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Titel: Auf die Reise Beitrag von: Mätti am 27. Februar 2008, 08:22:20 In Schwärze liegt das Land verhüllt. Nur wildes Getier und rastlose Arbeiter ziehen unter den Gestirnen.
Tief im dunkelgrünen Westwald singen sie das erste Lied des Abschieds seit der große Sturm alte Mächte entfesselte. Auf dem Platz der Ahnen stehen sie in engem Kreis um den Jüngsten. Die Stimmen im Wechsel zwischen Flüstern und Crescendo. Die Worte der Mutter entfachen den Lebewohlbaum und sprechen Worte der Freiheit. "Ehre dir Sonnenstrahl des Lichtes Kind. Es spricht zu dir der Erde letzter Morgengruß. Geboten wird dir Tod und Leid durch Feuerwort und Eiseshand. Verlangt wird Schutz für den Jüngsten, den kleinsten Kiesel im Bett des Bruders. Im Wind soll sich eine neue Idee wiegen, dass Stab in Holz nicht bleibt ohne Namen. Doch wehe dir, oh große Macht! Folgst du nicht dieser Worte letzter Packt so wird brennen Koboldschweiß und Elfenhaar!" Gesang erfüllt jetzt Zwielicht und unsichtbares Netz. "Kraft der Erde stark wie Stein, schütz sanft des Jüngsten mutig Bein. Hauch der Erde süß in Luft, halt fern vom Jüngsten Feind und Schuft. Lauf der Erde kalter Feind, sei stets mit jüngstem Geist vereind. Quell der Erde Vaters Blut, gib dem Jüngsten Schwesters Mut. Herr der Erde du der Wacht, zeig auf dem Jüngsten deine Macht. Und Erde selbst um Schutz ich bitte, denn ewig bleibst des Menschen Herz." |