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Intime Foren => Währenddessen in... => Thema gestartet von: Ayla am 27. November 2009, 02:09:42



Titel: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: Ayla am 27. November 2009, 02:09:42
Es war ein ein anstrengender Tag gewesen für alle beteiligten.
Schon vor den ersten Sonnenstrahlen war Bewegung in die Falken gekommen. Der Wolf hatte seinen Standpunkt von gestrigen Tag noch einmal für jeden deutlich gemacht der am Abend vieleicht ein wenig zu viel getrunken hatte.
Besonders seine Befehle gegenüber dem Kaptain und den restlichen Möwen verlieh er einges an nachdruck. Sie hatten mindestens einen Abstand von 12 Stunden zwichen ihrer Abreise und den Abzug der Falken zu lassen. Valentin kannte nicht riskieren das sie die Mission gefährdeten.

Und so waren sie alle nach einem knappen Frühstück aufgebrochen. Die Falken zusammen mit der Familie. Askaroth und Nell bildeten die Vorhut und waren bald ausser Sicht verschwunden.
Viktor und Cyon blieben weit hinter dem Trupp zurück.
Alle anderen bewegten sie langsam über die Straße gehn Norden. Die Falken waren wenig gesprächig und sehr angespannt. Da Wolf Valentin das Wort Vladimies hatte hilt er es für nicht nötig die Zigeuner zu binden und so wanderten sie flankiet von Falken den Weg entlang.
Condras Soldaten war bei der Arbeit. Es kümmerte sie nicht was sie bewachten, ja im Momment schienen sie sich nicht einmal dafür zu interesseiren wen sie da Transportierten. Ihre Aufgabe war es ihre Schützlinge ans Ziel zu bringen. Man konzentrierte sich auf die Umgebung, auf den Wald und die unübersichtlichen Hügel.

Ab dem Mittag verließ man die große Straße. Es ging mitten in den Wald hinein. Nur ein kleiner Wildwechsel ließ die richtung noch erahnen. Der Wolf wollte wohl absolut Sicher sein das es zu keinen Zwichenfällen kam. Es wurde früh dunkel und die Familie begann sich immer unwohler zu fühlen da sie nicht mehr genau wusten wo sie wahren und die dunkelheit des Waldes wirkte bedrückend. Auch machte sich langsam die Erschöpfung bemerkbar. Alle hatten sie wenig geschlafen. Ein vorteil hatte der dichte Wald. Der Regen hatte es schwerer durch zu kommen.

Es muste noch früh am Abend sein als der Trupp halt machte. Mit einer Felswand im Rücken bildeten einige Bäume eine Art natürliches Dach. Dort ließ man sich für das Nachtlager nieder.
Jeder der Falken ging seinen gewohnten Aufgaben nach. Vladiemir und sein Leute konnten sich in der Nähe der Feswand  niederlassen. Obwohl keiner der Falken sich direkt mit ihnen beschäftigte 
spürten sie die Blicke immer wieder auf sich. Nach einer Weile brannte ein kleines Feuer und die Falken hatten sich darum versammelt. Askaroth und Nell waren wieder zum Trupp gestoßen und auch Cyon und Viktor waren wieder bei den anderen.

Langsam ließ die Anspannung des Tages nach und die Familie hörte wie die Condrianer leide miteinader sprachen. Abseits der Truppe saß Wolf Valentin an einen Baum geleht und beobachtete seine Leute nachdenklich.   


Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: Cindan am 27. November 2009, 15:31:48
Yorrak sitzt unruhig nahe am Feuer und hört den Gesprächen der Falken zu. Er war neu bei der condrianischen Armee; ein Küken, wie man es hier nannte.

Die Stimmung war nervenaufreibend. Was für ein erster Tag. Zumindest besser als seine alte Anstellung. Gedanklich schüttelt er sich, bei dem Gedanken wieder in einem Graben zu stehen und in einem unnötigen Krieg mitzuwirken. Einem Krieg, der nicht mal seiner war.
Bevor seine Gedanken ganz abdrifteten, in der Zeit, räusperte er sich und versuchte teil zu haben an dem Gespräch. Deswegen lauschte er aktiv zu, ab und an einen Blick nach hinten werfend, wo die Zigeuner kampierten. Schade, dachte er, schöne Töchter hat die Familie hervorgebracht.


Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: Vuk am 27. November 2009, 16:53:17
Vuk hatte sich neben Popovic niedergelassen. Als sie in der Früh aufbrachen, beschwerte ein grausiger Kater seinen Schädel, der den sich durch den ganzen Tag zog und ihm den Marsch als unendlich lang erscheinen lies. Endlich machten sie halt und er konnte zur Ruhe kommen und tatsächlich war sein Gemüt seltsam entspannt, trotz dieser Situation von den Nachwehen der durchzechten Nacht einmal abgesehen. Er sah hinüber zu den Falken und betrachtete einen jeden von Ihnen. Freundlich erschienen Sie ihm, nicht wie grimmige Häscher. Dennoch hatte Sie seine Familie und ihn festgesetzt. Er verstand gar nichts mehr, doch darüber nachdenken konnte er auch nicht, sein Körper war zu schwer und er war müde. Sein Blick blieb an Viktor haften. „Ja, Viktor würde ich ohne zu zögern mein Leben und das meiner Familie anvertrauen." Welch guter Gedanke in schlimmer Stunde. Dann sah er sich die Gesichter seiner Familie an. Einige wirkten nachdenklich, andere müde. Er bat Popovic um einen Schluck Wasser und dieser reichte ihm einen Trinkschlauch. „Mein Mund fühlt sich an als wohne ein Hamster darin“ Nach einem großen Schluck zog Vuk seinen Umhang fester um seinen Leib und lehnte sich gegen die Felswand. Auch die Tatsache das Vladimir bei Ihnen ist beruhigte Ihn. "Ich vertraue Ihm, Onkel Julich ist mit Ihm“, dachte er noch bevor seine Gedanken wirr wurden und er begann zu schlummern.


Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: Grendar am 27. November 2009, 19:46:13
Die Vögel sangen ihre letzten Lieder bevor auch sie schließlich verstummten und die Stille der Dunkelheit Platz machte.

Er saß ein Stück weiter weg von seinen Leuten angelehnt gegen die Felswand und mit dem Kopf zwischen seinen Beinen.
Mit einem Seufzen hob er den Kopf  und schaute sich um, jedes Gesicht das er im fahlen Schein des Feuers ausmachte studierte er für kurze Zeit.
"Anständige Menschen......aufrichtig.....und dennoch verblendet genug einem wahnsinnigen zu glauben"

Die Geschehnisse des Vorabends jagten wie blutgeifernde Dämonen durch seinen Schädel, ohnmächtig von dem Leid der letzten Monate saß er da und lauschte.
Je mehr er sich in sich selbst verkroch umso klarer wurde ihm was hier überhaupt geschieht.
Es war nicht der gestrige Abend oder der lange Tagesmarsch es war die Angst die langsam mit ihren kalten feuchten Krallen seinen Rücken emporkroch und ihn zu erdrücken drohte.
Wenn sein Herz schreien könnte so würden die langen und wimmernden Rufe bis nach Engonien zu hören sein.
Dort wo alles begang vor einem halben Jahr.

"Es gibt keine Gerechtigkeit!!"
"Tötet alle Zigeuner"
"Verbrennt das Pack und weidet sie aus!!"
"Die Frauen lasst am Leben die können wir schänden"

Er hörte die Rufe wie in sovielen Nächten davor auch, die Rufe die alles veraendern sollten.
Die ihn letzendlich veraendern sollten.
Und jetzt war er in Condra angelehnt an einer Felswand, irgendwo tief in uralten Wäldern die  wahrscheinlich mehr Geschichten kannten als seine Ahnen.
Und während er sich nochmal nach seinen Lieben umsah konnte man für einen kurzen Moment die Träne sehen die im Feuerschein wie eine kleine Kristallkugel an seiner Wange herunterperlte.

"Pomoc nam Strize Julich, steh uns bei Onkel"

Er versuchte zu schlafen und die bösen Schatten aus seinem Kopf auszusperren.



Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: Marco am 27. November 2009, 21:30:31
Als der Morgen erwacht und Valentin seine Ansprache hält sind die Möwen unter Kapitän Fendran Silberbucht anwesend. Sie stehen auf dem Platz und Kapitän Silberbucht versichert dem Wolf das er sein Wort halten wird sofern Valentin sein Bestes gibt und gut auf die Familie achtet.
Als die Falken aufgebrochen sind und den Goldkrug Verlassen, legt sich Holz wieder zurück ins Stroh während der Rest der Mannschaft ein Frühstück einnimmt.
Der Kapitän ist sichtlich zurückhaltend und still.
Tom schaut noch einmal nach seinen Sachen und Füllt sie auf.


Der kleine Trupp verlässt schnellen Schrittes die Taverne. Die Dämmerung hat schon begonnen unter der Mannschaft herrscht die Frage ob ihre Freunde noch Leben oder ein Gewisser Sir Robert schon gewütet hat. Der Kapitän treibt seine Crew an um vielleicht die Falken noch zu erreichen.
Doch als es schließlich vollkommen Dunkel geworden ist Schlagen sie unweit des Weges ein Lager auf.
Holz versorgt die Mannschaft mit Sauerkraut.
Es wird angestrengt über den Verlust der Liste, die es nicht gibt, diskutiert.
Kharlan beginnt mit der ersten Wache.


Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: m.ellinghoven am 27. November 2009, 21:52:21
popovicz:

in meinen gedanken ist es wirr... ich versuche sie zu ortnen... diese ganze situation... vor nicht all zu langer zeit habe ich mit diesen unkontollierten nahezu bösartigem wesen namens robot macmannehühüü noch zusammen getrunken... ich habe handel mit ihm getrieben... dann hat er fast alle anwesenden nieder gestreckt...

er weckt leise vuc der wohl eingeschlafen war....

"vuk....! vuuuk!!!  wir.... wir müßen den meapolitaner schicken....
 wir müßen uns einen plan zurecht legen.... falls wir diese sache überleben.... müßen wir... wir müßen wissen was wir tun... und wie wir es tun.... vor allem was... und wie... verstehst du mich..."


Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: Kathinka am 29. November 2009, 14:31:19
Kathinka war die ganze Zeit auf dem Weg sehr ruhig und nachdenklich, so wie man sie ja bisher kaum gesehen hat. Aber daran erkennt man auch, wie ernst ihr die Lage ist und dass es ihr bewußt ist. Ihre Gedanken kreisen und sie weiß momentan nicht, wem sie trauen kann, wem nicht, wer die Wahrheit spricht, wer sie verschleiert,...

Sie schaut sich um, sieht ihre Familie an, und fühlt direkt wieder die Wärme, die Geborgenheit, die Sicherheit, das Wissen, dass egal was kommen mag, wir halten zusammen, wir sind füreinander da, wir passen auf uns auf.

Sie schaut die Sturmfalken an, jedem einzelnen ins Gesicht und fühlt auch eine gewisse Sicherheit, sie denkt sich, das sind ehrenwerte Männer und Frauen, sie haben ihr Wort gegeben, dass sie auf uns aufpassen, uns beschützen, und das will ich ihnen auch glauben.

Dann lehnt sie sich zurück, mit dem Rücken an die kalte Felswand, in dem Moment, wo es ihr eiskalt den Rücken runterläuft, denkt sie an Sir Robert, an das Gespräch, was sie am Abend mit ihm noch geführt hat, und weiß nicht so recht was sie davon halten soll, was sie glauben soll, egal, wie sie seine Worte dreht und wendet, irgendwie ergibt das nicht so recht einen Sinn. Wie gerne hätte sie nochmal die Gelegenheit mit ihm Klartext zu reden. Wie gerne würde sie ihn davon überzeugen, dass sich alles doch um Mißverständnisse handelt, dass er das ganze Bromborium zurückziehen sollte. Sie ärgert sich, dass sie da emotional so aufgewühlt war, dass sie wohl nicht die richtigen Fragen gestellt hat, dass sie ihm das nicht richtig mitteilen konnte, dass es doch der bessere Weg wäre, das ganze zu vergessen und vergeben und Gras über die Sache wachsen zu lassen. "Hat er das denn wirklich ernst gemeint, dass er das gar nicht so will? dass er nur dem Gesetz unterliegt und deswegen so handeln muss?" Ihre Gedanken drehen sich weiter im Kreis, umringt mit Zweifeln,...

Doch dann hört sie Popovicz, wie er versucht Vuk zu wecken und setzt sich dazu und fragt: "Was hast du vor?"


Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: Grendar am 29. November 2009, 16:40:28
Die weiße große Scheibe glühte hell am Nachthimmel und sprenkelte mit geheimnisvollem Licht die Felswand an welcher die Familie rastete.
Eulen, Marder, Wölfe und die anderen Wesen der Nacht ließen unheimliche Laute
aus dem Wald schallen welche von der Felswand aufgefangen und grotesk wiedergegeben wurden.
Das knacksen der brennenden Scheite vermischte sich mit ihnen und sie bildeten
ein seltsames Geräusch das sich anhörte als wollen sie den Tag mit ihren Lauten daran hindern aufzuwachen.
Inmitten diesen Geschehens
lag ein großer Mann mit einem lila Kopftuch und wog sich unruhig im Schlaf hin und her.

Er saß an einer Feuerstelle unlängst von Fanada mit seiner Familie
zusammen und spielte Gitarre, heitere Ryhtmen und Lieder wechselten sich mit bedrückenden und Finsteren.
Dabei trank er ein kühles Bier, Fanadas Helles was er sich schmecken ließ
und während den Pausen lachte er mit den anderen zusammen über den einen oder anderen schlechten Witz.
Als er nach einem Moment der Stille wieder die Laute in die Hand nahm wurde sein Mund trocken wie die Sohle eines Pilgers der am Rande der Ödlanden wanderte.
Seine Haende begannen zu zittern und Schweiß lief ihm in Bächen herab.
Nervös schaute er sich um und merkte wie finster und böse die Gesichter
seiner Familie wurden, aus dem vorherigen Lachen wurde eine Klamme Mauer des Schweigens an welcher sich giftige Ranken hochschlangen.
Wie Raubtiere die um ihre Beute saßen schauten sie ihn an und begannen
 ihn anzuspucken und sich abzuwenden, sein Herz pochte so laut und schnell wie das eines Hasen welcher sich in seinem Bau vor dem Fuchs versteckt hielt.
Doch die Mauer bröckelte als aus der Dunkelheit vor ihm ein Lachen zu vernehmen war,
ein gräßliches Lachen dass er niemals vorher gehört hatte.
Das Wesen was langsam aus der Nacht vor ihm in den Schein des Feuers schritt verstummte und mann konnte die Kontur einer Männlichen Gestalt wahrnehmen.

Abglaufene Stiefel eine abgetragene Hose und zerissenes Hemd mit einer Fellweste.
Nur da wo das Gesicht sein sollte war ein schwarzes Loch
dass so finster war wie der tiefste und schlimmste Höllenschlund.
Doch Vladimier konnte ein gräßliches Grinsen spüren was ihn aus diesem finsteren Loch heraus feist angrinste.
Angst kam ihn ihm auf und er drohte wahnsinnig zu werden.
Bis dass finstere Loch wieder mit einem Lachen anfing das sich wie aus 1000 Kehlen anhörte.
Die Welt um ihn herum wurde schwarz.
Und der Dunkle Mann verstummte.



Schweissgebadet wachte er an der kalten Felswand auf
und blickte sich erschrocken um.
"W-was.....w-wasss.......?"
Die kühle Nacht ließ ihn frösteln was man an seinen zitternden Armen erkennen konnte.
Prüfende Blicke in alle ecken vor allen zu den seinigen, doch der Dunkle Mann war verschwunden.
Er griff sich mit beiden Haenden ins Gesicht und rieb selbiges holte tief Luft und ließ den Traum zu den tiefen Schluchten zurückkehren aus welchen er hervorgekrochen kam.

Als er sich wieder im Griff hatte stand er langsam auf und gin hinüber zu Vuk , Kathinka und Popovizc.
Sein Blick war ernst und wahrhaftig.

" Vuk ! "

Und näherte sich bis auf wenige Schritte seiner Familie.


Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: Kathinka am 29. November 2009, 17:23:18
Kathinka sah Vladimir ganz erschrocken an "Du bist richtig bleich im Gesicht. Komm setz dich"


Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: Ayla am 29. November 2009, 21:07:22
Am Feuer sind nur noch 2 Falken wach. Alle anderen haben sich zum schlafen hin gelget.

Ira sitzt am feuer und stochert mit einem Stock darin rum. Das Kücken Yorrak beobachtet sie.
Sie schied mürrisch und trinkt schon eine graume weile aus einer kleinen Tonflasche.
Nach einer weile sinlosen stocher wendet sie sich zu Yorrak.

"Es ist Zeit für Wachwechsel. weck Cyon und leg dich dan hin."

Yorrak hatte noch nicht so ganz verstanden wie das mit dem Wachwesel funktionierte. Irgend so ein rotations system. War Ira nicht schon länger wach als er?   


Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: Vuk am 30. November 2009, 10:54:14
Vuk lag fest zusammengerollt in seinen Umhang auf dem Boden und schlief, als er von seltsamem Gemurmel „...tun...wir müssen wissen...wenn wir tun was wir tun...“ leicht geweckt wurde. Ihm war als wäre es Popovics Stimme, doch wer war sich nicht sicher ob er nur träumte. Vuk öffnete seine Augen nicht und murmelte schlaftrunken durch geschlossene Zähne: "ick weiß wat ick weiß.....keinen Respekt....warum...", dann schlief er wieder ein. Kurz darauf hörte er Vladimiers Stimme: "Vuk". Es war kein Traum, nun war er wach und setzte sich auf. Die Falten seines Umhangs hatten deutliche Abdrücke in seinem Gesicht hinterlassen und sein Kopftuch war im Schlaf verrutscht, so dass der Knoten nun seitlich an seinem Kopf hing. "Was ist? Ist etwas geschehen?" fragte er hastig und sah in die Gesichter um Ihn herum. Da saß Popovic und sah ihn an und neben Ihm Katinka. Hinter Katinka lag Ivanka und schien zu schlafen und etwas abseits saß die andere Mann, mit wachem blick und alles beobachtend wie immer. Nicht weit entfernt hockte Vladimier ungewöhnlich blass. Er wirkte erschrocken und verwirrt auf eine seltsame Art. "Vladimier, hast Du mich gerufen? Was ist hier los?"


Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: Cindan am 30. November 2009, 11:58:27
Yorrak blickt zu Ira. Wohl eine Art strafe, was sie dort durchlebte. Nichts desto trotz weckt er Cyon und wirft sich danach den Umgang als notdürftige Decke über. Er war gespannt wie das Leben in Silbertor war. Schlimmer als das alte Quartier konnte es schlichtweg nicht werden. Es braucht noch lange um richtig einzuschlafen, obwohl man den Tag im schnellen Marsch verbracht hat.


Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: Svenja am 30. November 2009, 17:50:15
Ivanka hatte sich zitternd in ihren Umhang gehüllt, doch weder die Wärme des Feuers, noch die um sie herum niedergelassenen, geliebten Menschen konnten ihrem kalten, rasenden Herzen Ruhe bescheiden. 
Zwar war ihr Körper von der Anstrengung des langen Marsches erschöpft, so dass sie bis auf das immer wieder aufflammende Zittern regungslos dalag, doch ihr Geist verweilte bei keinem Gedanken viel länger, als ein Sonnenstrahl braucht, um durch das Laub eines Baumes zu brechen.
Wie konnte Sir Robert ihr nur ein solch unsägliches Angebot unterbreiten? Nie würde ihre Familie zulassen, dass sie sich auf diesen Handel einlassen würde.... Doch wäre es nicht ihre Pflicht? Die Chance? Für das Wohl aller?
Sie hörte Vuks verschlafene Stimme und den Anflug von Angst in Katinkas Worten...
Wie nur hatte es so weit kommen können? Warum war es bloss so kalt? Und was hatte Vladi nur in Angst versetzt? Onkel Julich würde ihnen doch beistehen, ihnen helfen... oder?
Kurz kam ihr der Gedanke, dass sie sich aufsetzten sollte, um mit den anderen zu beratschlagen, doch eine erneute Welle des Zitterns verwarf ihn schon wieder, so dass sie sich näher an Katinkas wärmenden Körper kuschelte.
Die Familie ist doch das Wichtigste!
Sie versuchte sich zusammenzureissen und die Gedanken zu sortieren, um den Stimmen der ihren zu lauschen...
Sie würde für die Familie dasein - wie auch diese für sie - gleich, welche Opfer das erforderte!
Das Zittern ebbte langsam ab - die Gedanken verloren an Macht und die Wirklichkeit blitzte schattenartig zu ihr durch.
Sie öffnete die Augen und zog sich noch näher an Katinka heran, so dass sie liegend auf die vom Feuer beschienen Gesichter der übrigen sehen konnte.


Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: Kathinka am 30. November 2009, 18:33:30
Kathinka merkt, wie Ivanka immer näher rückt, und sie spürt ihre Unsicherheit. Sie nimmt Ivanka in den Arm und versucht ihr etwas Zuversicht ins Ohr zu flüstern: "Äs wird schon gutgähen, Ivanka, gemeinsam stähen wir das schon duursch." Sie zeigt auf Ira "Schau Ivanka, wir sind hir noch in gutän Händän, hier sind wir ärstmal sischar."

Sie schaut Vladimier an, er ist immer noch blass im Gesicht: "Gäht's dir gut? Soll isch dir waas zu Trinken bringän?"

Dann dreht sich Kathinka zu Vuk: "Vuk, schöön, dass du jetzt auch waach bisd."


Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: Ayla am 30. November 2009, 19:01:05
Ira und Cyon saßen nun zusammen am Feuer. Sie saßen nah beinader und sprachen leise miteinder.
Die Tonflasche wechselte immer zwichen ihnen hin und her. Cyon hate wie stehts ein spötisches Lächeln auf seine Lippen. Ira grinst ab und an, doch ihre Haltung war angespannt . Immer öfter wanderten ihre Blicke nun zu der Familie herüber die inziwchen alle eng zusammen gerückt waren.

Ira blickte zu den Stenen hoch und versuchte die Zeit zu erahnen.

"Bald....nur noch ein bischen geduld" 


Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: Grendar am 30. November 2009, 19:33:14
(ich befürworte das weglassen des ausgeschriebenen Akzents, den wird sich hoffentlich jeder denken können, das lesen ist dadurch viel angenehmer!)

Nachdem er Vuks Namen in die Nacht hinaus spie, blieb er stehen und schaute den Mitgliedern seiner Familie nach einander in die Augen.
In seinem Kopf begannen wirre Gedanken Formen anzunehmen und diese Formen füllte sein Hass und je mehr er nachdachte desto zorniger wurde sein Gesicht und tiefe Falten legten sich zwischen seine Augen.

Mit diesem Funkeln in seinem Blick stapfte er zu den vieren wobei er noch einmal Rotz hochzog und ihn seitlich mit einem Ton ausspie der an das rausfischen von eingelegten Gurken erinnerte.

Als er unmittelbar vor den sitzenden und liegenden stand und auf sie hinab schaute holte er tief Luft denn die kommenden Wörter sollten ihn viel Überzeugung kosten.

Als erstes richtete er seine Worte die er mit zittriger wütender Stimme sprach gen Katinka

"Spar dir deine hübschen Fragen und Worte, was ist? Willst du nicht vielleicht ein wenig tanzen und feiern? Oder frag die Falken ob sie mit dir Würfeln! Das alles liegt dir doch anscheinend viel mehr als dir Gedanken zu machen wie dein geschändeter Leib ausblutend und stinkend in der Mittagsonne am Galgen haengt während sich die Krähen gütlich an ihm tun!"

Sein blick war aufrichtig und keines der Worte gelogen, aufgebracht sah er nun Vuk an erneut schoßen Wörter wie Blitze aus einer dunklen Wolke aus seinem Mund.

" Was hier los ist? Was hier LOS ist? Du begreifst nicht! Das ist hier los! Deine ständigen fragen , Wieso, Warum und weshalb. Was ist los mit dir? Bist du auch erpicht darauf dich von dem Wahnsinnigen haengen zu lassen? Werf dich doch hier schon ins Feuer dann ersparst du uns allen deine dummen Fragen! Und nehm Popovic direkt mit! Er wird sicher nichts dagegen haben, oder Popovic?

Anscheinend begreift ihr wohl alle nicht was hier los ist, gestern noch fröhlich saufend und tanzend spielend in der Taverne hocken während draußen ein Sturm tobt der uns alle zerfetzen und auseiandertreiben wird!
Ihr wiedert mich alle an!
ALLE!
Onkel Julich wird uns nicht helfen, vergesst ihn Julich ist fort und ich kann ihn verstehen!
Dieses mal sind wir auf uns alleine gestellt und ihr jagt euch alle ein Messer in die Brust und grinst dabei.

Versucht mir erst gar nix zu erklären! "


Eine Wolke huschte am Mond vorbei und verdunkelte beim Abschluss des Gesagten den stehenden Zigeuner mit dem lila Kopftuch für einen Moment.
Mit einem verachtendem Blick wendete er sich von den vieren ab und besah sich nach Valentin um wobei er sich von den anderen entfernte und nicht zurückblickte.



Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: m.ellinghoven am 30. November 2009, 23:16:43
popovicz sprang auf und erhob seine stimme gegen vladimir wie er es noch nie zuvor tat:
" was willst du...(schrie er)... soll ich lieber dir ein messer in die brust rammen? mach dich nicht unglaubwürdig den menschen gegenüber die mit dir und für dich ohne nachzudenken in den tod gehen würden.... wenn julich uns verlassen haben sollte dann frage ich mich warum und wer von uns das in deinen augen zu verantworten haben sollte.... fehler sind immer bei anderen am einfachsten zu finden... wir haben nichts anderes getan als das was die familie seit generationen vor uns auch getan hat... auch du mein lieber... ich bin in meinen augen nicht für diese situation verantwortlich... ich bin aber in dieser situation.... genau wie du... an eurer seite... wie eine familie...treu bis in den tot... und sollte es denn so sein... so werde ich diesen lezten weg in würde und ehre gehen... wir haben unser ehrenwort gegeben... bei onkel julich... und was ist denn ein ehrenwort wert das man auf seine ahnen gibt wenn man es bricht... einen haufen scheiße mit zwei fliegen oben drauf... mehr nicht...


Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: Rhoderan am 01. Dezember 2009, 00:24:14
Noch während Popovic brüllt kommt Bewegung in die schlafenden Falken.
Aufgeschreckt, aus einem ohnehin recht leichten Schlaf stehen einige schon mit der Waffe in der Hand und suchen zum Teil noch recht verwirrt die Dunkelheit nach potentiellen Gefahren ab.
Es dauert einen kurzen Moment bis die ersten wach und klar genug sind, um zu erkennen, das es kein Alarm war sondern nur ein paar schlecht erzogene Gefangene die ihnen die wenigen Stunden Schlaf noch kürzer gemacht haben.

Die schlechte Laune gepaart mit Übermüdung und gezogene Waffen ergeben eine ziemlich gefährliche Mischung als sich eine bullige Gestalt von einem Baumschatten löst.
Valentin betritt die Lichtung.

„Ist schon gut Jungs. Schlaft weiter. Unsere Freunde hier werden ab jetzt ruhig sein.
Wir sind schließlich nicht mehrer Stunden Umweg ins Unterholz gelaufen, nur um jetzt den ganzen Wald zusammen zu brüllen. Oder, Popovic?“

Er tritt näher zu den Zigeunern, worauf hin einige Falken Anstalten machen ihn zu flankieren. Valentin schüttelt kurz den Kopf und seine Leute machen es sich wieder im Dunkeln gemütlich.

„Also, wir haben noch ungefähr 12 Stunden bis wir Tharemis sind. Wir können das hier auf die saubere Art machen, oder auf die andere. Ich weiss nicht was ihr getan habt und ich weiss auch nicht was euch erwartet. Und um es klar zu sagen: Es interessiert mich auch nicht.
Der Galgen?
Exil?
Vielleicht ernennt man euch auch zu verdammten Ehrenbürgern. Keine Ahnung.
Aber was auch immer passierten wird. Es wird morgen passieren und es wird in Tharemis passieren.
Nicht hier. Und nicht heute Nacht.“

Er blickt in die Gesichter der Familie.
„Ich habe auch aus dieser verdammten Taverne rausgeholt. Ich und meine Leute haben verhindert das Robert ein Blutbad unter euch anrichten konnte. Aber.“ Das Wort klingt kurz nach als Valentins Blick bei Vladimir endet.
„Aber verwechselt mich nicht mit eurem Freund. Ich habe euch da nicht raus geholt weil ich euch so sehr mag. Nur solange ich Wolf bin läuft niemand in Condra herum, zündet Tavernen an und gefährdet Unschuldige mit seinen kleinen Privatkriegen!!!“

Bei den letzten Worten redet sich der Wolf in regelrecht Rage.,

Er legt Vladimir die Hand auf die Schulter und spricht jetzt wesentlich ruhiger.

„Haltet einfach die Füsse still und behaltet die Nerven. Der Rat hat noch nie ein Urteil leichtweg gefällt. Du hast mein Wort, das ihr ordentlich behandelt werdet. Und jetzt seid vernünftig und schlaft.“

Er wendet sich ab und verschwindet wieder zu seiner Schlafstelle im Dunkeln.


Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: Grendar am 01. Dezember 2009, 01:12:19
Der Moment der Stille schien ewig zu währen als der hochgewachsene Zigeuner
mit glasigen Augen aber ernstem Blickes seine Familie Richtung Falken verließ.
Er versuchte langsam und beherrscht zu gehen.
Popovics Stimme zeriss, wie ein Pfeil der vor kurzem erst seine Sehne verließ, die Luft.
Vladimier ging bei jedem Wort und war es noch so hart und
tat es noch so weh in seiner Seele, schritt für schritt weiter ohne sich zu wenden.
Den Blick auf das Feuer der Falken gerichtet formten sich seine Lippen langsam zu einem befreiendem Grinsen.
Keinem dass man einem Feind entgegenwirft kurz bevor
man ihm sein Schwert durch seinen Ranzen sticht,
auch keins das man einer Frau zeigt um derer Gunst man sich befand.
Es war ein freudiges Grinsen so als ob man ein Kind sieht das seine ersten Schritte macht.
Doch das sollte Popovic nie zu Gesicht bekommen denn Vlad ging weiter
auf die Falken zu die mittlerweile routiniert mit ihren
antrainierten Reflexen auf das Brüllen des anderen Zigeuners reagiert haben.
Und unter ihnen machte er Valentin aus.
Das Grinsen verschwand aus seinem Gesicht die zornigen Falten lichteten
sich langsam sein Blick verlor den Hass, doch nicht die aufrichtige Ernsthaftigkeit.
Er blieb stehen und atmete schnell aber flach, als er sah dass der Offizier
sich ihm näherte. Mit großen Ohren lauschte er den Worten von Valentin
und focusierte ihn mit seinem Blick.

Als der Wolf endlich bei ihm war und Vlad leise anspricht
hört dieser immer noch ohne was zu sagen zu.
Nur als Valentin sich wenden will versucht er nach seiner Hand zu
schnappen die noch auf seiner Schulter ruht:


er griff sich den Arm Valentins und sah ihm tief in die Augen
man könnte beinahe meinen er wollte durch ihn hindurch sehen.
Darauf bedacht den wohl erschreckten Falken zu zeigen das er keine Waffe trug
wendete er dabei seinen Körper in ihre Richtung und zeigte seine andere, leere, Hand.
Er drückte sich an Valentin und konnte seinen Geruch wahrnehmen den er in sich aufnahm wie ein Wolf.
Mit einer leisen aber ehrlichen halb flehenden und zur Hälfte fordernden Stimme
sprach er ihm ins Ohr.

"Lass sie gehen, du weisst, es geht hier nur um mich,
keinen von denen hat Robert verlangt nur mich!
Sei kein Freund! Sei aber ein Mensch, sei ein guter Mensch!
Guck sie dir an, dass sind keine Verbrecher!

Schick einen deiner Falken mit ihnen damit sie den Weg aus diesem Geisterwald finden, noch diese Nacht."




Vladimiers Blick war glasig jedoch flackerten seine Augen ernst im Schein des Feuers und sie ruhten verbissen auf denen von Valentin.




Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: Rhoderan am 01. Dezember 2009, 03:32:56

Valentin erwidert Vladimirs Blick. Viele Gedanken gehen ihm durch den Kopf..
Die meisten drehen sich um die Frage wie weit er diesem Zigeuner trauen kann und ob er nicht manchmal ein bisschen zuviel auf Vernunft und gesunden Menschenverstand vertraut. Ein anderer, älterer Teil Valentins scheint zugleich auch abzuwägen wer von beiden wieder aufstehen würde, wenn es hart auf hart kommt.

So oder so kommt er wohl recht schnell zu einer Antwort, denn er lächelt und entspannt sich wieder wodurch erst klar wird, dass er wohl seit er aufgestanden ist angespannt war. Er hebt seine freie  Hand Richtung Falken, die plötzlich alle recht aufmerksam und leicht bissig wirken.

Er spricht leise wenige Worte zu Vladimr bevor er ihn entschieden von sich fortdrückt.
Laut und für alle hörbar sagt er:

„Ich habe dir und deiner Familie zugesagt euch sicher aus diesem Hexenkessel rauszuholen in den ihr euch rein manövriert hattet. Und ich habe gesagt, das ich euch nach Tharemis bringen werde. Wenn deine Leute keine Verbrecher sind haben sie nichts zu befürchten. Aber ich bin nicht derjenige der das entscheiden wird.
Meine Aufgabe besteht darin uns alle ohne Stress durch diese verdammte Nacht zu bringen.
Deine Leute. Aber vor allem meine Leute.“


Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: Cindan am 01. Dezember 2009, 12:27:59
Yorrak schreckt aus seinem Schlaf auf und beobachtet die Szene angespannt während die Armbrust gespannt wird. Auf die Worte des Wolfs entspannt es sich. Interessanter Führungsstil. Ganz anders als sonst. Wie würde die Familie reagieren? Er ließ die gespannte, ungeladene Armbrust sinken. Wanderndes Volk war nicht dumm, sie winden sich raus. Das kannte es zu genüge.


Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: Vuk am 01. Dezember 2009, 13:27:02
Als Popovic hochschnellte und anfing zu Brüllen warf Vuk einen kurzen Blick zu Kathinka und Ivanka. „Bleibt ruhig, ich bitte euch“ sagte er zu Ihnen. Dann stand er auf und packte Popovic an der Schulter. Dieser schien die Berührung nicht zu bemerken ob seiner Wut und als er endlich aufhörte zu brüllen und vor Wut schaubend da stand konnte Vuk ihn dazu bewegen sich zu setzen.

„Ich bin eben so entsetzt wie Ihr. Ich weiß nicht welcher Schatten der Nacht Ihm den Verstand vernebelt hat. Wenn er sich auch von uns abwenden mag, wir MÜSSEN zu Ihm halten. Nichts darf einen Keil zwischen uns treiben, vertraut mir und ehe das Ende kommt, wird auch Vladimier sich dessen erinnern."

Vuk wusste um Kathinkas aufbrausendes Temperament und so hatte er alle Hände voll zu tun sie zu beruhigen und Popovic hatte er noch niemals so erlebt, hatte er doch sonst ein so friedliches Gemüt. Nach einer Weile saßen sie fassungslos am Feuer. Vladimier hätte einen Schlag ins Gesicht mehr als verdient, denn als eben solchen empfand Vuk dessen Worte. Wie konnte er solchen Hass seiner eigenen Familie entgegen bringen. Er wartete bis Vladimier sich etwas abseits niederließ. "Ich gehe mich erleichtern" sprach Vuk zu seiner Familie und erhob sich. Er ging in Vladimiers Richtung und ohne ihn eines Blickes zu würdigen ging er an ihm vorbei. Ein paar Schritte weiter blieb er an der Felswand stehen und begann sich zu erleichtern. Dabei sprach er, die Felsen anstarrend, so das nur Vladimier es hören konnte. Auch wenn er leise sprach, konnte man die Wut deutlich aus seiner Stimme hören.

„Ist Deine Familie Dir nun also nicht mehr gut genug und unsere Ahnen bespuckst Du mit Deinem Spott. Ich bin ein einfacher Mann, aber dumm bin ich nicht. Wenn Du meinst Deine verletzenden Worte reichen aus das ich mich von Dir abwende, dann täuschst Du Dich. Du musst mich schon selbst aufknüpfen, was Dir ja ein Leichtes scheint ob des Hasses den Du Deiner Familie entgegen bringst. In der Taverne hast Du gesagt, bleib an meiner Seite Vuk, egal was passiert und daran halte ich fest. Sollte ein Schwerthieb der Dir galt mein Leben beenden, so gehe ich gern den Weg zu unseren Ahnen."

Vuk schüttelte ab und verstaute alles sorgfältig. Dann griff er unter seine Armschiene und holte etwas hervor. Er ging wieder zurück Richtung Feuer, noch immer Vladimier keines Blickes würdigend. In Vladimiers Nähe blieb er kurz stehen und warf Ihm ein kleines Fläschchen mit einer dunklen Flüssigkeit zu. "Dies habe ich in der Taverne für Dich verwart, behalt es nun selbst" dann ging er zum Feuer und setzte sich wieder. Nachdenklich und schweigsam verbrachte er den Rest der Nacht, denn Schlaf sollte er keinen mehr finden.


Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: Svenja am 01. Dezember 2009, 23:37:51
Vuk hatte Ivanka und Kathinka gebeten Ruhe zu bewahren, aber wie sollte das Ivanka möglich sein? So war sie doch bereits den gesamten Tagesmarsch über innerlich aufgewühlt und zerrissen gewesen. Ihre Augen schrieen Vladiemir hinterher, doch aus ihrem Mund erklang nicht mal ein kleinster Laut.
Wollte er die Familie verlassen? Wie konnte er das? Die Familie war doch das Wichtigste!
Als auch Vuk sich schrittweise in Bewegung versetzte, erhob sie sich blitzartig doch dann hielt ihr zittriger und angsterfüllter Körper inne...
Vuk hat gesagt wir sollen ruhig bleiben!
Ihre Hand streckte sich hilfesuchend den beiden Männern hinterher, doch wie einer Ohnmacht nahe, sackte sie schon wieder neben Kathinka nieder. "Kathinka? Was geschieht? Popovic, sag was! Hat di Robot unsere Familie schon entzweit? Das darf nicht... das kann nicht... Vuk... Vuk! Bitte geh nicht auch... bitte...!"
Die Stimme der Zigeunerin war zuletzt kaum mehr als ein verzweifelte Flüstern und eine schimmernde Träne rang ihre Wange herunter...
Das würde er bereuen!


Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: Ayla am 02. Dezember 2009, 00:57:06
Es kehrt wieder Ruhe ein bei den Falken. Valentin ist wieder im Schatten des Baumes verschwunden. Und die Restlichen falken haben sich wieder in ihre Umhänge gewickelt.

Ira legte einige dicke Äste auf das Feuer.

Konnten diese verdamten Ziegeuner den nicht mal ruhe bewaren. Mit ihrer ganzen Aufruhr hätten sie fast alles kaput gemacht. Hoffentlich würden sie Falken bald wieder schlafen.

Sie blickte zu Vladimier herüber und dan zu den Schatten unter denen der Wolf verschwunden war.

Verdammt noch mal warum ist den immer alles so kompliziert. Vertraut doch ein mal auf eure Leute. Bin ich froh einfach nur Soldat zu sein.

Sie nimmt noch einen tiefen Schluck aus der Tonflasche und kuschelt sich wieder an Cyon der einen Arm um sie legt und auch einen Schluck nimmt.

Bis das Holtz runtergebrand ist. dann schlafen bestimmt wieder alle


Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: m.ellinghoven am 02. Dezember 2009, 22:14:22
popovicz ging wieder zum feuer zu den anderen...auf dem weg dort hin sammelte er zwei drei trockene äste auf und warf sie in die glut.... dann kniehte er sich vor die feuerstelle und bließ hinein um es wieder zum brennen zu bringen... die wärme würden sie brauchen in dieser kalten stunde.....
er stüzte beide hände auf die knie starrte ins feuer.... nach einer weile der ruhe und einkehr sammelte er sich und hob ein ästchen mit der rechten hand vom boden auf und hielt es eine weile ins feuer... dann ballte er seine rechte hand zu einer faust... das glühende ästchen zeigte wie eine messerklinge mit der glut nach unten.... er führte seine geschlossene hand zum  mund und begann unverständliche worte in seine faust zu murmeln... als ob er dem holz etwas sagen wollte... das gemurmel verstummte... er rammte das noch glühende stück holz ohne eine miene zu verziehen in seine  linke hand und drehte es langsam im kreis... das gemurmel begann von neuem... die einzigen worte die man verstehen konnte waren "... oh ihr ahnen... steht uns in dieser schweren stunde bei.... er zog das holz wieder aus der hand und ballte seine linke nun auch zur faust... preßte sie solange  zusammen bis ein rinnsal seines blutes hervor quoll... nun hielt er seine hand übers  feuer und öffnete sie sodas sein blut ins feuer tropfte.... er griff in seine tasche  zog ein tuch und ein fläschen hervor tränkte es in der flüssigkeit und drehte es um seine linke hand... das leise gemurmel begann von vorne...  den rest der nacht verbrachte er damit in das schwindende feuer zu starren... wäre er ein priester würde man es als als meditation bezeichnen....


Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: Ayla am 03. Dezember 2009, 13:11:20
Zeit vergeht. Das Feuer der Falken ist wieder heruntergebrant. Ira und Cyon werden nur noch schwach vom Feuer beleuchtet. Die Tonflasche scheint inzwichen leer zu sein. Die beiden blicken sich in dei Augen und nicken dann.

Ira steht auf und macht einen rundgang durchs Lager seid den Vorfall mit Valentin vergangen.
Nachdem sie zufrieden ist geht sie zu dem Teil des Lagers herüber in dem die Familie sich aufhällt.

Wo war dieser Vladimier ?

Leicht abseits vom Feuer der anderen fand sie das Familienoberhaupt. Ohne auf eine Reaktion seinerseitz zu warten ließ Ira sich neben ihn auf den Boden nieder und sparach leise Worte zu ihm.


Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: Kathinka am 03. Dezember 2009, 14:57:16
Nachdem sich Kathinka von Vuk beruhigen ließ; ja er kannte Kathinka gut, und wußte genau, wie er mit ihr umgehen muss, um zu verhindern, dass sie lauthals im Dreieck springend schimpft, beleidigt Vladimier sämtliche Schimpf- und Fluchwörter an den Kopf knallt, rumzickt und dann vor Wut, Kummer und Sorgen losheult; setzt sie sich wieder an das Feuer und nahm tröstend Ivanka wieder in den Arm.
Immerhin hatte ja Poppowicz Vladimier ordentlich die Meinung gesagt, Vuk auch, und Kathinka hat ihn ganz verärgert angeguckt. Das sollte ihrer Meinung erstmal reichen, da auch Valentin ein ordentliches Machtwort gesprochen hatte, ruhig zu bleiben.

Sie atmet tief ein und tief aus und beobachtet Poppowicz. Sie fragt sich, was er da wohl wieder vorhat.  Sie denkt sich, dass es aber wohl besser wäre ihn jetzt dort nicht zu stören, dass sie ihn später darauf ansprechen und fragen sollte. Dann schaut sie fragend zu Vuk, in ihrem Gesichtsausdruck kann er genau ablesen, dass sie ihn fragt, was sie tun sollen. Er blickt zuversichtlich lächelnd und sagt mit sanfter Stimme: "Versuch noch Ruhe zu finden, wir müssen sicher bald aufbrechen." Dann nimmt er sie noch in den Arm und drückt sie ganz fest.

Als es im allgemeinen ruhiger wurde, schaut Kathinka rüber zu den Sturmfalken, wie die meisten, von ihnen daliegen und seelenruhig schlafen. Nein, schlafen kann Kathinka diese Nacht bei besten Willen nicht, auch wenn Vuk es geschafft hat, sie zu beruhigen, und ihr etwas Zuversicht zu bieten. Sie steht auf, geht rüber zu Valentin. Sie denkt sich, "hoffentlich schläft er nicht schon". Sie sieht ihn liegen, seine Augen sind geschlossen, aber sie hört kein schnarchen. Sie ruft flüsternd: "Valentin? Valentin? Bist du wach? Kann ich mich kurz zu dir setzten?" Während sie fragt, ohne eine Antwort abzuwarten, sitzt sie schon. "Valentin? Hör mal, ich hab da ein paar Fragen an dich."


Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: Nell Feldor am 03. Dezember 2009, 22:07:54
Es hat lange gedauert, doch ein paar Minuten als sich die Lage komplett beruhig hat raschelt es im Gebüsch. Man sieht eine Gestallt im dunklen am Rande der Runde aufstehen. Langsam und ruhig geht die Person in Richtung Licht und es werden langsam Umrisse sichtbar. Nach genauerem hinsehen erkennt man Nell. Er sieht schmutzig und müde aus. Nell geht auf die heruntergebrante Feuerstelle zu, klopft sich das Laub und die Äste vom Körper, grüßt im vorbeigehen Cyon und Ira und verschwindet dann gähnent unter einen Baum


Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: Kathinka am 03. Dezember 2009, 22:41:56
Auch Kathinka blieb es nicht verborgen, dass Nell aus dem Gebüsch kam. Sie schaut ihm etwas misstrauisch hinterher, grübelt darüber, dass es schon etwas komisch war, dass er an der Taverne wissen wollte, wer noch alles von der Familie wo sich aufhält, angeblich um zu beschützen, aber dann denkt sie sich: "Ach, der wird einfach nur mal gemusst haben, war vielleicht ein größeres Geschäft." Sie legt den Gedanken ab, dass sie jetzt nicht auch noch unter Verfolgswahn leiden sollte, nicht in den Reihen der Sturmfalken, hier sollte sie sich sicher fühlen, und schaute dann wieder zu Valentin.


Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: Ayla am 04. Dezember 2009, 03:20:59
Ira die bei Vladimir gesessen hat und sich auf wenig anderes Konzentriert hatte schaute auf und sah mit schreck wie Kathinka zu Valentin herüber gegangen war. Blitz schnell sprang sie auf und eilte auf die Zeigeuer Frau zu.

Mit einem gezischten "bist du den des Wahnsins" und einem geübten Griff packt sie Kathinka mit der einen Hand uns zieht sie weg wärend die andere ihr gekonnt den Mund zu hält um zu verhindern das sie aufschreit.
Als sie einige Schiritte vom Wolf weg sind läst sie die Frau wieder los und schaut sie mit einem bösen blitzen in den Augen an. Mit leiser Stimme spricht sie zwichen zusammen gebissenen Zähnen:

"Ihr seid schlimmer als ein Haufen Flöhe. Kann denn nicht mal einer von euch ruhig bleiben. Wenn du den Wolf jetzt wekst dan ist alles vorbei. Jetzt geh zu deiner Familie und dan verschwindet von hier."


Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: Kathinka am 04. Dezember 2009, 11:29:37
Kathinka sieht Ira ganz verschrocken an. Durch den Schreck ist sie kreidebleich geworden. Vollkommen eingeschüchtert, bewegungslos, fast wie gelähmt und voller Respekt sieht sie Ira an, in ihrem Blick kann man lesen, dass sie jetzt rein gar nichts mehr versteht.

'Hatte sie jetzt wirklich gesagt, dass ich zur Familie gehen soll, und dass wir verschwinden sollen? Will sie uns zur Flucht verhelfen? Sollen wir uns wirklich drücken? Haben wir doch etwas ganz Schlimmes in Tharemis zu befürchten?' Die Gedanken schießen ihr wie Blitze durch den Kopf.

Mit zittriger leiser Stimme, leicht stotternd: "Ira, was meinst ddu? Ist das ddein Ernst? Sollen wir wirklich alle fliehen? Dann sind wir weder in Engonien noch in Condra sicher? Dann werden wir hier auch gesucht, wwie Fahnenflüchtige. Was wwird uns in Tharemis erwarten, wenn wir mitgehen? Ist Flucht die einzige Option? Ira?"
Angst und Ratlosigkeit stehen ihr ins Gesicht geschrieben.


Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: Vuk am 05. Dezember 2009, 20:04:36
Das Kathinka sich vom Feuer entfernt hat, bemerkte Vuk gar nicht. Erneut war er tief in Gedanken und Erinnerungen versunken. Das Flammen vor Ihm brannten längst nicht mehr. Nur Glut befand sich noch in der Feuerstelle, die bei jedem Windstoß aufglimmte und sein Gesicht und die der Anderen der Nacht zu erkennen gab. Unbequem war Ihm und als er sich ein wenig reckte, bemerkte er Kathinkas fehlen. Hastig blickte er sich um. War Sie nicht vor ein paar Augenblicken noch da gewesen? Wie lange verharrte er schon in seinen Gedanken?

„Kathinka?“ wisperte er leise in die Nacht hinaus. Keine Antwort.

Vielleicht ist sie sich nur erleichtern. Aber warum hatte er nichts bemerkt?

Vuk sah zu Vladimier herüber. Neben Ihm saß Ira. Er versuchte zu erkennen ob sie redeten, als Ira plötzlich hochfuhr und zu der Stelle an der Valentin sich nieder gelassen hatte rannte. Dann sah er Kathinka. Ira zerrte Sie vom Wolf weg und hielt ihr den Mund zu. Vuk schnellte hoch, verharrte jedoch still beobachtend an seinem Platz. Ira würde Ihr doch nichts antun, nein. Als Ira und Kathinka ein paar Schritte weiter stehen blieben und Ira etwas zu sagen schien, ging Vuk langsam auf sie zu. Bei den beiden angelangt, sprach er zu Ira:

„Ira, verzeih bitte. Lass mich Kathinka zurück bringen, ich verspreche besser auf die meinen zu achten"

Er packte Kathinka am Arm und zog sie leicht zu sich herüber.

„Ira, wir sind einfache Menschen. Keiner von uns führt Schlechtes im Sinn. Wir sind euch Dankbar für euren Schutz und was in Tharemis geschieht, soll wohl so sein." Er warf einen flüchtigen Blick zu Vladimier, wandte sich aber sofort wieder an Ira. "Wir haben alle Angst, weißt Du. Ich weiß selbst nicht sicher was uns in diese Lage gebracht hat, doch habe ich niemals erlebt, dass man ein Volk hasst und verfolgt, aufgrund des angeblichen Vergehens eines Einzelnen. Ach hör nicht auf mich, ich weiß, Du machst Deine Arbeit. Bitte verzeih."

Er hielt Kathinka noch immer am Arm und zog sie nun mit sich, als er sich wieder in Richtung Feuerstelle begab. Unterwegs sprach er noch kurze Worte zu Kathinka:

„Was hast Du Dir nur gedacht. Mach keine Dummheiten, mach uns nicht unglücklich durch unbedachtes Handeln.“

Als er sich setzte murmelte er beinahe unverständlich: "Unglücklicher als wir ohnehin bereits sind."

Jetzt würde er sich nicht mehr in Gedanken verlieren, jetzt achtete er auf die seinen, da er auf Vladimier nicht zu hoffen wagte.


Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: Kathinka am 06. Dezember 2009, 18:23:10
Voller Verzweiflung sieht Kathinka Vuk an, ihre Augen sind nass, ihr Blick ist voller Kummer, und während er sie in den Arm nimmt und festhält, fängt sie leise an zu weinen, so dass es Vuk nicht merken sollte. An der Feuerstelle wieder angekommen, weint sie noch eine ganze Weile und Vuk hört nun auch ihr Schluchzen. Er umarmt sie, drückt sie, versucht sie zu trösten, seine Schulter ist schon ganz nass von ihren Tränen.

In ihrem Gewimmer hört er vereinzelte Wörter und Sätze raus, sie schluchzst und redet und weint gleichzeitig und leise noch dazu, er kann zwar nicht jedes Wort verstehen, aber er hört heraus, was Kathinka ihm im Groben mitteilen will, nämlich, dass sie doch nicht bewußt irgendwelche Fehler machen wollte, dass sie doch nichts Böses will, sie meint es doch nur gut, sie will doch nur das Beste für die Famile, dass alle heil raus kommen aus der Situation, dass sie sich in Condra wieder frei bewegen könnten, dass sie jederzeit ohne Probleme wieder nach Engonien reisen können, sie wollte doch nur von Valentin oder Ira wissen, was sie in Tharemis erwartet, sie hat doch keine Ahnung, sowas hatte sie noch nie erlebt, sie hat so eine große Angst, dass nichts mehr so ist, wie es mal war, dass einige bald nicht mehr am Leben sein werden, dass sie wohl den Vorschlag bekommen hat, dass es besser wäre zu fliehen, und sie aber sich nicht sicher ist, ob sie es richtig verstanden hat oder nicht, und ob das denn nun besser wäre oder nicht, sie weiß nicht was sie machen, tun, sagen, fühlen soll.
Wußte sie sonst doch beinahe immer Rat, konnte sie doch sonst die Karten legen; war sie aber jetzt nicht in der Lage dazu. Sie war so sehr emotional in der Situation involviert, dass sie wußte, dass sie keine innere Ruhe und Konzentration dafür finden konnte.

Nachdem sie sich wieder etwas beruhigt und ihre Tränen weggewischt hatte, schaut sie Vuk etwas vorwurfsvoll an. Wieder gefasst fragt Sie ihn flüsternd, so dass nur er es hören konnte: "Warum hast du mich von Ira weggezerrt? Ich habe Fragen, ich brauche Antworten, für uns. Ira hätte mir vielleicht die Antworten und Klarheit geben können. Aber das hast du leider verhindert. Glaubst du wirklich, dass ich alles falsch mache? Sie hat mir gesagt, dass wir verschwinden sollen, ich will wissen, wie sie das meint, ob es wirklich das beste wäre." Kathinka stüzt ihre Arme am Boden ab, um wieder aufzustehen, Vuk bemerkt, was Kathinka vorhat, dass sie wieder zu Ira gehen möchte, denn immerhin wollte sie ja Antworten.


Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: Ayla am 06. Dezember 2009, 22:51:57
Ira sammelt sich einen Moment

Warum muste sie den Afangen zu weinen? Ich hasse freundlich! 

Sie macht ein paar Schritte auf das Ausgebrante Feuer der Ziegeuner zu zögert dan aber einen Moment und schaut auffordernt zu Vladimier herrüber.

Es ist seine Aufgabe. Er muss es seinen Leuten erklären. Warum hält sich den hier niemand an Absprachen?

Sie geht weiter auf die Familie zu


Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: Vuk am 07. Dezember 2009, 15:13:03
Als er bemerkt, dass Kathinka sich schon wieder erheben will, packt er sie schnell am Handgelenk mit welchem sie sich am Boden abstützt.

„Wir sind hier nicht zu Gast!!“ zischt er sie an.

Vuk atmet tief ein, setzt ein freundliches Gesicht auf und blickt zu Kathinka.

„Natürlich weiß ich, dass Du nichts Schlechtes willst. Wir alle wollen Antworten. Aber wir sind nicht in der Situation etwas zu fordern. Außerdem hat Valentin doch deutlich gesagt, dass er selbst nicht weiß, was in Tharemis geschehen wird. Wir werden Antworten erhalten sobald man gewillt ist uns welche zu geben. Wir sind Gefangene und wir können froh sein, das wir nicht Roberts Gefangene sind. Bitte versteh doch, ich will nur eure Sicherheit.“

Vuk bemerkt nun, dass Ira auf sie zukommt.

„Schau Kathinka, vielleicht erhalten wir ja Antworten, früher als erhofft.“

Dann schaut er in die Runde seiner Familie bevor er zu Ira blickt und sich bemüht ein wenig zu lächeln.


Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: Kathinka am 07. Dezember 2009, 18:43:00
Verständnisvoll schaut Kathinka Vuk an: "Das weiß ich doch, dass du unsere Sicherheit willst, wie doch jeder von uns."

Als auch sie Ira bemerkt, wie sie sich nähert, fängt Kathinka an zu schmunzeln: 'Kommt sie herüber um mir meine Fragen zu beantworten?' denkt sie sich.

Hoffnungsvoll und freundlich schaut sie Ira an.


Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: Svenja am 08. Dezember 2009, 21:54:17
Ivanka beobachte die sich abspielenden Ereignisse mit sorgenvoll gefalteter Stirn. Immerwieder zuckten ihre ermüdeten Beine, um aufzuspringen, vor allem weil sie sich nicht sicher sein konnte, wem der Wache zu trauen war.
Ira schien ein Herz für ihre Familie zu haben, aber so wie die Sterne standen - wem konnte man da überhaupt trauen? Doch wie stand der Rest der Wache zu ihnen?
Immerwieder huschte ihr unruhiger Blick zwischen Popovicz, der allem Anschein nach in tiefer Meditation versunken war und Kathinka und Vuk hin und her.
Nur in Vladimiers Richtung wagte sie nicht mehr zu schauen, zu schmerzvoll brannte die unwissende Enttäuschung in ihrer Brust.
Als Ira sich auf die Feuerstelle der Zigeunerfamilie zubewegte, spannten sich alle Sehnen ihres Körpers wie vor dem Abschuss eines Pfeils. Erwartung versuchte ihren Geist zu übermannen, doch sie zwang sich zur Ruhe und bewegte sich nun bewusst langsam aus der Sitzhaltung heraus. Wie in einer Ewigkeit überbrückte sie ein paar Schritte, um sich dort wieder niederzulassen - nun war sie nahe genug an Vuk und Kathinka herangerückt, um die Ohren spitzen zu können und im Zweifel aufzuspringen. Dennoch konnte niemand ihre Platzveränderung, als Bedrohung ansehen.
Erneut blickte sie zu Popovicz hinüber... hatte auch er Iras Herannahen bemerkt?


Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: Ayla am 09. Dezember 2009, 01:47:05
Ira blickte noch mal zu Valdimir herrüber dan schüttelte sie den Kopf und verzog missbiligend das Gesicht.

Warum sind nicht alle Leute Soldaten das würde das leben so viel einfacher machen!

Sie seufzt und stapft die letzten meter zu den Zigeunern herüber.


"Gut! jetzt hört mir zu und haltet die Klappe. Ich werde jetzt zurück zu mir ans Feuer gehn da werde ich mich hinsetzten und euch den Rücken zuwenden. Cyon und ich werden dan eine Weile beschäftigt sein. Wärend dessen werdet ihr euch leise von hier weg bewegen. Ich will keinen mucks hören. Ihr nehmt euch die Sachen die oben auf dem Felsen liegen und haut ab. Am besten nach Norden. Das ist da lang"

Sie nickt mit dem Kopf in eine Richtung. Als Kathinka anheben will etwas zu sagen hebt Ira die Hand und bringt die Frau mit einem Blick wieder zum schweigen

"Geht so lange bis ihr aus dem Walt kommt dan der straße weiter na norden folgen. Dann kommt ihr nach Quellauen. Da kommen keien zufälligen Reisenden vorbei. Da seid ihr erst mal sicher. "

Sie wirft einen Blick in Vladimiers Richtung

"Notfalls zieht ihr eurem Anfürer eine knüppel über den kopf und nehmet ihr mit mir ist das gleich! Wenn nacher noch einer von euch da ist werde ich ihn einpacken und mit nach Tharemis nehmen. Da wird der Hohe Rat entscheiden was mit euch passiert....Und dan passiert Politik und ich fürchte da werdet ihr den kürzeren ziehn. Dieser dämliche Giftzwerg ist ja irgednwie wichtig oder so. Wenn ihr weg seid bekomm nur ich Ärger.
Haut ab und last Gras über die Sache wachsen. spätestens in zwei monden interssiert sich keiner in Condra mehr für euch. "

Sie bedenkt die Familie mit einem grimigen Blick und wedet sich dann wieder zum Feuer geht langsam in Richtung Cyon 


Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: Vuk am 10. Dezember 2009, 11:07:57
Was war das nun? Vuk war schockiert und seltsam überrascht. Wieso will man uns jetzt gehen lassen. Ein Blick in die Runde und er erkannte, dass es den Anderen ebenso ging.

„Nun gut, dies ist die Möglichkeit zur Flucht. Wer sie nutzen will, sollte dies jetzt machen. Ich gehe und sag es Vladimier, auch er soll sich entscheiden und seine Entscheidung soll auch die meine sein. Wenn er bleibt, bleibe ich auch, geht er, gehe ich mit ihm. Ich für meinen Teil fürchte keinen Richter denn ich habe keine Schuld. Meine einzige Schuld, in den Augen dieses Zwerges, ist mein Name und den werde ich nicht mit Feigheit beschmutzen.“

Vuk stand auf und ging zu Vladimier herüber. Er kniete sich neben ihn und sah im ins Gesicht.

„Hör mir zu, Ira will das wir fliehen, nach Norden zu einem Ort namens Quellauen. Dort sind wir angeblich in Sicherheit. Falls Du fliehen willst kannst Du das jetzt machen. Wie Du Dich auch entscheidest, ich bleibe an Deiner Seite, ich habe Dir mein Wort gegeben."

Dann stand Vuk auf, ging zurück zur Feuerstelle und setzte sich wieder. Er zog seinen Umhang wieder fester um seinen Leib und beobachtete Vladimier. Irgendwie war er sich sicher was Vladimier tun würde. Vladimier ist vielleicht nicht der weiseste, aber er ist stolz und stur. Er wird nach Tharemis gehen, dessen war Vuk sich sicher.


Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: Kathinka am 10. Dezember 2009, 18:51:28
Kathinka sitzt nach Iras Worten da, wie gelähmt. Ihre Augen sind immer noch nass. Sie schaut zu Vuk, hört seinen Worten zu, aber kann noch nichts antworten. Als Vuk zu Vladimier geht, schaut sie besorgt Ivanka an, fragt sie: "Ivanka, was sollen wir jetzt tun?"

Kurz war der Augenblick, dass Vuk bei Vladimier war. Als sich Vuk wieder ans Feuer setzt fragt sie ihn: "Vuk, was hat Vladimier gesagt? Ich halte nicht viel davon, dass du sagst, wer fliehen will, soll das tun, wer bleiben will, bleibt. Wir sind eine Familie, wir halten zusammen. Das war schon immer so, und wird auch immer so bleiben. Oder hat jemand einen Plan? Gibt es irgendetwas was ich wissen müsste? Vuk?"
Leicht säuerlich wird sie, man merkt ihr an, dass sie diese Situation doch etwas überfordert.


Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: Svenja am 10. Dezember 2009, 19:32:07
Ivankas Körper schien mit einem mal angefüllt von Blei.
Wie konnte Ira ihnen so ein Angebot unterbreiten? Wem sollte dies nützen? Sollten sie dann für immer fliehen, obwohl sie doch nichts getan hatten?
Als Kathinka ihre von Sorge schwingende Stimme an sie richtete, erschien ihr die Antwort so hell und klar, dass ihr Geist fast schon geblendet schien.
Sie mussten zusammenhalten - und wenn sie jetzt fliehen würden, dann für immer! Also auf nach Tharmemis, gleich welch ein Schicksal sie ereilen sollte. Wenn die Familie dort in Gefahr geraten sollte, könnte sie immer noch das Gespräch mit Robert suchen, so wie er ihre Stimme in Condra gesucht hatte.
Ein mattes Lächeln bereitete sich auf ihrem von Sorgen zerfurchten Gesicht aus und sie richtete es gen Vuk, der sich in seinen Umhang gehüllt hatte:" Ja Vuk, wir sind eine Familie und wir halten zusammen. Und wenn wir dem alten Vladi bis ans Ende der Welt folgen müssen - dann ist das so! Aber dann finden wir es gemeinsam."
Auch Popovicz bedachte sie mit einem Blick und endlich konnten ihre Augen auch wieder zu Vladimier herüberschweifen.
Egal was passieren würde - diese verflixte Familie war eben zum Glück nicht einfach nur ein Söldnertrupp.


Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: m.ellinghoven am 10. Dezember 2009, 23:14:00
mit einem mal erhob popovicz sich.... er ging ohne ein wort zu den anderen... warf einen ernsten blick in dei runde und sprach: so meine lieben... unsere zeit für enscheidungen ist nun da... wir werden nun gehen... der plan auf den ihr wartet, wartet in engonien auf uns.... unsere aufgabe wird sein robot mc mannehuuuuhuh (er zog die nase hoch und spieh den rotz aus tiefen auf den waldboden die man bei einem menschen nie vermutet hätte beim klang dieses namens) bis ins lezte vor seinen eigenen leuten bloß zu stellen.... er darf sich nirgendwo mehr blicken lassen können ohne das man ihm ins gesicht spuckt oder schlägt ... dazu brauchen wir als erstes vebündete die zu uns halten und ihn genau so wenig leiden können  wie wir und glaubt mir wir finden sie.... um vladimir brauchen wir uns nicht zu sorgen... er findet  einen weg zu uns zurück zu kommen.... er hat immer einen gefunden...


Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: Vuk am 11. Dezember 2009, 10:58:50
Vuk wendete sich zu den Zigeunerfrauen.

„Kathinka, Ivanka, natürlich halten wir stets zusammen. Ich meine doch nur, wenn es jemandem lieber wäre seine Haut zu retten und sein Heil in der Flucht zu suchen, dann ist das in Ordnung. Niemand wird da Vorwürfe machen. Es gibt nunmal viele Wege zu dem selben Ziel und Popovicz scheint ja nicht zwingend bei Vladimier bleiben zu wollen. Wir alle kennen Vladimier und wissen wie stur er ist. Ich denke er wird nach Tharemis gehen wollen und ich für meinen Teil will nicht mehr fliehen, nicht schon wieder, nicht auch noch weg aus Condra. Ich denke es ist an der Zeit, dass wir Flagge zeigen und zu unserer Familie stehen und das soll der hohe Rat von Tharemis auch sehen. Sie sollen uns nicht für Verbrecher halten."

Dann wandte er sich an Popovicz

„Mein guter Popovicz, wenn Du gehen willst, dann tu das ruhig es ist in Ordnung. Nimm bitte auch die andere Mann mit oder schick ihn allein fort falls Du doch bleiben willst.“

Vuk stand auf und stellte sich nah zu Popovicz und flüsterte Ihm etwas ins Ohr. Dann setzte er sich wieder.

„Zum Diskutieren ist jedoch keine Zeit, geh den Weg, der Dir als der beste erscheint. Und wer weiß, vielleicht steht Vladimier gleich auf und will doch dass wir alle gehen. Falls ja, sollte er es bald tun. Meine Lieben, wie auch immer das hier ausgehen soll, ich bin froh, dass ich bei euch bin."


Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: m.ellinghoven am 11. Dezember 2009, 20:36:01
ich weis ich weis vuk..... aber wie können wir im erstfall vladimir am besten helfen wenn wir neben ihm stehen un gefesset sind oder wenn wir frei und in verkleidung anwesend sind?


Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: Grendar am 11. Dezember 2009, 22:20:13
Der Bullige Anführer der Falken wendete sich und ging wieder zu seinem Platz im Dunkeln.
Der Zigeuner mit dem lila Kopftuch blieb stehen, kühler Wind zog auf und spielte mit den Zipfeln seiner Kopbedeckung.
Für einen Moment stockt Vladimir der Atem. Was war los?
Hatte die ganze Anspannung ihn verrückt werden lassen oder hatte er in dem leisen Säuseln des Windes wirklich ein paar Worte verstanden?

"Vertrau ihnen! Der Ewige wird euch schützen."

Er biss sich verkniffen auf seine Lippen und verengte seine Augen zu Schlitzen,
die misstrauisch die ganze Szene beschauten.

"Was geht hier vor sich... was ist los..."

Sein Gesicht entspannte sich wieder und er atmete gierig die kühle Nachtluft ein,
die seine Lungen füllte und brennen ließ.
Beinahe in Zeitlupe wendete er und näherte sich mit großen Schritten seiner Familie.
All das was er im Stande war sich auszudenken ist gescheitert, der Wolf machte ihm einen gehörigen Strich durch die Rechnung.
Er fühlte sich auf dem kurzen Weg, zu denen die er vorhin noch mit Hohn und Spott bespie, einsamer als jemals zuvor.
Aber er wusste dass es kein zurück mehr gab, die Tür war nun verschlossen und der Schlüssel lag auf dem düsteren Grund des Unbekannten Ortes zu welchem er sich nun aufmachte.
Nur einige Meter waren es doch kamen sie ihm wie Meilen vor, er schaute in die fragenden
Augen seiner Familie doch erwiederte sie nur mit einem Blick der Abscheu.
Er ging zur Felswand, zu dem Ort an dem ihn vorhin der Dunkle Mann im Traum geweckt hatte
und kniete sich hin.
Sein Oberkoerper bäumte sich schnell auf und ab und das schwere Atmen in der Nacht
glich dem, eines Kranken der auf dem Sterbebett dem Tod entrinnen möchte.
Nur Vladimier war nicht krank, er war verzweifelt.
Mehr als dass, er war der Kampfhund den man in die Ecke gedrängt hatte.
Ira kam und setzte sich neben ihn.
Die Worte die sie ihm ins Ohr flüsterte haette sie auch auf einer Klippe Condras hinaus aufs Meer
schreien können dort haetten sich vielleicht die Wogenden Wellen ihrer angenommen.
Doch Vlad hörte nichts.
Auch als Vuuk sich zu ihm setze als Ira schon lange mit Kathinka beschaeftigt war, ist der
exzentrische Zigeuner fernab von jedem Gehör und tief an einem gefährlichen Ort.
Vuuk verschwand und der knieende Zigeuner stand kurz danach auf, schaute hinauf zum Himmel
und blieb einen Moment so stehen.
Erst als er sich wieder gefangen hatte wiederholten sich die Stimmen von Ira und Valentin wie langsame Echos in seinem Kopf.

" Solange es Dunkel ist......."

Sprach er geistesabwesend zu sich selbst und blickte zu den Falken.
Als er gesehen hatte dass sich die meisten schlafen gelegt hatten und der Rest sich absichtlich anders rum gesetzt hat ging er wieder zu den  fünf.
Stand vor ihnen schaute die an die standen und schaute zu denen herab die saßen.

"verzieht euch, geht!! Geht alle! Oben auf dem Berg ist Proviant wenn ihr Glück habt reicht es für euch, geht in Richtung Norden bleibt nicht stehen und redet mit niemanden, geht Abseits der Straßen und schlaft Tagsüber.
Wenn ihr Glück habt und ihr endlich ein wenig verstand in eure leeren Köpfe geprügelt habt dann schafft ihr es bis nach Engonien.
Geht zu Ritter Hegen, ich vertraue ihm. Sagt ihm er sei mir noch was Schuldig.
Ich gehe nach Trigardon, fragt nicht!
Wir sehen uns wenn der Mond das fünfte mal voll ist.
"



Er schaute sie verbissen an und immer wieder schnellte sein Blick zu den Falken
Seine Finger schnallten einige seiner Gürtel ab, die mit dem meisten Klimperkram, er nahm sie und legte sie auf den Boden.

Doch vorher nahm er ein Säckchen von jenen Gürteln ab und wog es in den Haenden, dabei betrachtete er die Falken, er wickelte es geschickt und schnell in einen Fetzen Leder den er ebendfalls von seinem Gürtel abnahm und versuchte ihn so geräuschlos wie möglich in die Nähe von Ira zu werfen.
Der Beutel war klein und mit den 15 Kupfermünzen prall gefüllt, er sollte auf dem Waldboden nicht allzuviel Lärm erzeugen, das extra darumgewickelte Leder würde den Fall gut dämpfen.

Er wendete sich blitzartig und war schon in der Bewegung wegzuhuschen als er sich nochmal herumdrehte und in ihre Richtung spuckte.

"Ich meinte alles ernst vorhin, jedes einzelne Wort, vergesst mich, ihr solltet das schlimmste erwarten und das beste erhoffen, daswidania"


Er rannte so schnell wie er noch nie gerannt ist in seinem Leben, er versuchte die ungefaehre Richtung einzuschlagen aus denen sie gekommen sind.
Die Tiere der Nacht schraken auf, doch der schlaksige große Kerl verstand es durch den Wald zu huschen obwohl es Dunkel war und so lief er und lief er wie man es nicht erwartet haette.
Nach knapp zwanzig Minuten hielt er lauthals keuchend an einen Baum gelehnt an.
Der Schweiss klebte an ihm wie eine zweite Haut.
Sein Herz pochte so schnell und laut wie hunderte Orkische Kriegstrommeln.
Er verzog sein ganzes gesicht und stöhnte unter den Schmerzen, seine Lungen brannten als haette man sie mit heißen Kohlen gefüllt.
Und so wurde es langsam Dunkel um den großen Zigeuner der angelehnt am Baum in dieser Vollmondnacht herabsackte und liegen blieb bis ihn irgendwann die Sonnenstrahlen wecken sollten.


Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: m.ellinghoven am 12. Dezember 2009, 13:58:24
popovicz schaute ihm nach.... er drehte sich zu den anderen und sagte: so meine lieben nun sind wir auf uns gestellt... ich gehe den proviant holen... dann werden wir den weg nach engonien finden!!! nach  einem augenblick stand er wieder mit den versprochenen sachen vor den anderen...  wir sollen richtung norden.. oder was...? sagte er.....popovicz zog einen flaschenkork, ein schälchen,einen stein und eine nadel aus der tasche steckte die nadel in den kork,rieb mit der spitze der nagel über den stein, goss wasser in die schale und legte den kork mit dem nagel in die schale, der kork mit dem nagel begann hin und her zu schwenken un pendelte sich in eine richtung ein... dann schaute er in die augen der familie.... und sagte: na dann ma los.... sonst werden die hier noch wach.... und die einzigen die noch da sind sind wir...... ohne ein weiteres wort ging er los in die richtung in die nagelspitze zeigte....


Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: Vuk am 14. Dezember 2009, 10:29:57
Als Vuk sah, dass Vladimier zu ihnen herüber kam, klopfte sein Herz voller Erwartung. War er nun endlich zur Vernunft gekommen? Als Vladimier begann zu sprechen hielt Vuk den Atem an. Bei jedem seiner Worte biss Vuk seine Kiefer fester zusammen und sein Gesicht wandelte sich zu einer ernsten, angespannten Fratze. Als Vladimier dann los rannte hätte Vuk am liebsten geschrieen, doch er brachte nur ein leises, durch geschlossene Zähne gepresstes "Dieser verfluchte....." heraus.

Vuk warf einen kurzen Blick in die Runde seiner Lieben, während er einen Stein aufhob. Dann schnellte er hoch und begann zu rennen. Bei den ersten Schritten warf er den Stein hinter Vladimier her. Seine Schritte wurden immer schneller und schneller. Während dessen kreisten seine gedanken.

Was bildet er sich nur ein. Trigardon. Was glaubt er wer er ist. Er will nach Trigardon, zu Papa Sancho. Er will zur Familie Estragon-Valdez. Jesus, und Juanita. Nein, da geht er nicht ohne mich hin, er darf Juanita nicht in diese Sache hinein ziehen, sie hat doch erst geheiratet. Was glaubt er....

 Nach einer weile blieb Vuk stehen. Wo war er? Er lauschte in die Nacht und versuchte zu hören in welche Richtung Vladimier rannte. Nichts, kein Rascheln oder Knacken von Ästen. Dann hörte er etwas dumpf auf den mit Laub bedeckten Waldboden aufschlagen. Schnell wandte er sich in diese Richtung und rannte zu dem Ort, von dem das Geräusch zu kommen schien. Da lag Vladimier, vor Erschöpfung in sich zusammen gesackt. Vuk ballte die Fäuste. Durch seine Gedanken schoss der drang auf ihn einzuschlagen und zu treten. Schnaubend stand er über Vladimier, der sich nicht rührte. Vuk schloss die Augen. Behalt die Nerven Vuk. Er kniete sich hin und sah nach Vladimier. Er schien bewustlos. Trigardon, pah, da kommst du nie an wenn du erfrierst oder von Wölfen gefressen wirst, du Narr. Vuk lehnte sich gegen den Baum, an dem Vladimier zusammengesackt war, und legte Vlads Oberkörper auf seinen Schoß. Dann wickelte er seinen Umhang um sie beide und wartete. Seine Gedanken waren bei seinen Lieben, Popovicz würde sich um sie kümmern. Ja, es wird Ihnen schon gut ergehen, dachte er sorgenvoll. Ich habe mich um einen störrischen Esel zu kümmern.


Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: m.ellinghoven am 14. Dezember 2009, 21:54:14
als vuk loslief drehte popovicz sich um mit so schnellen bewegungen hatte er hintersich nicht gerechnet... was war los sind die wächter erwacht???.... dann sah er was geschehen war.... gedanken schnellten ihm durch den kopf....: vuk....  du.... dann besann er sich auf das was er eigentlich vor hatte die frauen in sicherheit bringen....  wer weis wofür es gut ist.... vuk wird schon auf ihn achten allein würde vlad doch draufgehen... zurück zum ziel... norden.... er  drehte sich zu den frauen und dem anderemann um und schaute sie an.... "schnell.... gehen wir..." sagte er.... "bevor die hier wach werden... ich habe keine lust für das berschwinden der anderen noch härter bestraft zu werden.... wir müßen uns um ein schiff richtung engonien kümmern... los jetzt...."


Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: Kathinka am 15. Dezember 2009, 13:11:11
Vladimiers Worte waren hart. Aber Kathinka erkannte den Ernst der Lage und erkannte, dass auch Vladimier Angst spürt, aber es nicht zeigen will und kann. Als Vladimier losrennt schaut sie zu Vuk, sein Blick, sein Gesichtsausdruck verrät ihr, dass er ihm folgen will. Direkt in diesem Moment, flüstert sie ihm was ins Ohr. Sie wußte, es geht jetzt um Sekunden. Danach sagt sie ihm: "Passt gut auf euch auf, in Gedanken bin ich immer bei euch." Kathinka nimmt eine ihrer Hasketten ab, und drückt sie Vuk in die Hand. "Pass darauf auf, es soll euch Glück bringen, euch beschützen, und du weißt wann und wo du sie mir zurückbringst, und grüße bitte alle von uns." Vuk rennt los um Vladimier noch zu erwischen.

Kathinka sieht Popovicz und Ivanka in die Augen. Nachdem Popovicz zur Eile mahnte, wir sollen doch aufbrechen, sagt sie: "Ja, du hast recht, wir müssen los. "Popovicz, hol die andere Mann. Ivanka, wir beiden, entledigen unseren Schmuck im Korb, dann hört man uns nicht direkt, wenn wir laufen"


Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: Svenja am 15. Dezember 2009, 23:09:42
Ivanka war immernoch starr vor Schreck. Die Geschehnisse der vergangenen Minuten waren ihr vorgekommen wie eine zähe Ewigkeit und zogen an ihrem inneren Auge vorbei wie Wolken an dem über ihr verweilenden Vollmond. In lähmender Langsamkeit begann sie ihren klimpernden Schmuck, welcher ihre Hand stets von den Fingern bis hinauf zum Handgelenk schmückte und welcher sich Nachts zu einer eisigen Kette verwandelte, abzustreifen.
So geräuschlos, wie möglich ließ sie ihn zusammen mit ihrem Gürtelschmuck in die Tücher, welche sonst ihre Hüften zierten, gleiten und verstaute es anschließend mit fest vor der Brust verschränkten Armen unter ihrem wärmenden Mantel.
Das würde er büßen - und wenn sie ihm eigenhändig das Gesicht zerkratzen müsste! Aber ihre Familie auseinanderzureissen sollte er bereuen!
Mit vor Wut dunkel glänzenden Augen funkelte sie Kathinka an, die ihre Spannung wahrgenommen hatte und entsetzt zu ihr herübersah.
"Los, sind alle soweit?" zischte Ivanka in die Nacht hinein. Sie wusste, dass Kathinka ihre Gedanken gelesen hatte - es war gut so.
Ihr Blick streifte nacheinander die verbliebenen Zigeuner und blieb an Popovicz hängen, welcher sich mit verbissenen Schritten in Richtung Norden bewegte. Ihr Kinn machte eine ruckartige Bewegung hinter ihm her und Kathinka und sie folgten seiner Gestalt.
Mit Bedacht setzte sie im Verlauf der ersten Zeit ihres langen Marsches vorsichtig einen Fuß vor den anderen, damit auch kein unachtsam knackender Ast die schlafenden Falken wecken konnte.
Zweimal schaute sie auf ihrem Weg hinauf zum Mond, welcher auch Vuk und Vladimier irgendwo Meilen entfernt Licht spendete und so wünschte sie ihnen in Gedanken das Beste für die Reise.
Sie wusste, dass sie sich wiedersehen würden - doch das änderte nichts an der rasenden Wut auf den Mann der sie  aus Ungerechtigkeit verfolgte. Wie eine schleimige Natter legte sie sich um ihr Herz und verlangte nach Rache.



Titel: Re: Die Zigeuner auf dem Weg zur Verhandlung
Beitrag von: Grendar am 18. Dezember 2009, 05:24:45
Von weiter weg wurde die Lichtung gespenstisch in ein dunkles Orange getaucht, die Blätter und Zweige warfen Schatten von knochigen Fingern und Armen auf den Waldboden.
Die Stille der Nacht wurde nicht gestört durch das virtuose Violenspiel von Dagusz, nein die Nacht wurde bereichert mit den schnellen Ryhtmen der Zigeuner Musik.
Rundherum im Kreisel drehten sich die exotischen Zigeunerinnen um das Feuer und ihre Röcke wirbelten so sehr herum dass man meinen konnte Geister hätten sich ihrer angenommen.

„Dawai Dagusz hraj dal, hraj lebcze!, hraj rychleczi! Haha“

Rief ihm Ilija entgegen und verschüttete dabei den Wein den Onkel Volja selbst gekeltert hatte.  Das Feuer brannte lichterloh und es schien als wolle es Dagusz bei seinem Violinenspiel begleiten indem es laut und dumpf die Holzscheide knacksen ließ.  
Weiter weg ließ sich ein Pärchen auf den kühlen Waldboden nieder der nur vom Mond beschienen wurde und sie liebten sich heiß und innig.
Die Feier wurde immer hitziger und leidenschaftlicher und schon bald floß der Alkohol nur so die Kehlen herunter und die Zigeuner feierten Lauthals.

„Striz Julisz, yeeeha…..Strize tak tadi masz Svadbu ..tadi masz svadbu, Zsófia ze bude davat…..jeehhaaa….ona si bere  László Tszibnizka“


Der für sie Heilige Onkel Julich wurde gebeten Zsofia und Laszlo zu segnen, was bei den Zigeuner nicht unbedingt ein Kuss auf die Stirn sein muss.
Und so  feierten sie weiter hoben ihre Humpen und ihre Kelche um auf Onkel Julich zu trinken.
Mit hochrotem Kopf aber mit einem feisten Grinsen auf den Lippen war für sein Alter ein recht hochgewachsner Zigeuner in der Nähe des Feuers am sitzen.
Er beschaute sich mit seinen siebzehn Jahren noch recht unerfahren das Geschehen und hob seinen Humpen hier und da um jemanden zuzuprosten.

„Vladimier… es muss doch schon ein Halbes Leben her sein dass ich deinen Vater gesehen habe, na aber vor allem du bist in die Höhe geschossen.
Wenn du weiter so wächst dann werden dich die anderen noch für verflucht halten.
Hast du Zsofia und Laszlo schon gratuliert?
Schau nur wie glücklich die beiden sind, ach Vladimier ich wäre gerne nochmal Jung und verliebt.  Dir steht das ganze noch bevor, hahaa.
Hier pass auf ich hab was für dich deine Tante hat es dir gemacht, die Farbe hat sie selbst ausgesucht. Zieh es gleich an und misch dich unter die anderen die Nacht ist noch lange nicht vorbei „

Der junge Zigeuner nahm sein schwarzes Kopftuch ab und band sich freudig die neue Lila Kopfbedeckung um seinen Schädel.
Er gab seinen Onkel einen Kuss auf die Wange und verschwand mit seinen Humpen unter die anderen.  
Was er aber nicht gesehen hatte war das mitleidige blicken seines Onkels welcher hinter ihm her schaute.

„Junge werde nicht wie dein Vater…. Julich nimm dich seiner an“


Dagusz stimmte ein neues Lied an und wurde diesmal von Akkordeon und Tambourine begleitet. Ausgelassen und mit breiten Grinsen bewegten sich die wohlgeformten Körper der Zigeunerinnen im Takt zum Lied und ihre schwarzen Haare glänzten im Schein des Feuers.
Vladimier johlte und klatschte den Tänzerinnen zu und sah dabei  Zsuzsanna.
Seine heimliche Freundin.
Sie war die Tochter von Piotr dem Vater seines besten Freundes Milán.
Zsuszanna war von atemberaubender Schönheit und konnte sich bewegen wie Geschichten es nur den Elfen zutrauen würden.
Sie hatte Pechschwarzes Haar und weiße Zaehne und wenn sie jemanden mit ihren Grünen Augen ansah konnte man die Probleme und die Sorgen vergessen die man hatte und einsteigen in eine lüsterne Welt voller Begierde und Verlangen.
Als sich Zsuzsanna Vladimier näherte grinste sie ihn keck und frech an.
Sie warf sich überraschend in seine Arme und gab ihm einen Kuss, stahl ihm sein Bier und lief kichernd an den Waldrand.
Vladimier huschte ihr hinterher und schaffte es sie von hinten an sich zu drücken und roch an ihrem Haar und nahm den Geruch von Rosenblättern gierig in sich auf.
Er fühlte sich hervorragend und in diesem Augenblick hätte er es mit allen Drachen und Ogern alleine aufgenommen.  

Die Musik verstummte, das ausgelassene Gelächter brach ab und das Feuer knackste nun alleine ohne Dagusz’s Begleitung in die Nacht hinein.
Zsuzsanna ließ seinen Humpen fallen ihre Hände schienen leblos und ihr Haar roch nach dem süßlichem Gestank der Verwesung.
Dem Zigeuner mit dem neuen Kopftuch wurde es eiskalt und er blickte rasch nach hinten zu Feier.  
Die 2 Dutzend Zigeuner starrten ihn alle, getaucht ihn gespenstisches weiss/orangenes Licht, an und fixierten ihn mit ihren Blicken.
Er drehte seinen Kopf wieder zu Zsuzsanna und riss sie um. Er schrie auf als er sah dass er nicht mehr die Wunderschöne Schwester von Milan in den Haenden hielt sondern einen großen Mann mit abglaufenen Stiefeln einer abgetragenen Hose und zerissenem Hemd mit einer Fellweste.
Als er dorthin schaute wo noch vor einigen Augenblicken Grüne Augen und ein Engelsgleiches Grinsen auf ihn blickten, sah er nun nur ein Schwarzes Loch und er merkte das etwas daraus ihn hämisch angrinste.
Er ließ die Gestalt los und wich erschrocken zurück, seine Angst war so groß dass er drohte Wahnsinnig zu werden.
Selbst die Wesen der Nacht welche für gewöhnlich den Wald in dunklen Stunden mit unheimlichen Rufen in eine andere Welt Leben einhauchten, verstummten nun.
Es schien als ob selbst dass Mondlicht voller Schrecken von dem Dunklen Mann zurückwich.

Vladimier fiel rücklings auf den feuchten und kalten Waldboden.
Der Dunkle Mann kam mit langsamen Schritten auf ihn zu und lachte.
Das schwarze Loch auf den Schultern der Gestalt lachte ihn aus.
Kein Ork der Welt hätte ihm mehr Angst eingejagt als dieses gräßliche Lachen was mit jedem Schritt lauter und lauter wurde.
Vollkommen im Wahn der Angst hielt er sich die Ohren zu und kniff die Augen zusammen.


„AUUUUUUUUUUUUFHÖÖÖÖRRREEEENNNNNNNNNNN“

Schrie der große Zigeuner und schrak schweißgebadet auf.
Sein Herz raste beinahe genauso wild und schnell wie kurz vor seiner Ohnmacht.
Und er sah auf einmal verwundert in Vuuks Gesicht während die ersten Sonnenstrahlen langsam am Horizont geboren wurden.