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Intime Foren => Währenddessen in... => Thema gestartet von: Gaerion Sturmfels am 29. September 2009, 11:34:16



Titel: Am frühen Morgen, in einem etwas abseitigen Haus in Schieferbruch
Beitrag von: Gaerion Sturmfels am 29. September 2009, 11:34:16
Es ist Morgen in Schieferbruch. Noch immer ist der Dunst der Sturmflut nicht vollkommen abgezogen und noch immer ist es eine Stadt am Rande einer endlosen Katastrophe. Wie jeden Morgen schauen viele, die während der letzten Monate innerhalb des Walls der Edlenviels saßen, mit von Sorgen umwölkter Stirn zum ehemaligen Domizils ihrer irren Diktatorin, als würden sie fürchten, ihre alltäglichen Hasstiraden könnten erneut anheben und durch die Gassen der ehemaligen Handelsstadt schallen.
Einige haben dazu gar keine Gelegenheit, denn das magische Chaos, die Verwüstung und die - wie die ACHT sie nennt - Phänomene verlangen nach wie vor vollste Aufmerksamkeit, wenn man nicht einer - wie die ACHT sie nennt - transhexalogischen Verschiebung unterliegen möchte.

Genau darum ist auch Gaerion Sturmfels, Prytanus Aura der Cantus Harmoniae, derzeit in Schieferbruch. Doch an diesem frühen Morgen, noch bevor die ersten Strahlen der aufgehenden Sonne über die Reste der Mauer hinwegragen können und noch während selbst die Bäcker ihr Tagewerk beginnen, sitzt er, in eine einfache, nicht offizielle Tunika gehüllt, an einer kleinen Feuerstelle und wärmt dort, mit liebevoler Akribie, einen Topf mit Wasser auf.
Er gibt, an einem wohl abgepassten Moment, eine Hand voll Kräuter aus einer seiner Taschen hinzu, bemerkt gut gelaunt, dass sich ein angenehmer, frischer Duft im Raum auszubreiten beginnt und wärmt sich weiter in diesen kühlen Morgenstunden an der Feuerstelle.
Fast erweckt es den Anschein, der Leiter des Hauses Luft, meditiere dort. Vielleicht wartet er aber auch nur geduldig.


Titel: Re: Am frühen Morgen, in einem etwas abseitigen Haus in Schieferbruch
Beitrag von: Fenya am 29. September 2009, 11:46:12
Es dauert nicht lange, bis sich eine zweite Gestalt zu dem Prytanus gesellt. Ihre Kleidung und für ihre Verhältninsse sehr einfach gehalten, und auch kaum ein Schmuckstück ist zu entdecken weshalb viele sie vielleicht nicht direkt erkennen würden, wenn da nicht die roten Haare so hervorstechen würden. Sie nickt dem Prytanus freundlich zu während sie sich neben ihn setzt und reicht ihm eine Tasse sowie eine Platte mit frischem Brot was sie wohl dem ersten Bäcker der Stadt abgeschwatzt hat.


Titel: Re: Am frühen Morgen, in einem etwas abseitigen Haus in Schieferbruch
Beitrag von: Gaerion Sturmfels am 29. September 2009, 17:36:41
Gaerion lächelt, als er das Trinkgefäß entgegen nimmt und füllt er mit der Flüssigkeit, die er in dem Topf zubereitet hat. Er reicht sie Fenya zurück und sagt, während er das Brot bricht: "Gute Morgen Fenya. Wieder früh unterwegs gewesen wie ich - nicht ohne Freude - sehe."

Er füllt seine eigene Tasse und lehnt sich dann neben ihr zurück. Für einen Moment beobachtet er den Dampf, der sich vor ihm in die Höhe kräuselt. Dann fährt er fort.
"Ich hoffe, die Schieferbrucher und, naja, die Stadt selbst waren freundlich zu dir?"
Er nimmt das Brot wieder auf, riecht daran und wirkt überaus glücklich ob des noch warmen Leibes in seiner Hand. Er reicht eines der beiden Stücke an die Adepta und legt das andere neben sich ab.
Er blickt erneut zu seiner Schülerin und fragt danach, in geschwätzigem Tonfall: "Was beschäftigt dich, an diesem heutigen Morgen?"


Titel: Re: Am frühen Morgen, in einem etwas abseitigen Haus in Schieferbruch
Beitrag von: Fenya am 29. September 2009, 18:38:18
Fenya schlingt ihre Hände um den Becher und nimmt einen tiefen Schluck, das Brot bleibt unangetastet neben ihr liegen. Ungewöhnlich lange schweigt sie während sie noch einige Schlucke Tee zu sich nimmt, dann antwortet sie schließlich

Ich werde morgens nicht richtig fit ohne ein wenig Sport, daher bin ich schon vor Sonnenaufgang los. Es hat mich nicht wirklich irgenwer gesehen von den Schieferbruchern. Die Stadt hat angemessen auf mich reagiert
bei den Worten grinst sie fast schief

Was mich beschäftigt? Nichts spezifisches. Natürlich sind die Ereignisse auf dem letzten Goldkrug noch stets präsent.
fast zu sich selbst murmelt sie
Es ist nicht alles so gelaufen wie es sollte

Dann schaut sie auf und sieht Gaerion direkt an
Aber das ist eigentlich auch egal, viel interessanter ist diese Stadt, was hier los ist. Erstaunlich in wie weit diese Phänomene ihre Kreise schlagen. Ich frage mich was wir da tun können

Danach wandert ihr Blick wieder zu der Tasse Tee in ihren Händen und zu dem Dampf der von eben jener aufsteigt.


Titel: Re: Am frühen Morgen, in einem etwas abseitigen Haus in Schieferbruch
Beitrag von: Gaerion Sturmfels am 30. September 2009, 07:01:48
Bei der Erwähnung des Aufenthalts am Goldkrug nickt Gaerion nachdenklich, schaut Fenya dann für einen Moment aufmunternd an und murmelt danach etwas, zu leise um mehr als '...nichts passieren...' zu verstehen, nachdenklich guckend in Richtung des Teetopfes.
Er findet seine Konzentration bei der Erwähnung der Stadt wieder, nickt noch einmal und trinkt von seinem Tee, bevor er antwortet: "Ich denke, Schieferbruch ist eine der größten Aufgaben, die je auf die Akademie zugekommen sind. Die Eroberung war ein starker Kraftakt, sicherlich. Die elementare Auswuchtung, die uns bevorsteht, wird dagegen Durchhaltevermögen erfordern.
Und wie eigentlich immer ist kurzfristig sehr viel Kraft zu entwickeln nicht einmal im Ansatz so zehrend wie langfristig etwas zu leisten."

Er nippt erneut.

"Wir, das heißt, die Akademie, werden uns Straße für Straße, Gasse für Gasse, Meter für Meter durcharbeiten müssen. Schutzkreise errichten, Elementare Gefüge darin wiederherstellen und hoffen, dass die Phänomene nicht übergreifen. Bisher ist das derzeit ein Ist-Zustand, den man behandeln kann und es bleibt zu hoffen, dass es nur besser werden kann."

Sein Blick wandert zu dem kleinen Fenster, das hinaus zeigt auf die Straße.

"Jene, die hier arbeiten, werden oft wechseln müssen, damit Leib und Seele eine Chance haben, unversehrt wieder herauszukommen. Und ich nehme an, die Bevölkerung wird früher oder später missmutiger werden und, von einzelner Dankbarkeit abgesehen, einen zunehmenden Zustand der konstanten Vorwürfe erreichen.
Warst du schon an der ACHT, oder zumindest in Tharemis, als es die Ausschreitungen gegen die Schüler der Akademie gab? Damals, bei dem Zwischenfall mit Jaschme?"


Titel: Re: Am frühen Morgen, in einem etwas abseitigen Haus in Schieferbruch
Beitrag von: Fenya am 30. September 2009, 09:48:16
Fenya nickt unbewusst, nimmt ein kleines Stück von dem Brot und schiebt den Rest beiseite.

Ich war damals noch nicht an der Akademie. Das war zu dem Zeitpunkt als mein Vater beschloß mich eine Ausbildung machen zu lassen. Ich war in Tharemis. Ich habe es mitbekommen, doch nur in so weit meine Mutter mich etwas mitbekommen ließ. Die Stimmung gegen die Akademie war sehr... heiß. Aber im Endeffekt hat sich das Ansehen wieder hergestellt.

Sie macht eine kurze Pause

Ob hier das gleiche passiert weiß ich nicht. Die Stimmung gegen die Akademie wird hochkochen, dessen bin ich mir sicher. Aber ob sich diese Stimmung dann auch wieder so schnell legt bezweifle ich bei dem was ich draussen gesehen habe. Man könnte es fast als Strafe ansehen.

Erneut nimmt Fenya einen tiefen Schluck Tee und beobachtet über den Becherrand hinweg ihren Gesprächspartner


Titel: Re: Am frühen Morgen, in einem etwas abseitigen Haus in Schieferbruch
Beitrag von: Gaerion Sturmfels am 30. September 2009, 11:09:25
"Vielleicht is es eine Lektion," mutmaßt Gaerion, "eine Lektion über die Folgen von Hybris."

Er stellt bedächtig seinen Krug neben sich ab, reißt eine kleine Ecke des Brotes ab und beginnt darauf zu kaufen.
Er erhebt sich, während er weiterredet und durchquert den Raum.

"Das ist vielleicht eine der größten Gefahren, denen wir als Elementaristen, wie jeder Zauberkundige, ausgesetzt sind: Der Großmut. Eigentlich, sollte man meinen, dass wir an der Cantus Harmoniae mit all unserem Fokus auf das Profane, auf Handwerke und mundäne Mittel, auf das tellurische Schaffen des Menschen, hätten ahnen sollen, was für einen fatalen Weg wir das gerade einschlagen."

Gaerion hat einen kleinen Schrank erreicht, öffnet ihn und fördert, ganz der Zauberer, der ein Kaninchen aus dem Hut zieht, ein kleines Stück Schinken daraus hervor. Während er zurück schlendert, fährt er fort.

"Schieferbruch wird uns sicherlich noch lange Zeugnis sein, was passiert, wenn wir vergessen, dass auch wir, wenn wir nur massiv genug wirken, das elementare Gleichgewicht zu erschüttern. Weitflächig zu erschüttern.
Aber, die Bewohner der Stadt mögen mir einen gewissen Pragmatismus verzeihen - wir machen wohl alle Fehler."

Er setzt sich wieder neben der Adepta nieder, schneidet ein Stück von dem Schinken ab und reicht es Fenya dar.

"Das bringt mich zu einer anderen Frage, die ich dir gerne stellen würde. Ich würde mich freuen, wenn du sie beantwortest, aber ich möchte, dass du klar weißt, dass ich es dir an diesem Punkt nicht übel nehmen würde, wenn du sie auf einen späteren Zeitpunkt vertagen möchtest. Ganz gleich, ob die Antwort leise oder laut erfolgen mag, ob jetzt oder später. Es ist einfach etwas, was ich nicht nur wegen Schieferbruch schon seit einigen Wochen mit mir selbst herumtrage.
Was glaubst du, Fenya, war der bisher größter Fehler in deinem Leben?"


Titel: Re: Am frühen Morgen, in einem etwas abseitigen Haus in Schieferbruch
Beitrag von: Fenya am 30. September 2009, 11:53:03
Ein langes Schweigen entsteht nach der letzten Frage des Prytanus. Fenya hat ihr Gesicht in die Ferne gerichtet, auf nichts bestimmtes. Es scheint als würde sie einige Erlebnisse ihrer Vergangenheit noch einmal durchgehen. Manchmal blitzen ihre Augen auf, mal aus Hass, mal sieht man einen anderen Ausdruck. Gerade als der Moment des Schweigens unangenehm wird schüttelt Fenya den Kopf und seufzt.

Meine Kindheit war recht behütet,  viele negative Dinge - jedenfalls solche die meine Mutter als negativ empfand - wurden von mir fern gehalten. Es gibt Lücken in meiner Vergangenheit, Dinge die ich vergessen habe, vielleicht verdrängt. Ich weiß es nicht

Fenya trinkt einen Schluck Tee bevor sie weiter spricht, ihre Stimme ist dabei recht leise, als sei sie sich der Worte selber nicht genau sicher

Mein größter Fehler? Nun, ich will nicht leugnen einige Fehler gemacht zu haben, wer hat das nicht. Ich weiß noch immer nicht, ob es ein Fehler war bei vielen Dingen, das mag sich noch herausstellen. Vielleicht war der größte Fehler der, nicht früh genug aus der heimischen Welt ausgebrochen zu sein. Nicht früh genug meinen eigenen Weg zu gehen. Ich weiß dass ich schon viele male darüber nachgedacht habe, aber erst spät - und dann mit der Hilfe meines Vaters - gegangen bin.

Fenya schweigt erneut, mit den Gedanken bei anderen Dingen. Dann zwinkert sie plötzlich und schaut zu Boden. Als sie wieder aufschaut lächelt sie

Aber das ist sicherlich nicht die Antwort die du hören willst. Ich finde die Frage recht schwer. Ich werde sie bestimmt noch zu deiner Zufriedenheit beantworten können, doch dafür brauche ich noch Zeit zum nachdenken und abwägen. Ob etwas das einst ein Fehler war sich nicht nachher doch noch positiv rausstellte oder umgekehrt.

Dann legt sie den Kopf schief und betrachtet Gaerion eingehendet

Wie kommst du auf die Frage, wenn du sie schon recht lange mit dir herumträgst? Was war dein größter Fehler, kannst du eine solche Frage ohne Zweifel beantworten?


Titel: Re: Am frühen Morgen, in einem etwas abseitigen Haus in Schieferbruch
Beitrag von: Gaerion Sturmfels am 30. September 2009, 12:21:35
Nun ist es an Gaerion, ins Leere zu blicken. Seine Augen haften am prasselnden Feuer und für einen langen Moment scheint er ganz im Spiel der Flammen verloren. Dann blickt er wieder zu Fenya, die Nachdenklichkeit noch immer in seine Züge gebrannt.
"Es ist bereits eine gute Antwort, die du mir gegeben hast. Zu erkennen, dass die Frage schwer ist, ist mehr, als ich vielen Menschen um uns herum zutrauen würde. Und ansonsten glaube ich, ich verstehe sehr gut, was du meinst. Nicht rechtzeitig ausgebrochen zu sein, das ist vermutlich ein Fehler, den auch ich mir auf die Fahne schreiben kann."

Er schweigt wieder. Das Abwägen, dieses sichtliche, geistige Abklopfen von Alternativen, ähnelt sehr dem, das Fenya bereits sah, als sie Gaerion bat, ihr Mentor zu werden. Es wärt lange genug, dass sie bereits fürchten muss, dass dies eine dieser Fragen sein könnte, die zu beantworten der Prytanus erst in der Zukunft bereit sein würde.
Doch dann spricht er weiter. Er spricht langsam, mit langen Pausen zwischen den einzelnen Teilen des Satzes. Nicht so, wie man mit einem Kind sprechen würde. Vielmehr erweckt Gaerion den Eindruck, selber schwer nach den Worten Ausschau halten zu müssen, die er formt.

"Du bist nicht meine erste Schülerin Fenya. Und damit meine ich jetzt nicht Rita, Ayla oder andere Schülerinnen aus unserem Haus. Noch auf meiner Wanderschaft ersuchte mich eine junge Frau, ihr zu helfen, ihre Gabe unter Kontrolle zu bringen, sie zu lehren, Kontrolle über die Luft zu erlangen. Ich hätte genauer auf ihre Wortwahl achten sollen."

Ein weiterer Moment vergeht.

"Ich lehrte sie, was ich wusste, was ich konnte. Es war nicht die fachliche Kompetenz, an der es mir mangelte. Magister war ich, dem Grunde nach ja auch abseits der Akademie. Es war die menschliche Kompetenz, die mir damals fehlte. War ich vielleicht reif, eine Elementaristin zu lehren, so war ich es wohl nicht, einen Menschen zu unterweisen."
Das Prasseln des Feuers wird für einen Moment zum einzigen Klang des Raumes, bevor er fortfährt.
"Es ... endete tragisch."
Bedauern huscht über Gaerions Züge.
"Nur meine Frage kann das auch nur hinreichend beantworten. Denn die Frage, die ich mir nun Stelle, die ich mir seither stelle und die ich nun erneut zu bewerten suche, ist: Wo genau lag mein größter Fehler?
Darin, dass ich zugestimmt habe? Darin, wie ich es gehandhabt habe? Oder in den Konsequenzen, die ich damals daraus gezogen habe?"


Titel: Re: Am frühen Morgen, in einem etwas abseitigen Haus in Schieferbruch
Beitrag von: Fenya am 30. September 2009, 17:33:21
Fenya lauscht schweigend den Worten ihres Gegenübers. Sie bewegt sich kaum fast so als wolle sie Gaerion in seinen Gedanken nicht stören. Als er endet blickt sie zu ihm hinüber

Du trägst eine Bürde auf deinen Schultern, doch ich frage mich, ist es wirklich dein Fehler gewesen? Oder hatte sie ihren Weg schon zuvor gewählt, unbewusst vielleicht, aber so dass du nichts anderen tun konntest. Wenn du bereit bist mir, nicht unbedingt heute und hier und jetzt, aber vielleicht irgendwann, die ganze Geschichte zu erzählen, dann kann ich dir sagen wie ich es sehe. Vielleicht kannst du durch diese Reflektion sehen wo dein Fehler war, oder ob es überhaupt dein Fehler war. So etwas kann man nicht unbedingt alleine bewältigen. Manchmal braucht man auch nur jemanden dem man vieles sagen kann, dann kann man besser damit zurecht kommen.

Fenya blickt in das Feuer, dann erneut zu Gaerion

Tragisch endet vieles, Gaerion, viele Dinge die wir anfassen um sie zu einem guten Ende zu führen führen uns oft auf einen anderen Weg. Dieser Weg erscheint schonmal tragisch, grausam... ungerecht. Doch leider führt er uns oftmals auf die Zukunft die uns vorherbestimmt ist. Viele Wege von mir haben auch tragisch geendet, doch dann tat sich eine Weggabelung auf die mich zu positiveren Ereignissen führte.


Titel: Re: Am frühen Morgen, in einem etwas abseitigen Haus in Schieferbruch
Beitrag von: Gaerion Sturmfels am 01. Oktober 2009, 00:13:01
Gaerion lächelt Fenya bei ihren Worten zu, wirkt fast ein wenig gerührt.

"Wenn ich nicht glauben würde, dass ich es dieses Mal besser machen kann," erklärt er, "hätte ich dein Angebot, oder deine Bitte, wie auch immer du es begreifen möchtest, ausgeschlagen. Aber ich denke, die Vorzeichen sind dieses Mal in jedweder Beziehung eine andere.
Oder zumindest in fast jeder Beziehung."

Um allen Nachfragen zuvor zu kommen, schickt er direkt nach: "Nicht nur, dass dieses Mal ein Rückhalt in Form der Cantus Harmoniae gegeben ist und ich um viele Erfahrungen reicher bin, ich denke auch, dass du ein gänzlich anderer Menschenschlag bist. Mir nicht unähnlich in vielen Punkten."

Er nippt an seinem Tee und scheint dabei etwas zur Ruhe zurück zu finden. Er scheint einen weiteren Moment nachzusinnen, bevor er Fenya erneut fragend anschaut.
"Du sagst," beginnt er seine Frage, "dass dein Leben letztlich eine positive Kurve eingeschlagen habe. Ich nehme an, du meinst die Akademie, oder? Was ist es, was du dort gefunden hast, oder findest, was es für dich zu etwas positivem macht?
Ich möchte damit nicht sagen, dass ich es für ungewöhnlich halte, dass die Cantus Harmoniae dir so etwas bietet, ich möchte nur besser verstehen, was genau es ist, dass diese Wende für dich ausgemacht hat."


Titel: Re: Am frühen Morgen, in einem etwas abseitigen Haus in Schieferbruch
Beitrag von: Fenya am 01. Oktober 2009, 10:00:35
Fenya wendet den Kopf von Gaerion ab richtung Feuer. Man kann sich nicht sicher sein, ob es nur die Reflexion des Feuers in Fenyas Augen war oder ob ein Funke der Enttäuschung in eben jenen zu sehen war. Sie blickt stur für einige Momente ins Feuer, fast als wolle sie sich selbst wieder unter Kontrolle bringen, dann blickt sie zurück zum Prytanus. Ihre Augen sind jetzt nahezu gefühlslos geradezu kalt als würde sie die Frage nur wiederwillig beantworten

Ich habe die letzten Jahre in einem goldenen Käfig gelebt. Der Gang zur Akademie, was mein Vater im übrigen für mich bestimmt hat, hat mich vor einer Hochzeit mit jemanden gerettet, wo ich gerade einmal den Namen weiß. Mein Leben wurde bisher von anderen für mich bestimmt, wann ich wo zu sein hätte, was zu tun war. Jetzt koste ich es aus meine eigenen Entscheidungen - und auch Fehler zu treffen. Ich entscheide selber mit wem ich zu tun haben möchte, und wer mein Freund ist. Egal ob diese Freunde angeblich unter meinem Stand sind. Ich entscheide ob sie es wert sind für sie einzustehen...

Fenya seufzt und ihr Blick wird weicher

Ich entscheide ob ich für diese Freunde lügen würde oder sie beschütze, selbst in sehr irrationalen Situationen... Seit ich hier bin bestimme ich mein Leben selber. Ich weiß, hätte mein Vater nicht so viel Geld wäre ich sicher nicht hier, denn meine magische Fähigkeiten sind begrenzt, wenn auch vorhanden. Die Cantus Harmoniae bietet mir ein Leben das ich früher nicht hätte haben dürfen, sie bietet mir Freiheit.. und weniger....

Fenya verschluckt den letzten Satzteil und reibt sich unwillkürlich den Rücken

Ich denke die Entscheidung die mein Vater für mich getroffen hat war das erste mal, dass er sich durchgesetzt hat, und sie hilft mir mich selbst zu finden.

Fenya macht eine Pause, dann legt sie den Kopf erneut schief, eine Geste die sie anscheinend immer macht bevor sie das Blatt wendet und von sich auf den Prytanus überleitet.

Wie bist du an die Akademie gekommen? Was hat dir dein leben vor der Zeit dort geboten? Wie war dein Leben zuvor, Gaerion?


Titel: Re: Am frühen Morgen, in einem etwas abseitigen Haus in Schieferbruch
Beitrag von: Gaerion Sturmfels am 01. Oktober 2009, 12:32:08
"Ich bin der Sohn eines Schreiners, wie du vielleicht weist," erklärt Gaerion, "und so sah meine Kindheit aus. Mein Vater hatte eine kleine Schreinerei in Tharemis, wir selber wohnten in dem angeschlossenen Gebäude daneben. Meine Mutter übernahm die Pflichten im Haushalt, mein Vater hingegen war oft bis in die späten Stunden in der Werkstatt.
Ich hatte einen Bruder, Barol, der allerdings in frühen Jahren bereits einem Fieber erlag. Somit war ich, soweit ich mich bewusst erinnern kann, ein Einzelkind. Wir lebten nicht wohlhabend, aber gut, waren zufrieden mit dem, was uns gegeben war."

Gaerion nimmt einen Bissen von seinem Brot, nicht erkennbar, ob nun aus Hunger oder zur Verzögerung.

"Eines Tages kam ein Sucher der Akademie mit zwei Begleitern in die Schreinerei. Wir bauten, ich weiß das noch sehr genau, gerade einen Sekretär zusammen. Mein Vater hatte eine recht komplexe Technik, die Rückwand gewissermaßen nahtlos an den Seitenwänden anzubringen und brauchte dafür oft helfende Hände, so stand auch ich diesmal da.
Der Sucher stellte sich nicht vor, das war nicht notwendig. Er grüßte nicht, denn das hatte er nicht nötig. Er sagte einen Satz, ach was, einen Halbsatz, der mein Leben für immer verändern sollte. 'Dieser da.' sagte er und zeigte auf mich."

Ein trauriges Lächeln huscht über die Züge des Prytanus.

"Die nächste Zeit war sehr chaotisch. Noch am selben Tage kam ich an die Akademie, wurde in den Lehrbetrieb eingegliedert. Meine Schreinerlehre wurde tatsächlich fortgeführt, doch ansonsten trug man sorge, mich mit nekanischem Pflichtbewusst und pyrdracorischer Diszplin in alle Weihen des Elementarismus zu führen."

Er blickt Fenya direkt an, als er fortfährt.

"Ich habe meine Eltern vor dem Sturm noch ein mal wiedergesehen. Es ging ihnen gut, das war nicht das Problem. Sie hatten mich vermisst, auch das war nichts, was ich anders erwartet hätte. Aber, wie sie und ich feststellen mussten, kannten wir uns nicht mehr. Wir mochten uns noch, aber ich merkte, dass ich mit all dem, was man mich gelehrt hatte, mehr Zugang zu den Menschen in der Akademie hatte als zu anderen Menschen.
Es war einer der Gründe, weshalb ich Airian bat, mich häufiger unter Menschen zu schicken. Um den Anschluss wiederzufinden.
Und jetzt bin ich selber Mentor..." ergänzt er, mit einem fast belustigten Unterton.


Titel: Re: Am frühen Morgen, in einem etwas abseitigen Haus in Schieferbruch
Beitrag von: Fenya am 01. Oktober 2009, 15:15:06
Fenya grinst schief. Mit einem Blick ins Feuer spricht sie weiter.

Unter Menschen habe ich mich immer befunden. Ich bin mehrfach als ich klein war auch abgehaun. So eine Bitte würde ich also nie stellen. Von meinen Eltern entfremden könnte ich gar nicht, ich glaube meine Meinung über sie wird sich nie ändern. Ich sehe meinen Vater jetzt noch regelmäßig. Warum hast du dich denn von den normalen Leuten so abgekapselt? Ich sehe das immer wieder an der Akademie. Die einen sind so schüchtern dass einem sich alles zusammenzieht, die nächsten behaupten die letzten Jahrzehnte als Eremit verbracht zu haben. Ich verstehe nicht, wie und warum man sich so an eine Sache festbeißt. Ich glaube ich könnte das nicht...

Fenya schaut auf und gießt sich und Gaerion aus dem dampfenden Kessel nach während sie geduldig auf eine Antwort wartet.


Titel: Re: Am frühen Morgen, in einem etwas abseitigen Haus in Schieferbruch
Beitrag von: Gaerion Sturmfels am 01. Oktober 2009, 15:56:45
"Du darfst die Umstände damals aber nicht unbedingt mit denen von heute vergleichen." erklärt Gaerion. "Es ist wohl nicht so gewesen, dass meine Eltern mich begeistert haben gehen lassen. Ich war der einzig verbleibende Sohn und nun aus ihrer Erziehung, ihrer Hand genommen und der Akademie übergeben.
Und so war man dort wohl auch sehr darauf bedacht, dafür zu sorgen, dass meine Bindung an meine Eltern gering gehalten wurde. Das ist heute anders. Schau alleine Ayla an, die schläft sogar die allermeiste Zeit daheim und gar nicht in den Trakten der ACHT."

Dankend nimmt er den gefüllten Krug entgegen und trinkt einen kleinen Schluck des heißen Tees.

"Wir sind bei weitem nicht mehr so indoktrinierend, wie es zur Zeit der Besatzung war. Die Frage der Religiösität etwa ist etwas, was bei uns nur eine sehr geringe Rolle spielt. Es ist ja den Schülern sogar freigestellt, ob sie die Morgenandacht aufsuchen oder nicht.
Aber was du beschreibst, ist mir dennoch auch aufgefallen. Teilweise werde ich das Gefühl nicht los, dass die Schüler, ganz besonders viele aus deiner Lehrgeneration, gerade dem Scholarius-Range entwachsen, nur ein sehr geringes Vertrauen zu uns Lehrern aufweist. Ich finde es gut, wenn Leute ihren eigenen Weg und ihren eigenen Zugang zum Elementarismus suchen, ich finde es gut, wenn sie nach eigenen Antworten suchen.
Aber ich habe gerade derzeit bei vielen das Gefühl, dass sie sich zu früh, zu unvorsichtig von denen lösen wollen, die ihnen voran gingen. Sei es manches, was Eran in der Vergangenheit versucht hat, jetzt die Sache rund um Xeldron und die Briefe ... ich glaube noch immer, dass sich mit etwas Vertrauen in die Lehrer und Prytani, oder auch in einige der Exempti, viel Ärger vermeiden ließe..."

Er zuckt mit den Schultern, wendet sich dann noch ein Stück weiter zu Fenya herüber.

"Wir werden ja sehen, welchen Weg sie alle einschlagen und ob auf ihrem Pfad noch irgendwo die Einsicht wartet. Unsere Türen stehen ihnen offen, das wissen sie hoffentlich. Und wenn der Prytanus Aqua endlich neu besetzt ist, haben wir hoffentlich auch alle wieder etwas mehr Zeit für ... alles andere.
Du aber hast dich ja durchaus für einen anderen Weg entschieden, hast dich dazu entschieden, dich explizit an mich zu wenden, Fenya. Warum? Was glaubst, macht mich zu einer guten Bezugsperson?"

Die Unsicherheit voriger Sätze scheint von ihm gewichen und Gaerions letzte Frage wird vielmehr von Neugierde getragen, hat man den Eindruck.


Titel: Re: Am frühen Morgen, in einem etwas abseitigen Haus in Schieferbruch
Beitrag von: Fenya am 01. Oktober 2009, 16:15:31
Fenya grinst breit bei der Frage von Gaerion, und denkt auch nicht lange nach, sie zuckt die Schultern

Die logischste Wahl. Die weibliche Intuition...

Bei den Worten muss sie fast kichern. Dann wird sie wieder ernster

Naja, ich glaube es lag an den Gesprächen. Danach habe ich entschieden. Ich bin nicht auf die Akademie gekommen und habe vom ersten Tag an überlegt "welchen Mentor nehme ich mir". Nein, ich bin ohne Vorurteile hier aufgeschlagen und habe mir alles genau angesehen. Lehrer und Schüler. Viele habe ich mit einem Schulterzucken abgetan... andere erwecken bei mir einen gewissen Ergeiz, und die letzten eine gewisse Neugierde. Die, die die Neugierde erwecken sind die die ich nun Freunde nenne, sie erhalten meine Aufmerksamkeit. Ähnlich bei den Lehrern. Ich habe die Gerüchte nicht geglaubt... wechselhaft wirst du genannt... Fähnchen im Wind....

Fenya lächelt in sich hinein

Oh es gibt viele Gerüchte über die Prytani unter uns Schülern. Ich habe jedoch in den Gesprächen mit dir gemerkt dass wir uns vielleicht teilweise ähnlicher sind als es den äusseren Anschein hat.

Ihr Gesicht wird wieder ernst

Spätestens bei Schieferbruch habe ich festgestellt dass du es bist von dem ich lernen möchte. Ich entwickle nicht schnell Vertrauen in eine Person. Aber ich habe eine gute Menschenkenntnis und weiß wann ich welche entwickeln kann. Ich denke viele andere meiner Mitschüler wissen das nicht. Sie kommen teilweise mit Fragen über die Menschenkenntnis zu mir. Nun besser sie vertrauen irgendwem ihre Probleme an als gar keinem.

Sie schaut zu ihm rüber und überlegt

Ich weiß nicht was dich zu einer guten Bezugsperson macht. Ich denke ich habe eine für mich logische Wahl getroffen, ob es der richtige Weg war wird sich noch entscheiden. Wie gesagt, ich denke es ist mehr das Gefühl aus dem ich heraus entschieden habe. Habt ihr eigentlich schon jemand neues im Blick für den Prytanus Aqua?


Titel: Re: Am frühen Morgen, in einem etwas abseitigen Haus in Schieferbruch
Beitrag von: Gaerion Sturmfels am 02. Oktober 2009, 12:30:22
Gaerion schüttelt nur verhalten den Kopf.

"Nein, wir haben noch keinen Nachfolger konkret ins Auge gefasst. Haus Wasser hat eine ganze Reihe sehr fähiger Magister in seinen Reihen, so dass ich nicht glaube, dass wir sozusagen jemanden von außerhalb hinzuziehen müssen."
Er schüttelt erneut den Kopf.
"Der Antrag der Kirche, den Stuhl zu beanspruchen, steht dabei natürlich vollkommen außer Frage."

Er nippt an seinem Tee, blickt dann etwas ratlos drein.

"Wer aber genau die Nachfolge antreten wird, das ist schwer zu sagen. Bislang hat sich eigentlich niemand wirklich hervorgetan. Prytanus Grumbach hat ein schweres Erbe hinterlassen, er hat eine Ruhe und Weisheit, sowie eine tiefe Einsicht in die Wege der Hexalogie und des Wassers bewiesen, wie man sie selten antrifft. Sein Verlust ist gleich einer tiefen Wunde, die nur langsam heilen kann.
Ich verstehe sehr gut, dass in Haus Wasser derzeit große Zurückhaltung besteht, sich als möglichen Nachfolger Jonathans zu präsentieren.
Aber wir werden diese Entscheidung bald treffen. Treffen müssen. Ich denke, bis Ende des Jahreslaufs sitzt wieder ein Prytanus Aqua bei uns im Konzil."


Titel: Re: Am frühen Morgen, in einem etwas abseitigen Haus in Schieferbruch
Beitrag von: Fenya am 03. Oktober 2009, 14:49:01
Fenya nickt

Ich war damals bei der Exkursion anwesend....

dann schüttelt sie den schlechten Gedanken ab und blickt wider zum Prytanus auf. Dann setzt sie mehrfach an etwas zu sagen, schüttelt schließlcih erneut leicht den Kopf und scheint dann ein anderes Thema anzuschneiden als das welches sie ursprünglich gewählt hatte.

Doch lass uns nicht darüber nachdenken. Was planst du für die nächsten Tage, was genau wollen wir untersuchen? Ich habe begeistert ja gesagt als du gefragt hast ob ich mitkomme, auch vielleicht um der ein oder anderen Pflicht zu entkommen, aber du hast nicht genau gesagt was wir hier wollen...



Titel: Re: Am frühen Morgen, in einem etwas abseitigen Haus in Schieferbruch
Beitrag von: Gaerion Sturmfels am 12. Oktober 2009, 09:42:11
Gaerion scheint einen kurzen Moment nach den richtigen Worten zu suchen, dann trinkt er, blickt ins Feuer und erklärt:

"Der primäre Zweck unserer Anwesenheit im elementar zerrüttelten Schieferbruch" beginnt Gaerion, fällt jedoch schnell wieder aus dem dozierenden Tonfall zurück in seine normale Tonlage, "ist vor allem dokumentierend zu sehen. Wir lassen uns von Schülern, Lehrern, Wachen und Anwohnern der Stadt die Phänomene zeigen, die ihr Leben hier gerade zur Hölle machen, ermitteln im Idealfall, in welche Richtung sich das Gleichgewicht verzogen hat und planen danach weiter.
Es gibt viel zu tun in der Stadt, genug für Jahre, wenn wir es falsch angehen. Zwar sind schon erste Korrekturen, erste Eingriffe vorgenommen worden, gerade da, wo akute Hilfe notwendig war. Aber erst wenn man das komplexe Muster in seiner Gesamtheit versteht, ist es sicher, die Details zu variieren.
Was wir jetzt hier suchen ist das große Gesamtbild, der große Kontext."

Er blickt wieder zu Fenya.
"Aber darum geht es immer, nicht wahr? Um das große Gesamtbild, den Kontext..."


Titel: Re: Am frühen Morgen, in einem etwas abseitigen Haus in Schieferbruch
Beitrag von: Fenya am 12. Oktober 2009, 09:52:47
Fenya überlegt nicht so lange und nickt

Viele kleine Dinge zeigen einem ein großes Gesamtbild, oftmals aber kann ein noch so kleines Detail dieses Gesamtbild in einen komplett anderen Kontext ziehen so dass man es mit vollkommen anderen Augen betrachtet. So sieht man auch die Menschen, eine einzelne kleine Tat kann einem den Blick auf diese Person gänzlich verändern, jemand erscheint in einem vollkommen anderen Licht. Oder auch auf größere Dinge bezogen... ein kleines Detail: ein etwas anderer Schüler der Akademie, der die Dinge anders angeht, und schon steht die Akademie für einige Leute in einem vollständig anderen Licht.


Titel: Re: Am frühen Morgen, in einem etwas abseitigen Haus in Schieferbruch
Beitrag von: Gaerion Sturmfels am 12. Oktober 2009, 10:05:59
"Das Licht, in dem die Akademie dasteht, ist ohnehin gewissermaßen unsere zweite Priorität. Schauen, inwiefern die Leute auf uns reagieren, wie die Leute auf uns reagieren. Und wie sich die Reaktionen verändern wenn wir entweder direkt helfen können oder sie eben auf einen anderen Zeitpunkt vertrösten müssen.
Oder, und ich bin mir sicher, das wird auch vorkommen, wenn sie eigentlich gar nicht wollen, dass wir die Zustände wieder ändern. Immer-kühle Lagerräume sind was Feines..."

Gaerion lächelt vor sich hin, um danach dann noch einmal die Trinkbecher neuerlich anzufüllen.
Wir müssen halt verhindern, dass der Fall der Stadt letztlich von einem Triumph zu einem Schandfleck in der Geschichtsschreibung der Akademie wird. Ich sage bewusst nicht 'Geschichte', sondern entsprechend Geschichtsschreibung, denn ich denke, wir sind uns einig, dass das, was hier in der Stadt geschehen ist, ein gutes Zeugnis dafür ist, dass wir auch nicht in jeder Situation vollkommen Herren der Situation waren.

Hast du einen Wunsch, was wir hier in der Stadt tun können oder sollten? Eine Erwartung, mit der du nach Schieferbruch gereist bist?"


Titel: Re: Am frühen Morgen, in einem etwas abseitigen Haus in Schieferbruch
Beitrag von: Fenya am 12. Oktober 2009, 10:15:51
Fenya denkt lange nach bevor sie antwortet

Nein, ich bin ohne Erwartungen hierher gekommen. Ich wollte gerne helfen, in so weit dies in meiner Macht steht. Sollte ich aber einen Wunsch haben was ich tun möchte, so werde ich den äussern. Solange stehe ich dir beiseite.

Einen kurzen Moment schweigt Fenya dann hebt sie den Blick

Es tut mir leid, ich sehe es nicht als Triumph. Für niemanden. Weder für die Stadt, noch für die Falken, noch für die Akademie. Ich werde es auch nie als Triumph sehen. Sicherlich, es gab wohl keine andere Lösung - das jedenfalls fanden die, die zu entscheiden hatten. Ich selber aber hätte wohl andere Lösungen gesucht. Ich mag keine offenen Kämpfe. Bei den Verhören habe ich mehrfach gemerkt, dass die Leute nicht ganz freiwillig gekämpft haben - jedenfalls nicht alle. Ich denke man hätte anders auch einen Erfolg verbuchen können. Vielleicht hätte da länger gedauert und wäre gefährlicher für einzelne Personen gewesen, aber ich hätte es...

Fenya lächelt ein wenig hinterhältig und gemein

... anders gemacht


Titel: Re: Am frühen Morgen, in einem etwas abseitigen Haus in Schieferbruch
Beitrag von: Gaerion Sturmfels am 12. Oktober 2009, 10:32:37
Gaerion nimmt einen Schluck, gestikuliert einen Moment etwas unartikuliert mit vollem Mund, und fährt dann fort:
"Anders gemacht? Nun, es ist ja nun nicht so, dass wir das nicht versucht hätten.
Wir haben Unterhändler in die Stadt geschickt. Die wurden angegriffen.
Wir haben versucht, Botenvögel, Boten oder Geister in die Stadt zu kriegen. Was überhaupt reingekommen ist, kam nicht mehr heraus.
Ich habe Frau Edlenviel nie getroffen, aber ihren Sohn Darius. Ein sehr entschlossener Mensch, und ich bin mir unsicher, ob es da Verhandlungsbereitschaft hätte geben können.
Glaube mir, es ist nicht so, als hätten wir es uns einfach gemacht, dieser Offensive zuzustimmen. Und zwischen uns beiden - wäre Thalian nicht direkt mit wehenden Fahnen an die Front gezogen, ich hätte ihn gerne eingeladen und die Situation erläutert. Hätte einen anderen Weg gesucht. Doch, hier ähnelt sich das Problem, ich bin mir unsicher, ob es da Verhandlungsbereitschaft hätte geben können.
Und das wiederum ließ uns auch nur wenig Raum. Entweder wir ziehen mit allem, was wir haben, nach Schieferbruch, oder aber wir ziehen halbherzig mit und viele unserer Leute sterben. Das war keine Alternative, fürchte ich.
Zumindest keine, die ich noch gesehen hätte."

Gaerion fasst all das ruhig zusammen. Es ist offenbar eine Bestandsaufnahme, die er schon oft vorgenommen hat.

"Es gibt Hinweise auf Versuche, eine Widerstandsbewegung in Schieferbruch aufzubauen. Die sind, soweit wir das sagen können, alle sehr brutal niedergeschlagen und beendet worden. Kennst du das Flugblatt vom 'Volk jenseits der Mauern'"?


Titel: Re: Am frühen Morgen, in einem etwas abseitigen Haus in Schieferbruch
Beitrag von: Fenya am 12. Oktober 2009, 10:41:18
Fenya schüttelt den Kopf leicht während Gaerion redet

Ich weiß, dass wir nicht halbherzig gehandelt haben sondern wohl überlegt. Und ich weiß, dass unsereins nicht dazu bestimmt war den Weg zu wählen der gegangen wurde. Was aber immer noch nicht bedeutet dass ich ihn gewählt hätte wenn es an mir gewesen wäre ihn zu wählen. Ich glaube auch, dass du einen anderen Weg gewählt hast. Aber was bringt es über verschütteten Wein zu diskutieren? Jetzt ist es daran die Scherben aufzusammeln und einen Weg zu finden, dass die Stadt endlich eine gewisse Ruhe findet und nicht noch tiefer in ein Elend stürzt. Schließlich leben hier sehr viele Unschuldige. Und eben das ist, was mich stört, dass viele Unschuldige unter der Entscheidung der "großen" leiden müssen. Es ist wieder dieses kleine Detail was mir den Blick auf das Ganze verändert. Du kennst das Problem. Aber ich denke zumindest dass ich einen kleinen Teil dazu beitragen könnte, dass sich kleine Dinge bessern. Oder hoffe es vielmehr.

Fenya schaut zu Gaerion rüber als er den Wiederstand erwähnt
Es gibt immer welche die einen Wiederstand aufbauen wollen. Nicht immer sind diese Bewegungen von Erfolg gekrönt. Das Flugblatt kenne ich nicht, nein...


Titel: Re: Am frühen Morgen, in einem etwas abseitigen Haus in Schieferbruch
Beitrag von: Gaerion Sturmfels am 12. Oktober 2009, 10:55:24
Gaerion beginnt in seiner Tasche zu wühlen und sein Notizbuch zu zücken, während er fortfährt:
"Das Problem ist für mich, dass das, was hier passiert ist, letztlich, auf dem Papier ein Triumph sein muss. Wir können es uns, nicht politisch, nicht institutionell, leisten, für das, in das wir teils gezogen, teils hingesunken sind, jetzt einen Preis zu zahlen, der auf dem Groll einer Bevölkerung fußt, die zwar die Details, aber eben nicht das große Gesamtbild sieht.
Schieferbruch war eine Bedrohung, auch über die Mauer hinaus. Bis heute wissen wir nicht, was hier alles im Detail vorgefallen ist, aber jedes Detail, das jeden Tag gefunden wird, bekräftigt mich darin, dass der Preis irrsinnig hoch, für einen Menschen kaum zu begreifen ist, aber letztlich doch notwendig war. Jedenfalls zu dem Zeitpunkt, an dem wir uns dann entscheiden mussten."

Er hat sein Notizbuch 'befreit', schlägt es auf - er scheint die Seite leicht zu finden - und meint dann:
"Aber du hast Recht, was geschehen ist, ist geschehen.
Doch im Flugblatt damals konnte man lesen, Moment:

'Spürst du den Luftzug
Der Dein Haar zerzaust,
oh wirre Aggripina?
Das ist der Flügelschlag Hydracors,
Der kommt, um Dich zu holen.

Spürst du den Regen
Der Deine Gewänder tränkt,
oh schwache Aggripina?
Das sind die Tränen des Volkes Zorn,
Das kommt, um Dich zu holen.

Siehst Du die wogende Brandung,
Gleich hinter deiner Mauer Stein',
oh versperrte Aggripina?
Das ist Thalians Sturmesflut.
Bald.
Sehr bald.'

Wir wissen leider nicht, wer es verfasst hat."


Titel: Re: Am frühen Morgen, in einem etwas abseitigen Haus in Schieferbruch
Beitrag von: Fenya am 12. Oktober 2009, 11:06:43
Fenya nickt und schweigt danach lange Zeit, in welcher sie das Lager beginnt ein wenig aufzuräumen.

Es gibt immer Wiederstände. Einige werden zerschlagen, andere nicht. Nähere Informationen werden wir wohl nur in den Büchern finden, wo sie Verhöre oder ähnliches niedergeschrieben haben. Wenn sie das niedergeschrieben haben. Oder vielleicht indem wir mit viel Einfühlungsvermögen die Bewohner der Stadt fragen. Aber zuerst müssen wir das Vertrauen der Bewohner bekommen - und behalten.
Ich werde Ende der Woche mich kurz mit Wilhelmina in Mersamon treffen, dann aber wieder kommen und weiter helfen soweit ich kann. Ich hoffe dass das in Ordnung ist. Sie wird ja bald mit Xander abreisen, und irgendwas quält sie wieder, worüber sie mit mir reden möchte.


Titel: Re: Am frühen Morgen, in einem etwas abseitigen Haus in Schieferbruch
Beitrag von: Fenya am 14. Oktober 2009, 17:41:26
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Einige Tage nach dem Apfelfest in Mersamon kehrt Gaerion in das Haus am Stadtrand von Schieferbruch zurück. Derzeit ist Fenya auf dem Apfelfest, daher ist er allein mit seinen Gedanken und der vielen Arbeit. Umso überraschter ist er, als er das Haus betritt. Es riecht nach Essen und als er sich umsieht ist das Feuer geschürt und eine Suppe steht darauf und köchelt. Aus dem Nebenzimmer hört er Stimmen, die ihm bekannt zu sein scheinen. Gerade als er sich der Tür nähern will kommt Fenya in den Raum und schließt die Tür zum Nebenzimmer wieder.

Gaerion, schön dich wieder zu sehen. Ich habe schon etwas zu essen gemacht. Nebenan ist meine Begleitung der letzten Tage.
Fenya sieht ziemlich geschafft aus, sie setzt sich und reicht Gaerion Tee und Suppe, dazu noch ein Stück Brot. Sobald er sich zu ihr gesellt hat setzt sie wieder an.

Ich habe dir ja schon eine Nachricht zukommen lassen, dass ich in die Stadtmitte will. Es geht um Christobal Karas, er ist im Nebenraum
gedankenverloren spielt sie an einer Kette, an der ein Ring hängt. Sie schüttelt kurz den Kopf dann grinst sie breit.

Ich habe ihn mir die letzten Tage immer wieder nur schwer vom Leibe halten können, aber ich melde einen Erfolg. Naja, ich habe ihm aus gewissen Umständen heraus versprochen mit ihm ein Haus in der Stadt aufzusuchen, ich denke dafür brauche ich deine Hilfe.

Sie legt den Kopf schief und schaut Gaerion direkt an, das Grinsen wird breiter
Aber ich habe noch mehr Neuigkeiten für dich... du wirst ein Romanheld...

Fenya kann ein Kichern nicht unterdrücken und schaut ihren überraschten und überfallenen Prytanus auffordernd an.


Titel: Re: Am frühen Morgen, in einem etwas abseitigen Haus in Schieferbruch
Beitrag von: Gaerion Sturmfels am 16. Oktober 2009, 21:08:35
Gaerion stellt seine Tasche ab und lässt sich, die Irritation klar ins Gesicht geschrieben, danach auf einen Stuhl nahe der Feuerstelle sinken. Es ist, als ob die kühle Herbstluft ihm in die Stube gefolgt wäre und ein leichter Hauch durchweht den Raum.
Er blickt nach wie vor etwas verwirrt von Fenya zum Nebenraum, zur Türe, aus der er gerade kam, zu seiner Tasche und dann letztlich doch wieder zu der Adepta.

Er setzt zu sprechen an, besinnt sich dann noch mal einen kleinen Moment und kichert dann kurz auf, als habe jemand einen Witz gemacht, der nur ihn erreicht.
"Christobal? Nun ... ehm ... gut."
Er scheint mehr sagen zu wollen, verwirft den Gedanken aber sichtlich wieder und lehnt sich dann zurück.

"Gut, fangen wir vorne an. Romanheld?"


Titel: Re: Am frühen Morgen, in einem etwas abseitigen Haus in Schieferbruch
Beitrag von: Fenya am 16. Oktober 2009, 21:17:22
Fenya grinst ihren Mentor breit an als sie seine Verwirrung beobachtet. Auch sie setzt sich hin und wartet ab bis sie wieder an der Reihe ist zu sprechen
Romanheld... ja

Fenya verdreht angewiedert die Augen
Ihr kennt vielleicht diese Apfelheine... tschuldige der Name ist mir entfallen, irgendwas mit Apfel... Läuft rum wie der letzte Volltrottel... lila Schal, einen Mantel den er aus Erans Mülltonne gesammelt zu haben scheint... Naja, diese impertinente Person recherschiert für ein neues Buch...

Fenya macht eine Pause, extremst lange. In dieser Pause wechselt ihr Gesicht von kurzer Belustigung auf einen ernsten und extremst empörten Blick wieder zurück und wieder zu einem empörten Blick. Dann seufzt sie.

Der Titel der Buches... nun ja...

sie zögert

Soll "Prytanus Lust" sein.

Ein schneller Blick um die Reaktion ihres Gegenübers zu erhaschen bevor sie fortfährt

Es soll um Dich gehen, als grobes Vorbild. Nur meine guten Manieren haben mich davon abgehalten ihn von einer Brücke zu schubsen... ok und der dreckige Mantel. Wie gesagt, ich glaube nicht, dass du oder die Akademie eine solche Publikation gut gebrauchen kannst.

Fenya trinkt einen Schluck Tee ud wartet auf die Reaktion von Gaerion.


Titel: Re: Am frühen Morgen, in einem etwas abseitigen Haus in Schieferbruch
Beitrag von: Gaerion Sturmfels am 16. Oktober 2009, 21:29:12
Gaerion reagiert. Er lacht. Laut. Lange.
Er braucht einen Moment, um wieder zu Atem zu kommen, und formt mehr mit seinen Lippen, als dass er die wirklichen Laute spricht, das Wort "Lust" erneut.

"Der Name ist Apfelgerber, nicht?" fährt er fort.
"Ja, der sagt mir sogar etwas. Nicht, dass ich etwas von ihm gelesen hätte, aber die Adepta Lenzing sprach mich in der Bibliothek einmal auf ihn an und bat mich, ihr zu helfen, eine höchst zweideutige Passage zu verstehen. Und der schreibt über mich? Über uns? Also ... die Akademie?"

Noch einmal lacht Gaerion auf.

"Ich nehme an, es gibt schlechtere Berichterstatter als ihn. Die Bevölkerung liebt sein 'Dachs und die Wölfin', und scheinbar auch die Falken dafür, dass man dort solche Abenteuer erleben kann. Dennoch ... ich vermute, ich werde Herrn von Apfelgerber beizeiten mal einen Besuch abstatten und mir das Konzept ... von Angesicht zu Angesicht erklären lassen."

Er wird wieder etwas ernster, auch wenn der Schalk noch immer sichtlich sein Gesicht umrahmt.
"Während ich also ob meines potenten Aussehens ohne großes Zutun unnachahmlichen Ruhm ernten werden - was ist mit Christobal? Was genau?"
Bei den letzten Worten merkt man ihm an, dass er nun wieder fokussiert bei der Sache ist.


Titel: Re: Am frühen Morgen, in einem etwas abseitigen Haus in Schieferbruch
Beitrag von: Fenya am 16. Oktober 2009, 21:38:56
Fenya grinst den Prytanus an...

Naja, noch lebt Christobal, und das bis auf einige dolchwunden - die natürlich aus reinem Versehen passiert sind, ist soweit ich das beurteilen kann, von einer sehr weit entfernten Position aus, noch alles an ihm dran.

Plötzlich jedoch wird ihr Gesicht ernst.

Ich habe ihm ein Versprechen gegeben. Er muss aus privaten Gründen in das Stadtinnere, so wie ich dir schon mitgeteilt habe. Ich kann dir nicht sagen warum, das war ein Teil des Versprechens, aber auch, dass ich ihn begleite.

Fenya kramt in ihrer Tasche holt ein Buch heraus und ihr Stickzeug. sie legt das Buch beiseite und nimmt sich ihre Sticksachen zur Hand.

Ich habe es versprochen. Wie gesagt, ich kann dir mehr nicht sagen. Nur, dass wir in die Stadtmitte müssen. Straßennamen hatte ich dir schon genannt... ich habe ihn wieder vergessen.

Ernst blickt sie zu Gaerion.

Es ist wirklich wichtig...


Titel: Re: Am frühen Morgen, in einem etwas abseitigen Haus in Schieferbruch
Beitrag von: Gaerion Sturmfels am 16. Oktober 2009, 21:51:21
Gaerion schenkt ihr ein warmes Lächeln. Zwar lächelt der Prytanus oft in ihrer Gegenwart, doch dieses Mal ist es anders. Obschon es sich auch sonst nicht gekünzelt oder erlogen anfühlt, hat dieses Lächeln eine Aufrichtigkeit, wie sie auch bei Gaerion nicht alltäglich ist.

"Dann wollen wir dem Mann doch einmal helfen."

Er zieht einen zweiten Stuhl neben seinen, steht dann aber selber noch mal auf und setzt, wie so oft, einen Topf voll Wasser über das Feuer. Auf dem Weg zurück zu seinem Stuhl blickt er auf Fenyas Buch, griemelt etwas und lässt sich dann wieder auf seinen Stuhl nieder.

"Schläft er? Ist er ansprechbar? Kann man ihn rufen?
Gerne helfe ich dir, ihn wohlbehalten zur Stadtmitte zu führen. Aber ich würde gerne von ihm persönlich hören, worum es geht."


Titel: Re: Am frühen Morgen, in einem etwas abseitigen Haus in Schieferbruch
Beitrag von: Fenya am 16. Oktober 2009, 21:54:41
Fenya blickt intensiv auf ihr Stickzeug als Gaerion aufsteht. Dann blickt sie zu ihm

Ich werde ihn holen, dann kann er dir mehr sagen, wohin wir wollen. Es wird einige Momente dauern... ach ja, wenn er schreit... ich habe ihn nicht kastriert... das war eines der Phänomene...

Fenya lächerl Gaerion an, als sie aufsteht, er hat das Gefühl, das eine Maske von ihr abfällt. Doch der Moment währt nicht lange, dann verschwindet sie ihm Nebenzimmer für einige Momente. Kehrt nach wenigen Minuten mit Christobal im Schlepptau wieder zurück.


Titel: Re: Am frühen Morgen, in einem etwas abseitigen Haus in Schieferbruch
Beitrag von: Gaerion Sturmfels am 16. Oktober 2009, 22:06:38
"Christobal. Es freut mich, dich zu sehen."
Gaerion erhebt sich erneut, grüßt den Sturmfalken mit einer sauberen Reference, deutet dann auf eine Sitzgelegenheit ihm gegenüber und nimmt selber wieder Platz.

Dem Prytanus ist nichts anzumerken, als er lächelnd darauf wartet, dass Christobal platz nimmt, doch ertönt eine wohlbekannte Stimme in Fenyas Kopf.
Nimm doch bitte neben mir Platz.
Er lächelt seiner Adepta zu, richtet die Augen dann aber wieder auf ihren Gast.

"Direkt vorweg, Christobal, ich möchte dir gerne helfen. Hier in der Stadt hat vieles nicht so geendet, wie wir gehofft haben, als vor nunmehr vielen Monden die Mauer errichtet wurde. Wenn ich helfen kann, dann ist das gut. Wenn ich sogar jemandem helfen kann, den ich kenne, umso besser."
Er beugt sich vor.
"Also bitte, erzähle mir zumindest in kurzen Worten, wobei ich dir helfe. Und warum."


Titel: Re: Am frühen Morgen, in einem etwas abseitigen Haus in Schieferbruch
Beitrag von: Fenya am 16. Oktober 2009, 22:12:32
Fenya bleibt einige Momente stehen und blickt von einer Person zur Anderen. Ihr Blick kommt Gaerion seltsam vor, etwas unbekanntes liegt in den Augen.

Dann gießt sie Gaerion und sich einen Tee ein und füllt drei schalen mit Suppe, erst danach setzt sie sich, wobei ihr Blick erneut seltsam erscheint, für diejenigen die sie kennen.

Wie in Gedanken versunken nimmt sie ihr Stickzeug auf und blickt während der folgenden Worte vorerst nicht mehr davon auf.


Titel: Re: Am frühen Morgen, in einem etwas abseitigen Haus in Schieferbruch
Beitrag von: Belaravon am 17. Oktober 2009, 10:52:09
Lächelt den Beiden zu und setzt sich ruhig auf den bereitgestellten und angebotenen Stuhl. Sein Blick geht kurz zu von einem zum andern bevor er sich völlig Gaerion zuwendet. Die Suppe scheint er kaum zu bemerkten vielmehr räuspert er sich einige Male und scheint zu überlegen wie er sein Anliegen am besten Vorträgt.

Nun,...
danke erstmal für das Treffen Prytanus, eure Luftigkeit, Sir. Ich weiß das ihr allerhand zu tun haben müßt nachdem hier die Elemente so im Ungleichgewicht sind und so, ... also ich bin euch erstmal wirklich dankbar. Ich weiß nicht was Fenya euch bereits erzählt hat aber ich beginne einfach mal bei dem einfachsten.
Aus vollkommen egoistischen Gründen will ich gerne in den Kern von Schiefferbruch vordringen. Das ist keine weltumfangende Aufgabe jedoch habe ich leider festgestellt das ich alleine oftmals an dem Ungleichgewicht der Elemente scheiter.
*räuspert sich etwas und seufzt*
Als ich allein durch die Stadt zog hatte ich fast ein Ziel erreicht. Jedoch wollte sich eine Straße einfach nicht überqueren lassen. Verzeiht das ich es nicht besser beschreiben kann aber es war mir einfach nach wenigen Schritten kaum noch möglich die Beine zu heben als wäre die Kraft die einen nach unten zieht gewachsen. Auf einer anderen Straße sprang eine kleine Flamme aus einer brennenden Laterne und versenkte mir die Haare. Mein dritten Versuch brachte ich nicht zuende weil die Straße verschneit war und ich *winkt ab* ich denke auch ihr wärt nicht unbedingt in einen Schneesturm hineingelaufen der wenige Schritte vor euch einfach tobt.

Nimmt seine Flache vom Gürtel und trinkt einen Schluck. Sein Blick gleitet kurz zu Fenya und er deutet kurz auf sie um seinen folgen satz einzuleiten.


Auf einer kurzen Reise nach Mersamon traf ich Mitglieder der Akadamie die mir zumindest grob erklären konnten was zur Hölle... *räuspert sich erneut und winkt ab, etwas der alten Wut wäre beinah in ihm hochgekocht und man liest es an seinem Gesicht ab.*
Ist ja auch egal. Mir wurder erklärt was in der Stadt geschehen ist. alleine würde ich wohl nur schwer oder vielleicht sogar verletzt mein Ziel im inneren der Stadt erreichen können. Ich habe Fenya auf ihrer Reise zurück begleitet und sie hat in mir die Hoffnung geweckt das ich dazu den Beistand der Akademie erhalten könne um die Mitte der Stadt zu erreichen. Ich weiß das sie euch *runzelt etwas die Stirn* Davon bereits unterrichtet hat aber ich wollte dieses Anliegen selber vorbringen. Sollte ich das Haus erreichen können und davon mehr als Ruinen stehen habe ich mit Sicherheit die Möglichkeit die finanziellen Aufwendungen zu ersetzten. Derzeit kann ich euch aber nur Bitten.

Seine Stimme wird eindringlicher, er sitzt auf dem Stuhl nach vorne gelehnt und spricht stark gestikulierend. Man sieht ihm an das ihm etwas an diesem Ziel liegt.

Ich weiß das besonders in dieser Region und dieser Tage eine Vielzahl von Leuten ähnliche oder vielleicht sogar wichtigere Bitten haben, dennoch muß ich sie stellen. Und kann tatsächlich nicht mehr bieten als eine in Ausicht gestellte entschädigung wenn ich Erfolg haben sollte.

Er sinkt langsam auf dem Stuhl zurück und schaut kurzauf die inzwischen kalte Suppe als hätte er sie vorher nicht wirklich wahrgenommen.

Unabhängig von euer Antwort und was bei Schieferbruch geschehen ist, möchte ich drei euer Schüler loben und mich bei ihnen bedanken auch wenn von diesen nur Fenya zugegen ist. Sie haben sich zum einen in Mersamon gut geschlagen als die dortige Bevölkerung etwas Beistand brauchte und haben ... *überlegt offenbar wie er es in Worte fassen soll* mir erklärt was aus ihrer Sicht in Schieferbruch geschehen ist. Nebenbei hat Fenya zugelassen das ich sie  nach Schieferbruch begleite, und viel Geduld und Nachsicht mit einem Falken gehabt. Die zweite Dame war Minchen von euren Wasserköpen. Auch sie war recht umgänglich und hat sich gut um Herrn Apfelgerber gekümmert, aber ich schweife ab. Leider ist mir der Name des dritten Burschen entfallen aber ich bin sicher Fenya wird ihn euch beizeiten sagen können. Ich merke mir Namen von Damen einfach leichter

Schmunzelt leicht und endet in seinem Redeschwall. Er gießt sich Wasser in einen Becher den er aus seinem Beutel gezogen hat.


Titel: Re: Am frühen Morgen, in einem etwas abseitigen Haus in Schieferbruch
Beitrag von: Gaerion Sturmfels am 17. Oktober 2009, 11:32:27
Gaerion lauscht Christobals Redeschwall geduldig und äußert sich nicht, bis dieser geendet hat. Er harrt auch danach noch einen Moment aus, als warte er, dass es weiterginge. Als es das nicht tut, räuspert er sich nun seinerseits und meint, mit freundlichem Klang in der Stimme: "Das war die Antwort auf die Frage nach dem wobei. Was du noch nicht erwähnt hast, ist die Frage nach dem 'warum'."

Der Prytanus schaut seinem Gegenüber ins Gesicht, sucht nach Zeichen des Haderns, Zweifels oder auch der Abneigung, fährt letztlich aber einfach fort:
"Wenn du zu einem Haus der Familie möchtest, um dort, sagen wir, persönliche Dinge zu bergen, dann möchte ich das wissen. Ich möchte nicht wissen, ob es Briefe, Schmuckstücke oder ganz andere, ideele Werte sind, aber ich möchte wissen, dass es um so etwas geht.
Wenn es um geschäftliche Dokumente und dergleichen geht, gilt das gleiche. Mich interessieren nicht die Zahlen in irgendeiner Tabelle aus irgendeinem Kaufmannsbuch, aber dann möchte ich wenigstens wissen, dass wir diesen Ausflug ins Herzen der Stadt wegen eben jener geschäftlicher Dokumente machen.
Wenn es jemand ist, der dir nahe steht, den wir suchen, so würde mir auch das, ein wenig umschmückt, als Antwort genügen. Ich will nicht wissen, ob es Bruder, Schwester, Vater, Mutter, Frau oder Geliebte ist, aber ich möchte wissen, dass es um jemanden geht, der dir wichtig ist.
Falls es allerdings um irgendeine Form der Vendetta geht, dann möchte ich wissen warum."

Der erhobene, reichte Zeigefinger des Prytanus gebietet Christobal noch einen letzten Moment zu schweigen.

"Ich möchte keine Details, aber ich möchte die Wahrheit. Vieles von dem, was sich letztendlich gleich in diesem Raum und in Folge dann in den Gassen der Stadt ergeben wird, vieles davon wird davon abhängen, um du mir, jetzt, hier, an diesem Feuer, eine wahrheitsgemäße Antwort gibst."

Noch immer klingt seine Stimme freundlich, sein Lächeln wirkt ehrlich. Doch ist auch nicht zu übersehen, dass der Prytanus seine Frage ernst meint.


Titel: Re: Am frühen Morgen, in einem etwas abseitigen Haus in Schieferbruch
Beitrag von: Belaravon am 17. Oktober 2009, 12:45:34
Nickt abermals und lange herrscht stille in dem Raum. Christobal sieht Gaerion lange an als versuche er dern Elementaristen einzuschätzen. Auch wirkt er einfach von seiner freundlichkeit überrascht und etwas aus dem Konzept gebracht. Nach eben jener verstrichenen Zeit der Ruhe räuspert sich Christobal und spricht diesmal etwas leiser und klar.

Ich muß zugeben das ich hoffe eben dieses zum Umgehen und daher nicht darrauf eingegangen bin. Wie ihr wisst bin ich aus Schiferbruch. Meine Familie hat sich bei dem Konflikt soweit mir bekannt ist beinah völlig auf die Seite von Schieferbruch gestellt und diese im vollem Umfang ihrer Möglichkeiten unterstützt. Insofern versteht ihr vielleicht das ich zögerte zu sagen, das ich in die Stadt will um nach einzelnen Personen dieser Familie zu sehen. Sie haben sehr viel Leid verursacht und es würde mich nicht wundern wenn viele Steine der Mauer die niedergerungen wurde aus dem Goldbeutel meiner Familie bezahlt wurde. Es gibt jedoch wenige in dieser Familie, hierbei hoffe ich einfach das ihr nicht weiter fragt, die es wert sind das man nach Ihnen sieht. Zumindest sichergeht das sie nicht Opfer dieser Elementaren Verwüstung geworden, oder vielleicht noch auf irgend einem Abstrusen weg in dieser Stadt verblieben sind.

Christobal hat zunehmend schneller und fast in rage gesprochen bemerkt es aber selber und sammelt sich kurz bevor er fortfährt.


Mein Hauptanliegen ist also die Suche nach meiner Familie auch wenn die Sorge nicht allen Mitgliedern gilt. Sollten wir das Haus erreichen würde ich versuchen auch den im Keller verborgenen Notgroschen zu bergen den ich vor langer Zeit zurücklies. Dieser sollte mir dienen um die Kosten zu decken die für die Akademie aufkommen und etwas Kupfer an die Leute zurückzugeben die in der vergangen Zeit teilweise füßr mich aufgekommen sind.

Bei letzterem blickt er wiederum kurz zu Feny, wendet seinen Blick dann aber wieder Gaerion zu.

Also sofern ihr mich später auf kurze Aussagen festlegen wollt so mache ich es euch einfach. Zum einen will ich nach meiner Familie sehen, zum anderen habe ich Interesse an einem versteckten Spargroschen im Haus. Letzterer würde aber unverzüglich zurückbleiben sofern etwas dagegen spricht ihn zu holen.

Ahtmet schwer durch und nimmt einen unzufriedenen Schluck aus seinem Wasserglas.

Die Gründe sind nicht Originell oder etwas besonderes, aber die Wahrheit. Und das wolltet ihr doch oder Prytanus?

*schaut ihn fast herausfordernd aber nicht unfreundlich an. Er hält die Flasche mit dem Wasser sehr fest in seiner Hand und scheint äusserst angespannt ob seiner in seinen Augen schwachen Begründung*


Titel: Re: Am frühen Morgen, in einem etwas abseitigen Haus in Schieferbruch
Beitrag von: Gaerion Sturmfels am 18. Oktober 2009, 15:10:28
Gaerion schaut Christobal einen Moment nachdenklich an.
"Die Wahrheit, ja, die wollte ich. Ich denke, die möchte jeder. Ob er sie letztlich hat, nun, das liegt jeweils alleine im Auge des Betrachters."

Er tauscht einen kurzen Seitenblick mit Fenya, fährt dann fort.
"Ich für meinen Teil weiß nun auf jeden Fall genug. Und egal zu welchen Konflikten es auch kommen mag, jemand, der für Teile seiner Familie geradesteht, der hat mein Wohlwollen."

Er nimmt sich seinen Becher und füllt mit einer kleinen Kelle etwas aus dem dampfenden Topf dort hinein. Gaerion nippt daran, sehr vorsichtig, und blickt danach wieder zu Christobal.

"Ich möchte übrigens noch ergänzen - und ich glaube nicht einmal, dass es Absicht war, aber ich erwarte nicht, dass man mich für eventuelle Dienste hier entlohnt, jedenfalls nicht mit Geld. Wir sind hier, um die Stadt wieder gerade zu rücken. Ob wir dafür nun hier oder dort anfangen, ist sekundär.
Sicherlich, das ist eine persönliche Entscheidung und natürlich irgendwo Willkür, aber das ist es immer, auch wenn man sich ein schöneres System dazu überlegen würde. Irgendjemand wird immer der Erste, immer der Letzte sein.
Wenn ihr Adepti, Scholarii oder meinethalben auch Magister entlohnen wollt, tut dies. Aber versteht euch nicht in einer Bringschuld, wenn es nicht anderweitig vereinbart ist."

Er nippt erneut.

"Eine Frage verbleibt mir. Diese Teile der Familie ... die nicht zu eurem engeren Kreis, zu denen gehören, denen ihr wohl zugetan seid. Angenommen wir treffen einen von denen."
Der Prytanus beugt sich vor.
"Was tut ihr dann?"


Titel: Re: Am frühen Morgen, in einem etwas abseitigen Haus in Schieferbruch
Beitrag von: Belaravon am 18. Oktober 2009, 15:24:27
*schaut ihn eine Weile an und sein Blick wirkt seltsam leer*

Ich wünschte ich könnte euch darrauf eine klare Antwort geben Prytanus aber das kann ich nicht. Es kommt darrauf an wen wir treffen, unter welchen Umständen und was über den Verbleib der anderen gesagt wird. Das kann völlige Gleichgültigkeit bei mir bedeuten aber auch Zorn oder Angst. Ich weiß es tatsächlich nicht.

*zuckt etwa mit den Schultern.*

Wenn ihr wünscht kann ich meine Waffen zurück lassen ich glaube onehin nicht das sie mir etwas nutzen würden um sicherzugehen das ein etwaiger Streit auf diese Weise eskalieren könnte. Ich glaube jedoch nicht das wir etwas finden werden das zu Gewalt führen wird wenn das die Befürchtung war die ich zwischen euren Zeiolen vermute. Ich habe meine Familie nicht im guten verlassen, aber ich will auch nicht ihren Tod, und ich denke auch sie nicht den Meinen.

*räuspert sich stark und nimmt einen großen Schluck Wasser diesmal ist er beinah während des gesamten Gespräches dem Blick von Gaerion ausgewichen und schaut zum brennenden Kamin*


Titel: Re: Am frühen Morgen, in einem etwas abseitigen Haus in Schieferbruch
Beitrag von: Gaerion Sturmfels am 18. Oktober 2009, 15:42:31
"Oh, ich wollte keine gewalttätigen Absichten unterstellen, Christobal."
Der Prytanus lehnt sich wieder zurück.
"Ich wollte hören, was ihr auf die Frage antwortet. Meist sind Fragen ein Mittel zum Zweck, selbst die Antworten nur Mittel zum Zweck. Nicht immer. Manchmal sagt eine Antwort viel aus, mehr als nur die Worte, mit denen sie gesprochen wird."

Er macht eine ausholende Bewegung.

"Ihr hättet mir sagen können, dass es garantiert keine Gewalt geben werde und mich somit anlügen können, damit es, nun, besser klingt. Oder ihr hättet es sagen können, in gutem aber vielleicht irrigem Glauben. All das habt ihr aber nicht. Ihr habt eine unelegante Wahrheit einer eleganten Halbwahrheit vorgezogen. Und das gefällt mir in der Tat gut."

Gaerion wirft noch einmal einen fast neugierigen Blick auf Fenya.

"Ich denke, Christobal, wir werden uns noch heute auf den Weg machen können. Wenn ihr euch so lange noch etwas zur Ruhe betten möchten, ich nehme an, es wird nicht schaden."


Titel: Re: Am frühen Morgen, in einem etwas abseitigen Haus in Schieferbruch
Beitrag von: Belaravon am 18. Oktober 2009, 16:03:22
*nickt ihm überrascht und freundlich zu, Gaerion kennt ihn nicht wirklich gut aber selbst ihm fällt die Erleichterung auf die auf Christobals gesicht zu lesen ist als er aufsteht und auf den Prytanus zukommt*

Danke das hilft mir wirklich sehr.

*seine wuchtige Hand landet dankbar und denkbar unorthodox auf der Schulter des Magisters wo sie ihn packt und 3 mal draufschlägt.*

Ich hätte nicht mit solch schneller Hilfe gerechnet und bin euch ehrlich dankbar.

*nickt ihm kurz zu und hält auf den Ausgang zu, sein Blick geht zu Fenya*

Ich hätte doch noch eine Bitte auch wenn es nach allem vielleicht etwas dreist ist.

*dreht sich noch einmal um*

Natürlich habt ihr sicher eine Meinung wer am besten in diese Stadt gehen sollte, ich wäre euch sehr dankbar wenn trotz der langen Reise und der möglichen anderen Aufgaben die Adepta Sternenberg uns begleiten könnte. Sie war wirklich eine große Hilfe und hat sich meinen Respekt verdient in Mersamon und auf der Reise hier her. Ich würde sie nicht missen wollen. Es obliegt euch seht es als eine zusätzlich bitte, ich werde mich noch etwas zur Ruhe legen.

*deutet eine Verbeugung vor Gaerion und anschließend vor FEnya an und geht hinaus. Er wirkt tatsächlich wie von einer schweren Last befreit.


Titel: Re: Am frühen Morgen, in einem etwas abseitigen Haus in Schieferbruch
Beitrag von: Fenya am 18. Oktober 2009, 21:50:54
Nachdem Christobal den Raum verlassen hat hebt Fenya den Kopf. Sie und der Prytanus reden noch einige Momente bis auch sie sich verabschiedet; in einen anderen Nebenraum verschwindet um für den morgigen Tag ausgeruht zu sein.

Der Prytanus bleibt allein mit dieser doch recht seltsamen Situation und seinen Gedanken zurück.