Die Akademie da in Trier gibt nbur Kurse von ein paar Wochen. Und das heißt: Man 'hockt' 3 Wochen in einem Raum und bekommt jeden Tag ein anderes Model 'serviert' das man studieren kann, also Üben. Da gibts keine pure Theorie vermitteln, da wird gezeichnet und zwar so viel wie geht. Genau das Üben, auf das es ankommt. Es ist also genau daß, was Du Dir wünscht, nämlich von einem zu lernen, der es beherrscht, in diesem Fall der Dozent, der herumgeht und sich Deine Arbeiten ansieht. Dann bekommt man mal einen Tip oder auch nicht- ich weiß nicht, was daran schlecht ist.
Im Übrigen haben auch die 'rückständigen' Handwerker im Mittelalter ihr Handwerk von einem Lehrer/Meister/Professor gelernt. Dieses pathetische 'Ich hasse Bücher, etc.'blabla schiebe ich jetzt mal auf Deine Jugend, weil es einfach pseudo-rebellischer Quark ist.

Und ich hoffe das weißt Du.
Ich höre da eine Sehnsucht nach dem Ursprünglichen, mit dem Du sicher nicht allein bist. Irgentwie hat das aber nicht viel mit der eigentlichen Diskussion zu tun, nämlich dem Aspekt des lernens. Du hast uns hier Deine Kunst präsentiert, und das mit einigem Stolz, um Lob und Kritik zu bekommen. Ich dachte, daß Du dann vielleicht auch an Tips von 'fellow artists' interessiert bist, denn ein weiter Horizont schadet nicht.
Ich denke Du erniedrigst Deine Kunst etwas wenn Du sie mit 'nur etwas um die Zeit totzuschlagen' beschreibst, denn offensichtlich bedeutet Dir die Kritzelei doch etwas mehr, sonst würdest Du sie nicht zeigen wollen. Das Du kein Mega-Künstler werden willst oder den Kram studieren ist schon klar, es waren alles nur Anregungen, die Dich eher ermuntern sollten, nicht belehren.
Also, alles nix für ungut! Ich war schon immer etwas altklug.

Aber überdenke die Anti-Studien-Haltung nochmal, dann siehst Du vielleicht das so eine oberflächliche Einstellung eher einem 12jährigen zu Gesicht steht...

ich geh jetzt mal wieder an die Säge, die Mittagsruhe ist ja gleich rum. Hab ich übrigens dankbar von meinem Bruder gelernt damit umzugehen. Sehr praktisch, das...