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Autor Thema: Tief in den Orklanden - nahe der Ruine der Feste Nachtwall  (Gelesen 1397 mal)
Rhoderan
Fahrbimbo
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Titan
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Beiträge: 3502



« am: 19. November 2003, 02:18:29 »

Die Luft war merklich abgekühlt. Der Wind, der über die Steppe wehte, trug den Geruch der Herden mit sich. Die Hunde kläfften die Tiere an, wenn sie sich zu weit entfernten. Wenig entfernt brannten die Feuer und standen die ledernen Zelte.

 Schon lange nicht mehr waren so viele Sippen des Stammes zusammengekommen. Das große Lager bedeckte den halben Hang des flachen Tafelberges, tief im Süden der Steppe.

An den Feuern saßen viele Stammeskrieger. Ihre Gesichter waren mit grellen Farben bemalt, ihre Augen blitzten wild im Flammenschein. Ihre struppigen Pelze rochen nach schwerem Moschus. Die Orks waren gespannt, was die Nacht ihnen bringen würde.

Als der Mond aufging, zogen sie, angeführt von ihren Häuptlingen, unter wilden Gesängen den Berg hinauf. Dort oben, wo die Schamanen seit einer Woche tanzten und sangen, brannten sieben große Feuer in einem Kreis von vielleicht einer Achtelmeile Durchmesser.

Der verbrannte Geruch der Opfertiere und ihre Schreie erfüllten die Luft.

An den steinernen Altären wurden die Opfer gebracht und die Namen der Fürsten gesungen. Die Krieger sammelten sich um ihre Schamanen und stimmen in die wilden Weisen der Sänger ein.
Als die Opfer am blutigsten und die Gesänge am lautesten wurden, schob sich ein gewaltiger Schatten vor den Mond. Sein silbernes Auge schloss sich, als wollte er nicht mit ansehen, was nun geschehen sollte.

Inmitten dieses wilden und barbarischen Festes stand eine einzelne Gestalt in einer weiten roten Robe. Sein Gesicht war tief im Gewand verborgen. So mächtig er auch war, er fürchtete dennoch, sein Antlitz zu zeigen, hier inmitten des größten Ork-Things seit Generationen. Er musste seine Kräfte schonen, er würde sie heute noch brauchen. Einer der Schamanen kam zu ihm. Sein blutgetränkter Blick verriet seine Wildheit, aber auch seine Furcht vor dem Mensch, zu dem er nun kam. „Die Opfer sind vorbereitet und Marlaks Auge schließt sich. Kommt nun, Meister. Es ist Zeit, den Häuptlingen Eure Macht zu zeigen.“

Der Mann nahm den Knochendolch aus den Händen des Orkschamanen und schritt langsam in die Mitte des Kreises. Heute Nacht würde er diesen primitiven Orks seine Macht beweisen, heute Nacht würde er die Stämme einen...
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Ich bin zu alt um jung zu sterben.
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