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Autor Thema: In der Kappelle  (Gelesen 15909 mal)
Poikilotherm
Gast
« Antworten #30 am: 18. Dezember 2011, 22:24:48 »

"Der Weg dieser Menschen hat sich mit deinem überschnitten. Du bist an eine Kreuzung gelangt, an der diese Menschen gestanden haben. Aber sie haben nicht auf dich gewartet - du bist nur über sie gestolpert in deinem Lauf, kopf- und orientierungslos wie du warst."

"Als die Falken dich aufgenommen haben, bist du ein Küken geworden. Sie haben dich aufgenommen in ihre Reihen, aber auf Probe. Sie kannten dich nicht, du kanntest sie nicht. Valentin hat deine Motivation anerkannt. Ich erkenne sie auch an, denn auch ich will etwas zurück geben."

"Du hast ein Kopftuch bekommen, als du einen Pfeil an eine Stelle versenkt hast, die kein Pfeil je sehen sollte. Das war ein Fehler und ich glaube, dass hat Valentin eingesehen. All die Menschen, die dich versucht haben auf deinem Weg zu geleiten, sind von dir enttäuscht worden. Ira war enttäuscht, als du sie nicht gefragt hast, ob sie deine Taufpatin wird. Valentin war zutiefst enttäuscht, als du auch bei deiner zweiten Chance nicht eingelenkt hast. Und so weiter. Ein Trost bleibt dir: der Ewige ist nicht enttäuscht von dir. Denn sonst hättest du DIESE Nacht nicht überlebt. Nicht bei dem, was SIE getan hat. Velkan, ich habe mich beim Hetmann, bei Valentin und den anderen für dich eingesetzt. Und du hast mich nicht enttäuscht, als du gegangen bist und dir deine Ohren zu gehalten hast. Denn du hast etwas getan, das wir alle dir hoch anrechnen: du hast dich für deine Kameraden geopfert, damit sie leben können."

"All dein Handeln, all dein Streben ist ausgerichtet auf ein Ziel: etwas zurück zu geben. Den Menschen Condras etwas zurück zu geben. Doch dieses Ziel hält einen Soldaten nicht aufrecht. Viel hast du schon gegeben, für viele Menschen gekämpft. Vor allem versuchst du, deiner Familie etwas zurück zu geben. Doch was du nicht verstehst, ist, dass sie nichts von dir verlangen, ausser einem: richtiges Handeln. Und in diesem Punkt bist du mehr als einmal vom Weg abgekommen."

"ich sage dir dies von Mensch zu Mensch, nicht von Priester zu Küken: du MUSST deinen Platz finden. Der Ewige sagt uns, dass wir tun und lassen können, was uns gefällt. Aber du wirst auch mit den Konsequenzen leben müssen, die dein Handeln nach sich zieht. Und diese Konsequenzen sind für dich nicht nur einfach, dass du nur noch Küken bist. Wenn du deinen Platz nicht findest, wenn dein Weg ständig den aller anderen überschwemmt, dann wirst du keine Familie mehr haben. Denn diese Familie baut darauf, dass dein Handeln das richtige ist. Das dein Handeln das NOTWENDIGE ist, in dem Augenblick  wo es gefragt ist."

"Wenn du diese Familie verlierst, werden dich die Dämonen einholen. Du läufst und läufst und läufst, doch du siehst nicht, wie all die Menschen, Monstren und Dämonen, die du getötet hast, neben dir laufen. Und jetzt hat ein Mensch, ein Dämon, ein verfluchter Gott es geschafft. Du siehst die Dämonen in deinen Träumen. Du siehst sie manchmal, wenn du deine Augen offen hälst. Und es werden dich vor diesen Dämonen nur zwei Dinge retten: Glaube an den Ewigen und vor allem: deine Familie. Ohne sie bist du NICHTS, denn niemand ist da, der deinen Rücken stärkt. Der über deinen Schlaf wacht, wenn du müde bist. Der dich auffängt, wenn du fällst."

"Diese Familie, in deren Band du dich eingeflochten hast, sie hat dich schon mehr als einmal aufgefangen. Doch kein Netz eines Fischers vermag ewig zu halten. Ab und an muss das Netz ausgebessert werden. Und manchmal muss auch ein neues Netz her. Lass es nicht dazu kommen. Velkan, es reicht mir nicht, dass du Falke sein willst, weil du den Menschen etwas zurück geben willst. Dieses Ziel gibt dir keinen inneren Halt, es flickt das Netz nicht."
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Velkan Bjarndyrid
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« Antworten #31 am: 19. Dezember 2011, 09:10:37 »

Nachdem der Ehrwürdige Vater geendet hat blickt Velkan auf und starrt ihm in die Augen. Das Starren des Pristers ist so stark das Velkan denkt es wird durch ihn hindurch sehen.
Jedes von Valerians Worten, schmerzt an ihm, wie einer der Dolche mit denen sie ihm die Schrift in die Brust geschnitten hatten. Die Wunde schmerzt nur bei dem Gedanken daran.
Doch diesesmal schiessen keine Bilder in ihm hoch sondern er wird von Gefühlen heimgesucht. Gefühle wie hilflosigkeit, hass, wut und Verzeiflung.
Velkan stand dort wie in einer Starre. Dieses Gefühl hasst er am meisten "Hilflosigkeit".

"Ich will meinen Platz" sprach Velkan mit festen worten. Sein blick wurde fest und gezielt.
Dann sprach Velkan wieder lange nicht. Sein Blick ist aber unverändert starr und bissig.

Plötzlich spricht Velkan wieder" Wie hätte ich mich entscheiden sollen? Einen Zivilisten oder einen Kameraden. Der Zivilist ein Guter Freund oder der Kamerad, der ebenfalls guter Freund ist."

Velkans Blick verschwomm nun kamen die bilder der entscheidung in seinen Kopf. Fenya schwerverletzt am Boden. Saphira schwer angegriffen am Boden. Wen nimmt er mit. Wer ist er das er Richten soll. Wieso soll er das entscheiden. Wenn er ohne Fenya heim gekommen wäre hätte Darian ihn persönlich aufgeknüpft. Hätte er Saphira sterben lassen. dann wäre er genau dort wo er jetzt war.
Velkan steht nur da und ist in Gedanken versunken.
Kein muskel regt sich nur die Augen verraten Valerian was er durch gemacht hat. Der Prister hatte die bilder gesehen.
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Poikilotherm
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« Antworten #32 am: 19. Dezember 2011, 11:11:39 »

"Und noch immer läufst du. Velkan, dein Leben ist kein Wettlauf. Es gibt niemanden, der schneller sein will als du, der dich ausstechen will. Du hast eine Entscheidung getroffen. Du hast für dich selbst die richtige Entscheidung getroffen und zwischen deinen beiden Freunden entschieden. Man hat dich aus deiner Gefangengeschaft befreit und du hast dich entschieden zu gehen. An so vielen Kreuzungen hast du gestanden, so viele Entscheidungen getroffen."

"Lebe mit diesen Entscheidungen. Du warst frei zu wählen. Den wichtigsten Schritt hast du damals getan: du hast gewählt. Du bist nicht an der Kreuzung stehen geblieben. Du hast einen Schritt gemacht, als du zu den Falken gegangen bist. Du hast einen Schritt gemacht, als du dich hast Taufen lassen. Aber du hast auch einen Schritt gemacht jedes Mal, wenn du deine Familie enttäuscht hast. Denn es gibt Schritte, die sind gut und richtig und sinnvoll. Und es gibt welche, die sind falsch."

"Wer sagt einem, was falsch, was richtig ist? Der Ewige sagt uns nur, das wir frei sind, das selbst zu entscheiden. Mit keinem Wort wird er dir sagen, welchen Schritt du gehen sollst. Selbst wenn du deine Schritte von ihm fort lenken solltest, wird er es hinnehmen, wenn auch voller Trauer darüber, das du dich abgewendet hast."

"Du willst einen Platz. Dann musst du Schritte gehen, die anderen Menschen nicht den Weg versperren. Schritte, die anderen den Weg leichter machen. Als du dich für Saphira und Fenya geopfert hast und weg gegangen bist, obwohl ich dich gerufen habe, hast du so einen Schritt gemacht. Das war ein Schritt, der den Weg der anderen leichter gemacht hat. Als du den vermeintlichen Verletzten bergen wolltest, hast du einen Schritt gemacht, der anderen den Weg schwer gemacht hat. Denn viele Menschen mussten darauf hin sehr viele Schritte tun, damit dein Weg nicht von der Flut fortgetragen wird."

"Und dann bist du davor weg gelaufen, einen Schritt zu tun, den aber jeder von dir erwartet hat: einzugestehen, dass du einen Fehler begangen hast. Jeder kann einen falschen Schritt tun. Und damit man darüber nicht fällt, gibt es Menschen, die auf die Schritte des anderen achten. Das hat Valentin getan, aber du hast deinen Fuß nicht, als du die Wahl hattest, wieder auf festen Grund gesetzt. Du hast ihn in die Hand genommen und bist möglichst weit weg gelaufen."

"Velkan, ich weiss, das in deinem Innersten ein Kampf tobt. Du weisst weder ein noch aus, weisst nicht was richtig, was falsch ist. Hilflos stehst du da, verstehst die Welt nicht mehr. Beinahe wärst du gar kein Falke mehr, beinahe hättest du deine Familie verloren. Erinner dich daran, was passiert ist, als dein Hitzkopf sich darauf versteift hatte, sich mit dem Elfen zu schlagen. Ich habe versucht auf dich einzuwirken, habe den Beistand Furathas erbeten und sie hat ihn gewährt. Doch Ira war dagegen, sie wollte das du stark genug bist, dich zu beherrschen. Doch du warst nicht stark genug. Das hat dir Strafdienst eingebracht. Und jetzt bist du nur noch Küken, nachdem du beim letzten Strafdienst nur temporär eines warst."

"Velkan, dein Ziel ist es momentan, wieder Falke zu werden. Ein hohes Ziel, wenn man bedenkt, wie schwer es dir gefallen ist, einer zu sein. Aber das ist kein gutes Ziel für dich. Du bist mit Herz und Leib Soldat. Dabei ist es egal, ob du Küken, Falke, Biber, Möwe oder sonst ein Tier bist. Du brauchst ein anderes Ziel. Wenn du auch mit der Seele ein Soldat sein willst, wenn du einen Platz in dieser Familie, in diesem Trupp haben willst, dann musst du nicht nur Falke werden. Das ist zu leicht. Das hat beim letzten Mal nur einen Pfeil gebraucht. Nein, du musst VERINNERLICHEN, was ein Falke ist, warum er es ist und wie er es ist. Nur aus diesem Grund hat Valentin dich als Küken zugeteilt bekommen, denn er soll dir diese Dinge, diese Wege zeigen."

"Der Vogt hätte niemanden auswählen können, zu dem du mehr Gegensatz bist. Valentin wird dir das nicht alles zeigen können, dafür ist er nicht der richtige. Du selbst musst stark sein, selbst den Weg ebnen, fest im Vertrauen auf den Ewigen und deine Familie. Niemand wird dir das in den Schoss legen. Es gibt einen Falken, der jetzt schon dein Vorbild ist und es noch viel mehr werden muss. Es muss dein Ziel sein, so zu werden wie Darian."

"Das ist ein harter Weg. Er ist beschwerlich und Valentin als dein eigentlicher Ausbilder wird es dir nicht leicht machen. Doch nur dann, wenn du verstanden hast, was Darian ist, wie er ist und warum er es ist, dann wirst auch du ein guter Falke sein. Dann wird Valentin eines Tages zu dir sagen, das er stolz ist, dass du in seinem Trupp bist und Hanok wird dir dein Kopftuch wieder in die Hand drücken, nachdem er es für dich bewahrt hat."

"Velkan, du hast in deinem Leben viele Ziele gehabt. Und niemals warst du hilfloser als jetzt, wo du keinen Weg mehr siehst oder nur noch einen Weg, den du für unbequem und schlecht hälst. Nimm dir als Ziel den Weg eines anderen Falken auch als deinen Weg anzuerkennen und ihm genauso zu folgen. Mir fällt niemand besseres ein, als der Weg von Darian, der alles ist, was ein Falke sein soll und noch mehr. Versteh mich nicht falsch, du sollst ihn nicht nachmachen. Nicht seine Bewegungen und Haltungen übernehmen. Du sollst seinen WEG schauen und deinen PARALLEL dazu verlaufen lassen."
« Letzte Änderung: 19. Dezember 2011, 16:04:03 von Poikilotherm » Gespeichert
Velkan Bjarndyrid
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« Antworten #33 am: 19. Dezember 2011, 20:55:30 »

Velkan reisst die Augen auf. Valerian sieht das Velkan wieder sprechen will. Aber er wagt es nicht. Er hörte den Ausführungen des Pristers weiter zu. Es sind ware Worte die Valerian spricht.
Nach seiner Ansprache überlegt Velkan was er sagen sollte. Viele Dinge gehen ihm durch den Kopf. Doch er weiss nicht was er sagen soll.
"Darina?"fragt er leicht spötisch.
Wartet dabei gebannt auf die Reaktion des Ehrwürdigen.
"Mhhhhh Vielleicht habt ihr Recht. Nur eine Sache beschäftigt mich. Was wäre gewesen hätte der Hetmann zu gezogen? Was wäre dann gewesen? Was hätte Valentin getan? Hätte er was getan?
Nach jeder frage wird Velkan etwas wütender und lauter versucht es aber zu unterdrücken.
Nun steht er da und weiss nicht was er noch sagen soll. Er weiss nicht.
Immer noch wütend fragt er aber sich leicht beruhigend"was habt ihr gesehen als ihr in mich geblickt habt?"
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Poikilotherm
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« Antworten #34 am: 19. Dezember 2011, 22:05:26 »

Die Sterne am Firnament scheinen mit einem Mal heller zu leuchten. Die Kapelle wird erfüllt von einem bläulichen Leuchten, und in den Augen von Valerian ist nichts mehr von dem milden, freundlichen Blick zu sehen, der sonst immer dort ist. Er ist einem Funkeln von tausend Sternen gewichen und seine Augen scheinen nicht mehr auf Velkan zu blicken, sondern auf etwas, das viel viel tiefer liegt.

Scheppernd fällt der Kelch zu Boden, das Wasser in ihm verteilt sich auf den steinernen Boden. Wie kleine Bäche kriecht es näher zu Velkan, benetzt seine Schuhe.

"Velkan Bjarndyrid, du bist nichts weiter als ein kleiner dummer Junge, der aus Trotz und Unsicherheit immer wieder nach den Falten des Rockes seiner Mama greift. NIEMAND, ÜBERHAUPT NIEMAND hätte etwas davon gehabt, dich zu töten."

Dann greift er mit beiden Händen rechts und links den Kopf von Velkan.

"Dein Weg ist nicht, fortzulaufen. Dein Weg ist nicht, wütend zu sein. Dir fehlt etwas, "Wahrer Name", dir fehlt Vertrauen. Dir fehlt Vertrauen in deinen Wolf, Vertrauen in deinen Vogt, Vertrauen in deine Kameraden, Vertrauen in mich, Vertrauen in den Ewigen."

Langsam, aber sicher, verstärkt sich der Druck auf den Kopf von Velkan. Der Druck ist nach unten gerichtet, sodass Velkan nichts anderes übrig bleibt, ihm zu entgehen, indem er auf die Knie sinkt. Eine schier unendliche Kraft schien auf seinem Kopf und seinen Schultern zu liegen und zwängte ihn hinab.

"So hast du gekniet, als der Hetmann hinter dir stand und die Sehne in der Hand hielt. Doch dieses mal kannst du nicht fliehen. Du musst dich dem stellen. Der Hetmann hätte dich nicht umgebracht. Und wenn er es versucht hätte, hätte Valentin persönlich ihn vernichtet."

Ein schmerzlicher Stich geht durch den Körper von Velkan, als etwas sein Innerstes berührt.

"DU, 'wahrer Name', DU BIST KEIN SOLDAT. Ich habe in dir viel gesehen. All die Dämonen, die dir auflauern. Aber der größte Dämon bist du selbst! Du stehst dir selbst im Weg, wenn du immer alles in Zweifel ziehst, wenn du immer glaubst, dass nur du derjenige bist, der alles richtig macht. Deine Seele sucht förmlich danach, es dir immer wieder einzureden, das du niemandem Vertrauen kannst. Daimon hatte leichtes Spiel mit dir. Er hat zwar deine Seele nicht unmittelbar bekommen, aber er hat sie verletzt. Denn nun glaubst du noch mehr, das du niemandem vertrauen kannst."

Wie eine Woge rollt etwas durch ihn, und obwohl ausser dem Wasser auf dem Fußboden kein Wasser in der Nähe ist, fühlt er sich als hätte er in einem See gebadet.

"Du, Kind des Ewigen, du hast nichts gelernt. Als du in den See gestiegen bist, dachte ich, du hättest Vertrauen gewonnen. Doch immer noch ist dein Herz, deine Seele zerfressen!"

Dann greift Valerian um und packt Velkan an seinem Gambi. Er zieht den Servion, der hell leuchtet und schlitzt den Gambi von oben bis unten auf. Die Rest reisst er Velkan vom Leib, während dieser sich fast nicht bewegen kann, es ist als würde ihn eine unsichtbare Kraft festhalten. Die Wunden und Narben kommen hervor, für die sich Velkan so sehr schämt. Immer noch kann man lesen, was man dort geschrieben hat.

Als Valerian den Dolch wieder eingesteckt hat, scheint er Velkan ein Stück größer zu sein, als sonst schon. Valerian breitet die Arme aus und ruft "Der starke Atem des Ewigen fege dich hinfort!", woraufhin Velkan von einem gewaltigen Luftstoß rückwärts in das Becken befördert wird.

Valerian folgt ihm, kniet vor dem Becken ab und packt Velkan am Kinn, während er ihm in die Augen sieht: "Vertrauen ist etwas, das man lernt. Doch manchmal, da braucht es einen Impuls, um zu lernen. Darum will ich dir helfen. Noch bist du nicht verloren! Du brauchst Zeit, das habe ich schon Valentin gesagt. Aber du brauchst auch etwas, an das du dich klammern kannst, du brauchst etwas, um den Weg zu finden, an dem du dich orientieren kannst!"

Dann drückt er Velkan, der mit dem Rücken im Becken liegt, unter Wasser. Velkan hat fast das Gefühl zu ertrinken und versucht sich zu wehren, aber mit einem Mal merkt er, wie er gar nicht mehr in Wasser liegt. Es ist vom Gefühl her eher wie Watte. Und dann hört er Valerians Stimme in seinem Kopf.

"<Wahrer Name>, ich nehme dir die Furcht. Ich nehme dir die Furcht, die du empfindest vor dem, was geschehen ist. Ich nehme dir die Furcht davor, das dich das von den anderen entzweien könnte. Denn der Ewige ist gnädig. Diejenigen, die einen Weg suchen, sie werden ihn eines Tages finden. Denn ohne Freunde wäre eine jede Seele verloren im Dunkeln. Seine Tochter Mediatha, sie ist gnädig. Sie lächelt auf dich herab. Sie nimmt dir den Schmerz. Seine Tochter Furatha, sie ist gnädig. Sie nimmt dir die verfluchten Träume. Seine Tochter Grunatha, sie ist gnädig. Sie nimmt dir den Angst vor der Freiheit, sie schenkt dir den freien Willen. Seine Tochter Maratha, sie ist gnädig. Sie nimmt gibt dir Vertrauen und die Fäden des Bandes, das du fast verloren hättest. Seine Tochter Aguatha, sie ist gnädig, denn sie nimmt dir deinen Seelenschmerz, deine Trauer. Seine Tochter Creatha, sie ist gnädig. Sie verleiht deinen Händen, deinem Herzen, deiner Seele, deinem Geist Stärke. Seine Tochter Anatha, sie ist gnädig. Sie nimmt dir den Nebel, der deinen Geist umhüllt und sie schenkt dir die Einsicht in das, was notwendig ist, in das, was ein Falke ist."

"Und so wie Mesit dereinst kämpfte und seine Brüder ihn schützten, so will auch ich auf den Ewigen vertrauen und dir etwas nehmen, damit du die Gnade des Ewigen erfährst. <Wahrer Name>, ich nehme deine Wunden, ich nehme sie gern und trage sie für dich. Geh hin und wandle über diese Welt und knüpfe das Band. Koste die Freiheit, die Grunatha uns gab und SEI EIN FALKE, WIE EIN FALKE SEIN SOLL!"

Mit einem Ruck taucht Velkan aus dem Becken auf, er steht, ringt nach Atem, tropfnass. Vor ihm steht Valerian, dünne rote Muster zeichnen sich auf seinem Leinengewand ab. Die Sterne funkeln nicht mehr ganz so hell und in Valerians Augen ist wieder der milde Ausdruck.

"Ich hoffe, du verstehst, was es bedeutet. Ich hoffe du verstehst, was ein Falke ist. Ich hoffe, du findest den Weg. Lass Darian dein Vorbild sein. Lass Valentin dein Ausbilder sein und Vorbild in manchen Sachen sein. Schau rechts und links deines Weges, ihrer Wege und wähle gut. Lass Vertrauen in dein Herz und knüpfe das Band erneut, flicke das Netz. Wenn du versagst, wirst du sterben. Vielleicht nicht dein Körper, aber deine Seele wird sterben. Das ist deine letzte Chance. Nutze sie!"
« Letzte Änderung: 19. Dezember 2011, 22:15:09 von Poikilotherm » Gespeichert
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« Antworten #35 am: 21. Dezember 2011, 22:47:22 »

Langsam und quietschend öffnet sich die Türe der Kapelle. Ein Küken, das Velkan noch wage vom Küchendienst in Erinnerung ist, dessen Name ihm aber einfach nicht einfallen will, schiebt sichtlich verängstigt den Kopf, und nur den Kopf, durch die entstehende Öffnung.

"V-V-Vater!? D-Darf ich kurz st-st-stören? I-I-..." das Küken räuspert sich und setzt nochmal an.

"Ich habe eine Nachricht für Velkan."
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"Mätti, das war eine verletzend klare Ansage!" Björn als NSC auf dem "Spuren im Schnee"
Poikilotherm
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« Antworten #36 am: 21. Dezember 2011, 23:18:49 »

Die leise Stimme dröhnt wie Glockenschläge in der Kapelle, wo Velkan zusammengebrochen liegt und sich die Stille der Nacht herab gesenkt hat.

Valerians Kopf ruckt nach oben und er dreht sich ruckartig um. Seine Augen haben sich zu Schlitzen verengt, offensichtlich ist es ihm nicht besonders recht, dass das Küken Velkan so sieht. Schatten fallen auf Valerian, sodass das Küken die roten Spuren auf der blauen Robe nicht sehen kann...

Etwas gepresst, aber möglichst ruhig spricht er leise, während er auf das Küken zugeht: "Nicht jetzt. Nicht hier. Was ist denn? Solange nicht die Festung brennt oder ein Orkheer vor der Tür steht, gibt es nicht wichtigeres!" Dabei tritt er möglichst nahe an die Türe und den Naseweiß heran, damit das Küken flüstern kann.
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« Antworten #37 am: 22. Dezember 2011, 09:02:35 »

 icon_eek "Öööhh!" Das Küken wird bleich, als Valerian auf es zu kommt.

"Ich ... ich ... ... Der Wolf ... ööhm B-B-Bitte schickt Velkan in ... in den Schlafsaal zu Hanok, sobald es ... ähh ... euch möglich ist, bitte!" Sichtlich erleichert, dass es seinen Auftrag erfüllt hat, zieht das Küken schnellstmöglich seinen Kopf aus der Tür, schließt diese dabei und flieht der Szenerie.
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"Mätti, das war eine verletzend klare Ansage!" Björn als NSC auf dem "Spuren im Schnee"
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« Antworten #38 am: 22. Dezember 2011, 10:19:18 »

Murrisch und etwas verwirrt versucht die Person am Boden sich auf zu raffen. Velkan stöhnd ein paar worte wie"Mein Kopf...... was war das..... überall Wasser.........Ehrwürdiger ....Vater?"
Velkan versucht sich mit aller Kraft sich an dem Becken, in dem er eben noch gelegen hat,hochzu ziehen.
Nachdem er es halb geschafft hat,dreht er sich halb an das Becken.
Velkans Gesicht schien erleichtert und dankbar.
Er blickt an sich hinunter "Vater ....Danke. ICh werde euch nicht entäuschen"
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Poikilotherm
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« Antworten #39 am: 22. Dezember 2011, 12:54:47 »

"Mögen die Schwestern deine Schritte sicher geleiten, Velkan. Da war ein Küken, das sagte das Hanok dich sprechen will. Geh zu deinen Freunden, sprich mit Ihnen. Und du solltest dir etwas trockenes anziehen..." bemerkt Valerian, als Velkan langsam aber sicher kleine Rinnsale von Wasser auf dem Boden der Kapelle tropfen lässt.

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« Antworten #40 am: 22. Dezember 2011, 17:18:19 »

"Aye"murrmelte Velkan der sich immer noch nicht sicher ist was hier hier gerade geschehen ist. Leicht unsicher wankte er an Valerian vorbei. Er griff nach dem Gambi legte ihn über seine Schulter und ging unsicher zur Türe.
Als er die tür schon halb durchschritten hatte blickte er sich um Starrte Valerian an um zu sehen ob er noch was sagen wollte.
Ging dann weiter in die dunkelheit.
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