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Titel: In einem Waldstück, irgendwo in der Nähe des Nachtwalls Beitrag von: Thomas Michalski am 26. März 2012, 14:41:35 Eben noch rauschte das Pferd nur so dahin, zwischen Büschen und Bäumen, unter mächtigen Ästen und durch das Unterholz, nun bremst es jedoch ganz plötzlich ab. Als begriffen sie zu spät, was geschieht, schlingen sich Robe und Mantel um den Reiter, als die zügige Vorwärtsbewegung zu einem unerwarteten Halt kommt, fallen dann herab und hängen gerade an der Gestalt, die sich offenbar zu konzentrieren scheint. Gaerion Sturmfels sieht sich nicht um, aber man merkt, dass er seine Umgebung wahrnimmt. Horcht er, achtet er auf den feinen Luftzug der durch das Blätterwerk zieht oder ist es ganz plump Magie?
Was auch immer es ist, der Prytanus wirkt zufrieden, erlaubt sich ein Lächeln und gleitet von dem Pferd herab; er greift sich seinen Gehstock aus einer Schlaufe am Sattel, tritt einige Meter vor und blickt, offenbar nicht willkürlich, in eine Richtung. Titel: Re:In einem Waldstück, irgendwo in der Nähe des Nachtwalls Beitrag von: Fenya am 26. März 2012, 14:47:05 Es dauert nicht lange, da kommt aus der Richtung in die der Prytanus blickt ein weiteres Pferd, Fenya grinst als sie sich über den Hals des Pferdes beugt
"Prytanus, welch Überraschung Euch hier zu sehen..." Auf dem Fell des Tieres glänzt der Schweiß, und auch Fenya sieht gehetzt aus, ihre Haare sitzen nicht gerade und geordnet, die Müdigkeit und die anstrengung steht ihr ins Gesicht geschrieben. "Ihr seid auf dem Weg zum Nachtwall, nehme ich an? Ich dachte ich komme Euch ein Stück entgegen..." Titel: Re:In einem Waldstück, irgendwo in der Nähe des Nachtwalls Beitrag von: Thomas Michalski am 26. März 2012, 14:56:46 Gaerion lächelt, aber auch ihm sieht man an, wie erschöpft er ist. Der Abend im Goldkrug liegt nicht lange zurück und viel Schlaf scheint er in der Zwischenzeit nicht gefunden zu haben. Seinem Pferd scheint es im Übrigen ähnlichen ergangen zu sein.
"Fenya", er deutet gespielt eine Verbeugung an, "es tut gut dich unversehrt zu sehen. Und ja, Nachtwall ist das Ziel. Manche Dinge lässt du einfach keinen Boten machen – und manche Dinge dulden auch keinen Aufschub. Auch wenn zumindest das Pferd ein paar Minuten Pause vermutlich honorieren wird." Titel: Re:In einem Waldstück, irgendwo in der Nähe des Nachtwalls Beitrag von: Fenya am 26. März 2012, 15:01:33 Fenya springt von ihrem Pferd hinunter
"wenn wir lange fort bleiben wird Yanus sich wundern wohin ich verschwunden bin... erzähl mir doch bitte: Was ist nach meiner Abreise geschehen? Ich hatte das Ganze als Befehl verstanden, und dann stellte sich das als Mißverständnis heraus, nun komme ich mir vor wie ein Feigling, der ich ganz sicher nicht bin. Ich hätte die Ghule schlachten sollen..." Titel: Re:In einem Waldstück, irgendwo in der Nähe des Nachtwalls Beitrag von: Thomas Michalski am 26. März 2012, 15:57:26 Gaerion lächelt bei der Erwähnung des Gardisten, wird dann aber wieder ernst.
"Was hältst du davon, wenn wir ihm langsam entgegen gehen?" fragt er und ergreift die Zügel seines Pferdes. "Du bist kein Feigling, Fenya, ganz und gar nicht. Mach dir keine Vorwürfe dahingehend. Du musst niemandem deinen Mut beweisen, erst Recht nicht mir." Er lächelt wieder, als er ergänzt: "Und irgendwer muss mir doch auf unseren Gardisten aufpassen." Für einen Moment geht er dahin, einige Meischen beginnen sich zu empören, als die zwei Menschen und ihre Tiere die Ruhe weiter stören. Dann nickt Gaerion. "Grendel war am Goldkrug, nachdem ihr fort wart. Die Eckländer haben bewiesen, dass man sich auf sie keinen Deut verlassen kann. Große Töne, große Gesten, aber ganz, ganz kleine Handlungen, sag ich dir. Die Falken aber waren gut, haben sich gut angestellt, sehr sogar." Er bleibt stehen, beugt sich zu Fenya herüber und sagt die nächsten paar Sätze zügig und leise. Dann geht er weiter, als wäre nichts gewesen, schweigt einen Moment. "Später dann ist Vater Nathan von Grendel noch schwer verwundet worden. Es war … schwierig, schlimmeres zu verhindern. Aber der Ehrwürdige Vater lebt; lebte jedenfalls, als ich den Goldkrug gen Tharemis verließ. Ich war dort nur kurz, habe einige Boten entsandt, verschiedene Angelegenheiten, über die wir ohnehin noch sprechen müssen." Titel: Re:In einem Waldstück, irgendwo in der Nähe des Nachtwalls Beitrag von: Fenya am 26. März 2012, 16:07:36 Fenyas Augen verengen sich, ihr Blick wird kalt, sie beißt sich auf die Lippe und ein wenig Blut kam zum Vorschein.
"Das hört sich nicht gut an. Ebensowenig wie der Plan den Florian und Lix beschlossen haben. Ich halte ihn für falsch. Zumindest für mich. Ich werde zurück kommen und nach Schieferbruch gehen. Dort kann ich auch die Klausur von Prytanus Dagonett schreibe und gleichermaßen mich um andere dinge kümmern..." auch jetzt sprach sie leise und schnell, ehe sie ihre Stimme wieder erhob "Yanus hat gute Arbeit geleistet, aber auch er will zurück kommen nach Tharemis soweit ich weiß." Titel: Re:In einem Waldstück, irgendwo in der Nähe des Nachtwalls Beitrag von: Thomas Michalski am 26. März 2012, 16:59:15 "Das sind auch Ziele auf meinem Weg", stimmt Gaerion zu.
"Ich muss versuchen zumindest kurz mit Lix zu reden, wenn ich nicht rechtzeitig bin. Danach zieht es mich auch nach Tharemis und Schieferbruch." Wieder schweigt er einen Moment. "Es passiert wie immer zu viel und mal wieder begehen wir unseren liebsten Fehler, alle verfügbaren Ressourcen möglichst weitläufig auf der Karte zu verteilen, um möglichst geringen nutzen daraus ziehen zu könne." Kopfschütteln. "Andererseits hat es auch Vorteile – verteilst du deine Ressourcen nur weit genug, zeigt sich schneller, welche davon bereits verdorben sind, weil sie sich nicht mehr im Schatten anderer verbergen können." Es entgeht Fenya nicht, dass Gaerion sich derzeit ernsthaft beim Gehen auf seinen Stück stützt. Titel: Re:In einem Waldstück, irgendwo in der Nähe des Nachtwalls Beitrag von: Fenya am 26. März 2012, 20:58:34 Fenya blieb ernst, das sonst immer so lockere Grinsen blieb Gaerion verborgen
"Was wollte Grendel? Was wusste er?" leichte Sorgenfalten waren in ihrem Gesicht zu sehen und es war unschwer zu erraten, dass sie sich Gedanken um andere machte nicht um sich selbst. "Ich weiß nicht, ob meine Begegnung mit ihm durch Fritz, oder die andere Sache ihn Aufmerksam auf mich gemacht hat... ich glaube ja nichtmal, dass er wirklich mich sucht. Im Gegensatz zu Florian und Lix bin ich ernsthaft nur ein Klecks..." Titel: Re:In einem Waldstück, irgendwo in der Nähe des Nachtwalls Beitrag von: Thomas Michalski am 27. März 2012, 02:27:57 "Was wollte er …"
Gaerion scheint die Frage mehr zu sich selbst zu sagen, und offenbar nicht zum ersten Mal. "Ich kann es dir ehrlich nicht sagen. Grendel … ich denke er will uns zerreiben und spielt uns aus, Bauern in einem komplexen Spiel, damit wir möglichst effektiv seine Arbeit erledigen. Ich vermute man kann sagen, mit unterschiedlichem Erfolg …" Für ein paar Schritte wendet der Prytanus nur das Gesicht seiner Adepta zu, mustert sie nicht, schaut sie vielmehr einfach an. "Aber ich denke, der größte Fehler, denn wir machen können, ist hier das Wertigkeiten zu sortieren. Es gibt im Grunde zwei Zustände – jene, die in Grendels Aufmerksamkeit stehen und jene, für die das nicht gilt. Natürlich stehen etwa die Phoenixflugs deutlich mehr in seinem Blickpunkt als du und ich, aber wir stehen auch darin. Und sei es nur als Mittel zum Zweck, aber wir haben seine Aufmerksamkeit erweckt. In meinem Falle bin ich sogar unsicher, wodurch es dazu gekommen ist." Titel: Re:In einem Waldstück, irgendwo in der Nähe des Nachtwalls Beitrag von: Fenya am 27. März 2012, 19:11:34 Fenya schüttelt den Kopf
"Ich habe da etwas..." dann redet sie erneut ein paar extremst leise Worte, schnell und in Hast gesprochen "Daher werde ich nach Schieferbruch reisen um von dort nähere Untersuchungen anzustellen. Ausserdem will ich noch mit jemand anderem reden, du weißt mit wem. Es gibt zu viel um das ich mich kümmern muss. Ich habe für zu viele Menschen Verantwortung übernommen, je weiter ich gehe desto weniger kann ich sie schützen..." sie lächelt Titel: Re:In einem Waldstück, irgendwo in der Nähe des Nachtwalls Beitrag von: Thomas Michalski am 01. April 2012, 20:32:58 Auch Gaerion lächelt, etwas anderes hat sich in seine Züge geschlichen, ein Ausdruck, den er sich nur gestattet, wenn er weiß, dass nicht zu viele fremde Augen in seine Richtung blicken. Ein Eindruck, den man für väterlich oder aus tiefer Freundschaft heraus entstanden halten könnte, doch dem man mit beidem auf eine Weise Unrecht täte.
"Wir alle haben Verantwortungen übernommen," sagt er schließlich. "Es gibt wenige Menschen, für dich ich jetzt und zu diesem Augenblick die Akademie verlassen hätte … aber wenn es dann auch noch gleich nahezu alle dieser Menschen betrifft, was bleibt mir da?" Ein paar weitere, leisere Worte folgen, fortgetragen im Rauschen des Windes innerhalb der sie umgebenden Wipfel. "Ich muss wie gesagt mit Lix reden. Ich denke nicht, dass sie uns danach braucht, aber ein paar Dinge, die ich weiß, sollte sie auch wissen, bevor sich die Ereignisse weiter entfalten. Schieferbruch klingt danach nach einem guten Anlaufpunkt; ich brauche ein, zwei Tage … Ruhe und Abgeschiedenheit, die finde ich da vermutlich besser als an irgendeinem anderen Ort." Er fügt ein paar weitere, leise Worte hinzu, bevor er skeptisch den Blick auf das sie umgebende Unterholz richtet. Titel: Re:In einem Waldstück, irgendwo in der Nähe des Nachtwalls Beitrag von: Fenya am 01. April 2012, 21:17:31 Fenya nickt
"Ich weiß nicht, ob ich sie vorstellen will, aber ich bin inzwischen auch recht bewandert in dem Gebiet. Meine Reisen mit gewissen Freunden hat mich vieles gelehrt. Ich bin skeptisch..." Ihre Worte werden vom Wind davon getragen, bald schon treten beide aus dem Wald heraus und sehen den Nachtwall in der Ferne vor sich "Aber generell, wir sollten zu Lix, alles klären, und dann weiter sehen, Grendel wird es nicht auf uns abgesehen haben, denn sowohl von Lix als auch von mir ist die größte Schwäche, dass wir Freunde haben, und einen gewissen Beschützer Instinkt. Diese Schwäche hat Grendel nicht... ihn kann man nur persönlich angreifen, und das wiederrum ist seine Schwäche, denn er will überleben. Nun ist es einfacher nur eine Person zu schütze - nämlich sich selbst - als alle die einem etwas bedeutet." Fenya lächelt - fast ein wenig traurig "aber wem sag ich das..." plötzlich der Anflug eines Grinsens "Vielleicht aber, stellt er ja fest wieviel mir meine geliebte Mutter bedeutet und stellt sich ihr vor? Oder wäre das zu gemein?" Titel: Re:In einem Waldstück, irgendwo in der Nähe des Nachtwalls Beitrag von: Thomas Michalski am 02. April 2012, 13:37:22 Gaerion lacht kurz auf.
"Ich würde es gerne vermeiden, dass du irgendwann gegen die untote, leblose Hülle deiner Mutter zu Felde ziehen musst …" Der Prytanus bleibt stehen und blickt einen langen Augenblick zum Nachtwall. "Hätte auch nicht gedacht, dass mich mein Weg mal nach hier führen würde. Nun ja, besser heute als noch vor einem Jahr. Aber gut … ist Yanus in der Nähe? Wir sollten ihn einsammeln, dann können sich, nachdem wir alle miteinander gesprochen haben, alle in die Richtungen aufmachen, die vor ihnen liegen." Er blickt Fenya an. "Es sei denn, es gibt noch etwas, was im Vertrauen gesprochen sein soll. Ich hoffe, dass wir in Schieferbruch noch Zeit für ein langes Gespräch finden werden, aber zumindest hier und jetzt haben wir noch die Gelegenheit. Wäre nicht das erste Mal, dass uns … etwas … dazwischen kommt." Titel: Re:In einem Waldstück, irgendwo in der Nähe des Nachtwalls Beitrag von: Fenya am 02. April 2012, 16:35:27 Fenya lachte leicht mit einem Kopfnicken wies sie auf einen Baum unter welchem ein einzelner Reiter stand
"Dort ist Yanus, es war kein leichtes ihn dort zurück zu lassen" sie zwinkerte "Ich denke wir werden gemeinsam zurück reisen, dann können wir reden. Im Moment ist mein Kopf leer, und muss mit neuen Informationen gefüllt werden. Ausserdem mache ich mir Gedanken ob mein Mann irgendwelche dummheiten macht weil ich ihm einen Luftgeist geschickt habe..." sie überlegt kurz "Manchmal glaube ich er schmeißt immer seinen Krug nach den Botschaftern die ich schicke und versucht sie mit seinem Schwert zu verjagen, jedenfalls berichten mir die Geister die von Darian kommen immer leicht entnervt, dass sie das nicht nocheinmal machen wollen... aber sie mögen es auch, ihn zu ärgern und zu erschrecken..." Titel: Re:In einem Waldstück, irgendwo in der Nähe des Nachtwalls Beitrag von: Thomas Michalski am 02. April 2012, 17:06:54 "Wenn wir mal nichts Besseres zu tun haben," sagt Gaerion mit spöttelndem Ton, "dann tun wir uns da mal zusammen. Ich bin ja auch nicht ganz schlecht, was Eis angeht … dann überziehen sich plötzlich die Fenster in der Nähe deines Mannes mit Eisblumen, Reif bildet sich an den Streben, das Feuer tut dennoch einen gewaltigen Sprung, Wind kommt auf und mit donnernder Stimme wird er gefragt: 'Bist du denn auch immer artig, wenn deine Frau auf reisen ist?'."
Er grinst. "Darf nur kein Scholarius mitkriegen." Titel: Re:In einem Waldstück, irgendwo in der Nähe des Nachtwalls Beitrag von: Fenya am 02. April 2012, 17:14:00 Fenya lacht
"Genau... dann gewinne ich die Wette und mein Mann stirbt an Herzinfarkt..." Titel: Re:In einem Waldstück, irgendwo in der Nähe des Nachtwalls Beitrag von: Thomas Michalski am 02. April 2012, 18:35:57 "Na, das wäre dann doch vielleicht etwas zu viel der Wirkung …", erklärt der Prytanus mit einem Grinsen. "Aber der Reiz ist da."
Gaerion geht zu seinem Pferd herüber und steigt wieder auf. Weder zaghaft noch zögerlich, aber dennoch irgendwie auf eine eigentümliche Art und Weise, mit sehr bewussten Bewegungen. "Dann lass uns mal unseren Gardisten einsammeln, bevor er endgültig nervös wird, und die nächsten Stationen unserer Reise anlaufen. Es gibt viel zu tun, bis wir zwei mal wieder friedlich auf meinem Balkon den Sonnenauf- oder -untergang betrachten können. Und da," erneut das Lächeln, "hätte ich schon langsam noch mal Lust drauf." Titel: Re:In einem Waldstück, irgendwo in der Nähe des Nachtwalls Beitrag von: Fenya am 02. April 2012, 18:37:56 Fenya nickt lachend
"Obwohl, vielleicht hat Darian dann auch gewonnen..." Lächelnd läuft sie neben ihrem Pferd hinterher, bevor sie sich erst nach einigen Metern hochzieht und so ihr Haar vollständig im Wind zerzaust... |