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Autor Thema: In den Werkhallen der Akademie  (Gelesen 3380 mal)
Thomas Michalski
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« am: 26. Juli 2009, 12:12:40 »

Und so begab es sich, dass Sanja, die Zofe des Prytanus Sturmfels, bei den technischen Zeichern in den Werkhallen der Cantus Harmoniae vorstellig wurde. Mit sich führte sie ein Pergament, von drei Siegeln geschlossen – denen der Häuser Cryo und Aura, sowie einem dritten, das einen berstenden Stein zeigte. Sie überreichte das Dokument dem erfahrensten Zeichner vor Ort, mit der schriftlichen Anweisung, es erst zu öffnen, wenn er alleine sei. So wartete der Zeichner, bis die stumme Zofe gegangen war und brach sogleich die Siegel, um im Anschluss aufmerksam die an ihn gerichteten Zeilen zu lesen.
Zwischendurch nickte er gelegentlich, schien beeindruckt zu sein von den Worten der Prytani. Er beendete die Betrachtung und hielt den Brief sogleich in eine der Kerzen, die ihm gerade noch das Licht zur Lektüre gespendet hatten.
Danach setzte er sich an seinen Zeichentisch und begann sein Werk.
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"Thomas hat man gefragt, bevor es Wikipedia gab.
Seitdem muss er mit uns verkehren..."
- Mätti, Silverster 2010
Thomas Michalski
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« Antworten #1 am: 28. Juli 2009, 14:11:37 »

Zwei Tage darauf wurde der Prytanus Sturmfels selbst in den Werkhallen vorstellig. Er trat dem Erfahrensten der Schreiner der Akademie gegenüber und überbrachte sehr konkrete Anweisungen. Holz, das der Prytanus offenbar beordert hatte, würde in den kommenden Tagen in der Akademie eintreffen und Gaerion hatte sehr spezifische Anweisungen, wie damit zu verfahren sei.
Sein Gesprächspartner erkannte Gaerions Sachverstand als gelernter Schreiner gleichermaßen wie das, was von ihm verlangt war. Prytanus Sturmfels schwor ihn ein, Verschwiegenheit zu bewahren und niemandem, der nicht direkt an dem Projekt beteiligt sei, auch nur ein Sterbenswort davon zu sagen.
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« Antworten #2 am: 03. August 2009, 11:15:55 »

Etwa eine Woche, nachdem Prytanus Sturmfels bei den Schreinern erschienen war, besuchte sie auch der Erfahrenste der technischen Zeichner der Akademie. Er suchte jenen auf, der besser schnitzen konnte als alle anderen in den Hallen und überreichte ihm eine über mehrere Tage zur Perfektion gebrachte Zeichnung.
Der Schnitzmeister beäugte das Werk lange und bestätigte dem Zeichner dann, dass es umsetzbar sei. Er empfahl an zwei Stellen leichte Veränderungen der Gestaltung, hielt es aber sonst für einen sehr guten Entwurf und freute sich, mit seinen Leuten ans Werk zu gehen.
Das verneinte der Zeichner jedoch und schwor den Schnitzmeister ein, nicht mehr als drei Gehilfen, die engsten Vertrauten, die er habe, zu Rate zu ziehen. Und was auch immer geschehe, er dürfte ansonsten kein Sterbenswort davon sagen – zu niemandem. Darauf hätten die Prytani ihn eingeschworen.
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« Antworten #3 am: 07. August 2009, 18:52:49 »

Als das Holz, das der Prytanus beordert hatte, die Akademie erreichte, wurde es sofort in die Werkhallen gebracht. Es waren einige große Stämme und dicke Äste der Rotesche. Sofort machte sich der Verantwortliche daran, die Hölzer nach den Wünschen des Prytanus zu bearbeiten, zu bündeln und zu formen.
Das tat er unter dem Mantel der Verschwiegenheit und abseits der Augen der Öffentlichkeit. Er hatte sich entschieden, alleine zu arbeiten, da er – zu Recht – glaubte, dass alleine dies gewährleisten konnte, dass das Projekt nicht vor seiner Zeit bekannt würde.
Und so begab es sich, dass nur kurze Zeit, nachdem Gaerion persönlich vorgesprochen hatte, dieser Teil des Projektes abgeschlossen war. Der Schreinermeister überbrachte die Nachricht diesbezüglich, wie man ihn angewiesen hatte, den Prytani Cryo und Aurae, ohne auch nur eine weitere Person einzuweihen.
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« Antworten #4 am: 12. August 2009, 09:06:56 »

Der Schnitzmeister suchte am darauffolgenden Tag einen Gehilfen unter den Schmieden und fand ihn in einem altgedienten Meister seines Faches, der sich vortrefflich auf die Grob- und Feinschmiedekunst gleichermaßen verstand. Er unterrichtete ihn über das Werk, mit dem der Prytanus ihn beauftragt hatte. Vieles von dem, so erklärte er dem Schmied, was gewünscht sei, würde aus Metall sein müssen, stabil und dennoch filigran gearbeitet.
Die Frage, ob der Schmiedemeister sich dieses Werk zutraue, bejahte dieser ohne Umschweife. So besiegelte man die Zusammenarbeit wie auch die gemeinschaftliche Verschwiegenheit und begab sich ans Werk.
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« Antworten #5 am: 14. August 2009, 07:56:25 »

Nur zwei Tag darauf hatten der Schnitzmeister und sein Schmied ihr Werk vollendet. Aus einem großen Stück Holz und viel Metall war unter ihren fachlichen Händen ein Wolfskopf geworden, stolz, stark, groß und bedrohlich. Stechende Augen, eine prachtvolle Mähne, gewaltige Zähne, Dolchen gleich. Mit einer Liebe zum Detail, die allenfalls in der Wirklichkeit ihre Entsprechung finden kann. Würde und Ehrfurcht machten sich in jenen breit, die 'das Ungetüm' sahen, denn so wurde es bald genannt.
Nichts bleibt in der Akademie vollständig geheim und so waren bald im Speisesaal gelegentliche Gerüchte über einen neuen Wasserspeier zu hören, der offenbar in den Kellern der Akademie gefertigt würde.
Natürlich irrten sie, was den Sinn und Zweck des Ungetüms betraf.
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« Antworten #6 am: 17. August 2009, 12:37:48 »

Der Schnitzmeister suchte tags darauf mit dem Schmied zusammen den technischen Zeichner sowie den Verantwortlichen der Schreiner auf. Sie verglichen die Werke, die sie bisher unabhängig voneinander auf Geheiß der Prytani Aurae und Cryo angefertigt hatten und kamen darin überein, dass ihre Vorgaben von faszinierender Exaktheit waren.
Der Wolfskopf wurde, unter einem schweren Tuch verborgen, das jedwedes Licht und damit jeden Blick von seinem Inneren fern zu halten vermochte, zum Werk der Schreinerei gebracht. Mit schweren Eisenschellen, auf die offenbar mit großer Sorgfalt kleine Symbole geprägt worden waren, befestigte man beide Teile aneinander. Einige Hilfe war nötig, das wahrlich schwere, unter dem Tuche verborgene Haupt des Wolfes am Rest zu befestigen, doch letztlich war man erfolgreich.
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