Thomas Michalski
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« Antworten #1 am: 18. Juni 2013, 22:32:58 » |
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Es dauert eine Weile, bis er Antwort erhält. Ein bisschen zugig ist es ja schon, dort, in dem Turm von Haus Luft und manchem, der hier warten musste, mögen Zweifel gekommen sein, ob das, was er dort sucht, wichtig genug ist. Doch liegt nichts Feindseliges, nichts Auszehrendes in dem Gang, vielmehr ein eigenwilliges Gefühl von Freiheit. Verloren in den Gedanken, nein, vielmehr verloren in der Stimmung dieses Ganges schneidet plötzlich die Stimme des Prytanus von drinnen hindurch. "Herein", ruft es von drinnen. Als die Türe sich öffnet, tritt der Leiter des Hauses Luft gerade von einem Balkon, der offenbar an das Büro anschließt, herein. Der Wind tost auch hier durch den Raum, offene, glaslose Fenster lassen seine Böen ungefiltert durch das Zimmer fegen. Eine Bewegung im Augenwinkel, ein Funkeln und Schimmern hinter dem Prytanus, lenkt den Gast kurz ab, aber dann verlangt der Mann in der grauen Robe seine Aufmerksamkeit, als er auf einen Stuhl vor dem Schreibtisch deutet, selber dahinter Platz nimmt, gleich zwei Tassen zutage fördert und beginnt, in einem kleinen Kessel zu rühren, der seitlich auf der vollständig unter Dokumenten vergrabenen Fläche platziert ist.
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