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Titel: Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 15. Februar 2010, 22:24:16 Nach der Aufnahmeprüfung wieder in den Hallen der A.C.H.T. angekommen, steuert Lhaya auf direktem Wege ihr Zimmer an. Wie automatisch läuft sie durch die Gänge, ein verbitterter Zug um die Lippen.
In ihrem Zimmer angekommen, schließt sie die Tür, legt ihre Tasche ab und lässt sich wie tot auf das Bett fallen. Starr blickt sie zur Decke. Es dauert eine Weile, bis sie sich rührt. "Ich bin paranoid!" ist alles, was sie sagt, bevor sie sich wieder aufrichtet, ihr Lederbüchlein und einen Stift auspackt und hastig etwas aufschreibt. Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Mondkind am 18. Februar 2010, 15:05:28 Am nächsten Morgen klopft es an der Tür.
Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 18. Februar 2010, 16:47:21 "Einen Augenblick, bitte." Ertönt es von drinnen. Dann hört man, wie Sachen in eine Kiste gestopft weden und diese Kiste geschlossen wird.
"Herein." Als Mondkind die Tür öffnet, sieht sie Lhaya in einem braunen Leinenkleid mitten im Zimmer stehen. Ihr Haar ist vom Frühsport wohl noch ein wenig derangiert. Auf dem Tisch liegt ein kleines in Leder gebundenes Buch und ein Graphitstift. Daneben eine offene Schreibkiste. Zwischen Tisch und Bett steht, an der Wand, eine große Kiste. Vermutlich die, die gerade eben geschlossen wurde. Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Mondkind am 19. Februar 2010, 08:22:23 "Guten Morgen" grüßt Mondkind beim Eintreten. Ihre Bewegungen wirken ein wenig steif. "Störe ich? Ich wäre gestern gern noch ein bisschen geblieben, aber meine Füße waren und nass und in der Kälte... naja, ich war einfach auch ziemlich kaputt." Sie klingt ein wenig müde - oder vielleicht enttäuscht?
"Ich wollte eigentlich nur mal hören, wie es gestern gelaufen ist bei Dir." sagt sie dann in aufmunternden Tonfall. "Kamst Du zurecht?" Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 19. Februar 2010, 08:34:11 "Guten Morgen!" grüßt Lhaya freundlich. "Nein, gar nicht. Ich wollte nur nicht unbedingt in den verschwitzten Frühsportklamotten zum Unterricht und da ich auch gerade eben erst fertig wurde mit Umziehen sah es hier gerade etwas chaotisch aus. Setzt Dich doch." Mit diesen Worten bietet sie Mondkind einen Stuhl am Tisch an, während sie sich auf den anderen setzt.
"Kaputt war ich eigentlich erst, als ich mich hingesetzt habe. Während der Prüfung fiel mir das gar nicht so sehr auf." "Wie es gelaufen ist?" Sie überlegt kurz. "Naja, das weiß ich nicht so genau. Der erste Teil war bei mir die Situation mit Viola und dem Kerl, der hinter ihr her rannte. Ich habe Viola hinter mich, zu Anja, gepackt und als der Kerl an mir vorbei zu den anderen beiden wollte, da habe ich ihn gepackt und mich mit ihm zusammen auf den Boden fallen lassen. Er fand es wohl nicht so lustig... Hat ein bisschen geflucht. Naja... der zweite Teil war das Schachspiel. Die Lösung war so einfach. Aber leider kam ich nicht schnell genug drauf. Dafür haben Anja und ich den Kerl dazu überredet sich bei dem Waldgeist zu entschuldigen. Dafür bekamen wir auch die Lösung des Spiels. Dann kam der Weg den Berg rauf. Angeblich gab es einen weniger Beschwerlichen, aber wir sind den Berg rauf gekraxelt. Oben angekommen sind wir Gerling und Magister Erberas begegnet. Er hat uns erzählt, dass der Mensch, der aussieht wie Rhoderik wohl ein Ork sei. Naja... Wäre da wirklich etwas Derartiges gewesen, dann hätte der Ork ein kleines Problem gehabt... Anja hatte nämlich einen Fokus dabei. Jedenfalls sind wir mit entsprechender Vorsicht an die Sache heran gegangen. Rhoderik hat ziemlich dumm geschaut, als ich gewonnen habe. Anja hat in der Zeit einen Papierengel für ihn gebastelt. Den hat er dann am Ende auch bekommen. Obwohl er verloren hat. Angeblich soll da oben auch der König gewesen sein. Naja... den haben wir wohl nicht bemerkt. Dann kam das Ehepaar. Da die wohl - zumindest theoretisch - in die selbe Richtung mussten wie Anja und ich, wollte ich den Korb tragen, aber dagegen haben sich beide gewehrt. Dann hat Anja sich die Frau geschnappt und ich mir den Mann und wir haben uns mit den beiden unterhalten. Hat auch ganz gut geklappt, auch wenn beide ein bisschen stur waren." Dann blickt Lhaya geradewegs in Mondkinds Gesicht. "Und wie lief es bei dir?" Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Mondkind am 21. Februar 2010, 11:12:59 Mondkind erzählt eine Weile von den Ereignissen. Schließlich meint sie: "Ich denke, ich habe durch den Test nochmal viel gelernt. Zum Beispiel, dass bei mir eine der sehr wichtigen Denotationen von Wasser nur eine sehr untergeordnete Rolle spielt, was wohl eher untypich wäre für jemanden mit einer solchen Affinität. Und dass ich irgendwie allen Elementen etwas abgewinnen und mich mit ihnen in bestimmten Punkten identifizieren kann, aber mit keinem vollständig."
Nach einer kurzen Pause setzt sie mit einem Seufzer hinzu: "Meine Schlußfolgerung daraus ist, dass ich vermutlich keine richtige elementare Affinität habe und daher auch nicht so wirklich zum Elementaristen tauge..." Sie zuckt die Schultern. "Naja, vielleicht kommt der Prytanus ja zu einem anderen Ergebnis... Und wenn nicht, wäre es ja auch nicht schlimm - im Gegenteil, es würde gewissermaßen belegen, dass der Test funktioniert." "Und Du? Hast Du eine Idee, wie das Ergebnis bei Dir aussehen wird?" Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 21. Februar 2010, 11:46:15 "Hmm... naja, aber auch wenn die Antwort sehr... vielschichtig ist, so kann man dennoch zu einem Ergebnis kommen. Hieß es bei Cindan nicht nach dem Test erst einmal nur 'nicht Luft'? Ich meine, da sowas gehört zu haben. Ihn konnte man trotzdem einsortieren. Ich glaube nicht, dass es bei jedem Menschen sofort ersichtlich ist, aber sie werden schon noch zu einem Ergebnis kommen, da bin ich mir sicher."
"Naja, da ich beim Schachspiel nicht auf die richtige Lösung gekommen bin, wird es wohl nicht Eis sein. Ansonsten habe ich keine Ahnung, was daraus wird. Ich denke, dass auch der Fragebogen zur Wahl beiträgt und nicht nur die fünf praktischen Prüfungen. Was das angeht, weiß ich aber noch weniger, worauf es hinaus laufen könnte. Hast Du eine Idee, in welches Haus ich passen würde?" Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Mondkind am 21. Februar 2010, 16:20:04 "Naja ich finde, dass weder Eis noch Erz zu Dir passt... zu starr, zu kalt, zu... zu viel Regeln. Feuer glaube ich auch eher nicht... wobei ich ja auf dem Gebiet bestimmt kein Experte bin. Aber ich denke da immer, Feuer-Elementaristen sind... impulsiver, chaotischer als Du. Wenn ich es mir recht überlege, könntest Du ganz gut in Humus passen... oder halt Wasser - aber vielleicht lasse ich mich da zu sehr von meinen persönlichen Vorlieben leiten. Aber diese beiden könnte ich mir ganz gut vorstellen..."
"Naja, vermutlich hast Du schon recht... nicht alle Elementaristen eines Hauses sind der gleiche... Typ, da gibt es auch ziemliche Unterschiede. Auf jeden Fall sehr spannend." Mondkind lächelt nachdenklich. Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 21. Februar 2010, 22:57:36 Während Mondkinds Beschreibung lächelt Lhaya gedankenverloren. "Klingt einleuchtend. Auch wenn ich sagen muss, dass ich Probleme am liebsten mit dem Kopf löse und nicht nach... Gefühl."
Dann grinst sie: "Hast Du ein bestimmtes Gegensatzpaar im Sinn?" Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Mondkind am 22. Februar 2010, 09:51:58 "Da würden mir mehrere einfallen... wobei ich natürlich noch nicht alle so wirklich gut kenne, und vielleicht lasse ich mich deshalb zu sehr von dem Auftreten nach außen täuschen... aber nimm Ayla und Fenya, zum Beispiel. Oder Eran und Xeldron... " Mondkind überlegt kurz.
"Naja, vermutlich gibt es halt einfach unterschiedliche Ausprägungen, ebenso wie es unter Hermetikern ja auch unterschiedliche... Stile und Temperamente gibt. Wenn ich mal an unseren früheren Erzkanzler der ravernischen Akademie denke... Der Galad-Titel war sein erster Großmeister, und sein Temperament wäre bei Feuer gut aufgehoben gewesen, glaube ich... Dagegen der jetzige Akademieleiter ist... (Mondkind sucht einen Moment nach einer positiven Art, es auszudrücken) ein brillianter Theoretiker, aber so emotional wie ein Fisch in kaltem Wasser. Wobei ich keine Ahnung habe, ob Fische sowas wie Gefühle haben... also er ist halt einfach... kalt, aber auf eine völlig andere Weise als z.B. Prytanus Dagonett. Desinteressiert, das trifft es vielleicht ganz gut. Also am Schicksal von Menschen, soweit sie nichts mit ihm oder seinen Plänen zu tun haben..." Mondkind schüttelt leicht den Kopf, als wolle sie eine Erinnerung verscheuchen. "Eigentlich eine interessante Fragestellung für das Grundlagenseminar: Hat eigentlich jede Person - oder zumindest jede magiebegabte - eine elementare Affinität?" Mondkind zieht aus ihrer Gürteltasche einen Stapel gefalteter Blätter, sucht ein bereits voll beschriebenes heraus und kritzelt einige Wort an den Rand. "Hast Du eigentlich schon Nachricht von Mandrion?" Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 22. Februar 2010, 14:18:42 "Genau an die beiden habe ich auch gedacht. Daher meine Frage."
"Naja, wieso sollten Fische keine Gefühle haben? Es sind doch auch Lebewesen. Aber ich denke, dass eine gewissen Kälte bei solch einer Position nicht schaden kann. Natürlich kann man das auch übertreiben, aber Gefühle stehen einem eben auch mal im Weg und es fällt schwer bestimmte Ziele im Auge zu behalten. Für den Menschen um sich herum sollte man aber ebenso ein gewisses Interesse aufweisen. Sonst kann man ja schlecht entscheiden, wen man wo und wie einsetzt und so." Lhaya blickt etwas überrascht drein, als Mondkind die beiläufige Aussage Lhayas als möglichen Diskussionspunkt für ihr Seminar aufschreibt. "Nein, von Mandrion habe ich leider noch nichts gehört. Ich hoffe, ihm ist nichts passiert. Hast Du Horki noch mal gesehen, seitdem?" Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Mondkind am 22. Februar 2010, 15:18:54 "Nein, dazu gab es bislang keine Veranlassung. Ich schätze, ich könnte ihn nochmal rufen und fragen, ob er die Botschaft überbracht hat... aber eigentlich nehme ich an, dass er mich informiert hätte, falls es ihm nicht gelungen wäre. Deshalb nehme ich eher an, dass Mandrion Bescheid weiß, aber nicht darauf reagieren kann oder will." Nachdenklich schaut Mondkind in die Ferne.
"Ob er doch in Schwierigkeiten ist?" Ihre Stimme klingt ein wenig besorgt. "Nachher sitzt er irgendwo in der Klemme und keiner macht sich Gedanken, weil alle finden, dass es normal ist, dass er verschwindet und längere Zeit ohne Nachricht weg bleibt... Andererseits wollen wir ihn ja auch nicht nerven oder so... Vielleicht könnten wir Horki fragen, in welchem Zustand er ihn gefunden hat. Aber andererseits - wäre er wirklich in Schwierigkeiten, und Horki hätte ihm die Nachricht gebracht, dann hätte er ihn doch bestimmt gebeten, uns Bescheid zu geben..." Nach einer kurzen Pause: "Irgendwie erscheint mir das alles nicht logisch. Und was tun wir, wenn uns die Logik nicht weiterhilft? Wir folgen unserem Gefühl." Mondkind schaut wieder zu Lhaya herüber und blickt sie auf einmal direkt, fast durchdringend an. "Hör mal in Dich hinein. Was sagt Dir Dein Herz... steckt Mandrion in Schwierigkeiten?" Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 23. Februar 2010, 16:35:01 Auch Lhaya macht ein nachdenkliches Gesicht. "Ja, ich mache mir auch Sorgen, auch wenn es ja immer heißt, dass solch ein Verhalten für Mandrion ganz normal ist. Allerdings denke ich auch, dass Horki es in irgendeiner Weise weitergeleitet hätte, wenn er Mandrion in Schwierigkeiten angetroffen hätte."
Ihr Blick richtet sich zum Fenster. Draußen auf dem Sims sitzt ein Rabe. Lhaya nimmt einen Beutel, der auf dem hängt auf, holt ein paar Stückchen Käse heraus, öffnet das Fenster ein wenig und legt die Stückchen dem Raben vor den Schnabel. "Hast Du die Feder gerade bei Dir?" wendet sie sich wieder Mondkind zu. "Bitte, was?" In Lhayas Gesicht spiegelt sich Entsetzen wider. Genauso schnell weicht es aber auch wieder. In ruhigem, fast resignierendem Tonfall fährt sie fort. "Wenn wir eine grobe Ahnugn hätten, in welche Richtung Mandrion verschwunden ist, dann wäre es wesentlich einfacher zu beruteilen, wie wahrscheinlich es ist, dass ihm etwas zugestoßen ist." Sie tastet nach ihrer Brosche, löst sie von ihrem Gewand und schaut sie sich an. "Wenn Du mir schon so viel Ärger machst... Kannst Du mir nicht auch irgendwie helfen?" Plötzlich lächelt Lhaya. Sie schließt ihre Augen, die Brosche fest umschlossen und beginnt sich zu konzentrieren. Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Mondkind am 24. Februar 2010, 09:45:09 Als Lhaya nach der Feder fragt, schüttelt Mondkind den Kopf. "Sie liegt in meinem Büro."
"Naja, er ging wohl zuerst in Richtung Ilaydas Haus..." Eigentlich sollte der Satz wohl noch weitergehen, aber Mondkind unterbricht sich und schaut das weitere zunächst mit Überraschung und dann mit Besorgnis an. Sie steht behutsam auf, um den Raben nicht zu erschrecken, und geht soweit auf Lhaya zu, dass sie sie mit einem Ausfallschritt fassen oder notfalls auffangen könnte. Dann konzentriert sie sich ebenfalls und beobachtet das Weitere genau. Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Thomas Michalski am 24. Februar 2010, 17:32:31 Schritte ertönen auf dem Flur, zügig und energisch. Sie nähern sich offenbar zielstrebig der Türe, verharren dort nur kurz. Es klopft, drei Mal, laut.
Bevor eine Chance zur Antwort besteht, öffnet sich die Türe und Gaerion Sturmfels tritt ein, das Gesicht ernst, die Haltung gerade. Er blickt von Lhaya am Fenster zu Mondkind, die Türe hinter sich offen lassend. "Wenn ihr uns bitte alleine lassen würdet, Magistra?" meint er, und es scheint nur bedingt eine Frage zu sein. Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 24. Februar 2010, 21:47:31 Als die Tür auffliegt kräht Klara kurz, spannt ihre Flügel und legt sie erneut an ihren Körper. Scheinbar neugierig betrachtet sie das Geschehen.
Lhaya sitzt ruhig auf dem Stuhl am Fenster, die Augen geschlossen. Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Mondkind am 25. Februar 2010, 10:10:59 Mondkind runzelt die Stirn und mustert den Prytanus eine Sekunde lang, als wollte sie etwas fragen. Doch dann sagt sie nur: "Ist es Euch recht, wenn ich draußen warte, oder wünscht Ihr, dass ich mich weiter entferne?" Bereits während sie spricht hat sie sich erhoben und ist zur Tür gegangen.
Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Thomas Michalski am 25. Februar 2010, 10:57:32 "Das was ich zu sagen habe," erklärt Gaerion, "gilt der Scolaria. Wenn Ihr aber wünscht, wartet vor der Türe. Ihr seht ja, wann ich herauskomme, dann könnt ihr meinethalben Euer ... Gespräch fortsetzen."
Gaerion bleibt ungerührt stehen und wartet, bis die Zimmertüre hinter sich geschlossen wurde, den Blick auf Lhaya gerichtet. "Ich bin hergekommen," setzt er letztlich an, "um über die Prüfung zu reden. Allerdings scheint mir jetzt, als wäre das, worüber ich reden wollte, nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Lhaya, zeig mir, was du in den Händen hältst." Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 25. Februar 2010, 11:04:47 Die Stimme des Prytanus reißt Lhaya letztlich aus der Konzentration. Sie steht auf und geht einen Schritt auf ihn zu.
"Guten Morgen, Prtytnus." Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Thomas Michalski am 25. Februar 2010, 12:05:13 "Morgen, Scolaria." antwortet Gaerion, doch es wirkt kühl, wie er es sagt.
Sein Blick streift wie zufällig die Stelle, an der sonst Lhayas Brosche sitzt, und er wiederholt noch einmal, sehr ruhig und betont: "Zeig mir, was du in den Händen hältst." Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 25. Februar 2010, 12:11:17 "Oh, verzeiht." Dann öffnet sie die Hand und zeigt ihm die Brosche. "Die kennt Ihr ja schon." Ihr Blick haftet auf der Brosche, als erwartete sie darin etwas zu finden. Dann schaut sie Gaerion fragend an.
Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Thomas Michalski am 25. Februar 2010, 12:17:43 "Setz dich, Lhaya." merkt Gaerion an, fährt allerdings fort, ohne ihr zuvor dafür Zeit zu lassen.
"Eine Frage, die sich zwangsläufig an diesem Punkt nun anschließen muss, ist: Warum ruht die Brosche in deiner Hand und nicht an deiner Kleidung, wo, wie ich es verstanden habe, ihr Platz sein soll?" Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 25. Februar 2010, 12:44:18 Ohne auf ihre gute Erziehung zu achten setzt Lhaya sich. "Nachdem ich mit Luft mein erstes kühles Element durchzirkelt habe und gelernt habe, mir Gegenstände gewissermaßen auf anderer Ebene, anzuschauen, wollte ich es auch mit dieser Brosche tun, da sie ja, wie Ihr wisst, gewisse Fähigkeiten hat. Dazu habe ich sie abgenommen. Mir ist durchaus bewusst, dass man mit solchen Dingen nicht leichtfertig umgehen sollte. Alleine habe ich mich nie daran gewagt und würde es auch in Zukunft nicht tun."
Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Thomas Michalski am 25. Februar 2010, 14:15:10 Gaerion atmet tief ein und aus, scheint Lhaya dabei zu mustern.
"Glaubst du, die Brosche steht in einer expliziten Verbindung mit dir?" Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 25. Februar 2010, 14:24:40 Auch Lhaya mustert den Prytanus. "Nun, da sie mir scheinbar Erinnerungen nehmen kann, gehe ich davon aus, ja."
Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Thomas Michalski am 25. Februar 2010, 14:36:38 Gaerion nickt - zustimmend? Anerkennend?
"Als Prytanus Dagonett im Speisesaal deinen gesonderten Status erklärt und erläutert hat - weißt du noch, was er da sagte? Er sagte, dass du 'unter gar keinen Umständen' mit einer wirkenden Verbindungsmatrix in Verbindung gebracht werden sollst. Sogar in Notfällen sollen konventionelle, vulgo profane Methoden ergriffen werden, anstatt gegebenenfalls Magie anzuwenden respektive elementaristisch zu wirken. Nicht?" Gaerion lässt das einen Moment im Raum stehen. "Meinst du nicht, dass, unter diesen hoch ernsten und starken Auflagen, es ebenfalls nicht im Sinne des Dekretes sein kann, dass eine junge Scolaria, die noch nicht mal einem Haus zugewiesen worden ist, im Selbstversuch mit dem Artefakt experimentiert. Ausgerechnet einem Artefakt, dass ganz offenbar eine in dieser Form auch uns bisher unbekannte Kraft besitzt, allumfassend alle noch so basalen Veränderungen des elementaren Grundgefüges abzulenken, zu negieren oder gar zu akkumulieren?" Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 25. Februar 2010, 15:54:30 "Ja, natürlich. Seitdem trage ich auch immer einen Zettel bei mir, auf dem dies geschrieben steht. Nicht, dass jemand das im Zweifelsfall lesen würde, aber in Ermangelung einer besseren Idee habe ich ihn nunmal immer in der Tasche."
"Ich stimme Euch voll und ganz zu, Prytanus, und übe mich diesbezüglich in Geduld. Die Brosche ist schon mehrfach sowohl astral, als auch klerikal, untersucht worden und ich weiß, dass man auf astraler Ebene wohl nur ein... schwarzes Loch... so wurde es bisher immer bezeichnet, sieht und ich gehöre zu den Menschen, die sich Dinge erst einmal genau anschauen, bevor sie irgendetwas anderes tun. 'Den Gegner genau studieren, bevor man irgendetwas unternimmt', wenn Ihr so wollt." Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Thomas Michalski am 26. Februar 2010, 01:04:56 Gaerion wirkt für einen kurzen Moment fast erstaunt.
"Lhaya, nach dem du mir nun, in einer Zeit kürzer als einer Minute, zunächst erklärt hast, dass du - wohlgemerkt vermittels des Elements der Luft - einen anderen Blick auf die Brosche werfen wolltest sowie dass dir schon klar ist, dass es nicht angemessen wäre, wenn eine junge Scolaria bar jeder richtigen Ausbildung Magie auf dieses selbst für das Konzil und die Lehrerschaft dieser Akademie unerklärliche Artefakt lenken würde ... Lhaya, beginnst du zu begreifen, worauf ich hinaus möchte?" Etwas an Gaerions Tonfall ist anders. Er brüllt nicht, wie diverse Male, wenn er mit Xeldron aneinander geraten ist. Er scheint ruhig, vielleicht sogar schon übermäßig ruhig. Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 26. Februar 2010, 10:42:34 "Ihr wollt darauf hinaus, dass ich mich nicht mit diesem Problem auseinandersetzen soll, da Ihr Gefahren dahinter vermutet. Nur bedenkt bitte, dass ich mir nicht einfach etwas mir gänzlich Fremdes angeschaut habe, sondern etwas, das schon mehrfach untersucht worden ist und ein Teil von mir ist. Es sollte nicht mehr und nicht weniger sein, als ein Blick auf etwas, von dem man schon einiges gehört hat, es selbst aber noch nicht gesehen hat. Wenn das Unmut erweckt hat, so bitte ich dies zu entschuldigen."
Lhaya wirkt ebenfalls sehr ruhig. Nur wer sie gut kennt merkt, dass sie sich der Anspannung der Situation durchaus bewusst ist. Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Thomas Michalski am 26. Februar 2010, 12:53:47 "Nein Lhaya." Gaerion holt tief Luft. "Ich will darauf hinaus, dass du dabei warst, einen elementaren Effekt auf etwas zu wirken, was - wie du ja sogar selber sagst - Teil deiner Strukturmatrix ist. Wenn niemand auf deine Struktur einwirken soll, dann schließt dich das mit ein.
Und somit ist es ein Handeln gegen die Auflage, die Prytanus Dagonett im Namen des gesamten Kontils verhängt hat." Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 26. Februar 2010, 13:28:15 "Ja, ich sagte, sie ist ein Teil von mir, auch wenn ich sie nicht als Teil meiner Struktur sehe." Lhaya stockt und blickt etwas abwesend auf die Brosche. Sogleich erhellt sich ihr Gesicht, so als wäre ihr ein Licht aufgegangen.
Im nächsten Augenblick wendet sie sich wieder Prytanus Sturmfels zu: "Aber ich werde mich natürlich vor dem Konzil dafür verantworten." Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Thomas Michalski am 26. Februar 2010, 14:01:54 Gaerion mustert Lhaya erneut streng.
"Ich bin noch nicht fertig, Scolaria." Erneut eine kurze Pause. "Niemand hat etwas vom Konzil gesagt. Aber Lhaya, bist du mit den Regeln der Academia Cantus Harmoniae vertraut?" Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 26. Februar 2010, 14:07:59 Geduldig wartet Lhaya die Pause ab. "Nun, genau genommen habt Ihr mich darauf aufmerksam gemacht, dass ich eine Auflage des Konzils gebrochen habe. Allein deshalb bezog ich mich darauf. Was die Regeln der Akademie anbelangt, ja, sie sind mir bekannt."
Fragend schaut sie Prytanus Sturmfels an. Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Thomas Michalski am 26. Februar 2010, 14:18:37 "Dann sollte dir bekannt sein, dass es den Schülern der ACHT nicht gestattet ist, eigenmächtig auf ihren Zimmern Magie zu wirken. Dazu sind die Übungsräume und -hallen da." Kurz blickt er aus dem Fenster und mustert den Vogel, schaut dann wieder zu Lhaya.
"Das umfasst natürlich auch die Analyse von Artefakten auf einem nicht-profanen Wege." Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 26. Februar 2010, 14:27:09 Lhaya nickt knapp.
Klara stolziert auf dem Sims herum, den Prytanus dabei fest im Auge. Als er seinen Satz beendet hat kräht sie wie am Spieß. "Shhh..." wendet sich Lhaya dem Vogel zu und legt ihm noch ein Stückchen Käse vor den Schnabel, damit er still ist. Sogleich hat der Prytanus wieder Lhayas ganze Aufmerksamkeit Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Thomas Michalski am 26. Februar 2010, 14:34:26 Gaerion wartet einen Moment, ob Lhaya noch etwas sagt, doch als sie schweigt, fährt er fort:
"Womit ich zu den obigen Ausführungen noch einen Verstoß gegen die Regeln des Hauses ergänze, auch wenn das fast schon trivial erscheint in dem Kontext, findest du nicht?" Er räuspert sich. "Kommen wir also zu dem Grund, weshalb ich eigentlich hergekommen bin. Was glaubst du, warum hat Eran deine Teilprüfung beim Aufnahme-Test abgebrochen, Lhaya? Was könnte ihn dazu bewogen haben?" Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 26. Februar 2010, 14:50:15 Wieder kräht der Rabe. Streng schaut Lhaya ihn an, woraufhin er hinaus fliegt und sich auf den nächstgelegenen Baum setzt; so, dass er weiterhin das Geschehen in Lhayas Zimmer beobachten kann. Wie, um wieder ruhiger zu werden atmet Lhaya langsam aus. "Ja, Prytanus."
"Er sagte, die Zeit sei überschritten. Wobei ich sagen muss, dass das allein meine Schuld ist. Es tut mir sehr Leid, falls ich Anja damit etwas verbaut habe." Die Sache mit Anja scheint ihr ehrlich Leid zu tun. Man könnte den Eindruck haben, dass Lhaya jetzt sehr bewusst und betont langsam atmet. In ihrem Gesicht aber spiegelt sich lediglich Ruhe wider. Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Thomas Michalski am 26. Februar 2010, 21:01:18 "Nein Lhaya, das ist nicht der Grund. Und nein, es geht hier auch nicht um Anja, ihr habt ohnehin alle jeweils Einzelbewertungen erhalten." Gaerion schüttelt den Kopf. "Es geht um etwas, was du getan hast, was du tun wolltest.
Und es ist gar nicht so unähnlich dem, über das wir gerade sprachen." Bei seinen letzten Worten hat Gaerions Stimme etwas scharfes, hartes an sich: "Denk nach, was meinst du, könnte es sein?" Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 27. Februar 2010, 00:18:08 Bei Gaerions erstem Satz schaut Lhaya ihn verdutzt an, dann erleichtert und erneut verdutzt. Als sein Tonfall sich ändert, wendet Lhaya ihren Blick schlagartig von ihm ab. Ihr Blick geht ins Leere, ein Flackern in den Augen. Sie fängt ein wenig an zu zittern. Nachdem sie kurz die Augen geschlossen und tief durchgeatmet hat ist das alles vorbei und sie wendet sich, wie zuvor, Gaerion zu. Fast wie zuvor. Etwas in ihr scheint sich verändert zu haben. Es wirkt, als hätte sie Schwierigkeiten ihre Gedanken zu sortieren.
"Ich weiß, dass ich in diesem Teil der Prüfung sehr viel geredet habe und mit Sicherheit auch ziemlich wirr... aber die Teilprüfung endete kurz nachdem die Tochter sagte ihr sei kalt und ich versuchte ihr eine Kerze anzuzünden, an der sie zumindest ihre Hände wärmen kann. Ich dachte zuerst, dass sie zu viel Eis in sich trägt, aber dann hieß es er habe ihr ihre Gefühle genommen, womit sie ja nicht mehr in ihr waren, weshalb das Problem am Vater lag." Während Lhaya spricht geht ihr Blick durch Gaerion hindurch. Sie scheint sich immer wieder zwingen zu müssen ihrer eigenen Erzählung zu folgen. "Sie sagte, man bräuchte Gefühle, um Magie... wirken... zu können... Unsinn... Ich weiß, dass - zumindest in der Theorie - die Möglichkeit besteht einem Menschen Elemente zu entziehen... Ja, das habe ich auch erwähnt... Aber von soetwas habe ich nicht die leiseste Ahnung. Ich kann mich äußerst glücklich schätzen, wenn ich es schaffe ein Fünkchen Vita von einem Gänseblümchen in ein anderes zu schieben." Zum Ende ihres Monologes hin wirkt sie wieder wie sie selbst. Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Thomas Michalski am 27. Februar 2010, 12:26:27 "Lhaya!" Es ist mehr ein Zischen, wie er es sagt.
"Eran hat die Prüfung abgebrochen, weil er Sorge hatte, dass du gleich zaubern würdest. Und natürlich ist es möglich, jemandem das Eis zu entziehen. Lix und Ayla, zwei der besten Schülerinnen, die dieses Haus hier je gesehen hat, die haben das einmal gemacht. Unter großem Aufwand. Mit mehreren Adepten, einem Prytanus, einem Gardisten und Falken als Aufsicht. Und es war dennoch gefährlich. Du", er zeigt auf Lhaya, "kannst das nicht. Du", er zeigt nun auf die Brosche, "kannst das absolut nicht." Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 28. Februar 2010, 00:55:09 Lhaya schaut ihn ungläubig an. "Dass ich würde? Wie um alles in der Welt hätte ich das denn anstellen sollen? Ganz abgesehen davon, dass ich damit gegen den Grund handeln würde, aus dem ich hier bin." Dann kaum hörbar, fast wie in Trance. "Menschen vor dem zu schützen, was ich bin"
Dann wieder gefasst und ruhig: "Nichts dergleichen hatte ich vor. Allein schon aufgrund der Tatsache, dass es in der Praxis unmöglich wäre. Ich muss aber auch gestehen, dass ich in diesem Prüfungsteil Mühe hatte mich auf das eigentliche Ziel zu konzentrieren und aus dieser Unsicherheit heraus ziemlich viel geredet habe, wobei ich mir ziemlich sicher bin, dabei nicht all zu genau auf meine Wortwahl geachtet zu haben. Nachdem Ihr mich dafür sogar aufgesucht habe, gehe ich davon aus, dass meine Worte sogar äußerst unbedacht gewählt waren, was mir - um ehrlich zu sein - recht peinlich ist, da... ich es einfach nicht gewohnt bin dahingehend so nachlässig zu sein." Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Thomas Michalski am 28. Februar 2010, 02:10:21 "Ganz davon zu schweigen, dass die ACHT schon immer großen Wert darauf gelegt hat, dort, wo es möglich ist, einen profanen Weg zu gehen. Das ist den anderen Gruppen bei dieser Aufgabe auch durchaus gelungen. Überhaupt die ... Abkürzung über den Elementarismus in Erwähung zu ziehen ist enttäuschend und zeugt davon, dass fundamentale Grundsätze unseres Hauses offenbar nicht richtig begriffen worden sind."
Gaerions Blick wandert erneut zum Fenster. "Was die Prüfung betrifft, so steht da im Moment nun dein Wort gegen das der Prüfer." Er blickt zurück. "Was soll ich da glauben, Lhaya? Vor allem nach dem, worüber wir heute schon sprachen?" Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 28. Februar 2010, 11:07:44 Ein heiseres, zynisches Lachen gurgelt Lhaya in der Kehle. "Abkürzung..." Ihr Tonfall bei diesem einen Wort zeigt Verachtung. Wovor? Vor dem Prytanus? Vor der Idee der 'Abkürzung über den Elementarismus'?
"Prytanus, ich gewinne langsam den Eindruck, Ihr hörtet mir nicht zu. Ich habe nie behauptet, dass ich nicht über solch etwas geredet habe. Ich weigere mich aber zu sagen, dass ich versucht hätte einen Zauber auf Eran oder Tessa zu wirken, denn das wäre eine Lüge." "Wie Ihr letztlich entscheidet, bleibt Euch überlassen. Darauf habe ich keinen Einfluss." Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Thomas Michalski am 28. Februar 2010, 15:04:31 Gaerion holt hörbar Luft. Er scheint für einen Moment inne zu halten und seine Wort abzuwägen, bevor er mit leiser, aber scharfer Stimme fortfährt: "Ich habe in meinen nunmehr drei Jahren als Prytanus manchen Akt der Arroganz und Selbstgefälligkeit erlebt, aber anscheinend bisher das obere Ende der Messlatte noch immer nicht erreicht gehabt.
Ich höre dir nicht zu, sagst du? Glaube mir, ich habe jedes Wort sehr wohl gehört..." Noch einmal holt er tief Luft. "Lhayarana von Minnenstein, als Konsequenz aus unerlaubter elementaristischer Praxis auf den Zimmer, insbesondere im Zusammenhang mit einem vom Konzil als mit Obacht zu bedenkenden Artefakt, sowie in direkter Zuwiderhandlung gegen eine Auflage des Konzils der Academia Cantus Harmoniae zu Tharemis, ausgesprochen durch den Prytanus Cryo Andariel Dagonett, sei dir hiermit ein vollständiges und uneingeschränktes Verbot der Nutzung jedweder Magie verhängt. Es gibt zu diesem Verbot keine Ausnahmen, keinen Notfall, der einen Verstoß rechtfertigen, keinen Magister, der das Verbot aufheben kann. Auf direkte Anweisung eines Prytanus dieser Akademie kann das Verbot temporär oder vollständig aufgehoben werden. Es gilt auch für die Lehrveranstaltungen in unserem Haus. In der dadurch freiwerdende Zeit sollte zum erneuten Besuch der grundlegenden Theorieveranstaltungen genutzt werden. Dann ist vielleicht auch klar, warum die Untersuchung der Brosche auf auraler Ebene schon im Grundsatz Unfug war." Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 28. Februar 2010, 18:21:44 Als der Prytanus anfängt zu reden, hört Lhaya interessiert zu. Ist Erleichterung in ihrem Gesicht zu sehen, als er sagt, er habe jedes Wort gehört?
Als er zum zweiten Mal ansetzt, entgleiten Lhayas Züge für einen kurzen Augenblick, aber sie fängt sich schnell wieder und hört geduldig zu. Nachdem er seine Litanei geendet hat, wirkt Lhaya etwas überrascht, allerdings nicht negativ überrascht. Erwartet sie etwa noch etwas? "Gut." sagt sie und nickt, da sie das Gefühl hat, irgendetwas dazu sagen zu müssen, aber sehr offensichtlich nicht genau weiß, was. Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Thomas Michalski am 28. Februar 2010, 21:44:10 Lhaya scheint einen richtigen Ton getroffen zu haben, denn Gaerion nickt nur, bevor er fortfährt.
"Weiterhin solltest du dir darüber klar sein, dass ein weiterer Verstoß geahndet wird. Sehr ernst geahndet, je nach Ausmaß des Verstoßes mit einem Strafmaß, wie diese Akademie es in der letzten Dekade nicht gesehen hat. Ich hoffe, wir sind uns auch in diesem Punkt einig." Dieses Mal scheint es ein rhetorischer Einwand gewesen zu sein. "Ich werde das Konzil über dieses Gespräch informieren und über das Strafmaß, das ich verhängt habe. Wir werden sicherlich unter uns sieben noch weiter darüber sprechen, ob weitere Konsequenzen angemessen sind. Gegebenenfalls keine weiteren direkt für dich, sondern für die Schülerschaft als solche. Denn die Lektion scheint sich so lange zu wiederholen, bis wir unseren Teil gelernt haben: Offenbar führt zu viel Freiheit doch meist dazu, dass Schülerinnen und Schüler sich in unnötige Gefahr begeben, weil sie glauben zu wissen, was sie tun. Ich möchte nicht schon wieder Schüler über Monate auf der Krankenstation besuchen müssen, weil alle glaubten, die Situation sei schon unter Kontrolle..." Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 28. Februar 2010, 22:07:17 "Ja, Prytanus." nickt sie.
Nachdenklich blickt sie aus dem Fenster. "Ich denke, bevor man lernt Kontrolle über seine Taten zu haben, sollte man zuerst lernen Kontrolle über sich selbst zu haben. Leider ist genau das leichter gesagt, als getan." Sie beginnt, auf ihrer Unterlippe zu kauen, dreht sich dann zu Gaerion um: "Prytanus, dürfte ich Euch noch etwas fragen?" Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Thomas Michalski am 28. Februar 2010, 22:47:07 Interesse schimmert in Gaerions Augen auf und er blickt Lhaya aufmerksam an.
"Sicher, Lhaya. Worum geht es?" Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 28. Februar 2010, 23:02:43 "Es geht um Illusionen... Entschuldigt bitte die banale Fromulierung, aber in Ermangelung der fachlichen Kompetenz kann ich leider nur recht dürftig beschreiben, worum es mir geht." Nach kurzer Überlegung: "Wirkt eine Illusion grundsätzlich nur wie das, was derjenige, der sie hervorgerufen hat, im Kopf hatte, als er sie... nun... hervorrief, oder ist es auch möglich eine Illusion hervorzurufen, die sich demjenigen anpasst, der sie betrachtet?"
Noch bevor der Prytanus irgendetwas antworten kann fügt sie schnell hinzu: "Nein, ich will nichts dergleichen ausprobieren, ich will einfach nur wissen, was möglich ist und was nicht, da ich mich bei einigen Begebenheiten nicht dazu durchringen konnte sie einen Zufall zu nennen." Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Thomas Michalski am 28. Februar 2010, 23:12:49 Der Prytanus wirkt sichtlich überrascht, als er antwortet:
"Das kommt ganz darauf an, was genau gemacht werden soll und wie genau der Effekt funktioniert. Und wie du 'Illusion' definierst. Das, was wir in Haus Luft gemeinhin machen, sind im wahrsten des Wortes Luftbilder. Die nehmen die Form an, die der Wirkende ihnen gibt. Aber natürlich endet das Spektrum damit nicht. Emotionsbasierte Effekte etwa würde ich gegebenenfalls auch unter den illusionistischen Effekten verbuchen. Etwa, in dem du Leuten suggerierst, dass sie etwas wollen,mögen oder attraktiv finden. Mir fallen spontan Methoden ein, wie man das über Wasser, Feuer oder Humus realisieren könnte. Aber das, was du vermutlich meinst, also ein Trugbild, in dem aber jeder etwas anderes sieht, wäre nur als ein sehr, sehr, sehr extrem komplexer Effekt möglich. Wenn überhaupt. Also beispielsweise die Verschleierung einer Person, die von jedem als ein eigener Angehöriger wahrgenommen wird ... das ist extrem kompliziert zu konzipieren. Beantwortet das deine Frage? Wenn ja, so habe ich eine Gegenfrage." Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 28. Februar 2010, 23:18:33 "Ja, das beantwortet sie." Lhaya wirkt zufrieden. "Nur zu."
Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Thomas Michalski am 28. Februar 2010, 23:24:06 "Warum fragst du?"
Gaerion lächelt kurz, zum ersten Mal, seit er eingetreten ist. "Und ich akzeptiere 'Och. nur so aus Interesse' nicht als Antwort. Das hatte ich in letzter Zeit schon zu oft..." Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 28. Februar 2010, 23:39:36 "Ja, es ist Interesse." Auch über Lhayas Gesicht huscht ein Lächeln, doch dann wird sie wieder ernst, sammelt sich kurz und fährt fort. "Interesse an der Illusion, dem Trugbild, das mir während der Prüfung begegnet ist."
Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Thomas Michalski am 28. Februar 2010, 23:44:11 "Solltest du das meinen, was auf Eran lag," schließt Gaerion, während er die Zimmertüre öffnet, "das war keine individuelle Illusion, sondern einfach ein Allgemeinwerk. Nichts besonders erwähnenswertes."
Der dreht sich noch einmal um. "Guten Tag, Scolaria." Und geht. Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 28. Februar 2010, 23:52:54 "Danke."
Sie scheint etwas verwirrt, ob der Tatsache, dass er so plötzlich geht und ruft ihm noch ein "Guten Tag." hinterher. Vorsichtig lugt sie aus der Tür, ob Mondkind noch da ist. Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Mondkind am 01. März 2010, 13:50:35 Mondkind steht ein paar Schritte von Lhayas Zimmertüre entfernt auf der gegenüberliegenden Seite des Ganges. Sie hält eine Teetasse mit dampfenden Tee in der Hand und blickt mit besorgter Mine dem Prytanus hinterher. Dann wendet sie sich Lhaya zu und sagt leise: "Soll ich wieder reinkommen oder brauchst Du erstmal Zeit für Dich?" Dabei macht sie allerdings schon einen halben Schritt auf Lhaya zu.
Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 01. März 2010, 15:22:44 "Komm ruhig herein." lächelt Lhaya freundlich. Noch einmal schaut sie dem Prytanus hinterher, bevor sie hinter sich und Mondkind die Türe schließt.
"Ich hoffe, es hat nicht all zu lange gedauert. Es ist so viel passiert, ich hoffe, ich vergesse jetzt nichts." Nachdem Lhaya den Faden des vorherigen Gesprächs wiedergefunden hat, fährt sie fort: "Was Mandrion angeht, so habe ich nich die geringste Ahnung, Prytanus Sturmfels kam zu früh herein. Eigentlich wollte ich ihn noch nach Mandrion fragen, aber bevor er mir dann erzählt hätte, dass mich das nichts anginge, habe ich es lieber gelassen." Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Mondkind am 02. März 2010, 00:07:35 "Was war denn los? Er kam ja wirklich hereingestürmt, als wäre etwas extrem wichtiges und eiliges passiert... Alles in Ordnung bei Dir?"
Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 02. März 2010, 07:58:43 "Och, joa, außer, dass ich wahrscheinlich bis zum Ende meines Lebens als Scolaria in Haus Eis versauern werde. Aber dazu später." Sie wirkt plötzlich ganz aufgeregt, fast wie ein Kind, dass etwas entdeckt hat und es unbedingt erzählen will. "Es gab da ein paar Dinge... Und ich glaube nicht, dass das alles nur Zufall war. Wie viel Zeit ist vergangen, zwischen dem Abnehmen der Brosche und seiner Ankunft hier?"
Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Mondkind am 02. März 2010, 10:24:42 "Ich bin mir nicht sicher, aber es kann nicht viel gewesen sein... vielleicht eine Minute oder so, höchstens... Wieso? Glaubst Du, es hatte etwas damit zu tun, dass er aufgetaucht ist?" Mondkind schaut, ob Lhaya die Brosche wieder angelegt hat.
Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 02. März 2010, 12:24:59 Während Lhaya sich die Brosche wieder ins Gewand pikst antwortet sie: ."Ja, das denke ich. Es kann natürlich nur ein dummer Zufall gewesen sein, aber Du hättest seinen Blick sehen sollen, als ich sagte man müsse den Feind erst gut studieren, bevor man auch nur daran denkt zu handeln. Und als ich ihn auf die Illusion bei der Prüfung angesprochen habe, da ist er dem ganzen doch recht schnell ausgewichen. Wie gesagt, es kann alles Zufall sein, aber es werden mir langsam zu viele Zufälle. Du hättest sehen sollen, was für einen Terz Klara gemacht hat, zwischendurch."
Nachdem der Prytanus das Zimmer verlassen hat, hat der Rabe sich wieder zum Sims begeben. Liebevoll streicht Lhaya ihm über den Kopf. "Es tut mir Leid, dass ich Dich verscheucht habe, meine Kleine, aber ich wollte nicht, dass Dir etwas passiert." Dann Mondkind zugewandt: "Oh, und er hat mir abgekauft, dass ich mir das 'schwarze Loch', das diese Brosche ist mal anschauen wollte. Naja, stimmte ja auch. Nur wonach ich suchte habe ich ihm nicht gesagt." Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Mondkind am 02. März 2010, 17:57:00 "Also so wirklich habe ich das immer noch nicht verstanden, was Du meinst mit dieser Illusion... das irgendjemand, etwa der Prytanus, eine Illusion gewirkt hat, die darauf abzielte, Dich im speziellen etwas sehen zu lassen, was vielleicht etwas anderes war, als andere Leute gesehen haben?"
Mondkind scheint verwirrt. "Und warum hast Du ihm nicht gesagt, worum es ging? Ich meine, glaubst Du, es könnte sich irgendwie negativ auswirken, wenn er wüßte, dass Du auf eine Nachricht von Mandrion wartest? Klingt fast so, als würdest Du ihn verdächtigen, auch zu diesen Leuten zu gehören..." Der letzte Satz klingt eher scherzhaft, so als ob Mondkind nicht glauben würde, das Lhaya das ernsthaft in Betracht ziehen würde. Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 03. März 2010, 01:01:18 Lhaya lässt sich auf den Stuhl am Fenster fallen und stützt ihren Kopf auf ihre Hände. Sie scheint einen Punkt auf dem Tisch ganz besonders zu begutachten, als sie beginnt: "Nein, das meine ich nicht... Jedenfalls nicht so. Es gab da nur immer wieder Momente, die mich... die mich an die letzten Stunden im Hause meiner... Familie... erinnerten... Es gab einfach ein paar Ähnlichkeiten, die mich ganz kirre machten. Ich musste mich ziemlich darauf konzentrieren, dass es lediglich eine Prüfung war und... Ach, ich weiß auch nicht. Ich hab ja auch versucht, es mir auszureden, aber... Naja, deshalb fragte ich auch nach den Illusionen."
"Wie hätte ich denn erklären sollen, dass die Brosche nicht da war, wo sonst immer? Seine erste Frage war ja, was ich denn in meiner Hand hielte. Dann meinte er, ich hätte gegen den Erlass des Konzils verstoßen, da ich sie mir angeschaut hätte und damit auf sie gewirkt hätte. Aber sie schluckt ja jegliche Kraft, die man in sie hinein steckt. Da sie aber nicht an mir gezuzelt hat - zumindest nicht mehr als jetzt gerade zum Beispiel - verstehe ich nicht, wieso es verboten gewesen sein soll. Jedenfalls ist mir jetzt alles in diese Richtung verboten. Und er sagte ein auraler Blick auf die Brosche sei absoluter Unsinn." "Was Mandrion angeht, so wollte ich einfach weitere Fragen vermeiden. Prytanus Sturmfels ist einfach nicht der Mensch, dem ich Dinge anvertrauen würde. Vielleicht gehört er dazu, vielleicht auch nicht. Ich habe es in Betracht gezogen, ja." Lhaya kramt in ihrer Tasche und zieht einen Brief hervor. Sie klappt ihn auf. Er ist mit einem schwarzen Vogel unterzeichnet. Kurz sucht sie eine Passage und hält Mondkind dann den Brief zum Lesen hin. "Da. Ich soll mich auf der Sturmbraut einfinden. Und wo bin ich gelandet? In den Öllanden. Und wer war noch dort? Die halbe Akademie. Dann sitzt er daneben, während Florian das merkwürdige Artefakt untersucht. Als Lix es ihm zur Begutachtung gibt, mit der Anmerkung, dass es Magie frisst, bewegt er kurz seine Finger darüber, sagt 'oh' und gibt es mit einem gleichgültigen Schulterzucken zurück und ging seitdem nie wieder darauf ein. Das Nächste ist das Verbot es mir auch nur anzuschauen, nachdem er den Raum betreten hat kurz nachdem ich es mir anschaute? Also ich finde das seltsam. Ach ja, und Eran soll ihm erzählt haben, dass ich während der Prüfung einen 'Zauber' auf Tessa sprechen wollte und Eran deshalb die Prüfung abgebrochen habe. Das kann aber auch nicht sein. Ja, ich habe mit Anja darüber geredet, dass ich von Leuten weiß, die zu viel Eis in sich trugen und auch darüber, dass dieses - theoretisch - herausgezogen werden kann. Zwischen dem Punkt und dem Prüfungsende lag allerdings noch eine Weile. Außerdem hat Eran mir als Begründung für das Ende die Zeitüberschreitung genannt und ich weiß nicht, weshalb er mich anlügen sollte. Danach haben wir uns noch unterhalten. Auch über die 'zu viel Eis'-Diskussion und er fragte, ob ich soetwas wirklich hätte tun wollen. Woraufhin ich ihn nur sehr irritiert anschaute und fragte, wie um alles in der Welt ich das denn angehen sollen. Ich hätte ihr ein Manifesto Vita auf die Stirn drücken können, mit dem Effekt, dass wir wahrscheinlich alle am Boden gelegen hätten." Leicht genervt schüttelt Lhaya den Kopf. "So ein Blödsinn. Jedenfalls kam der werte Prytanus schnurstraks hier hereinspaziert, was darauf schließen lässt, dass er nicht gewillt war mich überhaupt anzuhören. Naja, das Gefühl hatte ich auch im weiteren Verlauf des Gesprächs. Wenn man gebetsmühlenartig innerhalb von kurzer Zeit immer wieder das gleiche erklärt und das Gegenüber in keinster Weise darauf eingeht, sondern immer nur Anschuldigungen bringt, dann redet man gewissermaßen gegen eine Wand. Genau so fühlte ich mich dabei." Nach längerer Zeit macht Lhaya auch mal eine kurze Pause. Als ihr Gemüt sich wieder etwas abgekühlt hat, spricht sie weiter: "Ich weiß nicht, ob das alles irgendwie zusammenhängt, aber ich werde es herausfinden. Ich werde versuchen mit an so viel wie möglich zu erinnern, von dem was ich auf der Reise mit und dann ohne Ta-hi gesehen habe. Einiges habe ich schon aufgeschrieben. Vielleicht ergibt sich ja irgendwann ein klareres Bild." Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Mondkind am 03. März 2010, 10:33:10 Mondkind lauscht und runzelt hin und wieder die Stirn. Schließlich sagt sie: "Also gut, eins nach dem anderen und die Karten auf den Tisch: Hast Du während der Prüfung zu irgendeinem Zeitpunkt tatsächlich geglaubt, dass das vor Dir dein Vater sein könnte? Bzw. dass Du Deinen Vater siehst? Ich meine, dass ist ja ein erheblicher Unterschied, ob sich jemand einfach nur so verhält wie jemand anderes, oder ob man ihn wirklich dafür hält, bevor einem einfällt, dass es die Person eigentlich nicht sein kann."
"Was meinst Du mit, er hat Dir alles in diese Richtung verboten? Er hat Dir jegliche Erforschung des Artefakts verboten?" An dieser Stelle klingt Mondkind ein wenig ungläubig und verärgert. "Das gibt mir allerdings auch zu denken..." Nach der Erzählung zu den Erlebnissen meint Mondkind: "Hmm, das ist allerdings merkwürdig... ich meine, es hätte ja auch ein Gefahr davon ausgehen können - was heisst hätte, es ist ja letztlich so - ich meine, da hätte ich auch erwartet, dass er sich mehr dafür interessiert... wobei Du damals noch nicht in die ACHT eingetreten warst, oder?" Mondkind überlegt. "Nicht alle Leute sind so... übermäßig neugierig, was Artefakte anbetrifft, und dazu immer darauf aus, dem nächsten das Leben zu erleichtern, wie ich. Naja. Vielleicht dachte er, dass Phönixflug sich darum kümmern wollte?" "Ich würde nochmal mit Eran sprechen. Nicht gerade sagen: "Du, der Prytanus hat das und das gesagt und das stimmt nicht", sondern ich würde das Gespräch offen angehen und ihn nochmal fragen, warum er abgebrochen hat und ob er den Eindruck hatte, dass Du so aufgeregt warst, dass Dir vielleicht etwas Magie hätte "entflutschen" können oder so... Vielleicht sind da einfach Dinge nicht richtig kommuniziert worden." Mondkind lehnt sich kurz zurück und nippt an ihrer Tasse. Plötzlich verfinstert sich ihre Miene. "Wenn Du gerade begonnen hattest, etwas Magie auf die Brosche zu wirken, und er dann - und DESWEGEN - hereingestürmt kam, lässt das eigentlich nur zwei Schlußfolgerungen zu: Entweder er überwacht diesen Raum bzw. Dich als Person, oder er steht selbst in Verbindung zu der Brosche. Ich kann nicht sagen, dass ich irgendeiner dieser Alternativen etwas abgewinnen könnte." Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 03. März 2010, 11:38:22 "Nein, nicht dass er es sei. Nur das Verhalten zum Teil... und die Situation. Das Ganze darum, dass sie es sich selbst ausgesucht habe und dass sie so undankbar sei, nachdem was er alles für sie getan habe." Lhaya atmet nochmals tief durch. "Diese abfällige, verachtende Art. Naja, und da schon Prytanus Dagonett Dinge zu wissen scheint, da war die Vermutung, dass es sich mit Prytanus Sturmfels ähnlich verhalten könnte auch nicht weit." Plötzlich stockt sie kurz. "In dem Moment war ich richtig froh, die Brosche zu haben."
"Er hat mir unter anderem verboten, es mir anzuschauen, als würde ich einschlafen, um Zosimus' Worte noch einmal zu zitieren, denn damit hätte ich gegen den Erlass von Prytanus Dagonett gehandelt. Du erinnerst dich? Was er im Speisesaal sagte, dass niemand etwas strukturänderndes auf mich wirken dürfe? Naja, jedenfalls ist mir alles was auch nur im Ansatz etwas mit praktischer Magie zu tun hat verboten, so lange bis ein Prytanus es sich anders überlegt." "Nein, damals war ich noch nicht in der A.C.H.T. Sicher ist jeder Mensch da anders, aber trotzdem fand ich es seltsam. Oh, noch etwas fällt mir da ein. Als wir zur Einweihung der Ayd'Owl in Engonien waren, da hat sich Prytanus Sturmfels mit ein paar Scolarii zum Üben der Manifesti getroffen. Fenya hat mich mit dazu geholt, woraufhin Prytanus Sturmfels etwas überrascht schaute und sagte, das würde für mich dann ja nur theoretisch werden. Ich bin mir grade unsicher, was zu dem Zeitpunkt schon allgemein bekannt war, über die Brosche." Sie grübelt angestrengt. "Ich weiß es nicht. Ist jetzt ja auch egal." "Ich denke auch, dass es ein Kommunikationsproblem war, aber egal was ich dem Prytanus sagte, ich bekam nur zu hören, wie arrogant und unfähig ich sei. Dann wurde ich natürlich auch bockig." Lhaya kaut nachdenklich auf ihrer Unterlippe herum. "Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Eran das so weitergegeben hat. Wie gesagt, wir haben ja noch darüber gesprochen, direkt im Anschluss." "Entflutschen?" Lhaya zieht eine Augenbraue hoch und grinst. "Weißt Du, ich kenn da jemanden, der da immer sehr hungrig ist und das direkt wegzuzelt." und blickt auf ihre Brosche hinab. "Naja, wenn ich de facto etwas gewirkt hätte, dann hätte sie das ja verschluckt, also hätte mir dann irgendetwas fehlen müssen. Sie hat aber nicht gezuzelt, also kann das nicht sein, dass ich explizit etwas darauf gewirkt habe. Ich habe mich einfach darauf konzentriert und geschaut, was es da so gibt. Nicht, wie damals, an der Brücke, oder so. Da war ich noch lange nicht. Eher von außen da Ganze betrachtet." "Was wieder zu dem Punkt führt, an dem ich sagte, dass ich der Meinung sei, man müsse seinen Feind gut studieren, bevor man anfängt zu handeln. Da war etwas in seinem Blick. Mir persönlich gefällt keine der beiden Optionen, weder das Überwachtweden, noch die direkte Verbindung. Es irritiert mich einfach, dass er einfach hereingerannt kam, ohne ein 'herein' abzuwarten. Deshalb gehe ich nicht davon aus, dass es 'nur' wegen der Prüfung war." Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Mondkind am 03. März 2010, 19:48:31 Mondkind schüttelt irritiert den Kopf. "Ich hatte die Mitteilung von Prytanus Dagonett so verstanden, dass niemand Heilzauber auf Dich wirken soll... oder von mir aus Verwandeln oder so - das würde ich unter Strukturveränderung verstehen. Ich bin nicht davon ausgegangen, dass man überhaupt nichts auf Dich wirken darf - ein Hellsichtzauber zum Beispiel, also wie die "aurale Sicht", der ändert ja nicht die Struktur." -
"Wobei, natürlich wird diese Auffassung vertreten. Aber ich teile sie nicht. Aber wie auch immer" - Mondkind versucht den Faden wieder zu finden, "ähmmm wenn er Dir alle praktische Magie verboten hat, also selbst zu wirken, wie sollst Du denn dann lernen? Wie sollst Du weiter üben, Deine Kräfte zu kontrollieren?" Mondkind klingt jetzt offensichtlich verärgert und steigert sich noch ein bisschen hinein. "Ich meine, diese Leute haben Dir aufgetragen, Deine Kräfte zu kontrollieren, damit Du keine Gefahr mehr für andere bist. Das kannst Du aber nicht lernen, wenn Du nicht zaubern darfst. Wer weiß, was sie anstellen, wenn sie mitkriegen, dass Du nicht mehr zauberst - und das können sie ja, über die Brosche. Und Überwachung, das ist ja wohl das allerletzte!" Mondkind hat sich richtig heiß geredet und einen Moment lang sieht es aus, als wolle sie dem Prytanus hinterherstürmen, um ihm die Meinung zu sagen. Doch dann lehnt sie sich zurück, beobachtet Lhaya genau und fragt: "Das scheint Dich aber nicht besonders aufzuregen... Warum nicht? Ich meine, Du regst Dich darüber auf, dass er Unrecht hat und Dir nicht zuhört, aber dass er Dir verbietet, weiter praktisch zu lernen, das regt Dich nicht auf?" Sie klingt verwundert. Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 03. März 2010, 21:08:10 "Richtig. So habe ich Prytanus Dagonett auch verstanden. Im Grunde genommen nix auf mich, oder die Brosche wirken, was denjenigen anzapfen könnte. Naja, Prytanus Sturmfels sieht das wohl anders."
"Da gebe ich Dir Recht, das kann ich dann nicht lernen, aber solange ich die Brosche trage muss ich das auch nicht mehr so sehr kontrollieren, wie früher. Fragt sich nur, was passiert, wenn ich sie nicht mehr habe. Wobei wir wieder bei der Frage wären, weshalb sie tut, was sie tut." Als Mondkind sich derartig in Rage redet schaut Lhaya ziemlich besort. So hatte sie Mondkind noch nie erlebt. Sie steht auf und legt Mondkind die Hand auf die Schulter. "Wieso glaubst Du, dass sie das merken werden? Meinst Du, sie würden dann glauben, ich hätte alles unter Kontrolle und würde sich das Ding dann wieder unter den Nagel reißen?" Ein Anflug von Panik huscht durch Lhayas Gesicht. "Nun, überwacht wurde ich ja eh schon." Sie zeigt auf die entsprechende Passage in dem Brief. "Es regt mich auf, dass ich jetzt in Haus Eis stecken bleibe. Es gibt Häuser, die wären mir wesentlich lieber gewesen. Das Einzige, was mich wirklich stört ist, dass ich - nach Sturmfels'scher Definition - nicht an der Brosche weiterarbeiten kann, außer Bücher über seltsame Artefakte zu wälzen... Und das darf ich noch nicht einmal allein, als Scolaria. Was den Rest angeht... bisher bin ich auch ohne ausgekommen... Es gibt Schlimmeres." Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Mondkind am 04. März 2010, 12:54:20 Mondkind schüttelt den Kopf. "Nun, wie Du ja weißt" sagt sie mit einem feinen Lächeln", komme ich phasenweise auch ganz gut ohne das Wirken von Magie klar. Aber ich glaube, etwas viel Schlimmeres, als dass mir jemand verbieten würde zu lernen, kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Ich mag da ein wenig speziell sein, aber... lernen ist leben. Und grau ist alle Theorie - gut sie zu kennen, aber Du willst doch schließlich Elementaristin werden und nicht Hermetikerin - Du musst es fühlen lernen - und wie sollst Du das, ohne zu wirken? Das ist, als würde man vom einer Taube im Käfig erwarten, dass sie fliegen lernt." Mondkind klingt immer noch ein wenig entrüstet.
"Ich denke, ich werde, wenn Du einverstanden bist, mit dem Prytanus sprechen und ihn bitten, das Verbot wieder aufzuheben bzw. zumindest soweit zu lockern, dass Du zumindest unter der Ausicht anderer Prytani oder Magister üben kannst. Dann kannst Du zumindest in den regulären Stunden üben und vielleicht mit mir ab und an.... ich glaube, dass ist wirklich sehr wichtig. Wobei es vermutlich sinnvoll ist, ein paar Tage zu warten, bis sich die Gemüter wieder etwas abgekühlt haben." Plötzlich fällt ihr wieder Lhayas Frage ein. "Nein, eher das Gegenteil. Ich denke, wenn sie merken, dass Du die Brosche nicht mehr "auflädst" bzw. sie nichts mehr absorbiert, weil Du nichts mehr wirkst, dann denken sie vielleicht, dass Du Deine Pläne, Elementaristin zu werden, aufgegeben hast, und versuchen erneut, Dich unter Druck zu setzen.... " Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 04. März 2010, 14:15:08 "Ja", lächelt Lhaya, "ich weiß. Im Grunde genommen gebe ich Dir auch Recht. Aber es ist jetzt auch nicht so, als hätte ich Blut geleckt und wäre total begierig darauf." Sie zuckt mit den Schultern. "Ich werde einfach das tun, was ich immer gemacht habe, nur dass es mich jetzt praktisch keine Mühe mehr kostet. Das ist das Problem daran. Durch die Brosche bin ich ziemlich nachlässig geworden, was meine Selbstkontrolle angeht. Daran kann ich ja in der Zeit wieder arbeiten, für die Zeit nach der Borsche... sozusagen..."
"Es hieß explizit, dass nur ein Prytanus das Verbot temporär, oder allgemein, aufheben kann. Auch die Notfall-Klausel gilt für mich nicht, wobei es keine Notfälle gibt, die ich mit meinen drei krüppeligen Manifesti lösen könnte. Ich glaube, das Ganze sollte dazu dienen, dass ich zu verstehen lerne, dass man alle Probleme auch normal lösen kann, was für mich eine ganz neue Herangehensweise ist." Lhaya räuspert sich und zieht dabei ihre Augenbrauen hoch. Sie schüttelt entschieden den Kopf. "Nein, ich werde ihm nicht hinterherkriechen. Er mag Recht haben in der Behauptung, ich sei arrogant und selbstgefällig, aber es hat zu lange gedauert wieder ein Grundmaß an Stolz aufzubauen, als dass ich jetzt anfangen würde zu buckeln." Wieder etwas ruhiger. "Er hat beide Seiten angehört und entschieden." "Hmm, das kann natürlich auch gut sein. Naja, meine Pläne sind nicht Elemenatristin zu werden, sondern das was in mir steckt einfacher kontrollieren zu können. In dem Brief stand ja auch nicht explizit 'Geh zur Akademie'. Im Grunde genommen stand da das Gegenteil, nämlich, dass ich aus Condra verschwinden soll, zumindest zeitweise." Sie lässt sich resignierend auf den Stuhl fallen. "Die Vögel sollen bloß um ihren eigenen Kram kümmern. Aber sie hätten mir wenigstens zurück schreiben können. Allein schon aus Höflichkeit. Und Mandrion könnte auch mal was von sich hören lassen." Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Mondkind am 05. März 2010, 10:24:28 "Nun ja, das solltest Du auf jeden Fall. Ich meine, sich selbst zu kontrollieren hat ja nicht unbedingt etwas mit Magie zu tun... auch MIT der Brosche könntest Du jemandem unberechtigterweise an die Gurgel gehen, wenn Du Dich nicht unter Kontrolle hast. In dem Bereich solltest Du sicher nicht nachlässig werden."
"Also, diese Argumentation kann ich jetzt nicht so wirklich nachvollziehen. Und ja, natürlich sind diese Vorgaben zu respektieren - deshalb habe ich ja vorgeschlagen, Prytanus Sturmfels aufzusuchen und mit ihm über die Sache zu reden. Es geht auch mitnichten darum, zu buckeln oder jemandem hinterherzukriechen. Es geht darum, ihn mit sachlichen Argumenten davon zu überzeugen, dass es Dir mehr schadet als nutzt, wenn Du nicht mehr praktizieren kannst. Und natürlich möchte ich ihn fragen, was denn das Konzil in Sachen Brosche unternimmt - da ja weder Du noch jemand anders ohne Erlaubnis etwas damit versuchen darf." Nach kurzer Pause sagt Mondkind ernst: "Lhaya, Du hast so viel Mut bewiesen, so viel mit Dir gekämpft, um Dich überhaupt zu überwinden, hier her zu kommen und zu lernen, und ich möchte einfach nicht, dass jetzt alles wieder einen Schritt rückwärts geht. Wenn Du soweit bist, dass Du Deine Kräfte richtig kontrollierst, kannst Du immer noch entscheiden, welchen Weg Du gehen willst - und wenn Du für den Rest Deines Lebens Kekse backen willst, ist das völlig in Ordnung für mich. Wenn Du dabei glücklich bist..." Mondkind klingt ein wenig zweifelnd an dieser Stelle. "Aber Du musst erstmal dahin kommen, und Du musst dafür auch die Chance haben, praktisch zu üben, sonst kommst Du nicht mehr voran..." Mondkind seufzt. "Das Wetter wird langsam wärmer... ich schätze, dass ich in spätestens zwei Wochen aufbrechen werde." Sie schaut Lhaya direkt an. "Wenn sich bis dahin noch nichts getan hat, möchte ich Deine Erlaubnis, mit Prytanus Sturmfels über die Aufhebung des Verbots zu sprechen, bevor ich abreise. Von mir aus unter Auflagen... bitte. Einverstanden?" Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 05. März 2010, 12:22:01 Lhaya schmunzelt: "Ja, das stimmt schon. Aber ich meinte es eigentlich auf die Magie bezogen. Darin bin ich nachlässig geworden."
Zuerst zuckt Lhaya mit den Schultern. "Wenn Du meinst, er lässt mit sich reden." Dann weiter: "Ja, Du hast ja Recht. Aber auf der anderen Seite hat er ja beide Seiten angehört und sich entschieden. Er wollte das dann dem Konzil verkünden. Ich nehme an, dass da dann auch noch darüber geredet wird. Was das Konzil bezüglich der Brosche unternimmt - oder eben nicht - wäre natürlich sehr interessant." Plötzlich verschwindet die Gleichgültigkeit aus ihren Augen. "Aber es ist ja nur akademieintern verboten, oder? Schlimm genug, weil mir damit sowohl Du, als auch Mandrion fehlen, aber was ist mit Leuten, die nicht zur Akademie gehören? Oh, da fällt mir noch ein... Er sagte, wenn ich mich an das Verbot nicht halten würde, dann käme mir ein Strafmaß zuteil, wie es diese Akademie noch nie gesehen habe. Wie auch immer... Aber die Frage, was das Konzil denn bezüglich der Brosche tut, das würde ich auch gerne wissen." Lhaya nimmt Mondkinds Hand in ihre. "Ich gehe ja nicht rückwärts - das habe ich bisher, wenn möglich, immer vermieden - ich bleibe ja nur im Sumpf stecken, aber auch da kann man voran kommen, auch wenn es mühseliger und umständlicher ist. Mein Blick bleibt nach vorn gerichtet." Sie atmet noch einmal tief durch, bevor sie fortfährt: "Gut, aber erst dann und nicht als ein 'Warum? Was soll das?', sondern eher als ein 'Es bringt keinem etwas.' Das Genauere überlasse ich Dir." Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Mondkind am 05. März 2010, 17:54:56 "Was für eine Drohung... " Mondkind schüttelt den Kopf. "Das klingt danach, als würde er an Schlimmeres denken als an einen Rausschmiß - ich weiß gar nicht, ob die Akademie dazu befugt ist. Ich meine, es ist immerhin nicht verboten, in Condra Magie zu wirken, auch wenn man nicht Mitglied der ACHT ist. Obwohl es, glaube ich, einigen Leuten gut gefiele, wenn es anders wäre." Der letzte Satz klingt ein wenig bitter.
"Naja, Du willst Dich ja schließlich daran halten. Trotzdem... gerade von Sturmfels hätte ich mehr Verständnis erwartet... Wobei ich, ganz ehrlich gesagt, ... Naja, sagen wir einfach, wäre es Prytanus Dagonett gewesen, wäre es sicherlich auch nicht besser gelaufen." "Gut, belassen wir es dabei. Du kannst demonstrieren, dass Du Dich an Deine Auflagen hälst, und ich werde bei Gelegenheit mal nachhören, was das Konzil unternimmt... Und spätestens bevor ich abreise, spreche ich mit Gaerion. Oder vielleicht mit dem zuständigen Prytanus Deines Hauses, wo auch immer Du dann landest..." Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 05. März 2010, 18:36:35 "Schlimmer als ein Rausschmiss? Da kann ich mir einiges vorstellen. Aber dem kann man ja ganz einfach entgegenwirken."
"Verständnis hin oder her, aber dass Kommunikation schon mal nicht funktionieren kann, das sollte er als Leiter des Hauses Luft ja wissen... Ich weiß nicht, ob ein solches Gespräch mit Prytanus Dagonett besser verlaufen wäre, aber auf jeden Fall... anders..." Lhaya schmunzelt ein wenig bei dem Gedanken daran. "Einverstanden. Damit kann ich leben." Aus ihrem Schmunzeln ist ein Grinsen geworden. Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Mondkind am 05. März 2010, 22:47:46 Mondkind steht auf, nimmt Lhaya in den Arm und drückt sie. "Ich bin wirklich super gespannt auf die Ergebnisse. Und drücke Dir alle Daumen, dass Du dahin kommst, wo Du es möchtest - oder wo Du Dich auf jeden Fall wohl fühlst." Dann wendet sie sich zur Tür. "Wenn wir in ein paar Tagen immer noch nichts gehört haben, rufe ich Horki noch einmal und frage ihn, ob und wann und wo er Mandrion die Nachricht überbracht hat. Bis päter dann."
Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 05. März 2010, 23:16:45 "Bis dann." sagt Lhaya, während Mondkind sich umdreht und geht. Kurz bevor Mondkind die Tür erreicht hört sie noch ein leises "Danke."
Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 31. März 2010, 11:03:45 Gerade aus Engonien zurück begibt sich Lhaya direkt in ihr Zimmer in der Akademie. Gedankenverloren lässt sie ihre Taschen neben dem Bett auf den Boden gleiten, bevor sie das Fenster öffnet und sich an den Tisch setzt um ein paar Dinge aufzuschreiben.
Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Mondkind am 08. April 2010, 09:45:07 Ein paar Tage später klopft es zur frühen Abendstunde leise an Lhayas Türe.
Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 08. April 2010, 15:47:04 Von drinnen ertönt ein überraschtes "Herein."
Als Mondkind das Zimmer betritt, findet sie Lhaya am Tisch sitzend vor. Auf dem Tisch sind diverse Schriftstücke ausgebreitet. "Mondkind, schön Dich zu sehen." Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Mondkind am 08. April 2010, 19:54:17 "Freut mich ebenfalls." Herzlich umarmt Mondkind ihre Freundin. "Alles gut bei Dir? Störe ich? Wie war die Reise?"
Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 08. April 2010, 21:52:11 Lhaya erwidert die Umarmung, versichert Mondkind, dass sei keinesfalls stört, bietet ihr einen Platz an und beginnt zu erzählen, als sie Tee aufgießt.
"Irgendwie seltsam. Ich war ja mit einem Magister und drei Adepten aus Haus Eis - ich hänge ja immer noch da - in Engonien, weshalb auch immer man mich dafür ausgewählt hat. Ach, ja, und ein paar Gardisten waren auch da. Naja, ersteinmal war da während der Reise nichts besonderes, außer dass die Gespräche immer verstummten, sobald ich den Raum betrat, aber eine kleine Scolaria muss ja nicht wissen, weshalb sie durch die Welt reist." Ihre letzten Worte sind klar ironisch. "Am ersten Tag unserer Ankunft in Engonien wurde es aber seltsam. Sowohl Adepten, als auch Gardisten und Magister wurden irgendwie nervös. So, als würde etwas nicht stimmen." Nach einer kurzen Pause. "Dann nahm der Magister mich beiseite und drückte mir einen Brief in die Hand. Gesigelt von Prytanus Dagonett. Ich sollte mich auf den Weg machen, aus der Stadt. Er beschrieb mir den Weg. Dann würde ich an einer Ruine im Wald ankommen. Auf dem Kamin sollte ich dann den Brief ablegen, meine Beine in die Hand nehmen und schnellstmöglich abhauen. Ich habe keine Ahnung weshalb, aber ich habe mich einfach daran gehalten. Das sollte momentan besser sein." Während sie erzählt, stellt Lhaya zwei Tassen auf den Tisch und schenkt Tee ein. Eine Tasse schiebt sie Mondkind zu und stellt die Kanne dann auf ein Stövchen. "Auf dem Weg zu dieser Ruine bin ich dann zweien der Möwen begegnet. Sie sind ein wenig mit mir gereist. Unterwegs sind wir dann ein paar Geistern begegnet. Die Engonier haben nämlich eine Taverne auf einem Friedhof gebaut. So konnten die armen Seelen auch keinen Frieden finden. Sie durchlebten eine Schlacht, die dort vor Jahrhunderten gefochten worden ist. Eine Schlacht zwischen Caldrien und Neka. Irgendwann kamen dann auch Nekanergeister und als die dann endlich weg waren kam - leider nicht als Geist, sondern real - der Lupus Umbra. Sie wollten die Stadt, in der wir uns gerade befanden einnehmen. Zum Glück befanden sich aufgrund der Eröffnung besagter Taverne recht viele Leute in der Gegend, auch viele Krieger, so dass der Lupus Umbra zurückgeschlagen werden konnte." Sie nippt an ihrem Tee. Dann fällt ihr noch etwas ein. "Zusammen mit den Geistern tauchte auch ein Wesen auf, das wohl ein 'Wesen Aines' war. Aine ist eine engonische Göttin, also müsste sie ja ein göttliches Wesen sein. Jedenfalls wich sie immer vor mir zurück. Ihre Aufgabe war es, die Sterbenden ins Totenreich zu geleiten und einer ihrer Aspekte war, wenn ich mich richtig erinnere, Magie. Zosimus hat doch gesagt, ich sei fast leer. Ich frage mich gerade, ob da irgendein Zusammenhang besteht..." Sie überlegt kurz, fährt dann aber mit ihrer Erzählung fort: "Als ich nach der ganzen Sache wieder in der Stadt ankam, war der Magister weg und einer der Gardisten humpelte. Angeblich wäre er nur unglücklich ausgerutscht. Komplett war unsere Mannschaft auch erst kurz vor der Abreise." "Ich bin mir unsicher, was ich davon halten soll. Also von allem. Insbesondere von dem Brief und Zähnchen... Achso, ich hab das Wesen Aines einfach mal Zähnchen getauft, weil sie Vamprizähnchen hatte." Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Mondkind am 09. April 2010, 08:28:47 Mondkind hört gespannt zu. "Das klingt ja alles höchst merkwürdig... aber gut, wenn der Prytanus Cryo dahinter steckt, möchte ich mir nicht anmaßen, seine Pläne durchschauen zu können. Trotzdem... die haben Dich ALLEIN in den Wald geschickt? Einfach irgendwo, ohne Schutz? Ich meine, was wäre, wenn der Lupus Umbra da aufgetaucht wäre?"
Mondkind schüttelt den Kopf. "Hm, und diese Aine... hat man ihr denn eine Reaktion angemerkt, als sie vor Dir zurück wich? Also so etwas wie Angst, Unbehangen, Abscheu, keine Ahnung... oder hat sie irgendwas gesagt zu Dir?" Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 09. April 2010, 09:27:38 "Ja, das fand ich auch sehr merkwürdig."
Sie stockt kurz. "Ja, ganz allein. Die anderen hatten wohl noch etwas zu erledigen. Sie waren, wie gesagt, sehr angespannt, als wir in die Stadt kamen und nachher war einer weg und einer verletzt. Vielleicht war ich auch gar nicht alleine und man wollte prüfen, ob ich den Brief öffne, oder nicht... Aber für soetwas bestand die Gruppe aus zu vielen Leuten - vor allem aus zu vielen Gardisten." Sie überlegt kurz. "Wenn der Lupus Umbra aufgetaucht wäre?" Lhaya schmunzelt. "Wahrscheinlich hätte man mir dann vorgeworfen, den Brief nicht ordnungsgemäß abgeliefert zu haben, sondern mich damit aus dem Staub gemacht zu haben." "Was die Reaktion dieser Frau - es war ja nicht Aine selbst - auf mich betrifft, so wirkte sie wie Unbehagen, vielleicht mit ein bisschen Angst gespickt. Als ich das erste Mal auf etwa zwei Schritt an sie herankam wirkte sie sehr erschrocken. Also vor Schreck geweitete Augen und so..." Lhaya überlegt ein Weilchen. "Ja, ich denke das trifft es." "Als ich mich zu einer Runde von Leuten gesellen wollte, denen sie gerade von den Geistern erzählte, da sagte sie etwas, aber nicht direkt zu mir. Ich weiß nicht mehr genau, aber es beinhaltete, dass sie mich nicht in ihrer Nähe haben wollte." Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Mondkind am 09. April 2010, 09:53:17 "Na, ich hoffe sehr, dass wer immer das angeleiert hat, Dich unter Beobachtung hatte, um Dir im Notfall beizustehen." Mondkind seufzt.
"Naja, dieses Wesen - vielleicht spürt es den Wirbel, den die Brosche verursacht... das Ungleichgewicht. Das, was dieses Zosimus-Ding meinte, als es sagte, es macht alles falsch. Ich meine, wenn das Aine-Wesen auch mit Magie zu tun hat... dann würde es eine solche Verzerrung in den arkanen Strömungen vermutlich wahrnehmen - und auch vielleicht mit Unbehagen darauf reagieren." Dann meint sie mit einem leicht besorgten Blick: "Ich fühle mich gar nicht gut bei dem Gedanken, Dich jetzt hier allein zu lassen... Naja, es sind ja genügend Leute da, aber... Puh, geh einfach nicht irgendwo allein in den Wald, ok? Ich weiß es klingt banal, aber... " Mondkind seufzt nochmal. "Ich muss bald aufbrechen. Was meinst Du, was sagt Dein Gefühl: Soll ich nochmal mit Prytanus Sturmfels sprechen? Wegen der Aufhebung des Verbots?" Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 09. April 2010, 11:08:10 "Wahrscheinlich hast Du recht. Aber wenn Zosimus ihr ähnlich war, wieso hat er sich dann nicht dagegen gesträubt in meiner Nähe zu sein? Sie aber schon..."
Lhaya nimmt Mondkinds Hand und schaut sie aufmunternd an. "Mach Dir keine Sorgen. Du hast den gefährlicheren Weg vor Dir. Ich würde gerne etwas für Dich tun, aber ich fürchte, um nicht alles aus dem Ruder laufen zu lassen, sollte ich momentan meine Nase nicht - zumindest nicht offensichtlich - in Angelegenheiten stecken, die nichts mit schnödem Alltag zutun haben." Ihr Blick schweift zum geöffneten Fenster hinaus. Am Nussbaum, wenige Schritte von ihrem Fenster entfernt sitzt Klara. Dann schaut Lhaya Mondkind an. "Auch wenn zumindest einige Konzilsmitglieder etwas über die Brosche wissen und mir dieses Wissen vorenthalten, obwohl die Brosche ein Teil von mir ist, es mich also irgendwie doch etwas angeht, so denke ich dennoch, dass mir hier nichts passieren kann. Ich denke, dass Klara notfalls auch Mandrion finden kann, auch wenn ich sie dafür zuerst zu Ta-hi schicken muss und wenn irgendetwas passieren sollte, was schneller Hilfe bedarf, so werde ich mich an Lix oder Prytana Kurrendis wenden. Das verspreche ich Dir. Um mich brauchst Du Dich also nicht zu sorgen. Kümmer Dich einzig und allein um Deine Aufgabe und darum, dass Du lebendig wieder hier ankommst." Als Mondkind Prytanus Sturmfels erwäht, verfinstert sich Lhayas Blick ein wenig. "Ich kann Dir nicht verbieten das zu tun, wenn Du es für das Richtige hälst, aber ich denke auch, dass es momentan für mich besser ist gewissermaßen den Kopf unten zu behalten und möglichst nicht aufzufallen. Prytanus Sturmfels sagte ja, dass es mit dem Verbot ja nicht getan sei und da noch etwas käme. Bisher habe ich da aber noch nichts gehört." Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Mondkind am 09. April 2010, 13:01:11 "Du brauchst mir überhaupt nichts zu verbieten," sagt Mondkind warm, "eine freundliche Bitte soltte in überhaupt fast allen denkbaren Fällen ausreichen." Dann grinst sie. "Es ist Dein Leben, das kann ich nicht für Dich leben. Wenn Du das Gefühl hast, es ist besser so, dann lassen wir das Ganze noch auf sich beruhen. Hauptsache, Du verlierst nicht den Mut und die Freude an der Magie."
Mondkinds Blick ruht einen Moment auf Klara, und ihr Gesicht wird wieder ernst. "Tja, was Mandrion anbetrifft, weiss ich leider immer noch nichts genaues. Ich habe mit Horki gesprochen, aber er hat den Brief auch nur Shacorel gegeben, also müßten wir wohl mit dem sprechen, um etwas genaueres zu erfahren. Ich habe nochmal drum gebeten, dass sich Shacorel bei uns melden soll, falls Mandrion wirklich in Schwierigkeiten steckt, aber ich habe keine Ahnung, ob das klappt." "Ich hoffe, bis ich zurückkehre, ist das Verbot aufgehoben und Mandrion wieder da und dann können wir noch einmal eine ... Reise unternehmen." Sie zögert einen Moment, während ihr Blick noch einmal zu Klara gleitet. "Du, falls es schlecht läuft und Du erfährst, dass ich... gestorben bin... ich meine, die Priester würden es vermutlich wissen oder bestätigen können oder - naja, ist ja auch egal, aber falls Du es aus sicherer Quelle erfährst, würdest Du Ta-Hi eine Nachricht zukommen lassen?" Dann schüttelt Mondkind über sich selbst den Kopf und meint: "Also ich weiß nicht, ob es einen Namen gibt für die Krankheit, dem zwangehaften Drang zu unterliegen, immer auf alles vorbereitet zu sein, aber ich bin sicher, ich habe sie." Sie grinst schief. "Wahrscheinlich passiert überhaupt nichts aufregendes..." Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 09. April 2010, 13:27:34 Lhaya schaut auf ihre Brosche herab und grinst Mondkind an. "Solange ich dieses Ding noch habe, werde ich überhaupt keine Möglichkeit haben aufzugeben, oder?"
Dann überlegt sie kurz. "Kann Shacorel überhaupt Kontakt zu mir aufnehmen? Beziehungsweise: Darf ich darauf eingehen?" Spöttisch zieht sie eine Augenbraue hoch. "Ja, eine Reise würde ich auch nochmal gerne unternehmen. Einfach, um herauszufinden, ob es weitere Anhaltspunkte gibt. Etwas, was zu den Hütern führen kann." "Ja, das werde ich, auch wenn ich nicht glaube, dass es nötig sein wird. Ich hoffe, dass es nicht nötig sein wird. Es wird nicht einfach, im Gegenteil, aber Du hast hart dafür gearbeitet." Aufmunternd schaut Lhaya Mondkind an. "Neurose?" versucht Lhaya zu helfen. "Also ich denke, Du willst einfach auf der sicheren Seite sein und lieber zu sehr vorbereitet sein, als ins kalte Wasser geworfen zu werden." Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Erebas am 11. April 2010, 15:46:54 Ein leichter Wind kommt auf und Klara gibt ein bisher in dieser Form und Lautstärke ungehörtes Krächzen von sich. Nervös schüttelt sie ihr Gefieder. Der Kopf der Krähe streift einige Male nervös umher und sie springt von ihrer Stange auf den nahen Tisch.
Mit einem mal herrscht völlige Stimme im Zimmer, selbst sonst gut hörbare Klänge wie die Schritte der Studiosi auf dem Flur scheinen wie fortgeweht zu sein. Im nächsten Augenblick fährt ein Windstoß durch das Zimmer und ergreift Klara. Die Krähe rudert hilflos umher während ihrem Schnabel Laute entfahren die durch den tosenden Wind der sie umgibt nicht zu hören sind. Sie wird vom Schreibtisch gerissen woraufhin einiges an Papier, das eben noch auf demselben lag sich in dem tosenden Wirbel verfängt. Klara wird von dem tosenden Wind gegen die Wand geworfen und gibt einen beinah menschlichen Schmerzenslaut von sich. Wie ein Sog zieht der Wind den sich nach Leibeskräften wehrenden Vogel aus dem Fenster. Hilfesuchend versucht sie nach allem zu greifen und schlägt wild mit den Flügeln, doch immer wenn sie gerade ihre Balance wiederfinden könnte schlägt der Wind um und Klara taumelt hilflos weiter wenige Schritt vom Fenster entfernt. Es scheint beinah als würde der Wind mit ihr spielen. Erneut entfährt ein beinah klägliches Krächzen der Kehle des Vogels und die wogenden Wellen aus Luft die den Vogel umgeben beginnen sich langsam mit Gefieder zu füllen. An vielen Stellen der Krähe lugt blanke Haut hervor, teilweise blutig wo der Wind die Federn mit Gewalt herausgerissen hat. Nur wenige Sekunden sind vergangen und doch glaubt man fast ein menschliches Wimmern aus dem statischen Sturm hören zu können. In der Mitte des beinah pulsierenden Luft treibt ein beinah nackter Vogel, die Haut an vielen Stellen aufgerissen, die Augen panisch aufgerissen. Die Luft um den Vogel zieht leichte rote Schlieren und zeichnet Muster in den Himmel, da wo das Blut in den tosenden Wirbel geraten ist. Von einem Augenblick zum nächsten endet das Tosen. Klara fällt hinab und verschwindet aus dem Blickfeld der Beobachter. Die Federn sinken langsam hin, einige von Ihnen landen auf dem Fensterbrett und formen kurzzeitig Worte, ehe auch diese hinab geweht werden. Dann herrscht Ruhe als wäre nichts geschehen. Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 11. April 2010, 16:16:14 Besorgt schaut Lhaya den Raben an und steht dann ruckartig auf, als das Stürmen beginnt. Hilflos versucht sie nach dem Vogel zu greifen, um ihn aus diesem Strudel herauszuziehen, doch vergebens. Als Klara aus dem Fenster fällt, hastet Lhaya sofort hinterher. Ihr Blick fällt auf die Federn auf dem Fensterbrett.
Sie atmet tief durch. Ihre Augen blitzen auf. Dann beugt sie sich aus dem Fenster, um nach den Überresten von Klara Ausschau zu halten. Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Erebas am 11. April 2010, 18:06:21 so sehr der Blick auch aus dem Fenster schweift ist nichts mehr von Klara zu sehen. Weder die Federn noch der Körper scheinen irgendwo spuren hinterlassen zu haben, geschweige denn zu liegen.
Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 11. April 2010, 19:20:22 Wut flammt in ihren Augen auf. Zornig krallt Lhaya ihre Finger um den Rand der Fensterbank. Immer und immer wieder gehen ihr die Worte durch den Kopf, die sie eben noch gelesen hat. Sie atmet betont langsam und tief, so als müsste sie sich auf etwas konzentrieren.
Tränen stehen ihr in den Augen, als sie sagt: "So sei es." Eine ganze Weile steht sie stumm am Fenster. Langsam beginnt Lhaya sich in ihrem Zimmer umzuschauen. Jedes noch so kleine Detail versucht sie im Gedächtnis zu behalten. Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 12. April 2010, 13:42:45 Seit dem Vorfall mit Klara ist es in Lhayas Zimmer noch ruhiger geworden. Während man früher dann und wann ein leise gesummtes Liedchen hörte, während Lhaya ihre Kleidung ausbesserte, oder das eifrige Kratzen einer Schreibfeder, so war es jetzt fast schon gespenstisch leise.
Sooft es ihr erlaubt wird verbringt sie ihre freie Zeit außerhalb der Akademie. Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 15. April 2010, 17:22:31 Als Lhaya nach ihrem Gespräch mit Myra wieder ihr Zimmer betritt, sieht sie einen Brief auf dem Boden liegen.
Vorsichtig nimmt sie ihn auf und öffnet ihn. Während sie ihn liest zieht sie dann und wann eine Augenbraue hoch. Manchmal runzelt sie auch die Stirn. "Na, da bin ich mal gespannt." Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 12. Mai 2010, 13:01:49 Es ist kalt, als Lhaya, am Fenster stehend, aufwacht. Der Mond scheint und ist von ihrem Fenster aus ganz zu sehen. Fest zieht sie ihre Decke um sich. Dabei bemerkt sie, dass sie etwas in der Hand hält. Sie blickt darauf hinab. Zum ersten mal seit Wochen lächelt sie leise. "Danke." spricht sie, kaum hörbar. Dann kramt sie nach ihrem Unterrock, Nadel und Faden und beginnt, im Licht des Mondscheins, daran zu nähen. Nach einigen schnellen Stichen legt sich wieder schlafen.
Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Ein Pirol am 14. Juni 2010, 11:54:37 Langsam zieht der Sommer in Condra ein und mit ihm werden die tristen Tage voller Regen ab und an von ein paar Sonnenstrahlen aufgehellt. Der Pirol kreist fröhlich zwitschernd um die roten Mauern der Akademie, die im Morgenrot wie Rubine strahlen, um dann plötzlich auf die Alte Eiche im Innenhof zuzuschießen. Der schmackhafte Käfer hat den auffälligen Vogel zu spät bemerkt und endet nun sein Leben als Frühstück.
Nachdem der Käfer verschlungen ist, erhebt sich der Pirol wieder in die Luft nur um kurz darauf auf dem Fenstersims eines Zimmers zu landen und mit geneigtem Kopf interessiert hineinzuschauen. Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 14. Juni 2010, 12:52:57 Direkt unter dem Fenster steht ein Tisch. Normalerweise herrscht dort ein Wust von Papierkram und Tinte, heute aber ist dort nur ein kleiner Korb zu finden. Lhaya ist schon aufgestanden und macht sich für den Frühsport fertig. Sie steckt sich soeben ihre zwei Broschen an die braune Leinentunika, als sie den Vogel bemerkt. Ein Anflug von einem Lächeln huscht ihr übers Gesicht, weicht aber ganz schnell einem skeptischen Blick. Langsam nähert sie sich dem Fenster. Ihr Blick gleitet vom Kopf des Vogels hinab zu den Füßen. Ruhig betrachtet sie den Pirol durch die Scheibe.
Titel: Re: Lhayas Zimmer Beitrag von: Ein Pirol am 14. Juni 2010, 18:17:49 Glänzend schwarze Augen in schwarzer Maske scheinen Lhaya einen Moment anzustarren, gar zu durchdringen - eine ungewöhnliche Intelligenz scheint, wenn auch sehr tief, hinter den schwarzen Perlen verborgen zu sein.
Der Pirol bauscht sein leuchtend gelbes Gefieder und streckt seine pechschwarzen Flügel gänzlich aus, bevor er sich vom Fenstersims erhebt und wieder in den Garten hinabgleitet, um in der Krone eines Baumes zu verschwinden. Titel: Re:Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 14. Juni 2010, 22:45:29 Neugierig schaut Lhaya dem Vogel hinterher, als er davon fliegt. Erst starrt sie eine Weile den Baum an, in dem er verschwunden ist, dann öffnet sie das Fenster, um eine bessere Sicht darauf zu haben. Dann spitzt sie die Ohren und versucht den Gesang des bunten Vogels in dem morgendlichen Gezwitscher herauszuhören. Währenddessen hängt sie ihren Gedanken nach.
Titel: Re:Lhayas Zimmer Beitrag von: Ein Pirol am 20. Juni 2010, 19:19:53 Deutlich klingt der Gesang des Pirols von der Krone des Baums hinauf, jedoch ist der Vogel nicht mehr zu sehen.
Titel: Re:Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 20. Juni 2010, 19:52:18 Energisch schüttelt Lhaya den Kopf. "Unsinn." murmelt sie und schließt das Fenster, um sich auf den Weg zum Frühsport zu machen.
Titel: Re:Lhayas Zimmer Beitrag von: Lhaya am 19. Februar 2012, 15:51:40 Lhayas Gesicht ist immer noch leicht gerötet, ihre Finger immer noch halb erfroren, als sie ihr Zimmer betritt. Eigentlich stand heute kein Frühsport auf dem Plan, aber während eines Waldlaufes ließ es sich einfach besser denken.
Ihre Gedanken rasen immer noch, während sie ihre Gugel wieder in den Schrank hängt. Dann beginnt sie im Zimmer auf und ab zu gehen. Ihre Gemütsregung scheint sich fast minütlich zu ändern. Erst schüttelt sie ungläubig den Kopf, dann grinst sie spöttisch, wird nachdenklich, geht zu ihrem Tisch und legt Feder, Papier und Tinte bereit. Dann geht die Wanderei weiter. Zwischendurch setzt sie sich immer wieder an den Tisch, nimmt die Feder zur Hand, legt sie zur Seite und steht wieder auf. Irgendwann bleibt sie beim Wandern vor dem massiven Holzschrank stehen, lässt ihren Kopf leicht nach vorne, gegen die Schranktür, fallen und bleibt stehen. Nach einer Weile ballt sie die Hände zu Fäusten, wirft den Kopf in den Nacken, dreht sich um und geht wieder auf und ab. Plötzlich lässt Lhaya sich nach vorne, auf den Boden, fallen... Zwanzig Liegestütz. Kurzer Blick auf den Schreibtisch. Sie geht weiter auf und ab. |