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Ilayda
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« Antworten #1 am: 29. Mai 2006, 12:34:40 » |
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Ein paar Tage später… Regen, seit fünf verdammten Tagen Regen und jetzt kommt auch noch ein richtiger Sturm auf, die Stimmung bei dem Halbbanner Sturmfalken ist dementsprechend auf dem Tiefpunkt… und was haben sie bisher gefunden? NICHTS! So eine langweilige Patrouille hatte Wolf Aerith selten. Da kommen die zwei Späher, die sie vor 4 Stunden vorausgeschickt hat, zurück: „Wolf, nichts besonderes, aber wir haben einen größeren Einsiedlerhof gesehen, ½ Stunde von hier, vielleicht könnten wir dort rasten, um unsere…ähem… Ausrüstung zu trocknen und den Sturm auszusitzen.“ Die Anführerin nickt nur stumm und so führen die Späher sie zum Gehöft, die Stimmung im Halbbanner hellt sich mit jedem Schritt, den sie sich nun dem Hof nähern, auf.
Der Regen, aufgepeitscht durch den Sturm, prasselt in die Gesichter der Soldaten, in der Ferne zuckt ein Blitz über den dunklen Himmel, obwohl es erst früher Abend ist, ist es schon recht düster. Als sie sich dem Hof weiter nähern, ist das Muhen der Rindviecher im Stall zu vernehmen, die Türe zum Haupteingang schlägt immer wieder auf und zu. Aerith lässt das Banner halten. Kurz runzelt sie die Stirn, ein leiser Befehl und ein paar Handzeichen, schon sichern vier Schützen in Richtung des nahen Waldes ab, sieben Mann gehen in weitem Bogen um das Gehöft herum, um sich diesem von hinten zu nähern, nach einigen Minuten, als alle in Position sind, geht der Wolf mit den restlichen Soldaten Richtung Haupteingang, zwei Mann werden dann Richtung Stall geschickt, ehe Aerith durch die Türe tritt ... Verwesungsgeruch dringt ihnen entgegnen, mit aufgerissen Augen bleibt die Anführerin, die doch einiges in ihrem Leben gesehen hat, stehen, um diese Bilder zu verarbeiten… Andere Soldaten kommen herein, stockend läuft einer wieder heraus, um sich zu übergeben. Die gute Stube ist leergeräumt, von der Decke herunter hängen Fleischklumpen, die wohl einst menschliche Körper waren, insgesamt acht an der Zahl, die Folterspuren sind nicht zu übersehen ... die Wände sind voller in Blut gezeichneter Symbole, allenthalben sieht man den Kreis im Kreis, ein Blitz hellt den Raum kurz auf, das Donnern läst den Wolf wieder in die Wirklichkeit kommen, ihr Blick reißt sich von den langsam baumelnden Körpern los, nur um auf dem Boden unter den Leichen ein großes Heptagramm zu erblicken , darin ein etwa zwölfjähriges Mädchen, festgenagelt an den Dielen, leise wimmernd, die Haut voller eingeritzter Symbole… Der Wolf zieht schwer die Luft ein und ihr Blick geht zu zwei ihrer Soldaten hängen. „Befreit das Kind, durchsucht das Haus! Alles ungewöhnliche Melden ...“ Ihr Blick wandert weiter zu dem Akademiegardisten. „Also was in Hydracors Namen ist hier vorgegangen??“ Der Gardist schaut sich kurz schweigend um, scheint die gesamte Szenerie auf sich wirken zu lassen und betrachtet besonders interessiert die Zeichen. „Ich weiß es nicht genau, das sind die Zeichen des Humus, ein Ritual, um das Element Humus zu pervertieren vielleicht, wir sollten einige der Symbole abzeichnen und dann vernichten, diese Symbole *er deutet auf einige der dämonischen Schriftzeichen* sind sehr gefährlich.“ Der Wolf nickt. „Sagt Selina und Erik, sie sollen einige dieser Zeichen und Schriften abschreiben.“ Ein im Gesicht kreideweißer Soldat kommt zurück. „Aerith, Ihr solltet Euch das einmal ansehen.“ Das Mädchen wird derweil befreit und rausgeschafft, in Decken gehüllt, es ist nicht ansprechbar zurzeit. So erreichen sie die Küche, auch hier dämonische Schriftzeichnen auf den Wänden und Decken; auf dem Boden ein Hexagramm, der Küchentisch ist rot gefärbt von vertrocknetem Blut, in Schalen aufbewahrt die Organe, in einem Kochtopf ein ausgekochter Schädel, das Wasser, überall liegen Paraphernalia herum, es sieht so aus, als wäre man noch nicht mit der Arbeit fertig. Auf dem Tisch liegt ein Herz, daneben ein Dolch, Aerith nähert sich dem Tisch, den Dolch ansehend. Danach greifend ihr ist etwas aufgefallen... Sie schaut sich die Klinge in der Nähe des Heftes an, dann stockt sie, diesen Stempel kennt sie... Schnellen Schrittes geht sie zu einigen der Paraphernalia, welche in Tonkrügen und Fläschchen sind, und schaut sich die Siegel auf dem Grund der Tonkrüge und die Wachssiegel auf den Fläschchen an. „Gardist Hullheimer... *ihre Stimme ist eisig* Bis auf weiteres steht Ihr unter Arrest!“ Überraschte Blicke zunächst, dann drehen sich zwei ihrer Strumfalken zu ihm um. „Entwaffnen und draußen Arrestieren!“ Sie zeigt ihm nun das Heft des Dolches, auf dem das Zeichnen Humus und die Leier der Akademie zu Taremis eingeschlagen ist. Mit einer kurzen Handbewegung unterbricht sie jäh jeden Versuch seinerseits, sich zu rechtfertigen. Sie schnaubt leise. „Was Ihr zu sagen habt, könnt Ihr beim Hohen Rat vorbringen! *zu ihren Soldaten* Das Zeug mitnehmen!!!“ Sie weist auf die Utensilien der Akademie und die übrigen Beweisstücke im Raum.
Nachdem alle das Haus verlassen haben, wendet sich Aerith zu zwei ihrer Soldaten um. „Ich weiß nicht, ob derjenige, der das gemacht hat, zurückkommen wird, um sein Werk zu vollenden. Und ich habe keine Ahnung, wozu das gut gewesen sein soll. Das Beste wird sein, wir vernichten hier alles. Die Beweisstücke haben wir mit, und wir haben unser aller Aussagen. Unser Lampenöl ausschütten, das Haus abfackeln, wir ziehen uns zurück…“
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