zur Messe, doch ich habe das Gefühl, das all mein Flehen zum Einen und den sieben hohen Töchtern nichts mehr nutzen.
Mit anderen Worten: ich erbitte demütigst von euch, Hochwürden, eure Hilfe und euren Schutz, damit meine Seele errettet wird und ich nicht in die Klauen der Dämonen und Geister gerate. Darf ich hoffen, das mein Ersuchen erhört wird, ehrwürdiger Vater?"
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Vater Bran
Gast
« Antworten #4 am: 06. November 2006, 15:27:39 »

Der alte Man sieht Ferrumfex freundlich und mit offenem Gesicht an

„Die Ewigen wachen über uns alle. Was auch immer dir geschehen ist ich bin mir sicher wir werden eine Lösung finden.“

Er mustert sein Gegenüber einen Moment lang und lehnt sich dann ein wenig in seinem Stuhl zurück.

„Aber erzähle mit doch erst einmal was genau vorgefallen ist“
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Meriwald
Condra-Mitglied
Halbgott
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Beiträge: 2459



« Antworten #5 am: 07. November 2006, 20:25:07 »

Ferrumfex entspannt sich sichtlich bei den Worten des Priesters.

In ruhigerem, entspannterem Ton hebt er an zu erzählen:

"Also... es ist eine Weile her, als das erste Mal Dinge geschahen, die nicht hätten passieren sollen und von denen ich nicht wollte das sie passieren. Es begann damit, das ein Herr Ben... äh... Belters einen Stein berührte und von da an alles schief lief. Ich war auf dem Weg von Süden nach Tharemis um meinen Vater zu besuchen und dabei traf ich auf eine kleine Reisegruppe, die mich mitnahmen. Nun ja, das erste schlimme was geschah, war, das der Herr Ben..ters mich dazu gezwungen hat jemanden zu verletzen. Aber das merkwürdige ist, das ich mich daran gar nicht erinnern kann. Die anderen haben mir nur davon erzähltund ich habe ihnen kein Wort geglaubt. Aber der Schnitt am Arm von An..morius sprach Bände, und ich konnte mir beim besten Willen nicht erklären wie ich 20 Ellen weit von meinem letzten mir bekannten Standpunkt weg gekommen bin. Das letzte woran ich mich erinnern kann ist, das ich bei Herr Ben..ters saß.

Nun ja, es geschahen noch weitere Dinge dieser Art, an die ich mich nicht erinnern kann. Nur das ich kurz vorher mit Herrn Benters gesprochen oder ihn gesehen habe.

Was genau mit ihm passiert war, weiss ich nicht, da ich nicht in den arkanen Künsten bewandert bin, aber es muss grauenvoll gewesen sein. Wir haben eine Art Befreiung versucht, und sie hatte anscheinend auch funktioniert... Nun ja...

Ich habe zwei Tage danach, als ich im Goldkrug, draußen vor der Stadt verweilte, einen Magier gefragt, und er sagte mir, er hätte gesehen, das Spuren von Magie in meinem Kopf seien und ich verzaubert worden wäre und deshalb diese Dinge getan hätte. Es bestände jetzt jedoch keine Gefahr mehr.

Das ist jetzt wohl an die zwei Monate her und ich war wieder unterwegs, da ich schließlich Geselle auf der Walz bin.

Doch warum ich gekommen bin, ist das was mir gestern passiert ist.
Ich weilte gestern Abend wieder einmal im Goldkrug und erleichterte meine Notdurft im Wald, als eine Stimme, die mir sehr vertraut vorkam und der ich Vertrauen schenkte, sagte, das An..morias mein Geld gestohlen hätte.

Ihr müsst wissen, ich war einige Tage vorher im Norden des Landes und da im Wald... da sind Dinge geschehen...

*Ferrumfex wird sehr bleich und beginnt nervös hin und her zu wippen, ein eisiger Schauer läuft ihm über den Rücken*

ich zittere jetzt fast noch... da.. waren Leichen... eine schlimmer zugerichtet als die andere... und Fallen.. schrekclich... zum Glück konnte ich meine Reisegefährten vor einigen schützen... aber all dieses Blut... vergiftete, die mit einem Male auf ihre Freunde losgehen... als hätte der Eine selbst sie strafen wollen...
Furatar war mir hold, mich hat es nicht getroffen... Erst als ich einem Mann gegenüberstand, der halbnackt auf der Straße stand und offensichtlich auf uns wartete... mit zwei Schwertern in der Hand... uns verhöhnend... und dieser Bote der Kirche... oder der Akademie, ich weiss nicht mehr so genau... aber ich weiss noch, das mich auf einmal eine unbändige Wut packte und ich auf diesen Kerl losgegangen bin... Ich fand mich dann etwas später mit einigen Wunden am Boden... Wunden die Schwerter geschlagen hatten... und das waren nicht die dieses Mannes... der hat seine fortgeworfen... dann habe ich ohne Adieu zu sagen mein Sachen genommen und bin humpelnd und mühsam auf und davon, bloß wegvon diesen Leuten... ihr müsst wissen, der Bote... er hat uns ein Schreiben gegeben... darauf stand, das wir Geld dafür bekommen, wenn wir dem "Boten" wie er sich nannte, helfen den Wald von Dämonbrut zu reinigen.. Brut in menschlicher Gestalt... und all dieses Blut.... Die Taverne... da war ich... und da im Wald... ich glaube sogar... nein... oder vielleicht doch?
es könnte dieselbe Stimme gewesen sein...

*wieder schüttelt er sich, als er die Erinnerung abstreifen wolle, in seinen Augen steht Panik und Angst geschrieben*

sie sagte mir das Angar mein Geld habe... und ich.. ich.. habe ihn angepöbelt... er habe mein Geld gestohlen... dabei war er doch garn icht mit im Wald... und.. und.. ich habe mich mit ihm duelliert... ich kann von Glück sagen das ich noch lebe... ein heidnischer Priester hat mir geholfen und eien tiefe Wunde an meinem Hals geschlossen... der Eine und seine Töchter müssen ihm die Worte, die er sprach in den Mund gelegt haben und seine Hände geführt haben...

*ein kleines Lächeln fährt über seinen Mund, das aber sofort wieder verblasst, und er fährt fahrig mit einer Hand über den Halsmuskel an seiner rechten Schulter*

ich ... ich habe einfach dieser Stimme vertraut... ich habe sogar gelogen für diese Stimme... ich... ich habe Angst... ich will nicht meine Seele verlieren... der Eine... kann er mir helfen? Könnt ihr mir helfen? Bitte....

*Ferrumfex fällt vor dem Vater auf die Knie und sieht in mit einer Miene an, in der eine mischung aus Panik, Furcht, Flehen und Hoffnung gemalt ist*

Ich bitte euch, Vater, helft mir meine Seele zu erretten, helft mir, das ich mein Leben als Schmied wieder führen kann... Mit Freuden werde ich jeden Dienst der Kirche erweisen, mit noch größerer Freude wenn ihr mir eine Aufgabe meiner Kunst abverlangt... Doch helft mir..."
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Vater Bran
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« Antworten #6 am: 30. Januar 2007, 17:51:19 »

*Der Priester lauscht mit unveränderter Mine.

Als Ferrumfex vor ihm auf die Knie fällt hebt er Wortlos die Hand und legt sie dem Jüngling auf den Kopf.

Lange, sehr lange sitzt der Priester vor ihm und schweigt. Seine Augen scheinen durch Ferrumfex hindurch zu blicken. Dennoch lasten sie bedrücken auf ihm.

Nach einer Weile kann Ferrumfex es nicht mehr Aushalten den Priester an zu sehn und Blickt zu Boden.

Lange, unentlich lange verharren die beiden regungslos. Die Stille ist unerträglich.

In der verne vermeint Ferrumfex ein Rauschen zu hören. Das rauschen von Wasser und das schlagen von Wellen. Frieden und Geborgenheit umfängt ihn.

Plötzlich durchfährt ihn ein stechender Schmerz. Ferrumfex verkrampft sich und öfnet schlagartig die Augen. Wie als wenn man aus einem schönen Traum gerissen wird fühlt er sich elend und verlassen. Desorientiert blickt er sich um. Er ist noch immer auf den Knien in dem Raum. Doch als er den freundlichen Priester anblickt überkommt ihn ein moment lang die Verzweiflung. Waren diese tiefen Sorgenfalten vorher schon da gewesen? War nicht mehr wäre in den Augen gewesen?    

Erst dan realisiert Ferrumfex das sie nicht mehr alleine waren. Hinter ihm stehn zwei Gestalten mit grauen Roben.
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Meriwald
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Halbgott
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« Antworten #7 am: 30. Januar 2007, 18:08:12 »

"Vater..." stöhnt Ferrumfex auf. "Was geschieht mit mir? Ich... Ich habe das Meer gehört... Der Wind fuhr durch mein Haar... Doch dieser Schmerz... Ist das  die Strafe des Einen? Vater..."

Langsam breitet sich Panik in ihm aus, während er die grau Gekleideten hinter sich weiß und ganz verunsichert ist, was geschehen ist. Hektisch blickt er sich um, während der Schock langsam der Angst weicht.
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Vater Bran
Gast
« Antworten #8 am: 01. Februar 2007, 16:40:50 »

*Der Priester erhebt sich und schaut auf Ferrumfex herab. Mit fester Stimme spricht er*

"Ich kann dir nicht Helfen. Nur der Ewige selbst kann das nun tun. "

*Die Beiden Gestalten hinter ihm ziehn Ferrumfex auf die Beine und halten ihn. Der Prister nickt ihnen zu und wendet sich ein letztes mal an Ferrumfex. Seine Augen schienen wieder weicher zu sein und Mitleid ist darin zu erkennen*

"Bete. Bete mit deinem Namen auf das der Ewige dich finden und deine Seele befreien kann"

*Eine der beiden grauen Wächter hält Ferrumfex bestimmt an der Schulter wärend der andere einen der Wandttepiche beiseite schiebt und hindurchgeht. Ferrumfex wird mit ruhiger aber bestimmter Hand hindurchgeführt*
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Meriwald
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« Antworten #9 am: 01. Februar 2007, 20:56:26 »

Ferrumfex kann jetzt kaum noch einen klaren Gedanken fassen. Die Panik hat ihn erfasst, und als die beiden ihn durch den Wandbehang führen, blickt er wie ein gehetztes Tier um sich. Zwar wird er nicht vergessen, das die Wärme für einen kurzen Augenblick in die Augen des Priesters zurückgekehrt sind, aber das verhindert nicht die Angst vor dem was der Preister in seinen Worten hat erahnen lassen.

Ein Schrei entflüchtet seinem Mund, als er in das Dunkel hinter dem Wandbehang eintaucht.
Kopfschmerzen breiten sich aus...
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